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Dieses Thema hat 40 Antworten
und wurde 1.577 mal aufgerufen
 VII.3. Weichen und Signale stellen
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Silbergräber Offline



Beiträge: 562

29.03.2019 20:13
#16 RE: Ein Stellwerk für Unterschulenberg antworten

Und der Verschlussplan sähe dann so aus?



Das Witzige: wenn man aus der Stellwerksbude von Unterschulenberg auf die Gleisanlagen schaut, dann stimmt sogar die Reihenfolge der Hebel. Blickrichtung ist nach Osten, also ist Norden links und Süden rechts. Das Stellwerk ist aber um 180° gedreht aufgebaut, da der Betrachter ja von Osten auf das EG, in dem sich der Stellwerksraum befindet, schaut. Also ist die Reihenfolge gespiegelt. Ich lass' das jetzt aber mal so, weils näher am Vorbild ist 😉

Ach so, A ist das ESig aus Richtung Oker (A1 = Hp1, A2 = Hp2), F aus Richtung Altenau und G aus Richtung Oberschulenberg.

Ich muss auch noch zwei Schlüsselwerke für die Weichen 4 (Anschluss Sägewerk) und 6 (Ladestraße, Güterschuppen und Kohlenhandlung) berücksichtigen - kommt das auch in das Verschlussplan?

Grüße

Jörn

H0m ist ein Ponyhof!
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hmmueller Offline



Beiträge: 336

30.03.2019 08:10
#17 RE: Ein Stellwerk für Unterschulenberg antworten

Stellwerksfieber, das: Sehr seltene, aber schwere Krankheit der Psyche, führt beim Anblick von Gleisplänen - insbesondere von selbst gezeichneten - dazu, diese sowie größere Matrizen wie wild mit Plus- und Minuszeichen vollzuschmieren und dazu kryptische Ängste zu äußern, wie etwa, ob ein Schutz der Flanken nicht verzichtbar wäre (es mögen also wohl auch körperliche Krankheitsaspekte eine Rolle spielen). Die Krankheit kann spitzenartig, aber auch chronisch auftreten. Weitere Forschung dazu steht aus.

... zumindest fehlen die ortsbedienten Weichen in Deiner Matrix (deren Plusstellung bist Du uns noch schuldig - aber ich verrate einmal, dass sie alle nach rechts stehen sollen).

Die Darstellung der Stellungen der Fahrstraßenhebel ist nicht so, wie ich's mir erwarte ... ich muss aber nachschauen, wie ich's mir erwarte - ich melde mich.

Im Gleisplan würde ich auf jeden Fall noch einen Sperrschuh im Gleis 5 aufnehmen (ob Du ihn dann auch in echt auf der Anlage aufbaust oder nicht, musst Du entscheiden).

Und die Verschlusseinträge habe ich noch nicht durchgeackert - ich mach's aber irgendwann heute oder morgen!

H.M.

P.S. Zuletzt noch eine vorerst kryptische Anmerkung: Aus bestimmten Gründen ist genau Dein Gleisplan für mich eine ganz wichtige Vorlage für ein Projekt, das bei mir ganz langsam entsteht - ich habe praktisch genau so einen Plan (eingleisiger Abzweigbahnhof mit 4 Hauptgleisen, nicht alle Gleise von den beiden einmündenden Strecken erreichbar, mit einer DKW, Mittelstellwerk, nur Einfahrsignale) vor zwei Monaten skizziert - aber nun werde ich Deinen verwenden ... für was, verrate ich (hoffentlich) in ein paar Wochen.

Fdl Triptis Offline



Beiträge: 422

30.03.2019 11:01
#18 RE: Ein Stellwerk für Unterschulenberg antworten

Zitat von hmmueller im Beitrag #17
Die Darstellung der Stellungen der Fahrstraßenhebel ist nicht so, wie ich's mir erwarte ... ich muss aber nachschauen, wie ich's mir erwarte

Vielleicht hilft das weiter:


Mit Hp1-Gruß - Helmut

EDIT: Ein Plus in der Fahrstaßenhebel-Spalte bedeutet m. W. "Hebel in Grundstellung", also in der Mittelstellung.
Die schraffierten Felder sind Fahrstraßen-Ausschlüsse, die sind hier z. T. schon im übergeordneten (nicht abgebildeten) Befehlsstellwerk Lf in den Befehlsabgabefeldern realisiert, deshalb sieht man sie zB bei den a-Zugstraßen nicht.

