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Dieses Thema hat 64 Antworten
und wurde 5.216 mal aufgerufen
 II.3. Planen von Anfang an
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Eingleisig Offline




Beiträge: 64

20.03.2019 19:41
#61 In den letzten Zügen antworten

Die Planung der Gleise und der Grundstruktur festigt sich langsam. Es sind nur noch wenige Änderungen, die mich an den Rechner binden. Das Spiel mit der Maus soll dann bald mit der Holzbearbeitung getauscht werden.

Als alter Schmeichler Danke ich dem Forum für die Ideen und Anregungen und auch die dadurch selbstentfachte Forderung an die Planung mit Betriebsgedanken!

Hier meine letzten Änderungen am Gleisplan: Im Wesentlichen wurde der Übergang von der östlichen Ausfahrt zur FY-Halbinsel nun fest als „Untertaucher“ vorgesehen und aus dem Schwenkbereich der Tür genommen. Dadurch wurde die sichtbare Fahrtstrecke der Nebenbahn nach Warstein verlängert. Auch musste die Einfahrt in den FY-Paderborn angepasst werden. Auf das Aufgleisstück für Tenderloks am unteren Ende werde ich vorerst verzichten. Ob sich da noch Detailanpassungen ergeben, denke ich, wird der konkrete Aufbau dann ergeben. Manchmal sieht es ja auch einfach anders aus, wenn das Gleis dann so vor einem liegt. Detailarbeit dann noch an der nördlichen Ausfahrt nach Warstein und den Anpassungen der Höhen zum FY der Nebenstrecken.

Sichtbar:

Das lila gezeichnete Gleis östlich i.R. Paderborn ist nicht sichtbar! In Richtung Westen endet der sichtbare Bereich am orangen Balken. Die Einfaht in den FY und den Güterbereich (leicht abschattiert) ist ebenfalls nicht sichtbar.

Der Komplettplan:

Das lila gezeichnete Gleis östlich i.R. Paderborn ist nicht sichtbar! In Richtung Westen endet der sichtbare Bereich am orangen Balken. Die Einfaht in den FY und den Güterbereich (leicht abschattiert) ist ebenfalls nicht sichtbar.

Hier dann noch einzeln mit herausgezogenen Fiddleyards, zur besseren Übersicht.


Ich hadere, wenn überhaupt, auch noch mit den Gleislängen des OG-Bereiches im Schatten (grau). Die Gleise sind ein wenig kurz, würden bei Verlängerung aber den Zugang zu FY-Paderborn behindern. Das hat hier Priorität.

Die Steigungen sind 1:33 im Bereich Auffahrt nach Warstein (vorbildgerecht) für das giftgrün gezeichnete Gleis. Auf der anderen Seite steigt die Strecke nach Neubeckum und Rheda mit 1:45.
Mit 1:55 fällt der westliche Teil Bahnhof/Ausfahrt vom Bahnübergang in Richtung Hamm, um unter dem anderen FY abzutauchen. Auf dem Paderborner Flügel sind es nochmals 1:45. Ich denke, dass diese Steigungen keine Probleme in der Praxis oder der Optik bringen.

Weiterhin habe ich mit Peko-Gleisen geplant, mit 12° Weichen und min. 900 mm Radius, sowie Radien in den Fahrstrecken von >1300 mm. Ob ich das auch umsetze, muss die Praxis zeigen. Einige Anlagenvorstellungen haben sich ja im Gleismaterial dann auch auf einfacher zu verlegendes Material geändert.

Recht sicher bin ich mir jetzt beim Thema analog/digital. Ich werde die Zugsteuerung wohl von Beginn an schon für digital vorsehen. Allerdings gab es genügend Hinweise aus den Parallelforen, einzelne Gleisbereiche auch weiterhin abschaltbar zu gestalten. Mit der Entscheidung, ob ich die Weichen- und Signalsteuerung dann auch digitalisiere, lasse ich mir noch etwas Zeit.

Aktuell belese ich mich noch etwas mit „aktuellen Trends“ im Anlagenunterbau. Es scheint aber so, dass da wenig Dynamik herrscht. Ich rechne mit einem Beginn der ersten Holzarbeiten für Mai/Juni. Derweil habe ich auch schon ein paar Dinge zur Rangiertätigkeit in Lippstadt vorbereitet, die ich dann in den nächsten Tagen hochladen werden. An der Stelle auch noch mal der Dank an Otto, der einen schönen Threat wiederbelebt hat. Da kommt dann auch noch mein grüner Senf dazu, wenn die Zeit es erlaubt.

