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Dieses Thema hat 15 Antworten
und wurde 881 mal aufgerufen
 IV.3. Praxis des Modellbahnbetriebes
Seiten 1 | 2
Fdl Triptis Offline



Beiträge: 422

05.10.2019 10:44
Triptis II - Führerstands-Mitfahrt antworten

Hallo Forumer, aus eurem Kreis kam die Anregung, dass ich doch mal ein Video von einer Fahrt über meine Anlage Triptis II machen könnte. Na ja, für eine ordentlichen Film habe ich nicht die notwendige Ausrüstung, außerdem wäre das aus meiner Sicht ein extra Hobby.

Was ich aber mit meinen derzeitigen Mitteln machen kann, ist eine Art Fotoreportage einer Führerstands-Mitfahrt. Das hätte den Vorteil, dass man die aufgenommenen Szenen genauer anschauen kann; außerdem kann ich erklärende Kommentare dazu schreiben.

Vor ein paar Tagen habe ich mich an die Arbeit gemacht, ich habe folgende Fahrten geplant:



Im ersten Teil gibt es eine Zugfahrt von Triptis längs der eingleisigen Nebenstrecke über Auma - Hp Krölpa nach Moßbach; darauf eine Rangierfahrt durch die geheimnisvolle Unterwelt der dortigen Schattenbahnhofs-Abstellanlage. Dann soll der Zug die Rückfahrt von Moßbach nach Triptis antreten. Die (fast 100!) Bilder für diesen Teil sind weitgehend fertig, ich muss nur noch die Bildunterschriften machen.

Der zweite Teil wird eine erstmal eher knapp dokumentierte Zugfahrt auf der Hauptstrecke von Triptis nach Weida zeigen, anschließend soll es über die gesamte zweigleisige Hauptstrecke von Weida über Abzweig Militz - Niederpöllnitz - Triptis - Hp Traun - Neustadt (Orla) - Hp Neunhofen - Abzweig Kolba nach Oppurg gehen. Die Abzweigstellen Militz und Kolba sind auf dem Kartenausschnitt nicht zu sehen (weil sie beim Vorbild fehlen). Der Abzw Militz läge auf der Karte etwa beim Ort Liebsdorf in der Nähe von Weida; Abzw Kolba läge beim Ort Kolba unweit von Oppurg.

Im dritten Teil wird die Fahrt in der Gegenrichtung von Oppurg nach Weida dokumentiert, hier soll das Streckenstück von Triptis nach Weida etwas ausführlicher dargestellt werden.

Es wäre natürlich schön, wenn es zu jedem Bild einen Gleisplanauszug mit der jeweiligen Position des Zuges gäbe, aber das wird wohl nicht gehen, denn der Gleisplan besteht aus sechs Bildern der Breite von mindestens 1280 pix, das könnte den Forum-Rahmen sprengen. Ich habe aber vor, die Fahrten anhand eines Streckenplans zu erklären.



Zur Erinnerung: Im Modell habe ich die Strecke "zusammengebogen", so dass die beiden Endpunkte Weida und Opppurg in einem gemeinsamen Schattenbahnhof liegen. Das Streckenstück zwischen dem Schattenbahnhof umd der Abzweigstelle wird also bei einer Fahrt zweimal (aber in verschiedenen Richtungen) durchfahren. Die Abzweigstelle heißt entweder Militz (dann ist das Streckenstück von und nach Weida gemeint) oder Kolba, dann befindet man sich in der Region Oppurg. Die Stationsschilder und einige Umgebungskulissen sind entsprechend umschaltbar.



Nach dieser Vorrede kommen demnächst die ersten Führerstands-Bilder.

Mit Hp1-Gruß - Helmut

Fdl Triptis Offline



Beiträge: 422

05.10.2019 19:01
#2 RE: Triptis II - Führerstands-Mitfahrt, Teil 1 antworten

Die erste Fahrt startet in Triptis, wir fahren als Zug 3021 über die Nebenstrecke nach Moßbach, wo diese Zugfahrt endet.



Die Zuggarnitur steht betriebsbereit in Gleis 11,



der Lokführer wartet auf die Freigabe für die Bereitstellungs-Rangierfahrt auf das Bahnsteiggleis 1. Das Sperrsignal zeigt Sh1, damit darf er auf Gleis 1 vorrücken.



Der Zug 3021 ist nun abfahrbereit.


Das Ausfahrsignal H wird auf Hp2 gezogen, die Aufsicht erteilt Zp9.


Die Ausfahrt auf die Nebenstrecke, links das Stw W2. Rechts ist das ESig R, das steht aus Sichtbarkeitsgründen links am Gleis. Im Hintergrund die Überführung der Strecke von Auma nach Krölpa.


Das Streckengleis nach Auma; rechts kommt die Kaolin-Verladestelle mit der Awanst Gütterlitz näher


Die Awanst wird passiert, rechts die verschlossene Abzweig-Weiche (auf der Türbrücke).


Kurz vor der Einfahrt nach Auma: Die Gütterlitzer Windmühle; das Vorsignal zum ESig zeigt Vr1.


ESig A zm Bahnhof Auma, rechts der Kühlturm des Kraftwerks


Das Kraftwerk wird passiert, rechts am Gleis 1 die Ga.


Halt am Hausbahnsteig. Keine Ausfahrt. Der örtliche Fdl gibt durch, dass eine Kreuzung mit Ng63 anliegt.


Der Ng fährt auf Gleis 3 durch.


Ausfahrt frei Richtung Krölpa. Rechts das Landmaschinenwerk "G. Schmidt Auma" mit Gleisanschluss.


Ausfahrt aus Auma, vorbei am dortigen Porzellanwerk.


Der Zug fährt jetzt hinter dem Bahnhof Triptis vorbei.


Auf der Brücke überquert er die Triptiser Abstellgleise, rechts liegt das Bw.


Die Haltepunkt-Tafel kündigt den Hp Krölpa an, wo der Zug gleich halten wird.


Rechts ist die Einfahrt zur Gleiswendel, der Zug befährt das innere von drei Gleisen.


Mitten in der Wendel etwas Landwirtschaft, rechts ein typischer Ausblick. Das Signal gehört zur Hauptstrecke.


Kurz vor der unteren Ausfahrt aus der Gleiswendel steht das Vorsignal zum ESig Moßbach, offenbar haben wir noch keine Einfahrt.


Die Wanderer warten am Drehkreuz, die Einfahrt steht inzwischen.


