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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 318 mal aufgerufen
 II.5. Bahnhofsgleispläne
Gilpin Offline




Beiträge: 1.273

04.10.2018 09:51
Gletsch (CH) - Herbsträtsel 2018 antworten

Hallo Alle,

ausgehend von schönen Fotos von Hubert hatten wir eine kleine Diskussion des Gleisplans von Gletsch an der Furka-Oberalp, heute Dampfbahn Furka-Bergstrecke:



Die etwas knappe Darstellung bezieht sich auf die Periode der FO. Die DFB hat Änderungen vorgenommen; in dieser Abbildung sind sie dokumentiert und das Umfeld illustriert.

Nun das Rätsel: wozu diente die Drehscheibe? (...zu FO-Zeiten. Nur mal als Start: die FO hatte nie eine Schlepptenderlok.) Achtung: ich habe da keine Lösung und schlage vor, Antworten nicht als PN zu schicken, sondern einfach hier einzustellen - Gewinner ist, wer den größten Erkenntnisfortschritt beiträgt!

Mit freundlichem Gruß,
Reiner

hmmueller Offline



Beiträge: 292

04.10.2018 09:58
#2 RE: Gletsch (CH) - Herbsträtsel 2018 antworten

Offensichtliche Antwort ist wohl Schneepflug- und Schneefräsenwenden. Interessant zu wissen wäre, wieviele weitere solche Drehscheiben es auf der FO (und auch z.B. auf der RhB und Berninabahn) gegeben hat.

// Edit:
Die RhB 9216 - die auch auf Pfalzbahns Bildern zu sehen ist - ist allerdings lt. Wikipedia "auf ihrem Drehgestell um 180° drehbar", wie m.W. alle modernen Schneeschleudern und -pflüge. Wegen der bräuchte man die Drehscheibe also nicht - aber dann doch wieder wegen der R12. Die Anbaufräse, zu guter Letzt, sollte man von einer Seite abschrauben und an der anderen anschrauben können - auch keine Drehschreibe nötig, wenn man die Färse irgendwo umfahren kann; von Hand wird man dieses Trumm nicht durch die Gegend tragen, unterstelle ich einmal - aber wohl auf der Stelle drehen können.

H.M.

Gilpin Offline




Beiträge: 1.273

04.10.2018 11:15
#3 RE: Gletsch (CH) - Herbsträtsel 2018 antworten

Hallo H.M.,

jetzt hast Du mich mit dem Edit überrascht. Also der Reihe nach:

Drehscheiben gab/gibt es in Disentis (vor 2 Remisen und einem Stumpfgleis, Realp (wohl erst seit DFB), Furka ("Eine bis zuletzt vorhandene kleine Drehscheibe diente dem Abdrehen der Dampflokomotiven bzw. der Schneechleuder...", Die Bahnhofsspurpläne der FO und BVZ, Aachen 1999: Schweers + Wall, S. 22), Gletsch, Brig FO. Tja, Lesen macht schlau. Zur RhB müssen andere forschen...

Aber: die selbstfahrenden Schneeschleudern sind eine sehr neue Entwicklung (für die FO/MGB); Drehbare Schneefräsen die geschoben werden müssen hat die FO auch erst seit 1980 und 1986 (Finke, Schweers: Die Fahrzeuge der Furka-Oberalp-Bahn, Aachen: Schweers + Wall1999) - die Drehscheibe ist aber viel älter. Bleibt die Frage, ob die Drehscheiben lang genug waren, eine gekuppelte Tenderlok und Schneepflug gemeinsam zu wenden? Anhand von Huberts Bild 4 würd' ich mal sagen "Ja". Bleibt die Merkwürdigkeit, dass es in Andermatt keine solche Drehscheibe gab und gibt.

Und: zu Gletsch können wir lesen: "Zu Zeiten der 1923 in Konkurs gegangenen ... BFD war Gletsch Endpunkt der von Brig kommenden Strecke. Erst mit Gründung der FO und dem Weiterbau der Furkabahn ab 1925 wurde Gletsch zum Durchgangsbahnhof. Ein kleines zweigleisiges Depot sowie eine Drehscheibe, die später ausgebaut wurde, ergänzten die Bahnhofsanlagen." (a.a.O., S. 23) Also: der Lokschuppen war für die Loks da, die Drehscheibe für Lok-plus-Schneepflüge-Gespanne, beide haben nichts miteinander zu tun.

So weit der Kenntnisstand,
mit freundlichem Gruß und Dank für Deine Beiträge,
Reiner

Gilpin Offline




Beiträge: 1.273

07.10.2018 17:21
#4 RE: Gletsch (CH) - Herbsträtsel 2018 antworten

Hi alle Mit-Rätsler - offensichtlich noch ein paar weitere über H.M. hinaus,

Ausgangspunkt war dieser Bericht zu Gletsch: Unter "Bearbeiten / Suche" ausgerechnet "Arbeitslos" eingeben, und man gelangt zu einer dort stehenden Fräse - ohne Schnee rundum, daher der Suchbegriff. Wenn man von dort ein paar Bilder nach oben scrollt, sieht man wohl die selbe im Lokschuppen/in der Remise. Das Fahrzeug dürfte das mit einem ausfahrbaren Stempel sein, der es drehbar macht(e). Wann die Drehscheibe ausgebaut wurde, ist mir unklar; auf jeden Fall haben H.M. und ein PN-Schreiber bis zu diesem Zeitpunkt recht.

Ich hatte selbst noch die Alternativerklärung im Kopf, dass man die Tenderloks zur Steigung hin immer vorwärts fahren lassen und deshalb in Gletsch drehen wollte, aber das ist wohl Quatsch.

Gewinner ist H.M. - mal sehen, wie ich ihm eine Anerkennung zukommen lassen kann.

Schön' Sonntag noch,
Reiner

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