Und dann schäme ich mich, da ich aus dem Bekanntenkreis ja ein kleines Konvolut rollendes Material aus einem Nachlass erstanden habe. Das war die falsche Priorität, aber es war zu verlockend. Die Elloks werden weiter verdrängt: Werde ich doch ohne Oberleitung bauen?. Neu hinzu kommen: BR 38, 41, 44, 50kab, 50Wanne, V36 und ein VT08.5 . Damit ist der Bedarf an Loks schon mehr als gedeckt.

Ganz im Sinne der meisten Mitforisti konnte ich in diesem Zusammenhang eine nette Bekanntschaft machen, mit gleichem Hobby. Vielleicht findet sich ja so ein Mitfahrer, der beim Betrieb helfen kann. Ich denke, dass es neben Zugleitung auch einen FDL geben kann/sollte/muss. Aber dazu später mehr.

Beste Grüße

Stefan -Eingleisig-


Lippstadt geplant

Lippstadt im Bau

Eingleisig Offline




Beiträge: 64

04.06.2019 12:39
#62 Anpassungen antworten

So, jetzt habe ich dann mit dem Bau begonnen. Näheres dazu dann in einem anderen Forumsteil.

Und schon nach wenigen Tagen zeigt die Praxis, wo die Theorie die Fehler macht. Mit der Erstellung des Grundgerüsts sind die Dimensionen des geplanten Bahnhofs im Raum besser zu ergreifen. Es passt an vielen Stellen gut ud ich bin froh, auch die Lattenkonstruktion und ein paar andere Dinge im Gleisplanprogramm mit geplant zu haben. Sicher, ich habe dann bei der konkreten Umsetzung ein paar Dinge geändert, Leisten eingezogen, wo vorher keine waren, Abstände verändert und die Position der einen oder anderen Stütze verschoben. Da ich diese Änderungen dann auch direkt wieder im Plan mit umgesetzt habe, konnte ich stets erkennen,, wo sich was verschiebt und ob damit der Gesamtplan noch so passt.



- Gerüstplan -

Erste Änderung: Die Anlage kommt 10cm tiefer, da sonst nicht genügend Freiraum zur beginnen Dachschräge vorhanden ist. Das "Bild" ist mir schon so etwas zu gedrückt, aber die Bauhöhe von (jetzt) 110-120 cm über Boden passt mir.

Zweite Änderung: Der Gleisanschluss der UNION Drahtwerke wandert (im Raum) von Nord nach Süd (Himmelsrichtungen im Plan). Damit habe ich weniger Eingriffstiefe im Betrieb und er ist näher am Originalzustand positioniert.



- So ändert sich das Gleisschema -

Im Bauplan sieht es nun so aus:


Damit ist der kleine Zipfel "hinter" der Tür gut genutzt und die Übergabefahrt aus dem Fiddleyard nutzt quasi die komplette Anlagenstrecke aus. Der verbleibende Bereich am Fenster kann dann schön für eine städtische Randbebauung - hier schon angedeutet - genutzt werden. Ausserdem ist das "verschwinden" der Strecke nach Paderborn hinter höheren Bäumen und der ansteigenden Strecke bis hin zum GLA unspektakulärer und kann ohne Brücke/Tunnel o.ä. vonstatten gehen.

Weiteres dann im Baubeitrag!

Beste Grüße

Stefan -Eingleisig-


Lippstadt geplant

Lippstadt im Bau

Eingleisig Offline




Beiträge: 64

17.09.2019 14:10
#63 Stellpulte antworten

Damit ich den Bauthread nicht überlaste, fange ich meine Planungs-Umsetzungsfrage mal hier ab: Wohin mit dem/den Stellpult(en)?

