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Modellbahnanlagen
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Dieses Thema hat 11 Antworten
und wurde 378 mal aufgerufen
 X.3. Der Modellbahner
Fdl Triptis Online




Beiträge: 252

31.12.2017 09:39
#1 RE: Was mache ich nun damit? antworten

Hallo Till! Soo viel Platz, das ist der Traum jedes Modellbahners. Das macht die Planung aber nicht leichter, weil der Spielraum viel größer ist.

Wenn du lieber eine Hauptstrecke darstellen willst, dann wäre HaNull wohl gut geeignet; wenn du eher zum Nebenstrecken-Betrieb neigst, dann ist Null noch gut unterzubringen. Hier im Forum gibt es ja viele verschiedene Betriebs-Richtungen und Betriebs-Anregungen. Und du hast ja noch Zeit. Falls es deine erste größere Anlage wird, dann rate ich zur Zurückhaltung bei der Anlagen-Komplexität, denn viele Menschen haben bei zu anspruchsvollen Projekten schon mal in der Mitte die Lust verloren.

Man kann ein Anlage auch nach einer gewissen Zeit nach der Fertigstellung abreißen und die gewonnenen Erfahrungen (und gut gelungene Anlagen-Komponenten) in eine neue, größere Anlage reinstecken, so lief das bei mir mit Triptis I --> Triptis II.

auch für den Landkarten-Link, das dort angebotene Material ist ja toll!

Mit Hp1 für deine Planung - Helmut

eisenhans Offline




Beiträge: 385

31.12.2017 11:03
#2 Anlagenabbruch ? antworten

Zitat von Fdl Triptis im Beitrag Was mache ich nun damit?
Man kann ein Anlage auch nach einer gewissen Zeit nach der Fertigstellung abreißen und die gewonnenen Erfahrungen (und gut gelungene Anlagen-Komponenten) in eine neue, größere Anlage reinstecken
Au weia, ich könnte mir vorstellen, dass OOK das gar nicht gerne liest.
Aber auch davon unabhängig würde ich sagen: Sowas passiert, in der Tat, aber wenn man bis zu Baubeginn noch reichlich Zeit hat und in einem guten Planungsforum ist, dann sollte da genügend Gehirnschmalz reingesteckt werden, um diesen worst case zu vermeiden. Meint

Der Eisenhans

Fdl Triptis Online




Beiträge: 252

31.12.2017 11:34
#3 Anlagenabbruch ? antworten

Hier noch ein paar Gedanken zum Abriss fertiger Anlagen. Dieser Gedanke ist für den Modellbahner sehr wahrscheinlich eher unerfreulich.

Ich habe Triptis I ja nicht abgerissen, weil die Anlage mangelhaft war. Im Gegenteil, man konnte da wirklich spannenden Betrieb machen. Der Abriss (der mir weiß Gott sehr schwer gefallen ist) hatte mehrere Gründe: Die Anlage war fertig. Es gab wenig Möglichkeiten, neue Ideen einzubringen. Außerdem stand ich vor einer gründlichen Änderung meiner Lebensweise, nämlich vor dem Ende meiner beruflichen Tätigkeit. Die Anlage Triptis I enthielt in modellbahnerischer Hinsicht keine besonderen gedanklichen Herausforderungen mehr. Ich brauchte aber für die kommenden Jahre etwas, was meinen Geist wach halten sollte. Und da eignet sich die Planung einer komplexen MoBa-Anlage in völlig neuer Technik ganz hevorragend.

Jetzt, 17 Jahre nach Beginn meiner Triptis II-Planung, bin ich sicher, dass der Abriss zu dem Zeitpunkt genau richtig war.

Für die Planung einer neuen Anlage (Achtung, Till!) gibt es aber noch einen wichtigen Grundsatz, der diesen Abriss-Zeitpunkt nach hinten schieben kann: Das Anlagenkonzept muss modular sein. Die verschiedenen Betriebsstufen müssen aufeinander aufbauen, und das Konzept sollte nach oben offen sein, das heißt, es muss genügend Möglichkeiten für sinnvolle Ergänzungen geben.

