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Modellbahnanlagen
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Dieses Thema hat 110 Antworten
und wurde 8.442 mal aufgerufen
 II.3. Planen von Anfang an
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hmmueller Offline



Beiträge: 438

02.12.2019 22:03
#76 RE: Anschließer an der Ladestraße Antworten

Zu Laderampen - da war die "Ergonomie" schon ein Faktor: Zuerst einmal muss man sich überlegen, dass die Güter ja vom/zum Bahnhof transportiert werden müssen - per Fuhrhwerk oder LKW. Daher ist die ideale Umladung eine, wo Wagenboden und Fuhrwerksboden auf selber Höhe sind - und so baut man Ladestraßen an Freiladegleisen auch. Beim Güterschuppen oder bei offenen Laderampen baut man deshalb "innen" (gleisseitig) und "außen" (straßenseitig) eine Höhe, die dem jeweilgen Verkehrsmittel entspricht. Wann hat man eigentlich eine richtige (schiefe) Rampe? - aus meinen Büchern kenn ich sie zwar, aber seltener als in der Realität, scheint mir. Vielleicht bin ich da auch selber verwirrt

Bahnsteigbreiten auf Nebenbahnen: Nach meinem Wissen ist der Bahnsteig so breit, wie der Abstand der Gleise eben ist. Für die paar Leute, die dort ein/aussteigen, bemisst man keinen Bahnsteig breiter. Das hat in Österreich sogar auf Hauptbahnen weitgehend funktioniert. Eine Idee von "Ergonomie" gab's da nirgends (aber die Regel, dass eine Einfahrt/Durchfahrt in einem Gleis vor einem stehenden Personenzug verboten war, weil man dort eben mit Passagieren im Gleis rechnen musste). "Durchquetschen" ist vollkommen normal und Standard - habe ich in meiner Jugend weitgehend so erlebt.

Ich würde die Gleisabstände von Freiladegleis und Ladegleis zum durchgehenden Hauptgleis daher so klein wie möglich machen - was die Geometrie (insbes. der Kreuzung) gerade noch hergibt - dann sieht es vorbildmäßig aus.

... aber das ist alles nur meine Meinung, aus meinen Erfahrungen und Bildern.

H.M.

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.911

02.12.2019 22:14
#77 RE: Anschließer an der Ladestraße Antworten

Zum Glück gibt es in Deutschland Richtlinien!

http://web.hs-merseburg.de/~nosske/EpocheII/dv/e2d_3317.html

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

memento Offline




Beiträge: 92

02.12.2019 22:39
#78 RE: Anschließer an der Ladestraße Antworten

Das ist ja ganz hervoragend, danke für den Link!

Wenn ich diese Richtlinien richtig deute –

... so sind die Gleisabstände in meinem Plan doch ansich in Ordnung? Am Bahnsteig (§11) "mindestens 6 Meter", aber doch sehr gerne auch mehr. Für die anderen Gleise (§7) "wenn möglich, nicht unter 4,75m, mindestens aber zu 4,50m".

Aber ein bißchen schmaler kann ich ja trotzdem noch gehen, dann habe ich nämlich geradere Gleise, weil der Gegenbogen hinter der Kreuzung logischerweise bei geringerem Gleisabstand kürzer wird. Das ist ja auch nicht verkehrt.

Anbei der Plan mit den geringeren Gleisabständen (sind in der Zeichnung vermerkt) in Reaktion auf #73. Wobei ich jetzt wieder dazu tendiere, es vor allem im Bahnsteigbereich doch einen Tick breiter (vielleicht 50 cm im Original => also etwa 7,50 Meter Gleisabstand) zu machen.



Freiladegleis: Also die Rampe dort ist niedrig, womöglich fast auf Schienenniveau. Man fährt hier mit dem Pferdefuhrwerk oder dem LKW vor und direkt an die Türen des Güterwagens heran.

Laderampe mit Güterschuppen: Hier wird auf die Rampe verladen und nicht direkt in das Fahrzeug des Empfängers/Lieferanten, also hat die Rampe das "Fußbodenniveau" der typischen Güterwagen (G10 und ähnliche).

Noch Einwände? Sonst wäre die Gleisplanung somit im Grundsatz abgeschlossen ...