Bisher habe ich nicht vor, die Anlage mit PC o.ä. zu steuern, also kommen ganz übliche Schalter und Taster zum Einsatz. Ob das traditionell als Schalterfläche oder in Form eines Gleisbildes gestaltet wird, darf später entschieden werden. Ich denke auch schon mal nach Fahrstraßensystematiken abzubilden, aber da bin ich (auch) noch nicht sortiert. Jetzt ist erstmal tatsächlich die Frage nach dem Aufstellort gestellt. Dafür schauen wir uns einmal eine übliche Fahrt von Paderborn über Lippstadt nach Hamm an:



Der Zug nimmt die gelbe Strecke, der PAN getriebene Steuermann folgt auf grünem Pfade. Wir gehen davon aus, dass die Steuerung der Lok mobil erfolgt. Wo sind entsprechende Stellpulte sinnvoll zu installieren? Die Anlage hat drei Bereiche, an denen sich Steuerungsbedarf im Gleis einstellt: Im Fiddle-Yard Ausgang und an den Bahnhofsenden Lippstadt-Ost und -West. Möglich wären Aufstellorte an jeder Fiddle-Yard-Seiten (für PB und HAM) und an den Bahnhofsausfahrten, hier schwarz dargestellt. Alternativ könnte man auch zentraler steuern und für Bahnhof und den Rest der Welt je eine Stellpult aufstellen - hier blau dargestellt.



Im Betriebsablauf muss ich den "Einzelfahrer" als Standard ebenso unterstellen, wie die Situation, dass vor Abfahren des Zuges in Paderborn sämtliche Gleise bis Hamm richtig gestellt werden. Ausnahmen werden ja mit HP0 quittiert und bringen sowieso eine Pause mit sich. Um nicht die Umrundung der Halbinsel zu einem Dauerlauf ausarten zu lassen, wird eine "Rückwärtsplanung", also das Einstellen vom Ziel zum Start, vorgesehen. Dann steht man nämlich für die PAN direkt schon richtig und kann losfahren. Jetzt wird zuerst versucht die Gleise passend zu stellen und dann gefahren. In der Grafik erst der blaue, dann grüner Fussweg genommen. Damit ich beim Gleiseinstellen auch eine (Rückwärts) PAN habe, wäre die Variante 2 sinnvoller, wo ich immer am gegenüberliegenden Fiddle-Yard die Weichen einstelle.



Zentralisiere ich die Stellpulte, erleichtert dies den Alltag um einige Wege, erschwert aber auch den Überblick zu behalten. der Stellwerksführer Lippstadt muss einen Blickwinkel von 240° haben. Für einen Betrieb mit zwei Personen wäre dies aber die theoretisch bessere Option. Eine Person stellt alles ein und achtet dabei noch auf die passende Bestückung im Fiddle-Yard. Das geht quasi von der Stelle aus. Die blauen Stellpulte zeigen in Bild 3 diese Möglichkeit. Leider ist genau dort der Durchgang nur 60 cm, was für einen Solisten kein Problem darstellt. Der lokführende wird dann genau an diesem Flaschenhals immer ins Standpersonal rauschen. Die Breite an den anderen Stellpultplätzen (schwarze Planung) beträgt 70-90 cm. Hier wäre ein aneinder vorbeikommen sowohl seltener als auch einfacher.

Ich bin total unschlüssig und bitte um gedankliche Hilfe, Argumente, neue Aspekte oder Alternativen.

Beste Grüße

Stefan -Eingleisig-


Lippstadt geplant

Lippstadt im Bau

OOK Offline




Beiträge: 4.090

17.09.2019 15:30
#64 RE: Stellpulte antworten

Hallo Stefan, dein Satz

Zitat
Um nicht die Umrundung der Halbinsel zu einem Dauerlauf ausarten zu lassen, wird eine "Rückwärtsplanung", also das Einstellen vom Ziel zum Start, vorgesehen.

entspricht der Vorbildvorschrift, dass die zuerst zu befahrende Weiche zuletzt gestellt werden muss. Da bis du also auf dem richtigen Weg.
Ansonsten würde ich, da du ja zumeist alleine fahren wirst, auch ein zentrales Stellwerk für Lippstadt vorsehen und die Durchfahrt über Start- und Zieltaste* ergonomisch regeln. Der erste weitere Mitspieler, so er je in deinen Keller darf, wird sicher nicht Fdl sondern Tf sein, oder? Dann ist die o.g. Lösung immer noch die beste.
Sotlte es einen weiteren Kollegen geben, der Lippstadt Fdl, konkret also Stellwerker sein kann, dann ist es immer noch die beste Lösung. Die Aufteilung in Stellwerk West und Ost ist also erst bei einer größeren Zahl von Mitspielern überlegenswert, dann vermutlich aber mit spezieller Bereichsteilung, über die noch zu reden wäre.

