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Modellbahnanlagen
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Dieses Thema hat 106 Antworten
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 II.3. Planen von Anfang an
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517 008 Offline



Beiträge: 179

04.01.2020 18:47
#91 RE: Vielen Dank! Planung abgeschlossen! antworten

Hallo Thomas,

ich persönliche verbinde die T3 eher mit kleinen Nebenbahnen in Epoche I und II. Für frühe Epoche III zwar möglich, aber dann reden wir wirklich über eine kleine beschauliche Lokalbahn mit minimalem Verkehrsaufkommen. Oder der Personenverkehr ist so gering, dass die T3 mit zwei alten kleinen 2-Achsern ausreicht, ggf. mit Packwagen. Ob die T3 den Güterverkehr hinkriegt, hängt am Frachtaufkommen, was Du Dir wünschst. Oder die Güterzüge bekommen eine stärkere Maschine. Eine 94.5 kenne ich eigentlich nur entweder von schweren Rangier- und Übergabedienst oder eben auf Steilstrecken. Schwere Übergaben sehe ich in Deinem Bahnhof nicht, ein Steilstrecke wäre die einzige Rechtfertigung. Aber für einen kleinen Personenzug braucht es normalerweise keine 94.5. Gründe, warum sie trotzdem auf Deiner Strecke fährt, lassen sich aber ggf finden, je nachdem, wo der Bahnhof und die Strecke liegt.

Letzten Endes musst Du entscheiden, wie groß das Frachtaufkommen ist und ob Du ggf mit einer kleinen Lokalbahn glücklich werden kannst. Es hat auf jeden Fall seinen Reiz und Charme.

Beste Grüße
David

hwunderlich Offline




Beiträge: 554

04.01.2020 22:21
#92 RE: Vielen Dank! Planung abgeschlossen! antworten

Schuur Allerseits,

gibt's denn in TT keine T13 oder T9 Derivate in zeitgemäßer Ausführung?

Das wäre doch eine gute "Zwischengrösse".

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

memento Offline




Beiträge: 51

05.01.2020 10:37
#93 T9? Nee ... antworten

Also es gibt zwar ein altes Kleinserienmodell der T9.3 (übrigens eins meiner Lieblingsvorbilder), davon wurde im letzten Jahr bei eBay genau eine angeboten. 350 Euro, dazu in einer für mich falschen Epoche, is mir aber dafür dann doch einfach zu viel ...

Im Bahnhof können ja maximal Züge aus 5 Zweiachsern abgefertigt werden, ob dies nun PmG oder reine Güterzüge sind. Bei nebenbahntypischen 15t Achslast sind das 150 Tonnen. Ich bin auch nicht böse, wenn die meisten Züge sogar nur vier Waggons haben sollten. In der Ebene zieht die T3 maximal 400 Tonnen. Offenbar wurden die Loks ja doch eher wegen ihrer Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h seinerzeit von den Nebenbahnen abgezogen als wegen mangelnder Zugkraft?

Als Ergänzung im Güterverkehr würde mir – aus dem oben skizzierten, sehr knappen TT-Angebot – die G7 alias Br. 55.0 sehr gefallen. Auch das ist ansich eher Epoche II-typisch; in den 50ern liefen sie vorwiegend im Rangierdienst, zum Beispiel in Köln. Aber die Achslast von nur 14 Tonnen und auch das Alter passen ja schon zu einer untergeordneten Nebenbahn, wie ich sie im Kopf habe. Diese damals schon eher veralteten Loks wurden quasi als „Kriegsloks“ im ersten Weltkrieg ja extra für den möglichst universellen Dienst auf allen, auch gerade schlechter ausgebauten Strecken, beschafft.

Das Beschaffungsdezernat findet halt T3 und G7.1, die es derzeit bzw. in Kürze neu zu jeweils 180 Euro für die frühe DB gibt/geben wird, in sehr guter Detaillierung und mit modernen Fahreigenschaften, verlockend.

Aber in sich glaubwürdig soll alles insgesamt doch schon wirken. Daher glaube ich, die T16 (ebenfalls ein ganz neues Modell zum guten Preis mit sehr guten "Kritiken") ist leider doch einfach eine Spur zu mächtig.