LG
Thomas

hmmueller Offline



Beiträge: 438

02.12.2019 22:55
#79 RE: Anschließer an der Ladestraße Antworten

.. von den Abständen in diesen Richtlinien würde ich bedenkenlos 50cm und mehr abziehen. Das sind Ziele vom Ende der 30er Jahre - das ist ein halbes Jahrhundert, nachdem viele Nebenstrecken gebaut worden sind. 6m Abstand bei einseitiger Benützung von Bahnsteigen hab ich auf Hauptbahnen auf sehr großen Bahnhöfen gesehen, z.B. in Salzburg oder Dresden - aber nie und nimmer auf normalen Zwischenstationen oder gar Nebenbahnen - da haben 5m und teils 4,5m vollkommen gereicht.Ich sag's mal so: Ein Bahnsteig auf einer Nebenbahn muss so schmal sein, dass zwei Personen mit Koffern grade so aneinander vorbei können, wenn links und rechts Wagen stehen; besser ist, wenn sich das nicht ausgeht. So war das noch in den 1970ern der Regelfall; siehe z.B. dieses Foto von Regelbahnsteigen auf der Westbahn; oder das direkt darauffolgende Foto, das zeigt, dass solche schmalen Bahnsteige durchaus über 4 oder 5 Gleise hinweg angeordnet wurden.

H.M.

JBS Offline




Beiträge: 184

02.12.2019 22:59
#80 RE: Anschließer an der Ladestraße Antworten

Moin,
dies ist mein Bahnhof Steinbrock, der stark an Knippers Entwurf angelehnt ist, allerdings zum Durchgangsbahnhof mutiert ist.
Die Abstände von Ladegleis/Güterschuppen bzw. (hier) Schotterverladung ergeben sich aus dem halben Hosenträger, was auch "in echt" nicht viel anders sein kann.
Gleismittenabstand Bahnsteiggleis-Schuppengleis = 145mm in Null, also ca. 6,50m in echt. Schmaler würde ich keinesfalls gehen.
Die FHD-Bilder sind leider zu breit fürs MAPUD-Forum, deshalb nur ein Link auf eine Seite in meinen Blog.

Hier ein Link auf den Plan zur Orientierung nachgereicht.
Viele Grüße,
Johann

http://null.4jbs.de

memento Offline




Beiträge: 92

02.12.2019 23:04
#81 RE: Anschließer an der Ladestraße Antworten

Wenn ich einfach die Gleisstücke (Tillig TT) zusammenstecke, so läuft es bei dem "halben Hosenträger" auf einen Gleisabstand von 62mm hinaus, in 1:1 sind das 7,44m ...

Wenn ich die Gleisstücke ein bißchen kürze, komme ich sicherlich noch maximal auf die im Plan eingezeichneten 6,87m oder 7,00m herunter. Jedoch hätte ich natürlich nichts dagegen, an den Gleisen möglichst wenig verändern zu müssen, gerade im Bereich der Weichen und Kreuzungen.

Eigentlich ist es witzig: in den großen Spuren (0 oder 1 ...) scheint es mir, plant man sowieso lieber so "eng" wie möglich, weil dem Modellbauer ja auch in der Tiefe viel weniger Platz zur Verfügung steht. In TT oder N tendieren wir wohl eher dazu, "breiter" zu planen. Die Industriegleis-Geometrien begünstigen das natürlich zusätzlich ...

@Johann:
Die Quarzsandverladung Sander & Söhne ist ein gutes Beispiel dafür, was ich mir auf dem ersten Streckenmodul vorstellen könnte

JBS Offline




Beiträge: 184

03.12.2019 00:16
#82 RE: Anschließer an der Ladestraße Antworten

Thomas,
ich würde mir da jetzt um diesen Gleisabstand keinen Kopf machen.

Hänge den Plan, so wie er jetzt ist, irgendwo an eine Wand wo du immer wieder hinsieht (Kühlschanktür geht auch) und wenn er dir nach ein paar Tagen immer noch gefällt, kauf das Gleismaterial und lege es aus.
Dann kannst du mal die Gleise so übereinanderlegen, dass die Gleisenden der Kreuzung "beschnitten" werden.
Nimm das, was dir am besten zusagt.