Einfahrt in den Bhf Moßbach, der Gegenzug wartet schon auf Gleis 1.


Hier ist die Zugfahrt 3021 zu Ende; nach einer Wartezeit wird Hp0/Sh1 am ASig gegeben, jetzt kommt die Rangierfahrt in die Abstellgruppe


Einfahrt in den Schattenbahnhof, hier ist es wirklich etwas schattig!


Rechts sieht man ein niedriges Sh0, das ist der Abstellplatz. Hier wartet die Garnitur auf ihre nächste Zugfahrt.


Sh1! Jetzt geht es weiter, vorbei an düsteren Bauwerken.

V
Nach der Wendeschleife (links) gibt es in der Unterwelt sogar einen kurzen Tunnel!


Danach geht es nochmal durch die Abstellanlage, jetzt aber in der Gegenrichtung ...


... vorbei an schemenhaften Ausblicken ...


... zurück in den Bahnhof Moßbach, diesmal Gleis 1.


Hier wird die Garnitur für die nächste Zugfahrt 3022 bereitgestellt.



Ausfahrt Frei auf Hp2. Hinten sieht man schon die Einfahrt in die Gleiswendel.


Gleiswendel, diesmal aufwärts mit 23 Promille.


Rechts die Haltepunkt-Tafel für Krölpa, wir sind also schon fast oben.


Das Vorsignal gehört zur Hauptstrecke. Halt in Krölpa.


Da ist wieder die Brücke über die Triptis-Gleise.


So sieht das Porzellanwerk Triptis nur der Lokführer!


Vorsignal zum ESig G Bhf Auma, rechts das Porzellanwerk Auma. Die Porzellanwerke waren in dieser Gegend häufiger anzutreffen


Das störungsanfällige ESig fuktioniert, der Fdl muss das Ersatzsignal nicht aktivieren.


Halt am Gleis 2 in Auma; das ASig steht links; gleich gehts weiter.


Hier nochmal das Kraftwerk aus der anderen Perspektive.


Die Mühle und das Gleis zwischen den Mauern.


Die Awanst und das Kaolin-Terminal.


Das Vorsignal zeigt Vr2, die Geschwindigkeit muss in der Einfahrt nach Triptis aber auf jeden Fall auf 20 km/h reduziert werden!


An der Eckentafel müssen die 20 km/h erreicht sein. Der Grund ist die außergewöhnlich schlechte Sicht auf das ESig R.


Das ESig ist nur ganz kurz im Blickfeld, und das noch im Gegenlicht!


Einfahrt am Gleis 1, rechts wieder mal ein Porzellanwerk.


Hier endet die Zugfahrt 3022.

Das war die komplette Nebenstrecke (soweit sie dargestellt ist); demnächst geht es weiter auf die Hauptstrecke!

mit Hp1-Gruß - Helmut (der erleichtert ist, dass das Forum mit den vielen Bildern klar kommt!)

hmmueller Offline



Beiträge: 325

05.10.2019 20:57
#3 RE: Triptis II - Führerstands-Mitfahrt, Teil 1 antworten

Wieder einmal: Hut ab!

Eine Frage - könntest Du die Foto"zeilen" nummerieren? - dann könnte man spezifische Fragen dazu stellen. Meine sind:

a) Bilder 2L und 2R [ich nummeriere nur die Fotos "zeilenweise", linkes und rechts jeweils mit L bzw. R]: Warum ist die Raute am Sperrsignal ca. in der Mitte? - ich kenne sie in D nur "ziemlich unten", am Antriebskasten (während sie in Ö ganz oben, unter dem Signalkasten angebracht war).

b) Bild 3R: Der schwungvolle Bedienstete da muss einem Lokführer, der auf Gl.2 fährt, die letzten Nerven kosten ...

c) Bild 4: Bedeutet das Dreieckssymbol beim vorderen Ende der Lok irgendwas? (und wieso hat sich da eine Lampe schlafengelegt?)

... genial, genial, genial ...

d) Dann Bild 13L+R "Der Ng fährt auf Gleis 3 durch": Wieso auf Gl.3? - Gl.2 ist doch das durchgehende Gleis, daher würde man auf jeden Fall das verwenden.

e) Bild 20L+R, 26R, 27L+R: Deine gestalteten U-Bahnen sind schon der Hammer!

f) 42L: Das linksstehende ASig erschließt sich mir nicht - da wäre doch rechts genügend Platz ... (bei ESig R in Bild 48L+R hingegen ist das offensichtlich)

...und wieder eine halbe Stunde meines Lebens ver...nünftig verspielt ...

H.M.

Fdl Triptis Offline



Beiträge: 422

07.10.2019 10:16
#4 RE: Triptis II - Führerstands-Mitfahrt, Teil 1 antworten

Hallo Harald, das mit dem Nummerieren habe ich verpasst, jetzt geht es leider nicht mehr. Aber demnächst in den folgenden Beiträgen.

Im SB 59 gibt es keine Anordnung, wo am Sperrsignal-Mast die Raute sein soll; ich hatte das so im Gedächtnis. Werde demnächst (wenn es nicht mehr regnet) mal im Mannheimer Rangierbahnhof nachschauen, das stehen noch einige mechanische Sperrsignale.

Der schwungvolle Bedienstete ist tatsächlich in Gefahr, obwohl das Schild deutlich und groß genug auf die Lebensgefahr hinweist.

Dreieckssymbol: Da befindet sich unter dem Gleis ein magnetischer Kadee-Entkuppler, der durch einen Seilzug aktiviert werden kann. Das Ding ist aber nur sehr schwer zu bedienen, weil die Kuppelstelle sehr genau positioniert und entlastet werden muss. Der Lampenmast liegt da als Reserve.

Gleis 3 in Auma: Ist als Güterzug-Gleis vorgesehen, die anderen beiden haben Bahnsteigkanten und sollen vorwiegend für Personenzüge verwendet werden. Falls der Bahnhof leer ist und keine Personen auf den Bahnsteigen stehen, können Güterzüge auch auf Gleis 1 oder 2 verkehren.

ASig links in Auma: Ich hatte zuerst an Gleis 1 für Ausfahrten in Richtung Triptis gedacht, das hat sich aber im Verlauf des Betriebs als unpraktisch erwiesen, deshalb habe ich das geändert, das Signal ist aber an seinem Einbauplatz geblieben; da ist doch so eine Ne 4-Tafel ganz hilfreich.

