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Modellbahnanlagen
Planungs- und Design-Forum

für vorbildgerechten Modellbahnbetrieb

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Dieses Thema hat 110 Antworten
und wurde 7.267 mal aufgerufen
 II.3. Planen von Anfang an
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memento Offline




Beiträge: 90

22.11.2019 20:57
Hallo und ...: Bf. Kalenstock – eine Kleinstanlage in TT antworten

Hallo zusammen,

ich bin der Neue hier: Thomas, 44 Jahre, wohne in Köln und bin zugegeben eher Gelegenheits-Modellbahner oder lange Zeit auch Spielbahner, seit ich etwa 12 bin; wenn man Lego mitzählt dann so ab 3-4 Jahren :p

Ich habe mich in diesem Forum registriert, weil ich in den letzten Tagen in einigen Bereichen hier gestöbert habe und auch viele interessante Diskussionen und Anregungen gefunden hatte. Normalerweise treibe ich mich modellbahn-technisch auch im Stummiforum herum; ich hoffe, das ist für alle Beteiligten dennoch okay, wenn ich meine aktuellen Gedanken auch hier mal zusammenfasse und hoffe auf weitere Anregungen.

Ich komme mehr aus der Kleinstanlagen-Ecke – bin ein sehr großer Fan von Carl Arendt's Tun – und möchte auch insgesamt da bleiben. Ich mag und liebe auch nach wie vor winzige "Pizza"-Anlagen, alte Märklinanlagen mit Achterbahn und automatischen Bahnübergängen, die so schön nach verbrannter Elektrik riechen, und alle denkbaren anderen Modellbahn-Grotesken. Aber darum soll es hier ja nicht gehen, weil diesmal möchte ich wirklich mal etwas mit vorbildorientierterem Betriebsablauf planen. Bisher habe ich immer in Spur N gebaut.




Mein Thema: Kleinstanalage in (für mich neuem) Maßstab TT

Die "Zwänge" bzw. zwingenden technischen Vorgaben
– Anlage muß sehr kompakt und transportabel sein. Kein fester Aufstellungsort vorhanden
– Anlage soll, wenn sie betrieben wird, "wohnzimmertauglich" sein
– Spurweite TT
– Die Anlage soll bei maximal 180x30cm, wenn es unbedingt sein muß 200x35-40cm Gesamtgröße im Kern voll betriebsfähig sein (incl. Abstellbereiche), kann durch weitere Segmente fakultativ gern noch erweitert werden
– ggfls. Zerlegen in Segmente, die einfach durch 1 Person zu tragen / bewegen sind
– Segmentgröße optimalerweise nicht über 120x30-40 cm, ginge beim Transport dann noch gut allein, auch bei Treppen usw.

Was ich kann und möchte, und was nicht
– Ich mag Landschafts- und Detailausgestaltung, generell das Erzeugen von Atmosphäre durch Gestaltung
– Ich fotografiere mein ganzes Leben lang, möchte gern auch eigene Hintergründe für die Anlage erstellen
– Ich mag kleine überschaubare Projekte
– Ich mag auch "abstrakte" Spielanlagen-Entwürfe wie z.B. Inglenook, Timesaver, auch wenn das hier nicht das vorrangige Thema sein soll
– Was ich nicht so mag, auch wenn's dazu gehört: Holzarbeiten, Elektrik, Löten (!)

Globale Vorgaben für die Modellbahn, die nicht wirklich verhandelbar sind
– alte Epochen. In TT werde ich wohl aus Gründen der Verfügbarkeit auf IIIa gehen, kann mir sehr gern auch Epoche IIa vorstellen
– kleine Züge, Nebenbahnen oder Industriebahnen
– Hauptinteresse ist Güterverkehr, aber wenigstens rudimentärer Personenverkehr soll gegeben sein, sonst fehlt es mir auf Dauer einfach
– langsam Fahren, bewegliche Dampftriebwerke, Rangiermäglichkeiten (das letztere gefiel mir in N nicht so, ist der Grund für jetzt TT)
– kein Digitalbetrieb (Anlage soll komplett IT-, Smartphone- und PC-frei funktionieren)

Rahmenbedingungen für die neue Anlage "Bf. Kalenstock" (Name könnte sich noch ändern)
– Grundkonzept: Point to Point, keine Kehrschleifen
… "verdeckte" Gleisanlagen, dazu habe ich eh spezielle Vorstellungen, kommt weiter unten ...
– Mindestens: 1 sichtbarer, in sich abgeschlossener Betriebsteil mit Rangiermöglichkeiten: Endbahnhof, oder Industrieanlagen, oder oder ...
– Zusätzlich: 1 vermutlich "unsichtbarer" Abstellbereich
– nach Möglichkeit soll es so funktionieren, daß man keinen "Fünffingerkran" braucht. Also kein Fiddle Yard in dem Sinne, mehr ein "Schattenbahnhof"
– Freie Strecke dazwischen ist gern denkbar oder möglich, aber nicht unbedingt notwendig (evtl. zusätzliche Module zum später Einfügen)

Okay, sind noch alle da? :)

Dann würde ich jetzt im nächsten Beitrag (ich hab immer Angst daß ich irgendwo falsch draufklicke und alles is weg) meinen ersten Anlagenentwurf vorstellen.

Aber momentan bin ich auch noch offen für ganz andere Ideen, solange sie die oben genannten Bedingungen erfüllen (Epoche IIa oder IIIa, Dampfbetrieb, kurze Züge, etc.). Da bin ich generell noch im "alles kann, nichts muß" Modus ...

LG
Thomas

memento Offline




Beiträge: 90

22.11.2019 21:12
#2 RE: Hallo und ...: Bf. Kalenstock – eine Kleinstanlage in TT antworten

Wie kam es zu Bf. Kalenstock?