Viele Grüße,
Johann

http://null.4jbs.de

KaRo Offline



Beiträge: 55

03.12.2019 18:37
#83 RE: Anschließer an der Ladestraße Antworten

Hallo Thomas,

Zitat von memento im Beitrag #81
Wenn ich einfach die Gleisstücke (Tillig TT) zusammenstecke, so läuft es bei dem "halben Hosenträger" auf einen Gleisabstand von 62mm hinaus, in 1:1 sind das 7,44m ...


Das Problem kenne ich auch. Neben dem Kürzen sehe ich wenige Alternativen. Da ich für meinen Entwurf auch eine DKW benötige, bin ich ersthaft am überlegen etwas Geld aus zu geben und auf das Angebot von TT-Filigran zurück zu greifen. Ich hatte bereits vor langer Zeit einmal ein Angebot für den vormontierten halben Hosenträger angefragt, finde es aber auf die Schnelle nicht. Aber die Gleise sind schon toll

Gruß

Roland

hwunderlich Offline




Beiträge: 576

03.12.2019 19:05
#84 RE: Anschließer an der Ladestraße Antworten

Schuur ihr Jonge,

Zitat von memento im Beitrag #70
Oder etwa nicht? Wieso muß denn (im Modell) gewürfelt werden? Ich dachte, das Würfeln ist mehr so eine Art Nachstellen von Betriebsstörungen, die ja beim Vorbild auch – aus Sicht der Triebfahrzeugführer, Güterkunden oder Passagiere – wie gewürfelt erscheinen?



Hubert hat weiter oben schon Links zum Frachten- und damit Güterwagenumlauf gepostet. Meine Intention zum Würfeln geht ebenfalls in diese Richtung. Speziell um festlegen zu können, wieviel Wagen denn letztendlich im Eingangsgüterzug sein sollen.

Wenn dann die entsprechende Anzahl von Frachtzetteln aus einem vorhandenen Fundus verdeckt gezogen werden ist da im Bezug auf die zu verwendenden Wagen schon eine unbekannte Größe mit im Spiel. Hier kann es dann schon vorkommen, dass drei Wagen für die Brauerei und einer für den Güterschuppen aber ansonsten eben keine weitere Fracht ankommen.

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

OOK Offline




Beiträge: 4.300

03.12.2019 20:54
#85 RE: Anschließer an der Ladestraße Antworten

Darf ich mal eben den Werbeblock dazwischenschalten?

Genau dieses Thema bzw. dieses Verfahren wird sehr anschaulich in meinem Rangierbuch in einem speziellen Kapitel behandelt.
Bin schon wieder weg.

Gruß

Otto

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/
www.0m-Blog.de

memento Offline




Beiträge: 92

05.12.2019 15:29
#86 Vielen Dank! Planung abgeschlossen! Antworten

Hallo zusammen,



mit diesem Bild möchte ich den Planungsthread hier für abgeschlossen erklären und mich bei allen Lesern und Beitragsschreibern herzlich für die Mithilfe bedanken!

So wenig Gleise verplant und doch soviel dazugelernt. :)

Wenn es von dem Bauvorhaben die ersten Resultate zu zeigen gibt, werde ich die Geschichte um Loitzerwald, das zuerst Kalenstock und danach einmal Blaubach hieß, im entsprechenden Bereich dieses Forums gerne weiterführen.

LG
Thomas

BerndK Offline



Beiträge: 256

05.12.2019 22:53
#87 RE: Vielen Dank! Planung abgeschlossen! Antworten

Hallo Thomas,

also der Plan aus #78 wird umgesetzt? Laß wieder von Dir hören!

Gruß
Bernd

OOK Offline




Beiträge: 4.300

06.12.2019 05:36
#88 RE: Vielen Dank! Planung abgeschlossen! Antworten

Hallo Thomas,
und gutes Gelingen.

Ja, und dann freue ich mich drauf, bald einmal zu erfahren, wie es weiter ging.

Gruß

Otto

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/
www.0m-Blog.de

memento Offline




Beiträge: 92

06.12.2019 22:35
#89 RE: Vielen Dank! Planung abgeschlossen! Antworten

Hallo zusammen,

@ Bernd,
Ja, der Plan aus #78!