*Diese Start- und Zieltasten dürfen, abweichend vom Vorbild, auch an mereren Stellen der Anlage vorhanden sein.

Grüße aus dem Zielort Hamm

Otto

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/
www.0m-Blog.de

hmmueller Offline



Beiträge: 322

17.09.2019 21:16
#65 RE: Stellpulte antworten

Zitat von OOK im Beitrag #64
... ein zentrales Stellwerk für Lippstadt vorsehen und die Durchfahrt über Start- und Zieltaste* ergonomisch regeln. Der erste weitere Mitspieler, so er je in deinen Keller darf, wird sicher nicht Fdl sondern Tf sein, oder? Dann ist die o.g. Lösung immer noch die beste.

*Diese Start- und Zieltasten dürfen, abweichend vom Vorbild, auch an mereren Stellen der Anlage vorhanden sein.
Otto


Ich finde Ottos Ansicht/Erklärung ganz wichtig - insbesondere, weil ich selbst enorm von der Stellwerksecke herkomme: Aber hier würde ich es für falsch halten, sich dafür am Vorbild zu orientieren. Wenn man PAN-orintierter Tfzf sein will, dann muss sich der Rest der Technik dem unterordnen, wie auch immer. Mehrere Verfahren fallen einem da ein:
(a) Start+zieltasten;
(b) aber vielleicht auch ein fester Satz von Tasten, die einzeln eine ganze Fahrt einstellen (italienische Drucktastenstellwerke haben m.W. sowas; und auch so ungefähr das, was Lenkziffern auf großen Spurplanstellwerken leisten - da muss man dann mit 9 "typischen Fahrwegen" auskommen!).

Eine Analogie für mich sind die diversen Modellbahn-Güterwagen-Wege-Generier-Systeme (mit Karten, mit Markierungen auf den Wagen, wie auch immer): Keines davon entspricht den realen Verfahren, wie Wagen angefordert und zugeteilt werden - aber sie sollen ja eben nicht diese Realität darstellen, sondern die "andere Realität" des Ng- und Rangier-Verkehrs "enablen" (wie man neudeutsch so schön sagt ...) und sollen daher beliebig effizient nur den "Output" (ach ja) des anderen Systems emulieren.

Ich würde also noch viel mehr abstrahieren und mir überlegen, wie Du am "nicht-intrusivsten" diese Fiktion der "rechtzeitig" gestellten Fahrwege und Signalstellungen erreichen kannst ... das kann dann auch eventuell

(c) ein "deus ex machina"-Computer sein, der eben "weiß" (aufgrund Uhrzeit, aufgrund vorheriger Fahrt), dass sich jetzt dieser Zug auf die Reise begibt, und entsprechend alles herrichtet ...
(d) ... oder was auch immer.

//Edit:
Auf einer bestimmten Ebene halte ich Helmuts (Fdl Triptis') grundlegendes Konzept für richtig: Einen Teil des Systems Eisenbahn bildet man möglichst vorbildgerecht nach; alle anderen Teile werden "beliebig genial und vorbildwidrig" entworfen und haben nur den Zweck, den vorbildgerechten Teil zu unterstützen. Wo man die Grenzen zieht, muss man selber wissen - aber man muss sie ziehen. Nun wird das in dem Fall (1) einmal fahre ich allein (=nur die Tfzf-Perspektive ist möglichst vorbildgerecht; daher z.B. PAN - alles stelltechnische soll dann beliebig "nicht-störend" automatisch sein), aber (2) ein andermal zu zweit (=nun wird auch ein Teil der Stell-Tätigkeiten möglichst vorbildgerecht) nicht mehr so leicht ...

... aber mein Vorstellung wäre: Für (2) gibt es einen Fdl-Arbeitsplatz (wenn man das denn will), der dann aber nur den Stelltisch eines Bahnhofs nachbildet - und nicht der ganzen Anlage! <- das wäre nicht vorbildgerecht. Und für das Hin- und Herschalten zwischen (1) und (2) muss dieser Stelltisch durch einen "Automaten" oder "Fast-Automaten" ersetzbar sein (so a la "Selbststellbetrieb"; oder "Autopilot").

H.M.

P.S. Ich hoffe, das war jetzt nicht zu "abstrakt abgehoben". In Summe einfach nur: "Genau, Otto!"

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