Gruß - H.

Silbergräber Offline



Beiträge: 562

31.03.2019 00:12
#19 RE: Ein Stellwerk für Unterschulenberg antworten

Moin,

Gleis 5 ist der Anschluß zum Sägewerk. Das befindet sich in ein Gefälle, so dass da eigentlich keine Wagen in die Fahrwege rollen können.

Gleis 6 ist ja durch die Weichen 6 und 7 gesichert, 7 erhält das + auf dem abzweigenden Strang zum Güterschuppen.

Wie ist das mit den Fahrstraßenhebeln? Mitte ist neutral, unten + und oben -? Ich habe das ja so gelegt, das je Fahrwegpaar ein Hebel benützt wird, für die Ausfahrt mit veriegeltem Einfahrsignal.

Ansonsten will ich mal abwarten, was Harald da in petto hat. Schlußendlich stellt sich ja auch die Frage, wo ich Stellhebel und Verschlussregister herbekomme. Die Hebel von RST oder M. Hellmann sind etwas zu plasteundelastisch.

Und ich warte eigentlich auf einen Einwurf von OOK, dass das, was wir hier anschieben, für eine harzer Schmalspurbahn etwas überkandidelt sei...

LG

Jörn

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OOK Offline




Beiträge: 4.140

31.03.2019 20:11
#20 RE: Ein Stellwerk für Unterschulenberg antworten

Zitat von Silbergräber im Beitrag #19
Wie ist das mit den Fahrstraßenhebeln? Mitte ist neutral, unten + und oben -? Ich habe das ja so gelegt, das je Fahrwegpaar ein Hebel benützt wird, für die Ausfahrt mit veriegeltem Einfahrsignal.
Da gibts kein + und - Eine Stellung ist eine Fahrstraße, die andere Stellung eine andere Fahrstraße.

Zitat
Die Hebel von RST oder M. Hellmann sind etwas zu plasteundelastisch.

Dann darfst du gerne aus Messing fräsen. Für mich gleich ein paar mit, bitte.

Zitat
Und ich warte eigentlich auf einen Einwurf von OOK, dass das, was wir hier anschieben, für eine harzer Schmalspurbahn etwas überkandidelt sei...

Wie das? Habe ich nicht auch eine Harzer Schmalspurbahn mit mechanischem Stellwerk?

Gruß

Otto

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/
www.0m-Blog.de

Silbergräber Offline



Beiträge: 562

31.03.2019 22:39
#21 RE: Ein Stellwerk für Unterschulenberg antworten

Zu den Fahrstraßenhebeln: d.h. das ist die einfachste Methode, um zwei Fahrstraßen gegeneinander zu verriegeln?

Zu Plaste und Elaste:
https://www.lokschuppen-dominik.de/Spur H0/Bastelanleitungen/H0fine Stellhebel/Seite.htm

Und zu Sonnenberg:
Das ist ja auch eine Nummer größer als Unterschulenberg 😉

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hmmueller Offline



Beiträge: 336

31.03.2019 22:57
#22 RE: Ein Stellwerk für Unterschulenberg antworten

Ich bin ja doch wie ein kleines Kind und kann mich nicht zurückhalten - und schließlich ist Otto "schuld", weil ihm eine Neutralschieberidee von mir nicht "vorbildnahe" genug war, oder so (wofür ich ihm explizit dankbar bin!): Deshalb hab ich, so um Weihnachten, angefangen, ein volles mechanisches Stellwerke zu konstruieren. Hier ist der aktuelle Stand der Bauelemente, die ich vorgesehen habe - ca. zwei Drittel davon sind schon durchkonstruiert; ein paar Aluminium-Profile hab ich bestellt und ein paar Tausend Schrauben, das liegt nun in meiner Werkstatt - es ist mir also ernst:

Zeichungsnummern Stellwerk HMM

Und heute Abend habe ich, nachdem die letzen zwei Wochenenden und ein paar Abende mit dem Bau von Maschinen verbracht habe (wie kriegt man ein Rad rund? und eine Rille hinein? und produziert überhaupt komisch geformte Bauteile? - ich bin kein Maschinenbauer, sondern Informatiker! ... so ziemlich jede der Maschinen habe ich drei bis fünmal verbessern oder ganz neu konstruieren müssen) - also wie gesagt, heute Abend habe ich endlich mein erstes Versuchsobjekt gemäß meiner Zeichnungsnummer 1011/1111 zusammengebaut:





Gleich vorweg: Das Ding funktioniert nicht wirklich - an einer Stelle schlägt eine Schraube am Rahmen an; die Verbindung von Hebel und Rolle ist falsch konstruiert und behindert daher zum Schluss die Bewegung des Schiebers; usw.usf. Und der Zusammenbau ist eine Katastrophe - man muss Muttern an Stellen anbringen, wo man nicht hinkommt. Aber so ist das - und alle Fehler sollten behebbar sein, denke ich. Jedenfalls - ein bisschen bewegt sich schon:

Und es bewegt sich doch...

Aber wenn ich ehrlich bin, vor allem zu mir selber, wird es noch Monate brauchen, bis da ein wirkliches Stellwerk entsteht. Irgendwann werde ich auch meine Konstruktions-Maximen erklären - wieso baue ich es grade so, wie ich's baue (z.B. mit M3-Schrauben; und aus Alu; und so, dass man alle bewegten Teile sehen wird; usw.).

Ach ja: Wieso poste ich das in diesem Strang? Weil der Gleisplan hier aus diversen Gründen der perfekte Demonstrationsgleisplan für so ein Stellwerk ist - ich werde also auf jeden Fall ein Stellwerk für Unterschulenberg bauen, egal ob's wer braucht oder nicht - aber vielleicht braucht es ja "wer"? Nur, morgen ist es noch nicht lieferbar ...

Aber jetzt Schluss mit meiner kindischen Freud' - (und wenn's doch in einen anderen Strang gehört - natürlich!) ...

H.M.

Wer will, kann ja in einem alten Stand (ca. 3 Wochen her) meiner Konstruktionen ein wenig herumblättern - irgendwann wird's dann einen Gesamtkatalog geben:

Stellwerk HMM Planungsstand 5.3.2019

hmmueller Offline



Beiträge: 336

31.03.2019 23:22
#23 RE: Ein Stellwerk für Unterschulenberg antworten

Zitat von Silbergräber im Beitrag #19
Moin,

Gleis 5 ist der Anschluß zum Sägewerk. Das befindet sich in ein Gefälle, so dass da eigentlich keine Wagen in die Fahrwege rollen können.


Dann gut (und man sieht daran, wieso man Gefälle auch in sicherungstechnische Lagepläne einträgt - siehe auch das Beispiel von Helmut: Denn Gefälle haben einen Einfluss auf entsprechende Entscheidungen - Durchrutschwege, aber auch Weglassen eines Sperrschuhs. Vielleicht magst Du in Deinen immer professioneller werdenden Gleisplan ja was entsprechendes reinschreiben!)

Zitat von Silbergräber im Beitrag #19

Gleis 6 ist ja durch die Weichen 6 und 7 gesichert, 7 erhält das + auf dem abzweigenden Strang zum Güterschuppen.


Perfekt - nichts weiter nötig (Du meinst Weichen 6 und 5).

Zitat von Silbergräber im Beitrag #19

Wie ist das mit den Fahrstraßenhebeln? Mitte ist neutral, unten + und oben -?