Das meint Fdl Triptis alias Helmut (mit Hp1-Gruß)

OOK Online




Beiträge: 3.831

01.01.2018 09:52
#4 RE: Anlagenabbruch ? antworten

Nach meiner persönlich Auffassung ist es nicht sinnvoll, die Kassierung der Anlage von vorneherein einzuplanen. (Zerlegbarkeit für evtl. anstehende Umzüge ist hier nicht Thema).
Ein Anlage sollte m.E. so geplant werden, dass man auf ihr ad infinitum Betrieb machen kann und das auch möchte.
Dass dann in Laufe der Zeit Optimierungsmöglichkeiten erkennbar werden, ist ok und logisch. Und ebenso ist es denkbar, dass man eines Tages feststellt, dass man sich verrannt hat oder sich die eigenen Vorstellungen so geändert haben, dass der Weiterbau der Anlage keinem Sinn mehr macht. Dann ist ein totaler Schnitt natürlich richtig. Das ist aber etwas anderes, als dieses Verrennen von vorneherein einzuplanen.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Fdl Triptis Online




Beiträge: 252

01.01.2018 13:29
#5 RE: Anlagenabbruch ? antworten

Zitat von OOK im Beitrag #4
Nach meiner persönlich Auffassung ist es nicht sinnvoll, die Kassierung der Anlage von vorneherein einzuplanen

Das sehe ich genau so. Der Zeitraum von der Planung bis zum Abriss war bei Triptis I immerhin fast zwei Jahrzehnte, in dem die Anlage genussvoll geplant, gebaut und betrieben wurde. Für einen Abriss wird es immer besondere Begründungen geben, die man bei Planungsbeginn sicher nicht einkalkuliert. Im Jahr 1980 habe ich mir auch noch keine Gedanken darüber gemacht, was ich nach meiner Pensionierung in Jahr 2002 wohl so treiben würde. Diese Frage kam viel später (siehe #3) und endete nach vielen Recherchen schließlich in der Neubau-Idee. (Neubau klingt viel besser als Abriss ).

Und bei Triptis II mache ich mir um den Abriss keine Gedanken. Das wird wohl ein Problem der Erben werden. Bis dahin gibt es aber noch viele Möglichkeiten, den Betrieb noch interessanter zu machen.

Gruß Helmut

OOK Online




Beiträge: 3.831

01.01.2018 13:58
#6 RE: Anlagenabbruch ? antworten

Bin zu hundertprozent deiner Auffassung.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

hmmueller Offline



Beiträge: 209

01.01.2018 15:32
#7 Nur keine Modellbahn vererben! - gehobene Teppichbahnerei als Alternative? antworten

Zitat von Fdl Triptis im Beitrag #5
Das wird wohl ein Problem der Erben werden.

Danke, dass Du das ansprichst : Denn für mich persönlich ist das der Hauptgrund, wieso ich's nicht zu einer Modellbahn bringe - obwohl ich zweimal damit begonnen habe: Jedesmal hatte ich ein ganz unangenehmes Gefühl, und erst später habe ich es als "wer wird sich nach mir darum kümmern, und wie wird er dazu stehen?" identifizieren können. Nachdem ich schon ein wenig an Erbe übernommen habe, ist mir klargeworden, dass materielle Dinge für die Erben vor allem eine große Belastung sind - daher bin ich mir sicher, dass ich meinen Kindern möglichst nichts an "Dingen" hinterlassen will. Gottseidank haben wir unser Haus ohne Keller gebaut und werfen möglichst viel möglichst schnell weg; das 12SA-Stellwerk, das ich einmal besessen habe, konnte ich an ein kleines Museum abtreten; zwei Klaviere mit nicht funktionierender Pneumatik, eine kleine Drehorgel und 1000e Bücher müssen sich allerdings noch irgendwie in Luft auflösen.

Das ideale Modellbahnhobby wäre meiner Meinung nach, wenn man es wie Kartenspielen betreiben könnte: Halbwegs vernachlässigbarer "dinglicher Einsatz", sich daran zu mehrt erfreuen (Patiencen-Legen habe ich nie verstanden), mit einer Betonung auf der geistigen Betätigung, und mit einer hohen Flexibilität (zwischen den anspruchsvollen Bridge-Partien wird mit denselben Karten zum "Ausspannen", beim Warten auf einen Partner oder weil man mit Anfängern zusammensitzt schon einmal irgendein simpleres Spiel runtergedroschen).