@ Otto,
Im entsprechenden Unterforum werd ich mich dann hoffentlich in den nächsten paar Wochen zu Wort melden! Und vorher sicher auch schon neue Fragen zu der Güterwagen-Fahrplanthematik haben, aber da hab ich im Moment noch einiges zu lesen...

LG
Thomas

memento Offline




Beiträge: 92

04.01.2020 15:00
#90 RE: Vielen Dank! Planung abgeschlossen! Antworten

Ich bin's nochmal.

Bevor ich im Bau-Unterforum zur Sache komme (ich denke, noch im Januar ...), habe ich doch noch eine Frage, die irgendwie – in Ermangelung weiterer Unterforen und auch um nicht alles zu sehr zu zerfleddern – zum Thema "Planung" paßt. Es geht konkret nochmal um den Fahrzeugpark, der zu meiner Konzeption am besten passen würde.

So gut wie fest entschieden bin ich mittlerweile, den Zeitraum der Epoche IIIa – Jahr 1950 – bei der frühen Deutschen Bundesbahn nachzubilden. Einfach weil insgesamt das Angebot in TT mir dafür noch am ehesten passend erscheint, vor allem was den Bereich Triebfahrzeuge angeht.

Okay, soweit zu den Voraussetzungen.

Güterwagen

dies ist kein Problem. Erstens ist das Angebot sogar in TT hier relativ umfangreich, zweitens bin ich bei Güterwagen am ehesten bereit, kleine "Abweichungen" in der Beschriftung hinzunehmen. Also meinen Güterwagenpark bekomme ich problemlos zusammengestellt.

Lokomotiven / Personenzug

Als Loks bieten sich (Stand 2020, neu oder jung gebraucht erhältlich) de facto ausschließlich an:

Br. 89.70 (preußische T3) – Tillig, noch im Abverkauf vereinzelt zu finden
Br. 94.5 (preußische T16) – Kühn, gerade frisch ausgeliefert
Br. 55.0 (preußische G7.1) – Piko, wird Q3/2020 geliefert

Ich weiß, daß es rein theoretisch noch weitere Modelle gibt, z.B. Baureihe 86 – aber in all den Monaten, wo ich nun mich informiert habe, habe ich noch nicht EINE 86 mit DB-Beschriftung angeboten gesehen, auch nicht gebraucht. Insofern ist das einfach unrealistisch. Es gibt auch noch ein Modell der Baureihe 64, dies Modell überzeugt aber leider optisch von den Proportionen und gewissen Details her so wenig, daß sie für mich nicht in Frage kommt.

Ich habe bisher zur 94.5 tendiert, aber es ist schon eine sehr schwere Lok, die vorwiegend auf ausgesprochenen Steilstrecken genutzt wurde, oder – mehr generell – eher mit relativ schweren Zügen, und das alles stelle ich ja eben nicht nach.

Daher lacht mich doch immer wieder die kleine T3 von Tillig an. Nun ist die T3 bei der Deutschen Bundesbahn sicher auch nicht mehr wirklich im Streckeneinsatz gewesen – aber ich nehme mir hier die Freiheit, auch andere nicht-bundeseigene Bahnen als Anregung zu nehmen. Mein Projekt ist ja doch "prototype freelancing". Und um 1950 sind auch bei der jungen Bundesbahn wohl die Verhältnisse doch noch grundlegend anders gewesen als z.B. 1956.

Hier mal ein Vorbild aus dem Harz, von der privaten Kleinbahn Gittelde-Bad Grund:

http://www.harzkaleidoskop.de/e1.htm
... ganz bis unten scrollen, das allerletzte Bild zeigt einen Zug mit 1 Abteil- und 1 Güterwagen hinter einer T3, das Foto ist von 1955.

Also: Will ich wirklich mehr den "Lokalbahn-Look", dann Br. 89.70 und kurze Zweiachser.

Oder will ich mehr eine "ausgewachsene" Bahn nachstellen, dann Br. 94.5 und eher in Richtung Dreiachser.

Schätzt Ihr für meine Anlagenplanung beide Varianten gleichermaßen realistisch sein, so daß rein mein Geschmack entscheiden kann? Oder würdet Ihr doch grundlegend dem einen oder anderen den Vorzug geben?

LG
Thomas

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