In der laufenden Woche kommt der Foto-Bericht für die Hauptstrecke dran, ich werde den Zug ganz schnell (mit nur wenigen Fotos) von Triptis nach Weida fahren, von dort aus soll er als Eilzug die ganze Strecke bis Oppurg befahren. Im Teil 3 kommt dann die Rückfahrt von Oppurg nach Weida dran, dann wird das Streckenstück von Triptis nach Weida ausführlicher betrachtet.

Mit Hp1-Gruß - Helmut

PS/Edit: Hinsichtlich der Raute am Sperrsignal ist deine Bemerkung richtig : Ich habe für den DB-Bereich nur Rauten gefunden, die ziemlich unten am Signal angebracht sind. Das lässt sich zum Glück leicht ändern. Gruß H.

Fdl Triptis Offline



Beiträge: 422

09.10.2019 16:43
#5 RE: Triptis II - Führerstands-Mitfahrt, Teil 2 antworten

Teil 2

Die nächste Fahrt startet wieder in Triptis, wir fahren als Zug E802 ganz schnell nach Weida, wo wir dann zur Zugfahrt E803
über die komplette Hauptstrecke starten. Allerdings wird dieser Teil die Fahrt E 803 nur von Weida bis Triptis begleiten
(weil der Beitrag sonst wahrscheinlich zu lang würde), die Fortsetzung von Triptis bis Oppurg erscheint dann als Teil 3.

01

Den ersten Abschnitt (E802 von Triptis nach Weida) werde ich etwas knapp halten, weil dieser Streckenabschnitt im letzten
Teil bei der Fahrt von Oppurg nach Weida noch ausführlicher beschrieben wird.

02
Der Zug E802 steht abfahrbereit am Hausbahnsteig

03
Während der Wartezeit haben dienstbare Geister der Bahnhofsmannschaft die Position der Raute am Sperrsignal korrigiert.
Rechts: Die Fahrstraße steht, Ausfahrt aus Gleis 1

04
Links das Stw W1, das DKW-Weichensignal ist gut erkennbar. Die Brücke gehört zur Nebenstrecke, da sind wir im Teil 1
drüber gefahren.

05
Ausfahrt Bhf Triptis. Die Fahrt durch die Wendel abwärts ist gekürzt, rechts sieht man schon das Vorsignal zum Bhf
Niederpöllnitz.

06
Das zugehörige ESig zeigt Hp1/Vr1, wir haben also schon Ausfahrt auf dem durchgehenden Gleis. Wir fahren übrigens auf dem
mittleren Wendelgleis abwärts, das äußere gehört auch zur Hauptstrecke, 21 Promille aufwärts. Das hochhausartige Gebäude
in der Ausfahrt gehört zum Kraftfutterwerk HaGeVa

07
Wir haben den Bahnhof Niederpöllnitz längst verlassen und passieren die Abzweigstelle Militz mit ihrem Überwerfungsbauwerk

08
Hier geht es mit 50 Promille steil abwärts in den Schattenbahnhof. Das Vorsignal zeigt das Bild Vr102, das in Epoche 3
noch zulässig ist

09
Einfahrt in den Schattenbahnhof. Am Stw sieht man, dass wir uns im Bereich des Bhf Weida befinden. Das Vorsignal mit
verkürztem Bremswegabstand führt uns zu dem hinteren Videozug-Abstellplatz

10
Der Abstellplatz ist frei, der vordere auch, wir dürfen bis zum Bahnsteiggleis in Weida vorrücken.

11
Hier endet die Zugfahrt E802. Nach einer Wartezeit geht es bald weiter als E803 von Weida nach Oppurg, über die gesamte
dargestellte Hauptstrecke

12
Der E803 hat Ausfahrt in Richtung Niederpöllnitz. Der Lokführer sieht in der ersten Linkskurve das Weidaer Wahrzeichen,
die Osterburg.

13
In der Wendeschleife ist nicht viel zu erkennen.

14
Da steht ja ein alter Opel, auf so einem habe ich damals fahren gelernt.

15
Hier mündet das Gleis 37 in die Ausfahrt, das ist für Wendezüge vorgesehen, damit die in richtiger Reihung wieder aus
dem Schattenbahnhof rauskommen. Wenn einer mit dem Steuerwagen voraus reingefahren ist, dann soll er mit Lok voraus
zurückkommen!

16
Die Stellung der Vorsignal-Scheibe ist etwas zweifelhaft, das Nachtzeichen zeigt aber Vr1, was am Hauptsignal bestätigt
wird. Dieses Zwischensignal sorgt in dem kritischen "Flaschenhals"-Abschnitt für eine höhere mögliche Zugfolge. Hier
müssen nämlich auch die Züge durch, die in Oppurg Richtung Weida starten!

17
Diese dörfliche Szene ist von außen nicht zu sehen, sie ist nur für den Video-Lokführer bestimmt! Wenn ich da mal ran
müsste, dann müsste ich etliche Anlagenteile abbauen.

18
Wer kennt ihn noch? Den Ford Taunus 15 M mit der Weltkugel?

19
Am Tunneleingang: Ein Liebespaar. Dann: Licht am Ende des Tunnels.

20
Die Strecke ist eigentlich zweigleisig, die Gleise sind hier aber getrennt, weil das (viel längere) Ausfahrgleis
des Schattenbahnhofs eine Steigung von 20 Promille hat, das Einfahrgleis hat dagegen ein Gefälle von 50 Promille

21
Wanderer unterwegs.

22
Beim Vorbild gab es in der Gegend tatsächlich auch Rotwild. Rechts: Endlich freie Sicht; am linken Bildrand die
Gleiswendel, im Hintergrund das Viadukt-Bauwerk, das wir bei dieser Fahrt auch noch überqueren werden.

23
Links sieht man den Neigungs-Brechpunkt des steilen Schattenbahnhofs-Einfahrgleises (auf der Türbrücke!). Die
Gleisverbindung bei km 89 habe ich in der Anfangsphase des Anlagenbaus gebraucht, um einen Minimal-Versuchs-Betrieb
rund um den Schattenbahnhof machen zu können.

24
Kurz vor der Abzweigstelle Militz kommen wir am Biergarten der Waldgaststätte Rodaborn vorbei; das Vorsignal der
Abzweigstelle steht in Warnstellung.