Hier noch eine Szene, die ich bei meinen Recherchen gefunden hatte, die mich sehr inspiriert. So einen Charakter wünsche ich mir für meine Bahn.

https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/37920.jpg

Hinweis:
Das Bild ist zu finden unter:
https://eisenbahnstiftung.de/bildergalerie

Dann Suchbegriff "98 812" => direkt das erste Bild.

Allerdings werde ich wohl erst auf den ersten Streckenmodulen vom Platz her dann die Gelegenheit haben, eine Szene in der Richtung wirklich auszugestalten. Aber vielleicht wird klar, welcher Charakter mir zumindest für den Endbahnhof meiner kleinen Nebenbahn vorschwebt. (Theoretisch kann ja im weiteren Streckenverlauf ein deutlich größeres Verkehrsaufkommen vorliegen. Ich bin auch schon dabei, mir ein vollständigeres "Universum" rund um meine Bahnstrecke auszudenken.)

memento Offline




Beiträge: 51

11.01.2020 14:41
#94 Ein Problem (für mich) antworten

Hallo zusammen,

mittlerweile hatte ich mir über ein paar Tage aus vorhandenem Spur N Stückgleis mal den Gleisplan des Bahnhof Loitzerwald zusammengestückelt und ein paar Versuche durchgeführt.

Mir ist eines dabei klargeworden – und ich weiß nicht, wie andere das Problem lösen, da es doch eigentlich ein relativ universelles Problem ist ... oder aber nur ich empfinde es als Problem?

Strenggenommen benötigt jeder noch so kleine Endbahnhof auf der Anlage immer ein mindestens gleichgroßes Gegenstück, um einen Betrieb durchführen zu können. Die naheliegende Idee ist ja, den Endbahnhof einfach mit einem Schattenbahnhof zu kombinieren. Ein reiner Zugspeicher geht bei einer Point-to-Point-Anlage ja gar nicht, denn: Auch im Schattenbahnhof müssen die Lokomotiven umgesetzt werden.

Bei meinen bisherigen, betrieblich sehr spielbahnerisch orientierten Anlagen lief halt im Schattenbahnhof eh nichts, da wurde der Zug einfach nur angehalten und aus dem nächsten Gleis wieder einer abgerufen, der "nach oben" fuhr. Ein solcher Schattenbahnhof kann bedenkenlos auch im "Keller" unsichtbar stehen, solange nur die technische Betriebssicherheit gewährleistet ist. Die gesamte Aufmerksamkeit des Anlagenbetreibers (= mir) gilt dennoch immer nur dem sichtbaren Bereich.

Bei Loitzerwald geht das nicht, weil ich die Lok auch im Schattenbahnhof umsetzen muß. Ich weiß, daß es auch Anlagen gibt, wo das weitgehend automatisiert ist, aber das ist viel Aufwand (für mich) und auch die Frage, wie betriebssicher sowas dann funktioniert.

Die einzige Möglichkeit, einen reinen Zugspeicher (= x Stumpfgleise, sonst nichts) zu verwenden, ist: Ich bilde pro Betriebssitzung immer nur so kurze Fahrplanausschnitte nach, daß die Züge jeweils nur 1x im Bahnhof Loitzerwald einfahren, dort abgefertigt werden, rangiert etc. und dann fahren sie mit der Lok am anderen Ende wieder in den verdeckten Bereich. Dort kommt nach dem Ende der Modell-Betriebssitzung dann der Fünffingerkran und setzt die Züge von Hand wieder so um, daß man die nächste Betriebssitzung durchführt.

Das empfinde ich als unbefriedigend.

Die Alternative, Schattenbahnhof mit vollständigen Anlagen für das Umsetzen der Lok usw. stört mich aber auch. Ich möchte eigentlich gar keine zwei Bahnhöfe haben, die gleichermaßen viel Aufmerksamkeit erfordern, und schon gar nicht will ich einen davon ungestaltet als "Schattenbahnhof" aufbauen.

Nun ist mir klar, daß jede ansatzweise vorbildorientierte Anlage ohne Schattenbahnhof kaum bis gar nicht machbar ist, außer man macht einen reinen Inselbetrieb.

Wie löst denn Ihr das?