Im Endeffekt wünsche ich mir wohl eine Art "gehobene Teppichbahnerei" - "gehoben" in Bezug auf die "Spielregeln" (die sollten schon den Ansprüchen z.B. der Leute in diesem Forum genügen) wie auch von der Lage (1,4 m oder so?) . Und nein, "Modellbahnerei am PC" ist nicht das richtige (auch nicht Kartenspielen) - ein kleiner haptisch-optischer Lusteffekt gehört dann doch dazu - auch wenn ich mir damit widerspreche??
Die Teppichbahnerei, die ich auf 4 "Modulen" (ein Brettl mit einem dreigleisigen Bahnhof, 3 "Strecken" - verbunden nur mit Schienenverbindern) vor langer Zeit mit meinem damals noch kleinen älteren Sohn gespielt habe, war jedenfalls (a) lustig, (b) schnell auf- und abgebaut ... aber (c) eben zu teppich-niveau und (d) zu gleisplan-uninteressant.

(Die wie auch immer geartete Verbindung zu "Kunst" hingegen, die hier auch in Threads angesprochen wird, kommt mir persönlich überflüssig vor - außer man subsumiert darunter auch das, was man "immaterielles Kulturerbe" (der UNESCO) nennt - also "Fähigkeiten und Tätigkeiten", aber eben keine "Dinge".)

Nunja ... für die, die überhaupt bis hierher gelesen haben: Ich kann schon verstehen, wenn jemand meine Einlassungen als "etwas komisch" ansieht: Denn der "normale Modellbahner" ist (auch) ein Besitzer - während ich, so halb philosophisch, dem Besitz entsagen will, wenn ich's einmal großspurig formuliere. Aber es mag sein, dass ich nicht der einzige bin, der hier einen Stein der (besitzlosen, sich dem Nirwana annähernden) "Weisen" sucht, der die Quadratur des Kreises "keine Modellbahn, aber doch eine" versucht ... Und wahrscheinlich passt mein Herumphilosophieren auch nicht ganz zum Thema "Abriß" - andererseits aber vielleicht doch, weil es eben aus dem "vorauseilend bedachten Abriß durch die Erben" herrührt ...

H.M.

OOK Online




Beiträge: 3.831

01.01.2018 16:20
#8 RE: Nur keine Modellbahn vererben! - gehobene Teppichbahnerei als Alternative? antworten

Deine Philosophie ist deine Philisophie (und nicht die meine), aber es ist auch hauptsächlich deine Mentalität, und da gibt es nicht zu diskutieren.

Eine Betrachtung wert ist deine Absicht, den Erben nichts zu hinterlassen, was sie mit Mühe entsorgen müssten. Das halte ich für einen übertriebenen pseudo Alturismus. Hinterlasse ihnen einfach noch ein Bündel 50 € Scheine, so dass sie davon das Entrümpelingsunternehmen bezahlen können und gut ist. Wo kämen wir hin, wenn alle mit Hingabe und Fleiß erzeugten Konstrukte unterblieben aus Rücksicht auf die Erben ... Wir hätten eine andere Zivilisation.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Kabees240 Offline




Beiträge: 178

01.01.2018 16:21
#9 RE: Nur keine Modellbahn vererben! - gehobene Teppichbahnerei als Alternative? antworten

Zitat von hmmueller im Beitrag #7
die Quadratur des Kreises "keine Modellbahn, aber doch eine"



Dafür gibt's Computerprogramme, wo man virtuell rangieren kann. Siehe den Artikel von Jörg Windberg über seine Altonaer Hafenbahn in MIBA Spezial 115.

Gruß
Hans

hwunderlich Offline




Beiträge: 453

01.01.2018 18:57
#10 Nur keine Modellbahn vererben => Warum eigentlich nicht?? antworten

Schuur ihr Jonge,

das ist ja mal ein philosophischer Einstieg ins neue Jahr... Aber mit dieser Einstellung würden wohl keine weiteren
Modellbahnanlagen entstehen... Kein wirklich schöner Gedanke!