25
Hinter dem Bauernhof kommt die Abzweigstelle in Sicht, das Signal steht noch auf Halt.

26
Freie Fahrt! Der Richtungsanzeiger zeigt ein "S", das bedeutet Fahrtrichtung Saalfeld.

27
Das Tunnelportal kommt uns irgendwie bekannt vor

28
Gegen Ende des Tunnels steht da ein Vorsignal, das gehört zum Bhf Niederpöllnitz und zeigt schon die freie Einfahrt
auf dem durchgehenden Gleis an.

29
Die Ausfahrt steht auch schon, der E803 wird aber trotzdem im Bhf halten. Wir passieren die städtische Gasanstalt.

30
Hinter dem Stellwerk W1 sehen wir die Siloanlage der HaGeVa. Beim Vorbild hat diese Anlage etwa 96 Silo-Türme, da
musste ich aus Platzgründen die Anzahl leicht reduzieren.

31
Wir rollen bis zur H-Tafel am Bahnsteigende, da steht auch ein Vorsignalwiederholer, der uns die Stellung des ASig
zeigt, das an der Tunneleinfahrt zur Gleiswendel zu erahnen ist.

32
Das untere Ende der Gleiswendel. Man sieht die drei Gleise: Innen die Nebenstrecke, Mitte und außen die Hauptstrecke.
Das Gleis der Nebenstrecke windet sich noch eine Etage tiefer, um unten durch am Bhf Moßbach auf der anderen Seite
des Anlagenbretts anzukommen.

33
Zwei typische Ausblicke, rechts die Türbrücke

34
Die ländliche Szene in der Mitte der Gleiswendel ist hier deutlicher zu sehen als von der Nebenstrecke aus. Rechts
eine beleuchtete Vorsignalbake, damit der Lokführer ja nicht das Einfahrsignal Triptis übersieht!

35
Die spezielle Vorsignaltafel Ne 102 zeigt an, dass das ESig Hp1 oder Hp2 zeigt, wenn das Vorsignal in Fahrtstellung
ist! Rechts: Die Fußgängerüberführung für die Fahrgäste des Hp Krölpa, der sich nebenan weiter innen befindet.

36
Freie Einfahrt nach Triptis Gleis 7. Rechts im Hintergrund das Stw W1

37
In Triptis stehen beide Ausfahr-Vorsignale mitten im Bahnhof. Wir haben also noch keine Ausfahrt, wir müssen ja
sowieso halten.

38
Links (auf Gleis 4) steht der andere Videozug, der mit der V 80. Rechts drückt der Fotograf gerade auf den Auslöseknopf.
Das rechte Bild zeigt den Blick beim Bahnsteig-Halt, das kleine Signal hinten ist das ASig Richtung Traun - Neustadt (Orla).

39
Hier steht unser E803 abfahrbereit zur Fortsetzung der Fahrt.

Die Fortsetzung kommt im Teil 3, denn fast 80 Bilder in einem Beitrag sind doch wohl erstmal genug?

Mit Hp1-Gruß - Helmut

Gilpin Offline




Beiträge: 1.349

09.10.2019 17:49
#6 RE: Triptis II - Führerstands-Mitfahrt, Teil 2 antworten

Hi Helmut,

klar sind

Zitat von Fdl Triptis im Beitrag #5
fast 80 Bilder in einem Beitrag ... erstmal genug
Ich mach' nun folgendes: Ich drucke die Karte aus, außerdem den Gleisplan, und verorte jedes Bild. Die Fahrten selbst sind gut zu verstehen, gerade auch wegen der Signalisierung!

Ich melde mich...

Gilpin Offline




Beiträge: 1.349

09.10.2019 17:50
#7 RE: Triptis II - Führerstands-Mitfahrt, Teil 2 antworten

Hallo Helmut, schon melde ich mich:

Ich hätte nie geglaubt, dass unter- und innerhalb der Anlage so viel stattfindet! Ich muss noch ein wenig weiter mitfahren, bis ich alles kapiere! Ein Bild möchte ich schon mal hervorheben: im ersten Beitrag, Wiedereinfahrt nach Triptis: "Das ESig ist nur ganz kurz im Blickfeld, und das noch im Gegenlicht!" - meine Bitte: das so zu belassen, das dürfte beim Vorbild auch vorkommen!

Mit freundlichem Gruß,
Reiner

Fdl Triptis Offline



Beiträge: 422

09.10.2019 18:36
#8 RE: Triptis II - Führerstands-Mitfahrt, Teil 2 antworten

Vielleicht ist dieser Plan hilfreich? Er zeigt die prinzipielle Anordnung der Anlage im Keller.



Alles, was sich am Anlagenrand (an der Wand) in den oberen Etagen befindet, ist im Bild außen am Bildrand dargestellt. Das ist natürlich nicht exakt maßstäblich, könnte aber den Verständnisgrad erhöhen. Man achte besonders auf die Höhenangaben, in cm über dem Boden! Um eine Vorstellung von den Streckenlängen zu geben: Die lange Seite des Raumes ist ca. 8,50 m, die kurze 3,50 m lang.

Ich gebe ja zu, dass ich selbst auch einige Zeit gebraucht habe, bis ich genau wusste, wo der Zug nu rumfährt!

Mit Hp1-Gruß - Helmut

PS/Edit: An diesem Bild sieht man (hoffentlich) einen wichtigen Grundsatz meiner MoBa-Philosophie: Eine Modellbahn-Anlage sollte aus Bahnhöfen mit dazwischen liegenden Strecken bestehen; und nicht aus einem flächenhaften Gewirr aus Gleisen und Weichen. Diesen Grundsatz kann man auch auf den Anlagen von OOK deutlich erkennen, obwohl sich der BAE-Anlagen-Ansatz von Triptis stark unterscheidet.

Gruß - H.

BerndK Offline



Beiträge: 208

12.10.2019 21:02
#9 RE: Triptis II - Führerstands-Mitfahrt, Teil 2 antworten

Hallo Helmut,
Dank des Planes habe ich nun auch mal Dein Anlagenkonzept verstanden. Multideck hat schon was, Dein Anteil an Strecke ist grandios. Und Du kommst mit nur einer Wendel hin. Sehr gut ausgedacht, Respekt.
Gruß Bernd

Fdl Triptis Offline



Beiträge: 422

13.10.2019 13:17
#10 RE: Triptis II - Führerstands-Mitfahrt, Teil 3 antworten

Teil 3

01
Die Beschreibung der Fahrt unseres Eilzug E803 wurde in Triptis unterbrochen, die Fahrt selbst hat keine Unterbrechung, denn wir haben
ja die Modellzeit-Uhr auch angehalten. Die schalten wir jetzt mal wieder ein:

02
Hier steht unser E803 abfahrbereit zur Fortsetzung der Fahrt.

03
Gleich wird das ASig gezogen, leider sehen wir nicht, dass der Aufsichtsbeamte seine Zp9-Kelle gehoben hat, da muss der Lokführer
links aus dem Fenster schauen.

