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Modellbahnanlagen
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Dieses Thema hat 31 Antworten
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 II.4. Mitglieder stellen eigene Entwürfe zur Diskussion
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Silbergräber Offline



Beiträge: 558

06.03.2018 08:04
Nassauische Kleinbahn antworten

Moin,

beim Besuch von DSO sind dem Freund von Schmalspurbahnen diese Woche Herztropfen empfohlen: Dieter Riehemann stellt eine vierteilige Serie mit Bildern der Nassauischen Kleinbahn "mit den letzten Zügen" ein. Das bedeutet Schmalspur, Heeresfeldbahndiesel, Flachloren, straßenbahnähnliche Strecke durch die Altstadt...

https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,8487910
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,8488910
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,8490032

Der vierte, abschließende Teil folgt noch.

Dieses Bähnchen schreit doch förmlich nach einer Umsetzung, zumal es von Bemo die V18 gibt - in 1:87 latürnich. Ach so, und wer es größer und teurer mag: Henke hat sie auch in 1:45 und 1:32. Und LGB in 1:18. Wer traut sich an eine planerische Umsetzung einer kompakten Anlage, raffiniert geplant?

LG

Jörn

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HFy Offline



Beiträge: 487

06.03.2018 17:17
#2 RE: Nassauische Kleinbahn antworten

Die Durchfahrt im Staddtor gibt auch willkommene Gelegenheit, die Einfahrt zu einem Schattenbahnhof zu tarnen.

Herbert

Silbergräber Offline



Beiträge: 558

06.03.2018 20:21
#3 RE: Nassauische Kleinbahn antworten

Nicht nur das Stadttor, Herbert. Auch die Unterführung unter der Rheintalstrecke sowie die Einfahrt in die Silberhütte eignen sich dazu. Ich hab' das mal auf die Schnelle hingeschmiert:


Die Anlage wird durch eine mittige Kulisse in zwei Bereiche geteilt: oben der Kleinbahnhof mit dem teilweise dreischienig ausgeführten Umladebereich, dem kleinen Lokschuppen, dem morbiden Empfangsgebäude und der leider nur angedeuteten Spitzkehre zum Hafen. Die Strecke zur Hütte verschwindet unter der Bundesbahn und kommt im unteren Bereich im Stadttor wieder raus. Es schließt sich die Stadtdurchfahrt an, bevor die Strecke vor der Hütte bzw. im Hüttengelände endet. Vielleicht setze ich das die Tage mal in WinTracks um.

LG

Jörn

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Fischkopp Offline




Beiträge: 421

07.03.2018 19:29
#4 RE: Nassauische Kleinbahn antworten

Moin Jörn,
Du hattest ziemlich genau die selbe Idee wie ich zur ziemlich genau selben Zeit
Was wir vielleicht auch nochmal erörtern sollten, ist das, worum es in diesem Forum geht:
-Wie viele Züge fuhren da pro Tag, und wohin genau (Umladung oder Hafen)?
-Beziehungsweise wie viel genau wurde transportiert?
-Was genau wurde überhaupt von wo nach wo transportiert?

Wenn ich das bei Herrn Riehemann richtig gesehen habe, gab es Züge mit Bleibarren
von der Hütte zur DB-Umladung, aber auch volle Züge vom Hafen zur Hütte.
Aber was transportierten Letztere? Etwa Erze?

Ich bin gespannt, was sich hier noch so zusammenträgt,

Grüße
Alex

Silbergräber Offline



Beiträge: 558

07.03.2018 19:34
#5 RE: Nassauische Kleinbahn antworten

Moin,

ich zitiere mich mal selbst:

Zitat
Anhand des *bei DSO* und woanders vorliegenden Bildmaterials mutmaße ich, dass via Binnenschiff die dicken Barren (Werkblei?) angeliefert und im Hafen auf die Loren der Kleinbahn geladen wurden. Die wurden dann zur Hütte gefahren, dort weiterverarbeitet (entsilbert?) und anschließend als Feinblei oder Hüttenblei in Masseln (kleinere Barren) gegossen. Die in Paketen zusammengeschnürten Masseln wurden dann mit der Kleinbahn zum Umladebahnhof gefahren und dort der DB anvertraut - es lebe der Einzelwagenladungsverkehr!