Seid Ihr einfach zufrieden damit, daß über 50% der Gleis- und Weichenanlagen im Untergrund liegen, und auch dort Eure volle Aufmerksamkeit erfordern? Beispiel "Die Briloner Waldbahn" – ein Bahnhof sichtbar, gleich zwei unsichtbar? Ist bestimmt durchdacht und vorbildgetreu, aber ich kann und möchte das so nicht planen.

Oder habt Ihr alle so große Anlagen mit sovielen Bahnhöfen aufgebaut, daß dann der eine einzige Schattenbahnhof am Ende der Strecke vergleichsweise eh kaum noch ins Gewicht fällt? Beispiel die "Holzheimerbahn" von Hugo Schwilch. Sehr viele sichtbare Betriebsstellen, nur ein Schattenbahnhof ganz am unteren Ende (wo er wohl damals ein verstecktes "Guckloch" in den Felsen gebaut hatte, um das korrekte An- und Abkuppeln der Lokomotiven überwachen zu können.)

Das zweite Konzept gefällt mir zwar ansich, aber so groß wird meine Anlage einfach nicht werden.

Da fällt mir wieder das Vorbild Bf. Eibenstock ob aus diesem Thread ein, denn tatsächlich gab es dort einen echten Inselbetrieb. Die Züge verkehren wirklich NUR zwischen zwei Bahnhöfen. Im Bf. Eibenstock unt gab es zwar einen Anschluß an die weite Welt, aber dort wurden ausschließlich nur Güterwagen durchgetauscht. Die Loks und die Personenwagen liefen aber tatsächlich immer nur zwischen den Bahnhöfen ob und unt, sonst nirgends. Auch das leidige Umsetzen entfällt. Man muß im nicht durchgestalteten Zugspeicher (der ja den unteren Bahnhof nachahmt) nur die Güterzüge neu "durchmischen", okay. Für mich bereits schlimm genug, aber noch akzeptabel.

Eigentlich muß ich zu den Anforderungen an meine eigene Modellbahn leider unbedingt dazuaddieren, daß maximal 15% der "Aufmerksamkeit", gerne noch weniger, während des Betriebes dem unsichtbaren Gleisbereich (Zugspeicher o.ä.) dient. Auch platz- und umfangsmäßig hätte ich gern ein extremes Verhältnis zugunsten sichtbarer, durchgestalteter Anlagen. Mit dem vorliegenden Konzept des Bf. Loitzerwald bin ich dagegen sowohl bei Aufmerksamkeit als auch Platzbedarf eher bei 50% / 50%. Das mißfällt mir doch stärker, als ich dachte ...

LG
Thomas

JBS Offline




Beiträge: 181

11.01.2020 16:02
#95 RE: Ein Problem (für mich) antworten

Moin Thomas,
in der einfachsten Variante nimmst du Waggons des gerade im FY eingetroffenen Zuges per Hand weg, so dass nur die Lok auf dem Gleis stehen bleibt.
Zumindest bei Güterzügen kommt i.d.R. sowieso eine neue Komposition für die nächste Fahrt zustande und die wird dann eben per Hand aufgegleist.

Für einen einfachen Endbahnhof würde ich im FY eine Einfahrtweiche mit zwei Abstellgleisen vorsehen: Das hintere ist für einen Triebwagen oder Wendezug = Personenverkehr reserviert, das vordere ist für den NG, PmG oder GmP bei dem bis auf die Lok alles händisch auf/abgestellt wird.

Wenn du dieses händische nicht magst, kannst du nach einer Betriebssession den Zug rückwärts wieder in den ausgestalteten Bahnhof reinfahren, dort umrangieren und dann wieder zurückdrücken.
Bei Personenzügen ok, bei Güterzügen musst du dir dann für veränderte Zusammenstellungen was einfallen lassen.

Viele Grüße,
Johann

http://null.4jbs.de

memento Offline




Beiträge: 51

12.01.2020 01:27
#96 RE: Ein Problem (für mich) antworten

Hallo Johann,
und alle anderen unerschrockenen Mitleser,

ich überlege, ob ich die Anlage nicht von vornherein in 2 Segmenten planen soll. (Segmente bleiben es, weil ich keinen festen Platz habe und "mobil" bleiben möchte.)