04
Dr Zug setzt sich in Bewegung - da vorne kommt doch was! Ein Dg hat Einfahrt in Triptis, Zuglok ist offensichtlich eine BR 50

05

06
Ziemlich viele O-Wagen

07
Wir haben den Bahnhof verlassen und passieren das ESig S, das nach dem Güterzug wieder in Hp0 zurückgefallen ist.

08
Nach dem Arkaden-Bauwerk kommt ein kurzer Einschnitt, ...

09
... darauf ein längerer Tunnel.

10
Am Ende des Tunnels eine Haltepunkt-Tafel, wir nähern uns der Station Traun (wo heutzutage leider kein Zug mahr hält).

11
Das Vorsignal gibt uns freie Fahrt, wir fahren unter der Autobahn Berlin - München durch, die schon in den 30er Jahren gebaut
wurde, die heutige A9.

12
In Traun steht ein Nahverkehrszug, eine BR 23 ...

13
... mit Umbau-Vierachsern.

14
Hier kündigt sich ein Umbau auf Lichtsignale an

15
Wie kaschiert man ein Heizungsrohr? Tunnelbauwerk! Das Vorsignal zum Bf Neustadt (Orla) kommt in Sicht, ...

16
... es zeigt Vr2, also bremsen. Hp2 am ESig kann nur heißen, dass wir in Neustadt links raus auf Gleis 1 müssen. Das Ausfahrvorsignal
ist dunkel, weil es nur für den direkten Fahrweg über Gleis 3 gültig ist.

17
Tatsächlich, die Einfahrweiche liegt auf Abzweig

18
Wir fahren auf Gleis 1 ein ...

19
... und halten am ASig, das Hp00 zeigt. Hp00 bedeutet, dass auf diesem Gleis regulär rangiert werden darf. Auf dem anschließenden Abstellgleis
steht auch schon eine Zuggarnitur bereit, vielleicht ein Nahverkehrszug für die Gegenrichtung. Vom Fdl kommt die Durchsage, dass wir eine
Überholung durch den verspäteten TEE3 abwarten müssen.

20
Mal kurz ein Hubschrauber-Blick: da ist er schon, der TEE, auf Gleis 3 saust er mit 90 km/h vorbei!

21
Wir sehen ihn auch ...

22
... gleich ist er wieder weg. Der Fdl kann jetzt vorblocken, das tut für ihn die Stellwerkstechnik, denn der Bf hat offensichtlich schon
ein SpDr- Stellwerk.

23
Wir müssen noch warten, bis der Beamte im Hp Neunhofen rückblockt und damit den Streckenabschnitt wieder freigibt. Am ASig erscheint ganz
kurz das Bild Hp0/Sh1 als Zeichen, dass das Stw die Fahrstraße festgelegt hat. Direkt danach kommt das Hp2 und für uns auch gleich Zp9.

24
Während der Ausfahrt sehen wir, dass die Garnitur auf dem Abstellgleis aus C3pr/B3pr-Dreiachsern besteht, für die damalige Zeit ganz typisch,
mit einer P8 als Zuglok

25
Wir passieren das westliche Stw; einem echten Lokführer wäre es längst aufgefallen, dass ich den Bf um 180 Grad gedreht habe; beim Vorbild
hat dieses Stw die Bezeichnung No und liegt in Richtung Traun. Im Hintergrund die Ziegelei im Ortsteil Börthen.

26
Hier fahren wir an der Ziegelei vorbei, die ich allerdings etwas näher an den Bahndamm gerückt habe, wir Modellbahner dürfen das!

27
Der Loren-Zug steht bereit, um den Rohton zum Kollergang des Ziegelwerks zu transportieren. Rechts fahren wir auf den Viadukt (der oder das
Viadukt?) zu, das Original steht auf der Nebenstrecke kurz hinter Ziegenrück, ist nur eingleisig, und überquert dort die Saale.

29
Da kommt ja wieder was! Meine Lieblingslok Br 44 mit dem Cerealien-Zug, ...

30
... der könnte Getreide zur HaGeVa in Niederpöllnitz bringen.

31
Hinter der Türbrücke (auf dieser Ebene ist es wirklich eine Brücke) sehen wir wieder eine Hp-Tafel Ne6, die den Hp Neunhofen ankündigt.
Das Vorsignal gibt uns bereits die Ausfahrt ...

32
... als Eilzug dürfen wir durchrauschen. Das BlockSig für die Gegenrichtung steht noch auf Hp1, offensichtlich hat der Blockwärter den
Cerealien-Zug noch nicht nach Neustadt vorgeblockt; das ist allerdings bei der relativ geringen Zugfolge nicht so tragisch.

33
In der Ferne taucht hinter dem Fachwerkbrückchen ein Tunnel auf, das ist der einzige Tunnel auf der Anlage, den es auch beim Vorbild gibt: Der
Harrasmühlen-Tunnel (manchmal heißt er auch Totenstein-Tunnel). Die Harrasmühle ist auf dem rechten Bild zu sehen; an dieser Stelle war in der
Epoche 2 ein Biergarten direkt am Gleis. Wenn man genau hinschaut, ist rechts fast am oberen Bildrand der Totenstein zu sehen.

34
Hier nochmal der Tunnel. In meiner Schulzeit (50er Jahre) bin ich hier täglich durchgefahren; die C3-Züge hatten damals tagsüber keine
Beleuchtung, es wurde also tatsächlich stockdunkel! Das Schienenstoß-Geräusch der C3-Wagen habe ich noch im Ohr: Rramtamtam-rramtamtam ...

35
Das Vorsignal der Abzweigstelle zeigt Vr2, da ist beim Abzweig Kolba richtig, denn die Abzweigweiche wird bei Kolba über den krummen
Zweig befahren. Der Abzweig ist kreuzungsfrei, über die Brücke verläuft das Gegengleis Richtung Neunhofen. Den Ort Kolba gibt es beim
Vorbild tatsächlich, allerdings ohne Abzweigstelle.