Mein Modellbahnhändler ist schuld, der hat mich mit der Idee "TT" angesteckt. Ich habe eine Weile gegoogelt und hatte noch gar kein konkretes neues Projekt vor Augen, da stolperte ich über eine Anlage, die der Erbauer Jörn Pachl vor 30 Jahren mal erbaut hatte und dann darüber auf seiner Website schrieb:

http://www.joernpachl.de/modellb_alt.htm

Hier der komplette Gleisplan der Anlage als einzelne Grafik:

http://www.joernpachl.de/Eibenstock.jpg

Im Kern geht es um die Steilstrecke von Eibenstock, wo die Stadt Eibenstock, die auf einer Hochebene liegt, mit einer kurzen Steilstrecke an die eigentliche, weiter unten im Tal verlaufende Hauptstrecke angeschlossen wurde. Die Anlage von Jörn Pachl erfüllt in perfekter Weise ausnahmslos sämtliche meine Vorgaben, die ich oben niedergeschrieben habe. Die Anlage ist auch so schön ultrakompakt, da es vorbildgerecht nirgends – auch zu Dampfzeiten nicht – ein Umsetzen der Loks gegeben hat. Zitat: "Da auf dieser Strecke wegen der starken Steigung alle bergwärts fahrenden Züge geschoben wurden, konnte der Schattenbahnhof als einfache Gleisharfe ausgeführt werden, die rechts unter einer Baumkulisse verborgen ist."

Sämtliche gleistechnischen Anforderungen an einen absolut vorbildgerechten Betrieb sind eh gegeben, da der originale Gleisplan fast 1:1 umgesetzt wurde. Und die "weite Welt" ist der verdeckte Abstellbereich. Da reichen 2-3 Gleise voll aus, da meines Wissens eh nur zwei oder maximal drei Lokomotiven überhaupt auf der Steilstrecke in Betrieb waren.

Meine Anlage

Eigentlich könnte ich den Entwurf 1:1 auf modernes Tillig Gleismaterial umzeichnen und sofort losbauen. Die Rahmenbedingungen sollen nur ein klein wenig anders sein:

- Es soll/muß kein konkretes Vorbild sein. Ich möchte gern eine "Phantasiestadt" haben, wo ich gestalterisch einfach freier bin
- will sagen: Prototype freelancing ...
- Ich möchte entweder DRG Epoche IIa oder DB Epoche IIIa, aber nicht DR Epcohe III
– somit also freie Fahrzeugwahl (unter entsprechenden steilstreckentauglichen Vorbildern natürlich)

Da ich im Rheinland bzw. in Köln wohne, kenne ich die Steilstrecken von Boppard nach Emmelshausen sowie die im Kasbachtal. Daher ergab sich auch der Name Kalenstock (Kalenborn - Eibenstock ...).

Aber jetzt zu der Planung der Gleisanlagen:

Ich habe den Entwurf von Jörn Pachl auch sofort mit modernen Gleisen nachgezeichnet und bin über ein Detail gestolpert, nämlich das Gleis, was im Originalgleisplan (siehe Link oben) mit "a" bezeichnet ist. Das einzige Gleis, wo man die Lok ans andere Ende umsetzen kann. Aber den Grund oder die Notwendigkeit dafür sehe ich nicht. Der Gleisplan ist eindeutig ja so gebaut, daß die Ladestraße sowie der Kohlenhandel, der in Eibenstock ansässig war, alle immer problemlos bedient werden können, wenn die Lok einfach am talseitigen Ende verbleibt. Ich habe weiter gegoogelt und mir auch mittlerweile die alte Ausgabe des Modelleisenbahners antiquarisch bestellt, mal sehen, wann diese eintrifft und ob da mehr zu den Gleisplan des Bahnhofs steht.

Jedenfalls habe ich schon gelesen, daß in den letzten Betriebsjahren der originalen Strecke diese Umsetzmöglichkeit wohl auch nicht mehr vorhanden war (Weichen stillgelegt oder ausgebaut). Insofern habe ich also jetzt diese Umsetzmöglichkeit auch bei mir erstmal weggelassen und zwei Varianten für einen Gleisplan erstellt.

Weiter im nächsten Beitrag ...

Kabees240 Offline




Beiträge: 244

22.11.2019 21:22
#3 RE: Hallo und ...: Bf. Kalenstock – eine Kleinstanlage in TT antworten

Hallo Thomas,

das ist wirklich ein Zufall, weil ich gestern in Niebelheim über deine Drei Kreise in Preußen gestolpert bin.
Wenn du Befürchtungen hast, dass der Text verloren geht, empfiehlt sich ein Vorschreiben in einem Textverarbeitungsprogramm.

Jetzt kommt also ein weiterer handwerklich Unbegabter, was Holz, Elektrik und Löten angeht.
Bin gespannt, was du dir dieses Mal ausgedacht hast.

Gruß von Ruhr und Nette

Hans

memento Offline




Beiträge: 90

22.11.2019 21:35
#4 RE: Hallo und ...: Bf. Kalenstock – eine Kleinstanlage in TT antworten

Ausgedachte Vorbildsituation

Kalenstock ist (hoffentlich noch heute) der obere Endbahnhof der Strecke von Kalenstock nach Eibenborn. In Eibenborn gibt es einen Anschluß an eine durchgehende Strecke, die irgendwo im Dreieck zwischen Rhein, Wupper und Lahn liegt. Die Strecke von Eibenborn nach Kalenstock ist etwa 8 km lang, und an ihrem Verlauf liegen noch 2 Haltepunkte; einer davon an einer Brauerei, sowie ein weiterer zum Anschluß eines Dorfes. (Die Inspiration für dies alles entnehme ich der heutigen Museumsstrecke im Kasbachtal.)