Soweit meine Vermutung. Jetzt noch ein alternativer Vorschlag, bei dem der Hafen im Mittelpunkt steht:



Das Stadttor wurde kurzer Hand auf die andere Seite der Bahn verlegt und dient als Einfahrt in den Schattenbahnhof, in dem sich die Hütte befindet.

Die Bahnunterführung dient jetzt als Zufahrt zum Hafen.

Vor einiger Zeit wäre ich zu dieser Art Selective Compression nicht in der Lage gewesen

LG

Jörn

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Silbergräber Offline



Beiträge: 558

08.03.2018 09:30
#6 RE: Nassauische Kleinbahn antworten

Moin,

ich hatte gestern Abend nochmal meine Unterlagen zum Restbetrieb der NK durchgeschaut und möchte Euch die Ergebnisse präsentieren:


Ein Ausschnitt aus der Ami-Karte, die auf dem ehemaligen Meßtischbblatt, unserer TK25, bsaiert und den Bereich des Restbetriebes der NK umfasst. Man sieht sehr schön die historisch gewachsenen Anlagen der Hütte mit den den Berg hinaufgehenden Rauchkanälen, die Altstadt von Braubach und die Hafenanlagen.


Hier habe ich mal die Strecken markiert. Im Bereich der Hütte bin ich mir nicht sicher, ob die gestrichelt markierten Bereich überhaupt Strecken sind bzw. bis wann sie in Betrieb waren.


Daraus ergibt sich dieses Streckenband.

Ich konnte mitlerweile auch verifizieren, dass über den Hafen Werkblei angeliefert wurde, welches dann in der Hütte zu Feinblei verarbeitet wurde. Für den Hüttenprozess braucht man auch jede Menge Kohle, die aber wahrscheinlich mit Gummistinkern angliefert wurde. Das würde ich im Modell natürlich niemals darstellen wollen: entweder Kohelnverlad in geeignete Schüttgutwagen der Bahn, oder pa-Behälter; Umladung von DB- auf Kleinbahn-Flachwagen.

Um eins klar zu stellen: dies ist nicht der Auftakt für eine erneute Planung für meine Modellbahn, sondern ein REINES Planspiel. Vielleicht sucht ja jemand noch so einen Anlagenvorschlag oder kennt jemand, der einen sucht ;-)

LG

Jörn

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hwunderlich Offline




Beiträge: 515

08.03.2018 19:14
#7 Bundesstrassen rechtsrheinisch antworten

Schuur ihr Jonge,
schuur Jörn,

die B9 hat auf der rechten Rheinseite nichts verloren, dort verläuft die B42.

Linksrheinisch hingegen hat die B9 ihren Platz.

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

Silbergräber Offline



Beiträge: 558

08.03.2018 20:26
#8 RE: Bundesstrassen rechtsrheinisch antworten

Vielen Dank für den Hinweis! Die B42 hatte ich ja auf der TK25 entdeckt, die B9 kam aus einem DSO-Bericht.

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cargonaut Offline



Beiträge: 102

09.03.2018 19:58
#9 Mittelkulisse Braubach antworten

Hallo Jörn,

absolut genial Dein Vorschlag. Übrigens stehen in Braubach die Häuser sehr dicht neben den DB Gleisen. Ein echte Mittelkulisse bräuchte es aus meiner Sicht gar nicht. Einfach die erhöht verlaufende DB Trasse und die Häuserfronten darstellen — fertig.