Die Konzeption wäre eben eine Nebenstrecke, die an einer Hauptbahn abzweigt, die zu Anfang als eigenständige Privatbahn existierte und später von der Reichsbahn übernommen wurde. Diese Nebenstrecke hat genau zwei Bahnhöfe – insofern ähnlich zu Eibenstock ob und unt. Dazwischen liegen aber eventuell noch einfache Haltepunkte und eventuell auch Industrie-Anschließer, die im Modell aus Platzgründen nicht dargestellt werden (oder eben irgendwann später in Form dazwischengeschobener Streckenmodule).

Aber wichtig sollen erstmal nur die BEIDEN Bahnhöfe sein. Durch die ursprüngliche betriebliche weitgehende Trennung der ehemaligen Privatbahn von der Hauptstrecke ergibt sich eventuell ein in sich stimmiger Betriebsablauf, wo viele Züge und sämtliche Lokomotiven ausschließlich nur zwischen den beiden Bahnhöfen pendeln, wie in einem Inselbetrieb.

Thematisch soll die Anlage ja irgendwo in der westlichen Eifel in der Nähe von Belgien und den Niederlanden liegen.

Bf. LOITZERWALD -------------- Bf. WELKENROTH

(Bf. Welkenroth ist an eine übergeordnete "Hauptstrecke" angeschlossen, z.B. in der Nähe von Düren.)

Insofern stelle ich eventuell auch den Gleisplan für Loitzerwald nochmal auf den "Prüfstand", da dieser Bahnhof natürlich auch sinnvoll zum Bahnhof Welkenroth "passen" muß, da es ja dazwischen keine nennenswerten Unterwegsbahnhöfe geben soll.

Die erwähnte Hauptstrecke nach Düren / Aachen / Heerlen o.ä. wird überhaupt nicht dargestellt – bzw. auf dem Bahnhofssegment Welkenroth nur durch ein Wechselgleis angedeutet. Da kommt der oben erwähnte ursprüngliche Aufbau als Privatbahn zum Zuge, so daß die Gleisanlagen für den Verkehr nach Loitzerwald getrennt vom restlichen Bahnhof angelegt wurden.

Ablauf der Betriebssitzung:

In Welkenroth werden die vor einer Betriebssitzung per Fünf-Finger-Kran bereitgestellten Güterzüge als erstes direkt zerlegt oder sonstwie neu zusammengestellt. Sagen wir, ich stelle dort einen 8-Wagen-Zug bereit, davon müssen z.B. 4 Wagen direkt in Welkenroth bereitgestellt werden – Rangierarbeit – und dann werden die restlichen 4 nach Loitzerwald gefahren.

Die Betriebssitzung, bis wieder ein "Fünffinger-Kran" nötig ist, könnte dann ja schon recht lang werden. Zug in Welkenroth zerlegen, Zug nach Loitzerwald bereitstellen, hochfahren, in Loitzerwald Güterkunden bedienen, dort Wagen abholen, nach und nach wieder einen neuen 10-Wagen-Zug in Welkenroth bereitstellen ... dazwischen Personenzüge und evtl. PmG, für einen Fahrplan-Komplett-Laien wie mich kommt da doch einiges zusammen.

Vermutlich würde Bahnhof Welkenroth also etwas umfangreicher als Loitzerwald werden.

Ein verdeckter Abstellbereich würde komplett entfallen, ein reines Wechselgleis, um je nach Bedarf zusätzliche Waggons oder Züge in den Betrieb einzuführen, würde reichen. Die gerade nicht auf der Anlage befindlichen Waggons stehen ansonsten in einem Train Safe oder vergleichbarem einfach in der Vitrine. Lokomotiven brauch ich für den ganzen Betrieb, der ja eher beschaulich sein soll, eh nicht mehr als maximal 2 ... und die bleiben grundsätzlich beide die ganze Zeit auf der Anlage.

Ganz kurz zusammengefaßt wäre mein Konzept das der ein/zweigleisigen Hauptstrecke mit abzweigender Nebenstrecke zu einem Endbahnhof. Nur daß ich die Darstellung der Hauptstrecke quasi komplett wegspare.

LG
Thomas

BerndK Offline



Beiträge: 233

12.01.2020 12:42
#97 RE: Ein Problem (für mich) antworten

Hallo Thomas,

hört sich für mich gut durchdacht an. Bin schon gespannt auf die "grafische" Darstellung.