Diese Haltepunkte spielen erstmal keine weitere Rolle, da sie vorerst eh nicht dargestellt werden. Sollte ich modular bauen, könnte ich später Streckensegmente mit jeweils einem dieser Haltepunkte darstellen.

Betrieb und Abläufe

Es verkehren im Prinzip nur 2-3 verschiedene Züge. Vermutlich gehe ich auf Epoche IIIb, weil das "beschaffungstechnisch" in TT noch am ehesten machbar ist ... also:

1.
Morgens und abends (oder auch nur 1x morgens – wir sind ja zeitlich im Modell eh flexibel) kommt ein GmP, der bringt ein paar versprengte Berufspendler, und zudem Güterwagen für die örtlichen Betriebe: 1-2 gedeckte Güterwagen für die Ladestraße, wo sich die ortseinsässgen Betriebe dann mit dem Pferdefuhrwerk oder ganz modern mit nem Tempo Matador ihre Güter abholen kommen. 1 Wagen für den Kohlenhandel ...

Die Lok schiebt den Zug, der Beobachtungswagen (wegen Steilstrecke) und der Personenwagen bleiben am Bahnsteiggleis stehen, während die Lok die anderen Waggons bedarfsweise auf die Ladestraße und den Anschließer verteilt. Gegebenenfalls holt sich auch 1-2 dort noch stehende Wagen ab mit Gütern für den Talbahnhof in Eibenborn. Wenn die Fuhre zusammengestellt ist, ist Abfahrt - ab in den verdeckten Bereich.

2.
Zur allgemeinen Belustigung der Modellbahn-Betrachter (ach ja, ganz vergessen: Bin Einzelspieler, außer mir ist sonst niemand da, der einzuplanen wäre!) pendelt angenommen jede Stunde (außer wenn gerade der GmP unterwegs war) 1x ein Schienenbus zum Bahnsteiggleis und dann direkt wieder zurück. Gern hätte ich da irgendwas "Urigeres", irgendeinen abstrusen alten VT, der bei Bedarf auch mal nen Güterwagen mitnehmen könnte. Aber das nur am Rande ... Vorbilder gäb es sicher viele, nur es soll ja steilstreckentauglich sein!

3.
Zusätzlich zu dem GmP ist der Güterumschlag in Kalenstock – bzw. sind die örtlichen Betriebe – so aktiv, daß es noch den Bedarf für eine zweite Güterzug-Fuhre gibt, wobei das vom Umfang her nur eine kleine Rangierabteilung ist. Beispielsweise hat Kalenstock einen großen Fischteich, der saisonal bedingt abgefischt wird und das ist verderbliche Ware, die wartet nicht einfach auf den einen GmP, der nur morgens gekommen ist. Eine T8 schiebt also ihren Güterzug, bestehend aus Beobachtungswagen, Fischtransport, ein gedeckter Güterwagen für die eiligen Bestellungen des Kolonialwarenladens, Lok ... das alles paßt in TT locker auf 35 cm Nutzlänge.

4.
Abends kommt der GmP wieder; die Lok verteilt die Waggons auf die Anschließer und übernachtet anschließend in ihrem Lokschuppen.

Soweit bisher die Planungen ... so ähnlich dürfte es auch im Original (Eibenstock ob) zugegangen sein, inklusive des Lokschuppens, über dessen Gleis der Kohlenhandel zu erreichen war.

Erster Entwurf - Gleisplan quasi original

In diesem Entwurf habe ich mich am originalen Plan von Eibenstock ob orientiert.

Gleismaterial Tillig TT Modellgleis. Vorgaben: Keine DKW, keine ganz engen Weichen, ich möchte gern die mit den Federzungen haben.

Variante 1 - direkt integrierter Abstellbereich analog wie bei der "Vorbildanlage"

Gesamtabmessungen 200x30cm (ich kann sicher auch 200x35cm machen, wäre aber dann vorrangig für die Szenerie vorteilhafter)

Variante 2 - nur der Bahnhof Kalenstock + ein Streckenstück von ca. 60 cm Länge


Nutzlängen: ca. max. 55 cm
im verdeckten Bereich: 1x ca. 55 cm, 2x ca. 35 cm

Bei Variante 2 würde dann zum Betrieb rechts eben ein zweites Modul mit den drei Abstellgleisen angesetzt werden. (ca. 80x30cm)

memento Offline




Beiträge: 90

22.11.2019 21:54
#5 RE: Hallo und ...: Bf. Kalenstock – eine Kleinstanlage in TT antworten

Ganz vergessen: Im ersten Entwurf ist das Gleis "a" aus dem originalen Gleisplan Eibenstock ob weg. Also kein Umsetzen der Lok möglich! Ich weiß auch bis heute nicht genau, was der Sinn sein soll bzw. wozu dieses Gleis "a" da dienen sollte. Kann ich das ungestraft weglassen oder mache ich da einen großen Fehler ...?

Zugegeben mag ich die Idee, alles auf eine "Platte" zu packen, obwohl der Abstand zwischen Ausfahrweiche vom oberen Bahnhof zur Einfahrweiche des "verdeckten" Bereiches dann auf irgendwie 15 cm zusammen schrumpft. Aber da ist sie wieder, die Eisenbahn-Groteske, meine große Liebe bei der Modellbahn. :p Habt Ihr den Film "Dogville" von Lars von Trier gesehen? Er spielt in einer amerikanischen Kleinstadt. Aber es sind im Film keinerlei Häsuer aufgebaut, sondern es gibt nur eine schwarze Theaterbühne und weiß auf den Boden aufgemalte Linien, wo z.B. Hauswände sein sollen, und Beschriftungen. Der Effekt ist frappierend. Aber im Endeffekt konzentriert man sich als Filmzuschauer ja doch nur auf das Handeln der gerade aktiven Personen und achtet nicht darauf, daß man im Hintergrund in den anderen Häusern, deren Wände ja nicht da sind, alle anderen Filmfiguren auch noch erahnen kann.