Nein, wie wir aus Helmuts Plan lernen (danke dafür! - in irgendwelchen Büchern von mir wird's auch stehen ...), ist + die Grundstellung (=Mitte), und - ist die umgelegte Stellung für die jeweilige Fahrstraße - d.h., jeder Fahrstraßenhebel hat zwei Minusstellungen! Deshalb sind in Helmuts Plan Minuszeichen genau in der "Diagonale" unter den Fahrstraßenhebeln; die Pluszeichen sind die Abhängigkeiten oder eigentlich gegenseitigen Ausschlüsse - welche anderen Fahrstraßenhebel in der Grundstellung stehen müssen, damit die Fahrstraße möglich ist.

(Die schraffierten Pluszeichen sind übrigens die "besonderen Ausschlüsse" - jene, wo zwei Fahrstraßen sich nicht durch verschieden stehende Fahrwegelemente oder Belegung eines gemeinsamen Fahrstraßenhebels ausschließen; i.d.R. sind das Ein- und Ausfahrten auf dasselbe Gleis, die aus irgendwelchen Gründen auf verschiedenen Fahrstraßenhebeln liegen - in Helmuts Beispiel etwa die Einfahrt b1 und die Ausfahrt p1O. Aber das ist was "für Fortgeschrittene" )

Übrigens sind die Fahrten in Deinem Verschlussplan falsch bezeichnet: Die müssen mit dem Signalbuchstaben in klein beginnen. Da Du die Signale A, F und G hast, müssen die Fahstraßen a1, a2, a3, a4; f2, f3, f4; und g1, g2 heißen. Wie man festgelegte Ausfahrten ohne Signal in D bezeichnet, weiß ich nicht - aber ...

Zitat von Silbergräber im Beitrag #19

Ich habe das ja so gelegt, das je Fahrwegpaar ein Hebel benützt wird, für die Ausfahrt mit veriegeltem Einfahrsignal.


... eigentlich brauchst Du keine Fahrstraßen für die Ausfahrten, und Du hast es auch nicht so notiert: Der Fahrstraßenhebel 01 (das ist ein Hebel!) hat zwei Stellungen, jeweils eine für die Fahrten a1 und a2. Für die Ausfahrten gibt es keine eigenen Stellungen - man stellt "Einfahrt für Ausfahrt" und zieht einfach das Signal nicht: Genauso würde man das bei einer Schmalspurbahn projektieren, um Kosten zu sparen!

Zitat von Silbergräber im Beitrag #19

Schlußendlich stellt sich ja auch die Frage, wo ich Stellhebel und Verschlussregister herbekomme. Die Hebel von RST oder M. Hellmann sind etwas zu plasteundelastisch.


Naja ... verschämtes ...

H.M.

Silbergräber Offline



Beiträge: 562

31.03.2019 23:49
#24 RE: Ein Stellwerk für Unterschulenberg antworten

Uffffff - ich bin sprachlos. Ich wollte erstmal die Grundlagen hier erarbeiten, der eigentliche Bau ist Zukunftsmusik. So was gehört auf jeden Fall in diesen Thread und andererseits ist das sicher einen eigenen Thread wert. Aber Du kannst den Thread hier gerne weiterführen, wenn die theoretischen Grundlagen erarbeitet sind.

H0m ist ein Ponyhof!
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hmmueller Offline



Beiträge: 336

01.04.2019 00:04
#25 RE: Ein Stellwerk für Unterschulenberg antworten

Zitat von Silbergräber im Beitrag #16
Ich muss auch noch zwei Schlüsselwerke für die Weichen 4 (Anschluss Sägewerk) und 6 (Ladestraße, Güterschuppen und Kohlenhandlung) berücksichtigen - kommt das auch in das Verschlussplan?


Nicht "Schlüsselwerke" - Schlösser. Und ja, die gehören beide in den Verschlussplan, damit man eben weiß, dass z.B. bei einer Fahrt von Oker auf Gleis 1 ganz egal ist, wo die Schlüssel dieser Weichen sind (dort darf ja zugleich gerade rangiert werden!), während etwa bei einer Fahrt von Oker auf Gleis 4 die Weiche 6 natürlich in der Geraden verschlossen zu sein hat.