Gruß
Bernd

memento Offline




Beiträge: 51

12.01.2020 14:48
#98 RE: Vielen Dank! Planung abgeschlossen! antworten

Zum Bf. Welkenroth:

Alex alias Fischkopp hat in Beitrag #46 in diesem Thread einen Gleisplanvorschlag präsentiert, der eigentlich doch schon alles beinhaltet, was ich in Welkenroth benötige. Damit man jetzt nicht immer hin- und herklicken muß, hier mal aus dem Beitrag #46 von Alex die entsprechenden Links! Das Vorbild ist der Kleinbahnhof Bullay:

http://www.gleisplaene.de/galeriezwei/st...kleinbf1936.jpg

Daraus abgeleiteter Modell-Gleisplan aus #46. Hier ist – im Gegensatz zum Vorbild in Bullay – auch ein direktes Anschlußgleis zur Hauptstrecke eingezeichnet. Aber der Lokschuppen fehlt, den müßte ich wieder einplanen.

Auf dem Anschlußgleis könnte ich z.B. vor Betriebsbeginn den von Hand zusammengestellten Güterzug aufstellen:



Die Drehscheibe wäre zu überlegen. Sie wäre natürlich platzsparend und vor allem "mal was anderes". Alternativ könnte man auch eine Segmentdrehscheibe einführen. Hätte Welkenroth wirklich eine Drehscheibe?

Meine Strecke ist angenommen in den 1890er Jahren als Privatbahn aufgebaut worden. Die gesamte Streckenlänge zwischen Loitzerwald und Welkenroth liegt bei ca. 8 Kilometern. Es liegen 2 Unterwegshalte für Personenzüge (Haltepunkte, ganz ohne Ausweichgleise) auf der Strecke sowie 2 Industriebetriebe mit eigenen Anschlußgleisen. Alle diese Unterwegshalte werden vorerst nicht im Fahrplanbetrieb dargestellt, da sie – wenn überhaupt später – als eigene Module gebaut werden.

Hätte man da 1890 Schlepptenderloks eingesetzt? Die Geschichte könnte ja so lauten, daß die Strecke früher weiter als nur bis Loitzerwald ging; der andere Endbahnhof lag schon in den Niederlanden. Früher (gesamte Streckenlänge war vielleicht 30 km oder länger ...) gab es eben an beiden Enden der Strecke jeweils Drehscheiben. Seit den Kriegsereignissen endet die Strecke aber nun in Loitzerwald. Daher gibt's dort halt keine Drehscheibe.

Loitzerwald wurde ganz einfach zum Endbahnhof umgebaut, indem nach der Ausfahrtsweiche die Strecke abgesperrt wird, so daß man da nur noch Loks umsetzen kann. Der Betrieb ist seitdem stark zusammengeschrumpft – das größere BW auf der niederländischen Seite ist seitdem Geschichte, in Welkenroth gibt's nur einen zweiständigen Lokschuppen; der reicht heute auch voll und ganz. Die ehemaligen Privatbahnloks sind in den Niederlanden verblieben und dort vermutlich schon ausgemustert oder an andere Privatbahnen verkauft – die Bundesbahn hat den Teil der Strecke in Deutschland übernommen und da der Verkehr so gering geworden ist, dort nur eine alte T3, einen Dieseltriebwagen und eine G7 stationiert, was für das heutige kleine Aufkommen völlig ausreicht.

Wenn das der Lauf der Geschichte ist, dann sollte der Gleisplan in Loitzerwald z.B. realistischerweise ja ohne Lokschuppen geplant werden.

Und noch was zum Stichpunkt "Rangieranlagen"

Bei meinen ganzen Tests jetzt über die Weihnachtszeit ist mir auch nochmal eines klar geworden: In jedem Fall machen mir ansich gerade Rangieraufgaben sehr viel Spaß!

In diesem Sinne wäre für mich auch vorstellbar, nochmal zurück an's Reißbrett zu gehen und direkt eine reine "Rangieranlage" zu entwerfen. Auch mein erster Entwurf (Beitrag ab #1) orientiert an Bf. Eibenstock fällt letzten Endes ja in diese Kategorie, obwohl ich das anfangs gar nicht so realisiert habe.