Daher ist meine Idee, daß ich den Schattenbahnhof z.B. abstrakt ausgestalte. Also auch wegen der Wohnzimmertauglichkeit. Vielleicht glänzend schwarz folierter Boden, darauf sauber geschotterte Gleise, aber ansonsten nichts. Vielleicht sogar eine weiße Linie drumrum und "Bahnhof Eibenborn" oder sowas. Natürlich möchte ich eine gewisse Verdeckung erzielen, ein paar Bäume oder so tun's aber m.E. schon.

Okay, genug dazu ... jetzt zum

Zweiten Entwurf - eigener Gleisplan

Ausgangspunkt war, welche Gleise brauche ich für MEINEN Betrieb im Bahnhof wirklich, muß es so sein wie in Eibenstock ob oder kann es auch ganz anders sein?

Hier kommt dann die Allgemeinheit stärker ins Spiel, denn betriebstaugliche Bahnhöfe planen ist vielleicht nicht meine größe Stärke

Variante 1 - integrierter Abstellbereich



Variante 2 - nur freie Strecke, Anschluß an separaten Schattenbereich



Im Vergleich zu oben ist die Anlage rumgedreht! Das ist beim Planen eher zufällig passiert ... ähem

Der Abstellbereich / die freie Strecke liegt also jetzt ganz links hinten.

Die Gleisanlagen sind reduziert, die möglichen Abläufe (aus meiner Sicht) aber eigentlich dieselben.

Alle einfahrenden Züge kommen auf Gleis 1 (Bahnsteiggleis). Ach das hatte ich oben im ersten Entwurf ganz vergessen, zu schreiben: Das ist im Original ja genauso. Das hat wieder mit der Steilstrecke zu tun: Nach der Einfahrt wird die Weiche umgestellt, falls irgendein Wagen wegrollen sollte, dann tut er das ganz garantiert NICHT auf die freie Steilstrecke, sondern nur auf eins der Ausziehgleise im Bahnhof, die alle eben liegen.

Beim GmP werden Beobachtungswagen + Personenwagen abgekuppelt und einfach am Bahnsteig stehengelassen.

Die Güterwagen werden auf Gleis A ausgezogen. Am Ende des Gleises liegt der Lokschuppen ... okay, finde ich zwar irgendwie ungünstig, aber so haben sie es in Eibenstock im Original ja auch gemacht: Lokschuppen am Ende eines Auszugsgleises für den Kohlenhandel.

Dann Ladestraße Gleis 2. Kopframpe Gleis 3, oder hier kommt noch ein spezieller Betrieb hin. Vielleicht hat der Fischhändler da ein Kühlhaus. Das habe ich noch nicht ausgekaspert, was da hin könnte. Kohlenhandel hat Gleis 4.

Also eigentlich ist alles vorhanden wie im originalen Eibenstock aus. Das Auszugsgleis ist noch länger, dafür ist es nur eines, da alle Betriebe auf einer Seite liegen. Vorteil, 20 cm Länge gespart. Ich bin von den Kleinstanlagen halt fest überzeugt, jeder gewonnene Zentimeter ...

Bei der Variante mit freier Strecke gewinn ich zwar keine Zentimeter ... da könnte ich höchtens den LS noch auf ein eigenes Gleis abzweigen, so daß A entsprechend kürzer wird. Muß aber nich sein.

Soweit die Planung bisher!

Sorry daß es so lang wurde !!

Fragen, Kritik, Anregungen sind erwünscht.

Gern auch genauer Input zum Originalen Betriebsablauf in Eibenstock ob, falls vorhanden.

Gern auch Ideenanstöße für was ganz anderes?

Ich bin jetzt zwar sehr von dem Steilstrecken-Ding angetan, aber ich bin darauf nicht festgelegt. Kühn bringt in TT die Br. 94, damit wäre halt DIE Steilstreckenlok für mich da. (Tolles Vorbild!) Aber ich mach auch gern was im Flachland, wenn's sich thematisch auf vergleichbarem Raum realisieren läßt und interessanten Betrieb zuläßt ...

LG
Thomas

@Hans:
Hallo, ja, danke für die Begrüßung! Die "drei Kreise" habe ich verkauft, die stehen jetzt bei jemandem im Büro. Ich hatte viel Spaß damit. Die Anlage ist ja auch auf der Seite von Carl Arendt verewigt. Die Nachfolgeanlage "vier Kreise" ist nie fertig geworden! Ich habe glaub ich 3x angefangen, jeweils mit ganz neuen Experimenten. Aber was die Experimente anging, da ging es auch mehr um die Bauausführung, Gleissysteme usw. als um den reinen Gleisplan. Aktuell baue ich auf vergleichbarer Fläche 55x75 cm in Spur N eine weitere solche Bahngroteske. Aber alle meine bisherigen Projekte – also z.B. eine Vierfach-Pizza in zwei Ebenen – passen wohl thematisch in DIESES Forum eh eher nicht 'rein.


Ich mag und liebe diese Bahnen, bei denen eigentlich die Vorbildnähe ausschließlich im Bereich der Ausgestaltung und Atmosphäre angestrebt wird, trotzdem absolut. Als Kind konnte ich dem Zug beim langsamen Kreisen eine halbe Stunde lang entzückt hinterherschauen und heute kann ich das genauso. Das wird auch immer ein Teil meines Modellbahnschaffens bleiben.