Die Abhängigkeit der Weiche 5 von der Weiche 6 wird man direkt über ein doppeltes Schloss draußen an einer der beiden Weichen realisieren - auf der Modellbahn also bei den Stellelementen für diese ortsbedienten Weichen - wie auch immer man das konstruiert. Darüber können wir uns bei Bedarf getrennt unterhalten - da gibt es zwei grundsätzliche "Philosophien", wie man das macht ...

Und zuletzt ...

Zitat von Silbergräber im Beitrag #16
Und der Verschlussplan sähe dann so aus? ...


(ich komm mir vor wie ein Oberlehrer, mit dem Rotstift in der Hand ... also):

* Dass die Fahrstraßen anders bezeichnet werden sollen, habe ich schon angemerkt: Die p... alle rauswerfen; a5 und a6 sind eigentlich g1 und g2; und a7 bis a9 sind eigentlich f2 bis f4.

* Die Fahrtrichtungen bezeichnet man auch anders: Für die nächsten Bahnhöfe verwendet man "nach" bzw. "von", für die Gleise verwendet man "aus" bzw. "nach" (evtl. "in"). Es heißt also "Von Oker nach Gleis 1" (oder "Von Oker in Gleis 1") bzw. "Nach Oker aus Gleis 1" usw. Wenn man, wie ich hier vorschlage, nur eine Fahrstraße für beide Fahrwege (Ein- und Ausfahrt), dann würde man wohl schreiben

- "Von oder nach Oker aus oder nach Gleis 1";
- eventuell kürzer (nicht ganz korrekt, aber das nimmt man in Kauf) "Von oder nach Oker aus Gleis 1";
- die Österreicher haben das schöne Wort "Gegen" erfunden: "Gegen Oker aus oder nach Gleis 1", um sich das "Von oder nach" zu ersparen; manchmal wird dort auch "v.o.n." abgekürzt, was beliebig irreführend ist, weil es eben nicht "von", sondern "von oder nach" heißt - manchmal auch mit "v.u.n." für "von und nach" abgekürzt ...
- ... usw.usf.

Ich würde tatsächlich schreiben "Nach oder von Oker in Gleis 1" usw.: Denn das "in" macht klar, dass es "hauptsächlich" um die Einfahrt geht. Das "Nach oder" davor aber, dass auch die Ausfahrt damit gesichert wird.

* Die Fahrstraßen a1, a2, a3 sind ok. Nur würde ich bei a2 die 7/9 nicht gezwungenermaßen in die Grundstellung legen - ja, dort geht der Durchrutschweg drüber, aber nachdem man vom Herzstück her kommt, wird der Zug sich die Weiche schon richtig auffahren; man würde m.E. nur in der Bahnhofsordnung vorschreiben, dass diese Weiche in diesem Fall in die Grundstellung zu stellen ist, und das war's auf einer Schmalspurbahn ziemlich sicher. Für Hauptbahnen gibt es da sicher verschiedene Meinungen ...

* Bei a4 ist was verrutscht: Da muss die Weiche 1 als Spitzenweiche aus Richtung Oker auf jeden Fall mitspielen!

* g1 (Deine a5) ist enorm spannend, weil wir hier eine "Zwieschutzweiche" mit der Möglichkeit einer "Verzichtweiche" vor uns haben - sowas habe ich nur ganz selten und nur auf großen Bahnhöfen gesehen. Das Problem ist Folgendes: Wenn man auf g1 einfährt, dann würde man gern die Weiche 7 zum Flankenschutz in die Ablenkung stellen (damit nicht ein Fahrzeug auf Gleis 2 dem einfahrenden Zug in die Flanke fährt). Wenn nun aber zugleich auch ein Zug von Altenau auf Gl.3 einfährt (was ja problemlos geht und gehen soll, man kann sogar die Durchrutschwege in verschiedene Gleise stellen, nämlich den einen nach 2a, den anderen ins Streckengleis nach Oker), dann geht das nicht, weil die gekuppelte Weiche 9 ja in Grundstellung liegen soll. Es hilft nichts - eine der beiden Fahrten muss nachgeben! Und typischerweise "verzichtet" die unwichtigere Fahrt - in diesem Fall die auf der Nebenstrecke. In der Bahnhofsordnung wird dazu festgelegt, dass
- wenn nur eine Einfahrt von Oberschulenberg kommt, die Weiche 7 für den Flankenschutz umzulegen ist - aber das wird nicht technisch erzwungen; denn
- wenn auch eine Einfahrt von Altenau her auf Gleis 3 oder 4 steht, dann "verzichtet" man auf diesen Flankenschutz und legt nun (was technisch natürlich erzwungen wird) die Weichen 7/9 in die Grundstellung.
In Helmuts Plan sieht man übrigens ganz rechts den Rest der "Verzichttafel", wo man eintragen kann "Es wird verzichtet auf den [Flankenschutz] der Weiche ... bei der Fahrt ..."; dort ist die Tabelle leer, hier, für Unterschulenberg, würde man eintragen "... der Weiche 7 bei der Fahrt g1".

