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Dieses Thema hat 15 Antworten
und wurde 933 mal aufgerufen
 III.1. Konzeptionelle Grundüberlegungen
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Udo Offline




Beiträge: 94

11.12.2019 18:28
#16 RE: Lokschuppen oder lieber nicht... Antworten

Hallo,
die Lokschuppen in den kleinen Endbahnhöfen stammen ja i. d. R. aus der Dampflokzeit. Die waren, wenn da eine Lok planmäßig übernachtet, absolut notwendig. Erst recht wenn der Bf in einer Gegend liegt in der mit Frost zu rechnen ist.

Es macht keinen Sinn eine Lok abends ohne Feuer auskühlen zu lassen und morgens wieder hoch zu heizen. Das geht unnötig auf Material (Kesselverschleiß) und in die Kosten. Daher werden die Maschinen mit einem Ruhefeuer abgestellt. Eine so im Freien bei heftigen, zweitstelligen Minusgraden abgestellte Lok dürfte wohl morgens kaum schnell betriebsfähig zu machen sei.
Durch den austretenden und kondensierenden Dampf bildete sich Eis in Zylindern, Schiebern und Ventilen. Ggf froren auch die Lager des Gestänges ein.

Auch der Kostenfaktor dürfte eine Rolle gespielt haben. Um den Mindestkesseldruck zu halten hat eine bei Kälte im Freien stehende Lok einen höherern Brenstoffbedarf als eine bei leichten Plusgraden im Schuppen stehende Maschine.
Eine mit Ruhefeuer abgestellte Lok durfte niemals unbeaufsichtigt sein. Diese Aufgabe hatte das Lokpersonal welches die letzte und morgens somit die erste Fahrt hatte. Die Arbeit machte i. d. R. der Heizer der dazu während seiner Ruhezeit in regelmäßigen Abständen die Lok zu kontrollieren hatte. Die Aufsicht darüber oblag dem Lokführer.

Ein weiterer Aspekt ist die Unterbringung des Lokpersonals. Dazu hatten auch die kleinen Schuppen Ruheräume, standesgemäß für Meister und Heizer getrennt. Ebenfalls war eine Waschgelegenheit mit Toilette vorhanden.
Zwar hatten viele Bahnhöfe auch Übernachtungsräume für auswärtige Personale. Da waren aber der Zugführer, der/die (Lade-)Schaffner und event. Rangierer untergebracht. Dem Lokpersonal konnte/mochte man nicht zumuten immer zwischen Empfangsgebäude und Lokschuppen durch die Nacht zu pendeln. Zumal die Wegezeit dann zu Lasten ihrer tatsächlichen Ruhezeit ging.

Viele Grüße ÷ Udo

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