Jedenfalls sind diverse Erfahrungen in Spur N für mich der Grund, warum ich da immer nur reinen Fahrbetrieb bzw. "Kreiserei" gemacht habe, aber wenn es jetzt um einen vorbildlichen Betrieb mit viel Rangieren usw. geht, soll es einfach mindestens TT werden. In N fühle ich mich dem Fahrzeug und der Szene im Endeffekt dafür einfach nicht nah genug. Zudem wird es mit abnehmender Modellgröße einfach schwieriger mit dem wirklich rundum störungsfreien Betrieb, gerade bei langsamer Fahrt usw.

Das "Prinzip absoluter Nähe" klappt für mich doch erst in TT, aber das ist garantiert sehr individuell! In H0 wiederum schreckt mich, wie riesig alles wird. Vor allem Häuser und Bäume finde ich in H0 sehr groß, und man verliert sich in allerkleinsten Details. Das kann mir eventuell dann schon in TT passieren, na mal sehen. Außerdem würden wir bei H0 statt 2 Meter schon von 2,75 Metern reden bei der obigen Planung. Das ist zuviel, wäre in meinem Fall nicht mehr "wohnzimmertauglich".

Gilpin Offline




Beiträge: 1.425

23.11.2019 18:21
#6 RE: Hallo und ...: Bf. Kalenstock – eine Kleinstanlage in TT antworten

Hallo Thomas,

wunderbar - wieder 'was gelernt, diesmal über Eibenstock oB und uB. Ich bin auch ein großer Bewunderer Arendt'scher Kleinstanlagen, kriege nur selbst eine solche Beschränkung nie hin. Und Deine Planung ist ja auch nicht ganz so "kleinst". Zwei Mini-Kommentare:

- ich denke, dass man (a) wirklich weglassen könnte - die Bahnhofsgleise stellen quasi eine "Gleisharfe" dar, die gut durch die immer talwärts gekuppelte Lok bedient werden können. Ich würde es aber nicht tun; einerseits hat sich das Vorbild etwas dabei gedacht, andererseits würdest Du Dich interessanter Rangiermanöver berauben! Und - auch John Allen hat dem timesaver genau so eine Umfahrmöglichkeit spendiert!

- mir leuchtet der GmP, der morgens vom Anschluss an die Hauptbahn (Eibenstock uB) kommt, nicht ein. Ausweislich des Lokschuppens und in Anlehnung an ähnliche Vorbilder dürfte eine Lok in Kalenstock übernachten und morgens den ersten Zug zu Tal fahren. Dabei käme es sehr auf Pünktlichkeit an: die Pendler wollen ihren Anschlusszug in Eibenstock uB kriegen. Mithin würden jegliche Verschubbewegungen stören.

Ansonsten Viel Spaß mit der weiteren Planung und Schönen Sonntag,
Reiner

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.896

23.11.2019 19:03
#7 RE: Hallo und ...: Bf. Kalenstock – eine Kleinstanlage in TT antworten

Zitat von memento im Beitrag #5
Ganz vergessen: Im ersten Entwurf ist das Gleis "a" aus dem originalen Gleisplan Eibenstock ob weg. Also kein Umsetzen der Lok möglich! Ich weiß auch bis heute nicht genau, was der Sinn sein soll bzw. wozu dieses Gleis "a" da dienen sollte. Kann ich das ungestraft weglassen oder mache ich da einen großen Fehler ...?

Hallo Thomas,

das Gleis "a" macht Sinn als Umfahrgleis für die Bedienung des Laderampengleises rechts unten.

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

memento Offline




Beiträge: 90

23.11.2019 22:06
#8 RE: Hallo und ...: Bf. Kalenstock – eine Kleinstanlage in TT antworten

Hallo Hubert,

danke für Deinen Hinweis. Wieder ein Puzzlestück geklärt!

Also unten rechts am Auszugsgleis war noch eine Ladestelle. Ich habe daraufhin nochmal Google bemüht und tatsächlich ... wieder Dinge gefunden, die ich vorher nicht gefunden habe.

... in diesem Fall jemanden, der sich mit derselben Planungsidee wie ich beschäftigt hat im TT-Board.

https://www.tt-board.de/forum/threads/ei...vs.47355/page-3

Offenbar war es genau diese Ladestelle – ein Holzverlad – der zu Ende des Betriebs beim Original aufgegeben wurde, und die Möglichkeit der Umfahrung ist dann wohl auch irgendwie aufgegeben worden, indem man einige der Weichen stillgelegt hat.

Nun gibt es aber tatsächlich NOCH einen Grund für die Umfahrung, an den ich bisher nicht gedacht hatte: Ich kann wohl bei einem GmP nicht einfach die Personenwagen nach vorne zum Beobachtungswagen und die Güterwagen nach hinten, also in diesem Fall zur Lok, stellen. Da fehlt dann nämlich die Heizleitung für die Personenwagen!!

In meinem Modell hätte ich nun zwei Möglichkeiten: Angenommen, nur im Sommerfahrplan verkehren überhaupt GmP, im Winter nicht. Dann gibt es im Winter halt Personenverkehr ausschließlich mit Triebwagen bzw. Schienenbus. Weiter angenommen, im Ort Kalenstock gibt es keinen Holzverlad bzw. er liegt nicht als einziger Betrieb "andersherum" angeschlossen. Somit also keine Notwendigkeit für jedwede Umfahrung. Mein Gleisplan könnte dann so bleiben? Oder habe ich da grobe "Anfängerfehler" drin?

Oder aber ich plane den Bahnhof um und sehe die Umfahrmöglichkeit vor. Was dagegen spricht, ist natürlich die Gesamtlänge der Gleisentwicklung. Aber ich schaue mal ... Denn: Wenn ich alle die Gedanken korrekt zusammenspinne, braucht ja das Bahnsteiggleis eigentlich gar nicht den gesamten GmP aufnehmen können. Denn dessen hintere "Hälfte" (die Personenwagen) wird ja, wenn es an das Bedienen der Gleisanschlüsse geht, eh vorher zurückgezogen, damit die Lok an die vorne stehenden 2-3 Güterwagen 'rankommt.