Zitat von Silbergräber im Beitrag #3
J Ich hab' das mal auf die Schnelle hingeschmiert:


Die Anlage wird durch eine mittige Kulisse in zwei Bereiche geteilt: oben der Kleinbahnhof mit dem teilweise dreischienig ausgeführten Umladebereich, dem kleinen Lokschuppen, dem morbiden Empfangsgebäude und der leider nur angedeuteten Spitzkehre zum Hafen. Die Strecke zur Hütte verschwindet unter der Bundesbahn und kommt im unteren Bereich im Stadttor wieder raus.


Da es die V18 der NKAG ja von Bemo gibt, frage ich mich welchen Radius dieses Modell benötigt? Dann könnte man diesen Skizzen vielleicht etwas mehr Leben mit etwas mehr Planung einhauchen.

Nachtrag: Hier noch ein schöner Link zum Restbetrieb der NKAG http://www.schmitzens-botanikseite.de/ba...strie/nk/nk.htm

Gruß Kai-Nils

Die Kunst eine Lokomotive zu führen kann nur durch jahrelanges Studium, geduldiges Üben und Erfahrung erworben werden.
(The Australian Locomotive Enginedriver's Guide)

Fischkopp Offline




Beiträge: 421

09.03.2018 20:36
#10 Braubach größer denken antworten

Moin Jörn,
auch mir gefällt Dein Vorschlag schon gut.
Zwar vermisse ich sehr den Hafen resp. die Parkdurchfahrt,
aber ich hab jetzt selber noch keine bessere Idee.
Allerdings wird sich, durch den "Ganzzugverkehr" in gerade mal zwei Relationen,
der Betrieb doch bald in Grenzen halten. Das Thema wäre also wohl eher
für eine Anlage geeignet, die wirklich klein sein soll, und die man eher selten nutzt.
Eine Kofferanlage vielleicht?

Wenn wir die Zeit nun aber doch wieder zurückdrehen, böte sich das Thema Braubach mit NKAG-
und Hüttenbahnbetrieb doch für eine etwas größere Anlage an, gerne auch in 0.
Wobei sich da natürlich die Frage nach dem Gleis stellt, und außerdem, 0eer und 0mer auf einer
Anlage? Das hab ich bisher erst einmal (beim FKSB) erlebt
Wobei es dem vorbildlichen Betrieb sicherlich keinen Abbruch täte, eine gemeinsame Spurweite festzulegen.

Soweit meine Gedanken,

Gruß
Alex

Silbergräber Offline



Beiträge: 558

09.03.2018 22:29
#11 RE: Braubach größer denken antworten

Moin,

natürlich müsste man den Verkehr etwas aufbohren, um nicht nur Bleibarren hin- und herzufahren. Zum einen die von mir bereits erwähnte Versorgung der Hütte mit Brenn- und Betriebsstoffen. Dann die Abfuhr von Schlacken/Schlackensteinen? Vielleicht auch ein bescheidener Personenverkehr zum Schichtwechsel?
Man muss aufpassen, dass das Thema nicht zu sehr vom Vorbild abschweift.

Um den Betrieb interessanter zu machen, könnte man Anlieferung und Versand auch auf Hafen und Bundesbahn variieren.

Die Hf130 C soll angeblich 15 cm Radien packen. Wegen der langen Überhänge dürfte sie dabei ab die angehängten Wägelchen aus dem Gleis hebeln. Ich würde mit den engen Peco-Weichen (30 cm Radius) planen und nicht unter 25 cm gehen. Passende Loren gibt es von Minitrains.

Die Hintergrundkulisse sollte beidseitig den Berg mit der Marksburg zeigen - als Ident-Element. Und die Strecke zum Hafen könnte man als Anbau gestalten.

Bei der Planung in 0 könnte man den Fokus auch auf die Bleihütte legen: dort gab es zwei Deutz A4L514. Solche Maschinen kennen die Nuller besser unter dem Namen Lolo von Magic Train. Leider ist mir über die Hütte bisher kaum etwas bekannt.