36
Oben sieht man das Stw Kolba/Militz, hier sitzt ein Fdl, weil der die Reihenfolge der Züge beeinflussen kann. Deshalb ist das keine
Zugfolgestelle, sondern eine Zugmeldestelle. Hp Traun und Hp Neunhofen sind dagegen (nur) Zugfolgestellen. Alles klar? Rechts unter der Brücke: da kommt wieder mal was entgegen!

37
Ein Eilzug mit einer BR 41, von dieser Bauart gab es im Bw Saalfeld (S) etliche, die waren sogar vor recht schweren Güterzügen eingesetzt.

38
Hier haben wir den schon bekannten Biergarten am Waldrestaurant passiert, die Fußgängerbrücke führt zum Parkplatz. Rechts nähern wir uns
der Türbrücke, wo es gleich ...

39
... steil bergab geht. Hier ist Bremsen angesagt, denn das Vorsignal zum Schattenbahnhofs-ESig steht (wie bei fast jeder Einfahrt) auf Vr2.

40
Der Forst-Tunnel heißt so, weil oben drüber ein Forsthaus ist. Direkt an Tunnel-Ausgang steht das Signal, die graue Säule hinter dem
Signalfernsprecher ist eine LED-Beleuchtung, damit der Lokführer das Signal auch deutlich sieht.

41
Die Felswand bei km 113 liegt direkt vor dem Schattenbahnhof, die Einfahrt wird duch das finstere Gebäude im preußischen Baustil markiert.

42
Dass wir uns diesmal im Bereich Oppurg befinden, sieht man am Ortsschild am Stellwerk. In der Schattenbahnhofs-Unterwelt gibt es auch Brücken, ...

43
... Wälder, Sägewerke, ...

44
... Holzlager, und andere rätselhafte Bauwerke ...

45
... wie diese Arkaden. Der vordere Videozug-Abstellplatz (der am Bahnsteig Oppurg) ist offensichtlich belegt, denn das Vorsignal steht in Warnstellung.

46
Also erstmal Halt, das Bahnsteiggleis (Gleis 36) wird sicher gleich geräumt. Rechts: Ja, jetzt. Das Ausfahr-Vorsignal steht übrigens immer auf Vr0, denn
Durchfahrten sind auf diesem Gleis in Oppurg nicht vorgesehen.

47
Einfahrt im Pbf Oppurg, das sieht jetzt doch ganz anders aus als damals in Weida? Vergleiche #5, Bild 10 und Bild 11.

48
Wir sind in Oppurg angekommen. Im Teil 4 werden wir die Gegenrichtung zurück von Oppurg nach Weida befahren, da gibt es sicher auch noch ganz interessante Aus- und Einblicke.

Mit Hp1-Gruß - Helmut

Gilpin Offline




Beiträge: 1.349

17.10.2019 19:32
#11 RE: Triptis II - Führerstands-Mitfahrt antworten

Hallo Helmut, hallo alle Mitdenker,

ich wollte schon länger (einfach für mich zum Verstehen) die Bilder mit den Zeichnungen verknüpfen und habe das nun für den Teil 2 gemacht, einfach weil das der kürzeste Beitrag ist: die Fahrt von Triptis nach Weida. Zunächst der Streckenplan mit eingefügten Fotostandpunkten: der rote Punkt ist der eigentliche Kamerastandpunkt, die beiden Striche sind so ungefähr die Begrenzung des Blickwinkels, die Zahlen sind die Nummerierung der Bilder - logisch:



Der Prinzipplan sieht dann so aus:



Nach Bild 11 war ich eigentlich verloren, aber im Prinzipplan würde ich mich mittlerweile weiter hanteln können. Ich meine aber, dass weitere dieser knallroten Käfer das ganze gleich wieder überfrachten würden.

Meine Erkenntnis: man könnte auch bequem mit dem Zug mitwandern, es gäbe auch so einiges zu sehen. Für die vollständige Fahrt mit den Signalen für Niederpöllnitz und insbesondere Weida ist die Führerstandsmitfahrt der größere Genuss!

Fehler kann ich übrigens locker korrigieren...

Wie gesagt: Schönen Fernsehabend wünsch' ich,
Reiner

Eingleisig Offline




Beiträge: 64

17.10.2019 22:40
#12 RE: Triptis II - Führerstands-Mitfahrt, Teil 3 antworten

Lieber Helmut,

ich habe momentan echt wenig Zeit. Deshalb genieße ich solche Highlights wie die Mitfahrten sehr. Ich bin ganz ehrlich geflasht! Das ist ganz großes Kino.

Danke!

Beste Grüße

Stefan -Eingleisig-


Lippstadt geplant

Lippstadt im Bau

Fdl Triptis Offline



Beiträge: 422

18.10.2019 11:11
#13 RE: Triptis II - Führerstands-Mitfahrt antworten

für die Rückmeldungen, besonders für Reiners Recherchen. Die Aufnahmepositionen sind korrekt, soweit man sie auf diesem unmaßstäblichen Plan überhaupt darstellen kann. Ich hatte anfangs daran gedacht, die Aufnahmepositionen auf den Gleisplänen darzustellen, die Pläne sind aber sehr unhandlich, der Aufwand wäre enorm gewesen.

Was man natürlich am Übersichtsplan nicht erkennen kann, ist die genaue Position des Schattenbahnhofs-Pbf Weida/Oppurg. Der befindet sich auf dem Plan ziemlich weit rechts, in der schrägen Einfahrt der Wendeschleife. In der direkt anschließenden engen Linkskurve bekommt der Lokführer den Blick auf die bewegliche Kulisse; in der Ausfahrt aus Weida war das die Osterburg. Im noch kommenden Streckenabschnitt werden wir aus Oppurg ausfahren, da werden wir an dieser Stelle das dortige Schloss bewundern dürfen. Das Haus mit dem alten Opel ist dann am Ende der Wendeschleife, von wo aus es dann in einer 22 Promille-Steigung hinten an der Wand aufwärts geht. Das Zwischensignal R (das mit der Vorsignal-Signalbrücke) befindet sich etwa in der Mitte des geraden Steigungs-Bereichs hinten an der Wand. Das von außen nicht sichtbare Dorf mit dem Taunus 15 M ist dann auf dem Übersichtsplan links oben in der Linkskurve.