LG
Thomas

PS. letzte Frage: Heizleitung. Ich mein', der Beobachter vorn im Beobachtungswagen hatte doch so oder so eh nix davon. Haben die dann dienstlich einfach dicke Pelze bekommen, oder waren die Jungs einfach abgebrühter als heute ...

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.896

25.11.2019 20:08
#9 RE: Hallo und ...: Bf. Kalenstock – eine Kleinstanlage in TT antworten

Zitat von memento im Beitrag #8
letzte Frage: Heizleitung. Ich mein', der Beobachter vorn im Beobachtungswagen hatte doch so oder so eh nix davon. Haben die dann dienstlich einfach dicke Pelze bekommen, oder waren die Jungs einfach abgebrühter als heute ...


Ich nehme an der Beobachtungswagen hatte eine eigene Ofenheizung (Ohz), wie die auch oft auf den Bilder zu sehenden MCi 43.

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

memento Offline




Beiträge: 90

26.11.2019 13:36
#10 RE: Hallo und ...: Bf. Kalenstock – eine Kleinstanlage in TT antworten

Hallo Hubert,

danke für die Aufklärung. Also die Beobachtungswagen kann ich problemlos ganzjährig am Anfang des Zuges verkehren lassen. Personenwagen geht nur im Sommerfahrplan am Anfang des Zuges. (Ich habe jedenfalls Fotos gesehen, wo die vorne eingereiht sind, dann Güterwagen, dann die Lok. Also scheint es das beim Vorbild im Sommer auch so gegeben zu haben, das reicht für mich dann ja als mögliche "Ausrede".)

Ich habe jetzt nochmal weiter nachgedacht. Insbesondere hätte ich halt großen Spaß daran, das Projekt wirklich so klein wie möglich zu halten, weil ich einfach weiß, daß es mir dann weniger Platz und Raum für eventuell noch folgende andere Ideen wegnimmt. Das ist wohl mein persönlicher Spleen.


Aktueller Favorit:

Hier die Variante – mit meinem abgewandelten Gleisplan – wäre dann mein Favorit, was das absolute Minimum darstellt – nur 160 cm lang:


(Hinweis: Der Plan ist noch nicht auf den Millimeter hin optimiert. Außerdem habe ich gemerkt, daß die Tillig TT Weichen wie fast alle Modell-Weichen einen zu hohen Gleismittenabstand ergeben. Aber ich denke, ich kann die Weichen auch etwas kürzen bzw. optimal "anpassen". Also ich gehe momentan davon aus, daß ich mit vorbildgerechtem Gleismittenabstand bauen werde und die Weichen dann sogar etwas kürzer werden als ab Werk. Ziel sind Gleisnutzlängen von ca. 60 cm => Tenderlok + 5 Güterwagen-Zweiachser oder 4 kurze Personenwagen in TT. Der Plan oben ist quasi eher ein "worst case" was das alles angeht. Im Plan sind auch Entkuppler eingezeichnet. Die hätte ich auch gerne, aber das gehört ja auch nur am Rande hier in das Planungsforum, ob man nun elektrisch entkuppelt oder "von Hand".)

Hierzu folgende Erklärung: Die Lok kann nicht umfahren, da es keinen "falschherum" liegenden Anschließer gibt, ist das auch nicht notwendig.

Die Gleisanlagen im sichtbaren Bereich bzw. die Bedeutung der insgesamt 4 Bahnhofsgleise + Auszugsgleis mit Lokschuppen am Ende habe ich weiter oben ja schon erklärt.

Ein winziger "verdeckter" Abstellbahnhof mit nur 2 Gleisen liegt oben links auf der Anlagengrundfläche. Ich würde den Fahrplan wie folgt gestalten: 1 GmP, 1 reiner Güterzug. Zusätzlich, vor allem im Winter (Heizleitungsthematik) verkehrt ein Schienenbus im Personenverkehr. Ich bin zugegeben eh kein sooo großer Fan vom Schienenbus und betrieblich ist das auch nicht so mega aufregend, also kann ich den aus dem Fahrplan gedanklich auch problemlos streichen, ohne daß mir allzusehr was fehlt. Zugkreuzungen im Bahnhof sind ja eh nicht vorgesehen.

Das obere Gleis des Abstellbahnhofs kann aber auch als normales Streckengleis dienen, wenn die Anlage nach links durch weitere Module erweitert werden soll!

Meine Idee dazu:

Im "Regelfall" – wenn ich denn dieses Modul gebaut habe und immer noch viel Spaß daran habe – kann ich dann über das durchgehende Gleis am Abstellbahnhof die Strecke einfach weiterführen... da kann dann entweder ein größerer Abstellbahnhof dran, oder auch ein Streckenmodul mit Waldlandschaft und Geländeeinschnitt (daran hätte ich halt viel Freude beim Bauen) dazwischen.
Trotzdem wäre die Anlage auch so auf nur 160 cm Länge bereits voll einsatzfähig. Halt nur 2 Züge wegen des winzigen Abstellbahnhofs, aber trotzdem.

Den Abstellbahnhof würde ich übrigens GAR NICHT verdeckt anordnen, sondern voll in die Landschaft integrieren! Aber hinter das Auszugsgleis im Vordergrund – und vor diesen Abstellbahnhof – kommt eine Baumreihe auf einem kleinen länglichen schmalen Hügel. Wenn ich also vor der Anlage sitze während des Betriebs, so werden durch die Baumreihe die beiden Abstellgleise links oben gedanklich aus der Szene "ausgeblendet". Einen herkömmlichen Schattenbahnhof sieht man als Betreiber ja irgendwie doch auch immer bewußt vor Augen, und glotzt dann auf so eine Sperrholzwüste im Untergeschoß ... also warum nicht direkt voll ausgestalten und einfach nur etwas "in den Hintergrund" rücken?