LG

Jörn

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cargonaut Offline



Beiträge: 102

10.03.2018 11:57
#12 RE: Braubach größer denken antworten

Hallo Jörn,

Zitat von Silbergräber im Beitrag #11


natürlich müsste man den Verkehr etwas aufbohren, um nicht nur Bleibarren hin- und herzufahren.



Das ist nun mal das Thema. Ich bin der Meinung man muss nicht immer aus jedem Thema den vollkomenen Kleinbahnbetrieb machen.

Zitat
Man muss aufpassen, dass das Thema nicht zu sehr vom Vorbild abschweift.



Die Bleiproduktion ist schon ein spannendes Randthema. Für mich wäre die Frage welcher Betrieb innerhalb der Bleihütte stattfindet und ob dieser darstellbar ist interessant.
Bis ein Schiff entladen oder ein Regelspurwagen mit Bleibarren Beladen ist erfordert schon manche Bedienfahrt, neben dem internen Werkverkehr.
Fokussiert auf die Produktionsprozesse ist das schon ein tolles Thema. Vielen Dank für diese tolle Idee.

Gruß Kai-Nils

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Silbergräber Offline



Beiträge: 558

11.03.2018 07:49
#13 RE: Braubach größer denken antworten

Moin,

ich hatte beim Thema "Aufbohren" ja auch einige Schwierigkeiten, da bei Schmalspur eben nicht immer alles geht. Cargonaut und ich haben gestern unabhängig voneinander in den selben Quellen recherchiert und festgestellt, dass meine Idee mit Brennstoff- und Schlackentransporten gar nicht soweit hergeholt war. Es bleibt spannend.

LG

Jörn

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Gilpin Offline




Beiträge: 1.345

11.03.2018 09:43
#14 RE: Braubach größer denken antworten

Hallo Jörn,

nicht einmal Deine Idee, dass

Zitat von Silbergräber im Beitrag #11
Vielleicht auch ein bescheidener Personenverkehr zum Schichtwechsel
passen könnte, ist hergeholt, wie Bilder zeigen (ganz nach unten scrollen.) Ob das vorletzte wirklich richtig zugeordnet ist, frage ich mich schon. Das letzte überzeugt mich aber.

Mit freundlichem Gruß,
Reiner

cargonaut Offline



Beiträge: 102

11.03.2018 10:28
#15 RE: Braubach größer denken antworten

Hallo Reiner,

der Restbetrieb der NKAG in Braubach war auf 750mm Spurweite.

Zitat von Gilpin im Beitrag #14


nicht einmal Deine Idee, dass
Zitat von Silbergräber im Beitrag #11
Vielleicht auch ein bescheidener Personenverkehr zum Schichtwechsel
passen könnte, ist hergeholt, wie Bilder zeigen (ganz nach unten scrollen.) Ob das vorletzte wirklich richtig zugeordnet ist, frage ich mich schon. Das letzte überzeugt mich aber.



Das verlinkte Bild ist auf der Meterspurstrecke Braubach- Nastätten (Rückseite des EK - Buches). Zum Zeitpunkt des Restbetriebes der NKAG waren keine Personenwagen vorhanden. Das vorletzte Bild zeigt rechts Lok 15II die erst nach Abbau der Strecke nach Braubach an die NKAG geliefert wurde.
In den Büchern Die Nassauische Kleinbahn (EK- Verlag 1977) und Einsteigen bitte - Erinnerungen an die Nassauische Kleinbahn (Heimatverein Blaues Ländchen) ist der Restbetrieb recht gut dokumentiert. Die besseren Bilder zur Werkbahn der Blei- und Silberhütte hat jedoch das EK Buch. Personenverkehr wurde darin nicht dokumentiert. Da die NKAG zu diesem Zeitpunkt ja bereits auch Omnibusbetrieb war, halte ich diese Variante für ausgeschlossen.

Gruß Kai-Nils

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