Mit Hp1-Gruß - Helmut (der demnächst noch weiter machen wird, bis der Zug die ganze Anlage in beiden Richtungen passiert hat)

Fdl Triptis Offline



Beiträge: 422

22.10.2019 16:47
#14 RE: Triptis II - Führerstands-Mitfahrt, Teil 4 antworten

Teil 4

01
Unsere nächste Fahrt startet in Oppurg, diesmal als Nahverkehrszug 3034, der auch in Neunhofen und in Traun halten
wird. Das Ziel ist Weida, wir werden also die gesamte dargestellte Hauptstrecke in der Gegenrichtung befahren.


02
Der 3034 steht abfahrbereit im Schattenbahnhof Oppurg. Dieser Bf hat drei Bahnsteiggleise. In der Fortsetzung nach
rechts schließt sich die Wendeschleife in einem ziemlich engen Linksbogen an, am Ende dieses Bogens beginnt (auf
diesem Bild hinten an der Wand) die Steigungsstrecke, die in der Gerade immerhin mit 25 Promille aufwärts geht. Bis
zum Abzw Kolba gewinnt die Strecke 45 cm an Höhe, das ist eine ganze Runde an der Wand lang.

03
Die Abfahrt aus Führerstandssicht.

04
Gleich nach der letzten Weiche sieht der Lokführer das Schloss Oppurg.

05
Komisch, in Oppurg steht der gleiche alte Opel wie in Weida.

06
Wir sind hier schon im Steigungsbereich. Auf dem unteren Gleis steht der andere Videozug auf dem hinteren
Abstellplatz; er wartet darauf, auf den vorderen Abstellplatz (den am Bahnsteiggleis, das wir gerade verlassen haben)
vorrücken zu dürfen, ...

07
... weil der Blockwärter am jetzt sichtbaren Blocksignal R noch nicht rückgeblockt hat; dadurch ist noch nicht
gewährleistet, dass unser Zug das Bahnsteiggleis in Oppurg freigeräumt hat.

08
Mitten auf dem dörflichen Marktplatz am Bahnübergang steht ein Denkmal; einen Taunus 15 M sieht man auch hier.

09
Die Fahrt durch den langen Tunnel ist hier nicht festgehalten, wir sind schon beim Forsthaus (das steht oberhalb des
Forst-Tunnels) und gleich auf der Türbrücke mit dem Streckenposten 89. Falls die Gleisverbindung beim km 89 irgendwann
mal benutzt werden soll, dann können die Preiser-Beamten von hier aus die Weichen stellen.

10
Die Fußgängerbrücke gehört zum Biergarten "Rodaborn", das Vorsignal kündigt die Abzweigstelle an, diesmal werden wir
tatsächlich das abzweigende Gleis befahren. Kurz hinter der Brücke kommt der Bauernhof, ...

11
... damals hatte man noch nachhaltige Antriebe für die Fahrzeuge, hier (leider schlecht zu erkennen) ein gemischtes
Gespann aus Ochse und Pferd. Der Richtungsanzeiger Zs 2 zeigt "G", wir befinden uns also auf dem Fahrweg Richtung
Gera.

12
Wir verlassen jetzt dieses problematische zusammengebogene doppelt genutzte Streckenstück und begeben uns auf Neuland
Richtung Neunhofen. Einigen Alt-Eisnbahnfreunden ist es sicher schon aufgefallen: Unsere Fahrt findet an einem Dienstag statt.
Da wurden die Wärter-Schutzhaltetafeln und die Wärtervorsignale "zum Lüften" sichtbar an den Betriebsstellen aufgestellt, daran
kann ich mich noch gut erinnern.

13
Wir verlassen die Abzweigstelle ...

14
... und nähern uns dem Harrasmühlen-Tunnel. Ganz links ist am Bildrand oben der Totenstein zu erkennen.

15
Wieder mal eine Hp-Tafel, diesmal für Neunhofen; dieser Hp ist sogar heute noch in Betrieb, allerdings nicht mehr als
Blockstelle. Am Vorsignal sieht man wieder mal, wie notwendig die Vorsignal-Tafel ist, die waagerechte Scheibe könnte
man sonst glatt übersehen. Trotz Vr1 werden wir in Neunhofen halten, wir sind ja kein Eilzug mehr.

16
Die Kulisse ist ein Original-Foto, das ist die älteste Kirche der Region.

17
In der Umgebung von Neunhofen durchfährt auch der Vorbild-Zug felsige Bereiche im Mühlental des Flüsschens Orla.
Rechts sind wir wieder mal auf der Türbrücke.

18
Auf dem Viadukt müsste das Geländer mal überprüft werden. Rechts die Ziegelei in Börthen.

19
Das Vorsignal in Höhe der Ziegelei zeigt Vr2, also werden wir in Neustadt (diesmal fahrplanmäßig) auf Gleis 1 halten.

20
Einfahrt nach Neustadt (Orla), rechts steht noch die C3Pr-Garnitur. Diesen Bf zeige ich etws ausführlicher, denn ich
habe meine Zeit bis zum 17. Lebensjahr in Sicht- und Spielweite dieses Bahnhofs zugebracht. Die meisten hiesigen
Bahn-Bauten (alle außer dem Stw Nw) sind nach Fotos in Papp-Bauweise entstanden, ich bin selbst erstaunt (und
erfreut), wie gut diese Video-Bilder mit meiner Erinnerung übereinstimmen.

21
Das Wartehäuschen auf dem Inselbahnsteig gibt es schon lange nicht mehr, ...

22
... aber die Bahnsteigtreppen sehen heute noch fast genau so aus. Zu meiner Zeit hatte der Bahnhof noch Formsignale,
die wurden in den 60er Jahren auf DR-Hl-Signale umgeändert; ich habe DB-Hv-Signale eingebaut, weil ich sowieso schon
sehr viele dieser wenig zuverlässigen Formsignale in der Anlage habe.

23
Das Stw No heißt beim Vorbild Nw, weil ich den Bf um 180 Grad gedreht habe.

24
Die Spedition Mehlhos gehörte damals der Familie eines Klassenkameraden. Rechts: Der Bereich, der sich an die Ausfahrt
anschließt, ist ziemlich langweilig, ...

25
... nach dem kleinen Tunnel wird die Landschaft abwechslungsreicher.