Erweiterungsmöglichkeit:

Wenn ich aber mal einen separaten größeren Abstellbahnhof oder ein weiteres Streckenmodul baue, dann wird der kleine "Schattenbahnhof" eben zum Streckengleis mit einem einsamen Abstell- oder Auszugsgleis, was auch noch "falschherum" angeschlossen ist. Dieses Gleis wird betrieblich dann eben einfach keine Rolle spielen. Man kann argumentieren, daß das Gleis ein Überbleibsel von früheren Zeiten ist, wo der Bahnhof vielleicht mal eine Umfahrmöglichkeit gehabt hat oder sogar mal ein Durchgangsbahnhof war. Auf dem Gleis kann ich vielleicht einen vergessenen baufälligen Güterwagen "drapieren" oder was auch immer.

Ich hätte also jetzt die Möglichkeit, eine voll betriebsfähige Anlage mit kurzen, aber vorbildgerechten Zügen incl. minimalem Abstellbahnhof mit nur insgesamt 5 Weichen auf nur 160 cm Länge in TT zu realisieren. Die Anlage ist obendrein voll erweiterbar. Noch kleiner wird das wohl kaum gehen.

LG
Thomas

BerndK Offline



Beiträge: 247

26.11.2019 20:51
#11 RE: Hallo und ...: Bf. Kalenstock – eine Kleinstanlage in TT antworten

Hallo Thomas,
erstmal tolle Idee mit der Kleinstanlage! Da hat man ein erreichbares Ziel vor Augen.

Könntest Du Deine Gleise im letzten Entwurf bitte beschriften, ich habe vor lauter Drehen und Ändern den Überblick verloren?

Zum Parallelgleisabstand - falls ich das richtig verstanden habe, meinst Du den Abstand zwischen dem Einfahrgleis und einem Abstellgleis? Da fände ich die umgerechneten 5,16m, die Dir in Tillig TT zur Verfügung stehen gar nicht mal so verkehrt.

Gruß
Bernd

memento Offline




Beiträge: 90

26.11.2019 21:25
#12 RE: Hallo und ...: Bf. Kalenstock – eine Kleinstanlage in TT antworten

Hallo Bornd,

da hast Du recht, beschriftet ist besser:


(bei "Grafik anzeigen" anklicken wird die Grafik noch etwas größer)

Also:

Gleis 2 im Schattenbahnhof wird zum "stillgelegten" Abstellgleis, falls links an das Streckengleis eine Anlagenerweiterung angeschlossen wird.

Zwischn dieses Gleis 2 und das Gleis A mit dem Ls am Ende kommt die Baumreihe zur optischen "Trennung".

Den Gleisabstand zwischen den Gleisen 1 und 2 hätte ich schon enger gemacht, Vorbild 4,50 Meter im Bahnhof = 37,5 mm in TT statt die von Tillig vorgegebenen 43 mm ...

Evtl. würde auch den Ls auf ein eigenes Gleis auslagern, abzweigend von Gleis A? Aber ich möchte da die Weichenstraße nicht zu lang werden lassen ...

LG
Thomas

Gilpin Offline




Beiträge: 1.425

26.11.2019 21:36
#13 RE: Hallo und ...: Bf. Kalenstock – eine Kleinstanlage in TT antworten

Hallo Thomas,

ich habe über den Wunsch

Zitat von BerndK im Beitrag #11
Könntest Du Deine Gleise im letzten Entwurf bitte beschriften, ich habe vor lauter Drehen und Ändern den Überblick verloren?
hinaus gleich noch zwei Wünsche, zumal das mit dem Überblick auch für mich gilt:

- Könntest Du bitte in einem Gleisplan, von dem aus wir nun weiterdenken, das abschüssige Gleis zum unteren Bahnhof markieren?

- Und wenn Du schon dabei bist: könntest Du nun bitte die nicht einsehbaren Gleise, quasi den Schattenbahnhof (SB) verdeutlichen - durch Einzeichnen einer Trennwand, durch ein blaugraues Overlay, was immer.

Du hast (#10) über eine Erweiterung der Anlage nachgedacht - fein. Diese würde aber das Umfahrgleis womöglich wieder nötig machen. Hubert (# 7) hatte ein Ladegleis identifiziert, das ich (# 3) nur für ein Ausziehgleis gehalten hatte - und doch waren beide letztlich zum selben Schluss gelangt: das Umfahrgleis beizubehalten (zumindest habe ich das bei Hubert herausgelesen).

Ich betone es gern: es macht Spaß, hier mitzudenken!
Dies als Gruß,
Reiner

memento Offline




Beiträge: 90

26.11.2019 22:44
#14 RE: Hallo und ...: Bf. Kalenstock – eine Kleinstanlage in TT antworten

Hallo Reiner,

danke für Deine Antwort und Fragen.

Eventuell kann Beitrag #12 einige Deiner Fragen schon klären? Da habe ich die Gleise beschriftet.

Hier ist der Plan aus #12 nochmal ...



Dieser Anlagenentwurf (entsprechend Beitrag #12) soll alleine für sich bereits voll betriebsfähig sein UND er soll erweiterbar sein.

Fall 1: Betrieb nur mit dieser Basisanlage ohne Erweiterung

Für diesen Fall dienen das "Streckengleis" und das "Gleis 2 im Schattenbahnhof" als 2 Abstellgleise.

Beide Gleise sollen NICHT komplett "verdeckt" sein. Sprich die Landschaft wird da trotzdem ausgestaltet! Zur optischen Kaschierung sollen zwischen das Auszugsgleis "A" mit dem Lokschuppen am Ende und die beiden ebengeannten Gleise ein kleiner schmaler Hügel mit Baumbewuchs drauf! Wenn man direkt vor der Anlage sitzt, sieht man die Fahrzeuge, die sich quasi hinter diesem Hügel wie in einem Geländeeinschnitt verstecken, dann kaum noch bewußt ...