MIR ist es eigentlich ziemlich egal, was nach meinem Ableben mit meinem beweglichen Hab und Gut passiert.

Aber eigentlich war die Abrissbirne hier das Thema! Ich muss sagen, dass diese bei mir schon den einen oder anderen Einsatz
hatte... Geplant war das eigentlich während der bauplanung nie, allerdings hatte ich immer die Transportierbarkeit und damit
eben eine geplante Teilbarkeit im Sinn.

Seit Jahren habe ich nur Module gebaut; aber auch hier musste ich schon die Abrissbirne schwingen... Aktuell plane
ich ja wieder an einer Anlage...

Da ich zur Miete wohne, steht mir wohl noch mindestens ein Umzug in diesem Leben bevor. Also wird die Anlage entsprechend mobil
geplant und gebaut werden. Dann eben mit all den nötigen Kompromissen... Ob dann in (hoffentlich) ferner Zukunft meine Erben die
Anlage mit der Kettensäge entsorgen oder nicht...

Zu den PC-Programmen sei angemerkt, das HM diese ja schon wegen des fehlenden haptischen Erlebnisses als für sich ungeeignet
eingestuft hat. Diese Erfahrung habe ich auch schon gemacht!! Der "Denkprozess" zum lösen komplexer Rangieraufgaben ist zwar
der gleiche, aber das Erlebnis der dreidimensionalen Modellbahn kann eine Simulation am PC in den allerwenigsten Fällen bieten!

ICH werde also bauen, egal was meine Nachkommen dann irgendwann später damit machen... Und ich werde auch nicht
gleich den Abriss mit einplanen!!

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

ow Offline




Beiträge: 246

01.01.2018 21:28
#11 RE: Nur keine Modellbahn vererben => Warum eigentlich nicht?? antworten

Das hatten wir schon mal: II 7 #11

Zitat von ow im Beitrag Grundsatzfrage: Heimanlage modular bzw. in Segmenten bauen?
Zitat von Klaus Weibezahn im Beitrag Grundsatzfrage: Heimanlage modular bzw. in Segmenten bauen?

Und was passiert hinterher mit dem Krempel? Habe ich schon in einem alten FREMO-HP1 Artikel drüber geschrieben:
macht eine Vorsorge und eine Patientenverfügung und setzt ein Testament auf - dann sollte das weitgehend klar sein, was mit dem Krempel passiert ...

...... Für meine Gebirgsbahn mit Basisschublade, teilbar in 3 Segmente und mehrere Anbauteile, habe ich eine Demontageanleitung und Wiederaufbauanleitung schon verfasst.
Als auch "älterer Herr (über 70)" mache ich mir schon mal Gedanken: "Was ist nach meiner aktiven Zeit als Mobahner ????" ---Es muß ja nicht gleich das Ableben sein.
Otto (ow)


Die Erben, sprich der Lebenspartner könnten eventuell die MoBa dann versilbern.

der auch ein Gutes Neues Jahr wünschende Otto (ow)

hmmueller Offline



Beiträge: 209

03.01.2018 21:11
#12 RE: Nur keine Modellbahn vererben! - gehobene Teppichbahnerei als Alternative? antworten

Zitat von OOK im Beitrag #8
Deine Philosophie ist deine Philisophie (und nicht die meine), aber es ist auch hauptsächlich deine Mentalität ...
und @hwunderlich:

Äh - danke für Kopf graderichten und - ich hätte nicht nach einer zu langen Silversternacht da irgendwohin abdriften sollen. War nicht besonders konstruktiv.

Dass meine Vorstellung weiterhin eine möglichst "schlanke" und flexible (was das genau heißt, muss ich mir einmal anfangen zu überlegen) Anlage bleiben wird, von der ich ja doch hin und wieder (aufbauend, nicht abreißend) träume, wird so bleiben ... in den nächsten 1 bis 5 Jahren, denke ich, würde ich hier dazu schon was vorstellen wollen ...

H.M.

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