26
Wir nähern uns dem Hp Traun.

27
Wieder mal ein Vorsignal, das man ohne Ne2-Tafel leicht übersehen könnte. Wir überqueren wieder mal die Türbrücke.

28
Den Baum hinter dem Stationshäuschen hat meine Frau vor vielen Jahren als Geburtstagsgeschenk angefertigt, das
Original steht heute noch neben der EG-Ruine am aufgelassenen Hp.

29
Am Bü wartet was? Natürlich. Ein Lanz-Bulldog!

30
Nachdem wir die Autobahn unterquert haben, kommen wir in diesen ewig langen Tunnel, den es im Original gar nicht gibt.
Obendrüber ist der Bf Auma; wenn man hier mit dem anderen Videozug durchfährt, dann kann man die Weichen- und
Signalantriebe des Bf Auma von unten anschauen, weil der andere Steuerwagen eine wesentlich lichtempfindlichere Kamera
hat, das Bild ist aber weniger farbstabil.

31
Im Einschnitt steht das Vorsignal zum Bf Triptis, hier wieder einmal Vr102, das waren die alten dreibegriffigen Mä-
Signale. Vr102 heißt, dass wir nicht auf dem durchgehenden Hauptgleis halten werden, sondern auf Gleis 4. Gleis 3 wäre
fahrstraßenmäßig auch möglich, das hat aber kein Ausfahrsignal in Richtung Osten, wir wollen aber noch weiter nach
Weida.

32
Die Arkaden zeigen dem streckenkundigen Lokführer, dass gleich das ESig S für Triptis kommt.

33
Erwartungsgemäß Hp2; am Stw W3 ist auch noch Dienstag.

34
Einfahrt in Triptis, vorbei am Porzellanwerk und am Stw W2. Die niedrigen Vorsignal-Baken gehören zum Ausfahr-
Vorsignal auf Gleis 5, sie gelten nicht für unseren Fahrweg.

35
Auch bei dieser Einfahrt: Das Ausfahr-Vorsignal steht wie beim Vorbild am durchgehenden Gleis 5 mitten im Bahnhof. Wir
halten an der H-Tafel Ne5 auf Gleis 4, das ASig ist gut zu sehen, wir haben noch keine Ausfahrt.

36
Ausfahrt auf Gleis 4. Wenn ein Formsperrsignal vorhanden ist, muss das auch bei Zugfahrten Sh1 zeigen. Licht-
Sperrsignale am gleichen Mast werden in diesem Fall dunkel geschaltet.

37
Die Schachbretttafel gehört zum Gleis 5, für einen Signalstandort ist da der Gleisabstand zu gering. Im Mauerbogen
stehen die Fotografen.

38
Das ESig A hat eine Plexiglas-Schutzscheibe gegen versehentliches Umnieten. Rechts die Einfahrt in die Gleiswendel.
Die oben sichtbare Brücke ist die Staßen-Zufahrt zum Bw.

39
Hier sieht man das Konstruktionsprinzip der Gleiswendel: Lauter gleich hohe Abstandsklötze. Die Kino-artige Szene
markiert die Mitte der Wendelfahrt.

40
Links ein Ausblick zum Bauernhof. Rechts: Das Vorsignal zum Bf Niederpöllnitz zeigt Vr2, also 40 km/h

41
Hp2 am ESig: Wir haben eine Fahrstraße auf den Hausbahnsteig.

42
Das Stw W2; dahinter ein Doppelstock-Wendezug mit der DR-BR 119; in Bahnsteignähe: Die Thüringer Exportbier-Brauerei

43
Wir halten am ASig P1, die erste Ausfahrweiche liegt noch falsch; links die HaGeVa

44
Jetzt steht die Ausfahrstraße, wir dürfen abfahren.

45
46
Ausfahrt aus Niederpöllnitz, links die Gasanstalt

47
Wieder ein längerer Tunnel!

48
Gegen Ende des Tunnels wird es so hell, dass man das Vorsignal zur Abzweigstelle Militz erkennen kann. Rechts neben
der Vorsignaltafel erhascht man einen kurzen Blick nach unten in die Abstellanlage Moßbach, wo die Nebenstrecke endet.

49
Der streckenkundige Lokführer weiß, wo das Signal steht. Ab hier fahren wir wieder über das mehrfach genutzte
"zusammengebogene" Streckenstück, deshalb kennen wir schon einige Anblicke.

50
Oben links, hinter dem oben liegenden Gegengleis: Der Bauernhof. Rechts: An die Fachwerkbrücke schließt sich weiter
rechts das Viadukt an.

51
Der Biergarten aus der anderen Perspektive. Rechts das ESig zum Schattenbahnhof, der diesmal den Namen Weida hat, ...

52
... wie man am Stw deutlich lesen kann.

53
Die Zufahrt zum Pbf Weida ist frei, wir können durch den hinteren Abstellplatz durchfahren ...

54
... und sind schließlich am Ziel der Reise angekommen.

Damit haben wir alle Streckenabschnitte der Anlage in beiden Richtungen aus Lokführersicht kennengelernt; das Stück
von Triptis nach Weida haben wir sogar zweimal befahren. Hoffentlich war es nicht zu langweilig!

Mit Hp1-Gruß - Helmut

hmmueller Offline



Beiträge: 325

23.10.2019 13:59
#15 RE: Triptis II - Führerstands-Mitfahrt, Teil 4 antworten

Zitat von Fdl Triptis im Beitrag #14
Hoffentlich war es nicht zu langweilig!.

Natürlich nicht!

Zitat von Fdl Triptis im Beitrag #14
15 Am Vorsignal sieht man wieder mal, wie notwendig die Vorsignal-Tafel ist, die waagerechte Scheibe könnte man sonst glatt übersehen.

Wie schon Cauer, "Sicherungsanlagen im Eisenbahnbetriebe" 1922 schreibt:

Zitat
Um einem Übersehen der Vorsignale vorzubeugen, stellen die Pr.H.St.B. und nach ihrem Vorgange andere Bahnen davor feste, eigenartig schwarz und weiß gestrichene Tafeln auf (Abb. 45). [...] Zu solchen künstlichen Ergänzungen hat man sich entschlossen, weil das Vorsignal bei Tage kein Fahrbild zeigt. Besser ist daher das Vorsignal der Bayer.Stb., das auch den ferneren Mangel des deutschen Vorsignals vermeidet, daß es in Warnstellung bei Tage von vorn und hinten (abgesehen von dem Anstrich, der aber bei manchen Beleuchtungszuständen schlecht erkennbar sein kann) dasselbe Bild zeigt.



H.M.

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