Auch hier ergeben sich aber wieder viele konzeptionelle Fragen, da bei vielen im Internet oder in Zeitschriften vorgestellten Rangieranlagen entweder:

1. für mich die Begründung für die Gleisanlagen nicht ersichtlich ist bzw. ich die Vorbildorientierung beim Betriebskonzept nicht gut erkennen kann;
2. die Anlagen aus UK oder den USA stammen, und somit auch nicht 1:1 auf Deutschland übertragbar.

LG
Thomas

Fischkopp Offline




Beiträge: 433

13.01.2020 20:19
#99 RE: Vielen Dank! Planung abgeschlossen! antworten

Moin Thomas,
kurze Anmerkung:
Meine Graphik zeigt den originalen Gleisplan
des Bahnhofs Oberbühlertal der Bühlertalbahn.
(https://de.wikipedia.org/wiki/Bühlertalbahn)
Da musste ich gar nichts hinzuerfinden oder weglassen ;)
Das Anschlußgleis führte zu einem Sägewerk wenn ich mich nicht irre.
An der Ausfahrt Richtung Bühl lagen noch drei weitere Sägewerksanschlüsse.
Der Lokschuppen befand sich einen Bahnhof weiter in Bühlertal,
da von dort bis Oberbühlertal häufig nachgeschoben werden musste,
denn auf der nicht mal 6 Kilometer langen Strecke verkehrten
maximal dreiachsige Loks.

Schönen Abend noch,
Alex

Silbergräber Offline



Beiträge: 571

14.01.2020 08:10
#100 RE: Vielen Dank! Planung abgeschlossen! antworten

Moin,

ich möchte an dieser Stelle nochmal einen zehn Jahre alten Klassiker von Thomas Englich alias Tomm Toffte in den Ring werfen: Zwänge-West. Den Bahnhof gibt es in verschiedenen Versionen: mit Lokschuppen, ohne Lokschuppen, mit Kreuzungsverhauen, mit stinknormalen Weichen... Der Gleisplan ist - soweit mit bekannt ist - mindestens einmal in 0, H0 und N umgesetzt worden. Leider hat Thomas seine MoBa-Aktivitäten eingestellt und die Bilder sind teilweise verlustig gegangen. Ich habe mir damals u.a. diesen Gleisplan abgespeichert:



Spaßeshalber habe ich ihn gestern Abend mal via WinTrack nach TT umgesetzt: 1,8 m x 0,3 m ist überhaupt kein Problem. So einen Bahnhof kann ich mir sehr gut als Endbahnhof einer sehr kurzen Nebenbahn in vielen Ecken der Republik vorstellen, von der Magdeburger Börde bis in den Schwarzwald. Bei Interesse stelle ich im Laufe der Woche mal den WinTrack-Plan rein.

Grüße

Jörn

H0m ist ein Ponyhof!
--------------------------
Mein Planungsthread:
"Auf schmaler Spur in den Oberharz"
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=24&t=144119

Mein Wagenschnitzer-Thread:
https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=50&t=139641

517 008 Offline



Beiträge: 179

14.01.2020 18:00
#101 RE: Vielen Dank! Planung abgeschlossen! antworten

Hallo zusammen,

ich fand Zwänge West immer sehr interessant und hier sind eine Menge Anschlüsse auf engstem Raum. Ich habe mehr als einmal überlegt, eine der Varianten von Zwänge zu bauen. Wenn Rangieren Spaß bereitet, könnte das in der Tat interessant sein.

Bei Interesse könnte ich nochmal nachschauen, welche Varianten ich noch gespeichert habe.

Beste Grüße
David

memento Offline




Beiträge: 51

14.01.2020 18:03
#102 Planung abgeschlossen! – von wegen ... antworten

Hallo zusammen,

@ Alex;
danke Dir für die Klarstellung bezüglich der Gleispläne aus Beitrag #98, ich hatte das tatsächlich mißverstanden!

@ Jörn;
der von Dir gezeigte Bahnhof bzw. Anlagenplan gefällt mir auch sehr. Im Endeffekt ist es genau wie meine bisherige Planung – Bf. Loitzerwald, dann ein (wahrscheinlich) Kurven-Modul mit einem Anschließer, dann der offene "Fiddle Yard", an dem ich mich jetzt im Moment etwas störe, weil man da ja unbedingt auch immer die Lok umsetzen muß.

