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Modellbahnanlagen
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für vorbildgerechten Modellbahnbetrieb

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 V.1. Betrachtungen vom Herausgeber des Buches "Anlagen-Planung für vorbildgerechten Modellbahn-Betrieb" (MIBA-Verlag)
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Beiträge: 3.585

09.01.2009 18:08
Zu gut für diese Welt: Nachruf auf Michael Meinhold -Januar 2009 Thread geschlossen
Als Michael Meinhold Mitte der Achtzigerjahre die Idee ventilierte, eine eigene Modellbahnzeitschrift aufzumachen, kontaktierte er auf der Suche nach einem Team auch mich. Es traf sich gut, dass ich gerade auf dem Sprung zu einer Reise in die Alpen war, so konnten wir uns auf meinem Wege in Nürnberg in einem gemütlichen Biergarten zu einem länglichen Gespräch treffen.

Was sich nicht so gut traf, war die Tatsache, dass ich gerade dabei war, mich für einige Jahre vom Thema Eisenbahn/Modellbahn zu verabschieden und meine FREMO-Ämter abzugeben plante.

Wir hätten ein tolles Team werden können. Ich kenne keinen zweiten Modellbahn-Journalisten, dessen Denke so mit meiner harmonierte wie die von Michael Meinhold. Die Vision, die er hatte, hätte auch meine sein können. Aber ich war gerade in solch anderen Gefilden unterwegs, dass es einfach nicht passte. Als ich wieder zum Modellbahnhobby zurückkehrte, war sein Traum von einer ganz anderen Modellbahnzeitschrift schon geplatzt, an den Realitäten des Marktes und der deutschen Modellbahnwirklichkeit zerschellt. Schade, schade, schade. Ich habe alle Hefte von Bahn & Modell erst gelesen, als das Projekt schon eingestellt war. Die Zeitschrift war einfach zu gut für diese Welt.

Vor einem Jahr ungefähr nahm ich wieder Kontakt zu Michael Meinhold auf und fragte ihn auf den Kopf zu, ob er Lust habe, (mit mir zusammen) ein Buch über die BAE zu machen. Er war sehr interessiert, aber ich habe dann nichts wieder von ihm gehört. Seit heute weiß ich, warum.

Es ist immer traurig, wenn ein Mensch geht, den man kannte, den man mochte. Im Falle Michael Meinholds ist es ein Trauerfall für die ganze Modellbahnszene. So, wie er das Modellbahnhobby sah, lebte und propagierte, so überhaupt nicht mainstreamig also, so wird es kein anderer tun. Und das ist ein herber Verlust, fürwahr.

Die Vorstellungen von vorbildorientiertem Modellbahnbetrieb, die im FREMO praktiziert wurden und werden, die hat Michael Meinhold aus der Nische von Regionalmeetings, Piffeltreffen und Jahrestagungen herausgeholt und hoffähig gemacht; durch ihn erfuhr die ganze Modellbahnszene, wie die richtige Eisenbahn funktioniert und wie wir das emulieren können.

Wenn ich mich in den letzten Jahren nicht ganz so eng in das Thema Schmalspur verbissen hätte, hätten wir vielleicht doch noch zusammen etwas bewirken können. Aber was nützen alle „Wenn-ich-doch-“ und alle „Hätte-ich-doch“-Ausrufe. Wenn einer von uns gegangen ist, ist es zu spät. Was ich tun kann, um Michael Meinholds Ideen und Ideale weiterzutragen, will ich mit meinen bescheidenen Mitteln versuchen, vielleicht mit noch mehr Energie als bisher. Versprochen, Michael!
Otto O. Kurbjuweit
9. Januar 2009

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