* g2 (Dein a6) braucht auf jeden Fall 7/9 in der Grundstellung!

* f2 (Dein a7) braucht eine abweisende 10 als Flankenschutz.

* f3 und f4 (Dein a8 und a9) ist ok.

... wobei ich die erzwungenen Durchrutschwege (Weichen am anderen Ende der Fahrt) alle rausnehmen würde.

Die Signalhebel hab ich mir nicht mehr angeschaut ... mach ich gern, wenn Du die obigen Punkte in Ordnung gebracht hast (wenn/wo Da damit einverstanden bist ...).

Gute Nacht!
H.M.

Silbergräber Offline



Beiträge: 562

01.04.2019 14:01
#26 RE: Ein Stellwerk für Unterschulenberg antworten

Moin,

mein Feedback:

- Anzahl der Fahrstraßen und deren Bezeichnung: ist geändert. Aber warum gibt es keine f1?

- g1: ja, da muss ich nochmal in mich gehen. Meine ursprüngliche Idee: 1 / 3c/d bleiben in Grundstellung, damit keine Einfahrt von hinten möglich ist. Dann muss eben so lange gewartet werden, bis das Gleis wieder frei ist. Wobei die Idee mit der Zwieschutzweiche hat etwas.

- alles weitere geändert.



Wo man Vereinfachen könnte: Ersatz der dreibegriffigen Einfahrsignale A und F durch zweibegriffige; auflösen der Stellhebel, welche auf zwei Weichen wirken.

LG

Jörn

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hmmueller Offline



Beiträge: 336

01.04.2019 22:19
#27 RE: Ein Stellwerk für Unterschulenberg antworten

Nächste Rückmeldungsrunde - ein Stück Weg haben wir, glaub ich, noch vor uns, aber das wird! Lass doch die dreibegriffigen Signale A und F und die gekuppelten Weichenpaare vorerst, bis wir den ganzen Plan in Ordnung gebracht haben - dann erst Varianten.

a) Die Zahl hinter einer Fahrstraßenbezeichnung ist das Gleis - deshalb gibt's keine f1.

b) Die zwei Spalten für die Weichenschlösser für 4 und 6 fehlen noch.

c) Bei der a4 sind + und - vertauscht (1 muss in Grundstellung = Gerade stehen, 2 in die Ablenkung).

d) Die "diagonalen" Einträge unter den Fahrstraßenhebeln müssen Minusse sein: Denn z.B. für die Fahrstraße a1 muss ja der Hebel 01 umgelegt werden, also aus der Grundstellung gestellt werden.

e) ... und dann fehlen die Fahrstraßenabhängigkeiten - und damit löst sich dann auch das Gegeneinfahrten-Problem:

Für jede Fahrstraße musst Du feststellen, welche anderen Fahrstraßen dabei ausgeschlossen werden sollen. Manche dieser Fahrstraßen werden ausgeschlossen sein, weil eine Weiche anders stehen müsste - z.B. schließt die Fahrstraße g2 direkt die Fahrt f2 aus, denn für die erste muss die Weiche 7 in die Gerade stehen, für die zweite aber in die Ablenkung. Trotzdem trägt man diesen Ausschluss in Deinen grünen und weißen Feldern ein.