Das ist natürlich ein etwas "krasses" Konzept, den Abstellbereich gar nicht komplett zu verstecken ... aber wieso nicht? Da ich als Spieler den Bereich ja so oder so im Zweifel während des Betriebes einsehen muß, wieso soll er dann nicht auch schön ausgestaltet sein, nur eben durch die Baumreihe / Hügel optisch etwas von der restlichen Szene abgetrennt ... je nach Blickwinkel ...?

Fall 2: Zusätzliche Erweiterungsmodule: Streckenmodul, externer Abstellbahnhof ...

Das mit "Streckengleis" beschriftete Gleis ist das, wo die Erweiterungsfähigkeit vorgesehen ist! Daran könnte ich z.B. ein Streckenmodul gerade oder in einer Kurve anfügen (einfach nur 1-gleisige Strecke halt mit einer schönen Landschaftsgestaltung) und danach ein einfaches Modul mit größerem Abstellbahnhof, oder auch einen ausgestalteten zweiten Bahnhof ... aber das später einmal


In diesem Betriebsmoduls (mit Erweiterung und externem Abstellbahnhof) wäre das "Gleis 2 im Schattenbahnhof" dann einfach ein zusätzliches Abstellgleis, das natürlich "falschherum" angeschlossen ist. Daher die Idee, das Gleis in dem Fall dann einfach nicht zu nutzen, sondern als stillgelegtes Gleis aus einer früheren Phase des Bahnhofs zu deklarieren ...

Das "Streckengleis" auf dem oben gezeichneten Plan bzw. dem Bahnhofsmodul bekäme noch kein Gefälle! Ein Gefälle incl. Einleitung desselben würde ich erst auf dem anschließenden Streckenmodul vorsehen.

Soweit mein Plan. Ob er gut ist, weiß ich noch nicht. :)

Umfahrungsgleis ...

Was das Gleis "a" angeht (Umfahrung) aus Beitrag #7: Das ist nicht in meinen eigenen Entwürfen enthalten, sondern war im echten Bf. Eibenstock ob vorhanden. Siehe mein Link in Beitrag #1, hier nochmals verlinkt:

http://www.joernpachl.de/Eibenstock.jpg

Diese Zeichnung entspricht dem Originalgleisplan des Bf. Eibenstock ob und stammt von der Website von Jörn Pachl, der dieses Thema vor vielen Jahren schon einmal als Kleinstanlage verwirklicht hat. Diese Seite hatte ich zufällig entdeckt und war dann von dem Plan so angetan, was mich zu meiner Idee gebracht hat ...

Damals wurden aber engere Weichen verwendet, so daß auf 200 cm Gesamtlänge einfach mehr draufgepaßt hat als bei mir und eben das Umfahrungsgleis a nicht weggelassen wurde.

Noch Fragen? Oder gerne Verbesserungsvorschläge?

Ich wollte eventuell noch eine Zeichnung von der ganzen Kleinstanlage machen, wie ich mir das mit den Bäumen und so da vorstelle. Vielleicht kann man dann erkennen, ob das optisch alles so hinhauen würde ...

LG
Thomas

OOK Offline




Beiträge: 4.251

27.11.2019 08:18
#15 RE: Hallo und ...: Bf. Kalenstock – eine Kleinstanlage in TT antworten

Hallo Thomas,

die meisten, die hier eine Anlage geplant haben, konnten und mussten nur annehmen, dass der Betrieb., den sie sich vorstellen, darauf auch so funzen und vor allen Dingen auf Dauer Spaß machen würde. Und sie mussten ihrer eigenen Annahme glauben. Ob das dann auch so war/ist, erfahren wir in der Regel nicht.

In deinem Falle ist das ganz anders. Deine Anlage ist kaum größer als ein Modul (oder zwei), und du planst, sie mit käuflichem Steckgleismaterial zu realisieren. Da ist es doch ganz einfach, diese oben genannte Frage im Vorhinein, vor dem ersten Sägeschnitt, zu klären: Du steckst den Gleisplan auf einem Ausziehtisch zusammen, stellst deine Fahrzeuge drauf und machst den Betrieb, den du dir vorstellst.

Und dann erzählst du uns, wie es sich anfühlt, wie lange am Stück das Spaß macht und wie oft. Denn genau das wollen wir wissen. Und du doch auch, oder?

Noch ein Wort zu deinem "Schattenbahnhof". Ich bin bei dem Thema ein wenig pingelich, schon was die Terminologie angeht. Da dein "Schattenbahnhof" weder im Schatten liegt noch noch ein Fiddleyard soll, benenne ihn doch mit dem Oberbegriff Zugspeicher, der stimmt immer. Genaueres darüber in meinen Grundsatzartikel "Ein Speicher für Züge" in MIBA Spezial 106.

Zugspeicher dekorieren oder nicht, ist eine Frage, wo es naturgemäß diverse Ansichten gibt/geben muss. Ich sage dir meine:
Der Zuspeicher ist im Modellbahnbertrieb das, was der Joker im Kartenspiel ist: Er ist nicht er selber, sondern kann mal dies, mal das darstellen, das was der Modellbahner gerade will. Wie ein Joker halt. Wenn man ihn genau so dekoriert wie den Rest der Anlage, ist das so, als wenn man als Joker z.B ein Herz-As verwendet. Und jedes Mal, wenn man ein Herz-As in der Hand hat, muss das Gehirn melden: Du, das ist jetzt gar kein Herz-As, das ist der Joker.

Gruß

Otto

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/
www.0m-Blog.de

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