Übrigens habe ich mittlerweile herausgefunden, warum englische Anlagen so oft nach diesem Muster gebaut werden, sich aber kaum einer um das Thema Lokumsetzen schert:

Denn angefangen mit der Great Western Railways im Jahre 1906 gab es da die ersten Wendezüge, wobei die Dampflokomotiven wohl über ein System aus mechanischen Stangen vom Steuerwagen aus kontrolliert werden konnten. Aufgrund dieser Technik hatten obendrein solche Dampf-Wendezüge maximal 2 Waggons. Nunja, das sind natürlich alles vollkommen ideale Voraussetzungen für Kleinstanlagen auch für Dampf-Fans ...

Nur mal so ein Bild ...
https://www.alamy.de/worcestershire-gros...e221129269.html

Ich darf da nicht weiter nach googeln, sonst stelle ich wieder Baugröße und Land meiner Anlage in Frage.

Es bleibt der Güterverkehr, aber da kann man sich wohl immer irgendwo ein Vorbild heraussuchen, wo zumindest Übergaben auf kurzen Strecken mit schiebender Lok verkehrt sind. (Beispiel im Westerwald: Ladestraße in Grünebach auf der Strecke von Betzdorf nach Daaden)

@ David;
danke für das Angebot mit den Wintrack-Dateien. Aber auf meinem Macbook laufen die leider nicht. :)

LG
Thomas

memento Offline




Beiträge: 51

21.01.2020 17:18
#103 Bf. Loitzerwald alternativ in H0 antworten

Hallo zusammen,

um die Verwirrung komplett zu machen, noch ein Gedankenexperiment. Sooo groß ist der Unterschied gar nicht, wie ich dachte – den Bahnhof Loitzerwald kann ich auf 140 cm Länge sogar in H0 realisieren. Der Vorzug ganz klar: Die Fahrzeugauswahl ist um ein 1.000faches größer, gerade im Bereich Lokalbahnen und Kleinbahnen renne ich in TT doch schlicht vor eine Wand, die mich mittlerweile einfach abschreckt.

Nun denn, H0 Gleisplan, Gleismaterial Tillig Elite, allerdings mit den "kurzen" Weichen, die ich aber nun auch gar nicht so schlimm finde angesichts der ebenfalls kurzen Fahrzeuge:



Die Frage, die sich mir hier jetzt noch interessehalber stellt:

Wäre es vorbild-ungerecht, das Lokschuppengleis direkt aus dem Gegenbogen aus abzuzweigen? So würde ich jedenfalls dringend benötigten "Spielraum" gewinnen, um auch vor dem Schuppen die Schlackegrube anlegen zu können.

Zweite Frage: Reicht es, wenn auf dem Stumpfgleis am EG eine Lok Platz findet? Waggons muß ich auf das Lokschuppengleis ja nie rangieren, oder? Für die Schlacke würde man vermutlich auf dem Umfahrungsgleis nebenan einen Waggon aufstellen? Es bliebe die Möglichkeit, daß die Lok im Schuppen auf einmal defekt ist, und wie bekommt man sie dann da raus?

LG
Thomas

JBS Offline




Beiträge: 181

21.01.2020 18:08
#104 RE: Bf. Loitzerwald alternativ in H0 antworten

2x Ja :-)

http://null.4jbs.de

hwunderlich Offline




Beiträge: 554

21.01.2020 19:38
#105 RE: Bf. Loitzerwald alternativ in H0 antworten

Schuur Thomas und Gemeinde,

auf Deine beiden Fragen zwei Antworten:

a) Es wir sicher ein Vorbild geben, wo der Lokschuppen genau so angebunden war, und sei es deshalb, weil der
notleidenden Kleinbahnverwaltung die erforderliche Linksweiche gerade zu teuer erschien, während die verbaute
Rechtsweiche altbrauchbar zur Verfügung stand.

b) Um eine havrierte Lok aus dem Lokschuppen zu bergen, steht ja auch immer noch die Länge der Weiche vor dem
Gleisstumpf zur Verfügung.

Und in der Tat stehen in 1:87 durchaus adäquate vierachsige Loks zur Verfügung, von denen man in TT aktuell nur
träumen kann...

Edit(h) hat die Rechtschreibung korrigiert.

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

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