Für andere Fahrten ist das aber der einzige Ausschluss - insbesondere eben bei Gegeneinfahrten: Die Fahrt g2 soll die Fahrt a2 ebenfalls ausschließen - und das kann man nun direkt eintragen, indem man in der Zeile von g2 für den Hebel 01 auf der rechten Seite ein + einträgt: Dadurch wird ausgesagt, dass der 01-Hebel nicht für die Fahrstraße a2 umgelegt werden darf, also in der Grundstellung = PLusstellung verbleiben muss - und dadurch ist die Gegeneinfahrt verhindert!

Prinzipiell schließt man nicht nur die Gegeneinfahrten in dasselbe Gleis aus, sondern auch Einfahrten, die den Durchrutschweg kreuzen.

f) Und dann noch die Signalhebel: Die +-Einträge trägt man dort nicht ein, sondern nur die Freistellungen. Statt Hp1 und Hp2 würde ich lieber 1-fl. und 2-fl. oder 1fl. und 2fl. schreiben, wenn Du nicht Dir die Arbeit machst und zwei Zeichen mit einem Fonteditor bastelst (ich hab das einmal gemacht, als ich den Verschlussplan für mein altes 12SA-Stellwerk notiert habe).

Damit sollte die Projektierung (die "Theorie", wie Du's nennst) dann aber fertig sein!

H.M.

Silbergräber Offline



Beiträge: 562

02.04.2019 19:13
#28 RE: Ein Stellwerk für Unterschulenberg antworten

So, ich habe fertig. Wenngleich das diesmal recht schwere Kost war, das werde ich mir nochmal in einer ruhigen Minute ansehen müssen:



Grüße

Jörn

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Silbergräber Offline



Beiträge: 562

25.04.2019 15:30
#29 RE: Ein Stellwerk für Unterschulenberg antworten

Moin,

die Signale und ferngestellten Weichen erhalten zunächst ein "Notstellwerk" mit den alten Roco-Schaltern im Hebelbank-Look. Die ortsgestellten Weichen 4 und 5/6 möchte ich mit Outbus-Schaltern vom Typ 2 (http://www.outbus.de/product4.html) oder besser 3 (http://www.outbus.de/product9.html) betätigen.

Die Schlüsel der Weichen 4 und 6 werden im Stellwerk aufbewahrt. Während für Weiche 4 ein Schloss vom Typ 3a reicht (Schlüssel rein, stellen, fertig), ist für Weiche 6 ein folgeabhängiges Schlosse vom Typ 3b erforderlich. Hierhin steckt der Schlüssel für Weiche 5 und kann erst entnommen werden, wenn die Weiche 6 aufgeschlossen ist. Erst dann kann mit dem entnommenen Schlüssel Weiche 5 (hier reicht wieder Schloss Typ 3a) aufgeschlossen und die Ladestraße befahren werden.

LG

Jörn

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hmmueller Offline



Beiträge: 336

25.04.2019 22:14
#30 RE: Ein Stellwerk für Unterschulenberg antworten

Klingt gut! (und der Typ 3 schaut schon viel cooler aus ...)

Eine Frage hab ich: Schließt man zuerst 6 (die Weiche im Gleis 1) auf und bekommt daraus den Schlüssel für 5 (die Flankenschutzweiche), oder umgekehrt zuerst 5 und kriegt daraus den Schlüssel für 6?
In Österreich wird immer das zweite Verfahren verwendet - Sinn der Sache: Die Verschubfahrt wird daran gehindert, loszubrettern und die Flankenschutzweiche aufzufahren (samt Zerstörung der Schlosses) -, in Deutschland wird zumindest neuerdings das erste Verfahren verwendet - Sinn der Sache wohl: Man fährt mit Funk, da brettert niemand los, und der Verschieber muss weniger Wege zurücklegen - die langen Wanderzeiten früherer Tage sind nicht mehr ok. Aber wie war's im Regelfall "früher" in deutschen Landen?

H.M.

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