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Modellbahnanlagen
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Dieses Thema hat 118 Antworten
und wurde 6.493 mal aufgerufen
 II.3. Planen von Anfang an
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BerndK Offline



Beiträge: 205

12.02.2018 23:02
#91 RE: Was mache ich nun damit? antworten

Hallo Joachim,

sehr gute Überlegungen, Erfahrungswerte und Beispiele (insbes. monetäre findet man selten!) Deinerseits, die m.E. auch an den Anfang einer Planung gehören. Ich kenne den Background auch nicht, kann aber aus eigener Erfahrung sagen, daß es ganz gut ist, wenn man zwei oder dreimal drüber nachdenkt, was man zeitlich, monetär und betrieblich überhaupt stemmen kann oder will, bevor es in einer Bauruine endet. Mir sind am Anfang auch vor lauter Euphorie die Bäume in den Himmel gewachsen.

Gruß
Bernd

Bill Offline



Beiträge: 93

13.02.2018 09:15
#92 RE: Was mache ich nun damit? antworten

Till
Hallo,
klar ist es wichtig sich am Anfang über die Kosten Gedanken zu machen. Aber dafür braucht es natürlich ein paar weitere Hintergrund Infos.

Ich sehe für mich die Anlage als ein lange angelegtes Projekt. Ich denke wir haben es geschafft dort zu Wohnen wo wir auch bleiben werden. Wir können hier sogar die Aufteilung des Hauses so ändern, dass der Bereich der Kinder, wenn sie mal ausziehen, in eine eigene Wohnung umgestaltet werden kann. Wir also nicht irgendwann in einem großen Haus mit vielen leeren Zimmern wohnen.

Also ist Zeit da um die Anlage „fertigzustellen“. Erstmal sollten die Gleisanlagen relativ schnell aufgebaut werden. Dann ist die Anlage schon mal betreibbar. Die Ausgestaltung soll dann Schritt für Schritt erfolgen, das kann ruhig 10 Jahre dauern oder auch länger. Es soll ja schon eine Beschäftigung sein die „dauerhaft“ ist.

Wenn ich die zeitliche Perspektive sehe, dann ist die finanzielle Belastung im Monat gut darstellbar. Ich finde es wichtig, dass man fahren kann. Dann funktioniert die Anlage schon mal, was man dann in die Ausgestaltung steckt, dass kann mal mehr mal weniger sein. Es ist ja kein Muss.

Was die Realisierung dieser Planung angeht, finde ich habe ich schon mal eine gute Anordnung der Anlagenteile gefunden. Es gibt aber noch Herausforderungen bei der Gestaltung der „großen“ Bahnhöfe (dazu demnächst mehr) oder auch des Rollmaterials und was mir wichtig ist, damit es eben dauerhaft Bestand haben kann.

Damit ich die weiteren Fragen für mich klären kann, habe ich schon viele gute Anmerkungen hier im Forum erhalten und hoffe ich bekomme noch mehr.

Grüße
Till

Edit: Die Fragen sind wichtig, trotzdem finde ich es erschreckend sich mit seinem "Restleben" zu beschäftigen.

Bill Offline



Beiträge: 93

18.02.2018 16:54
#93 RE: Was mache ich nun damit? antworten

Hallo,
ich habe mich mal weiter mit der Planung der Kaiserstuhlbahn beschäftigt.

Ich habe jetzt die wesentlichen Gebäude eingezeichnet. Durch die Umkehrung der Streckenführung beim letzten Plan haben sich die Bahnhöfe auch gedreht. Jetzt sind die Empfangsgebäude leider immer auf der Gangseite.
Jetzt frage ich mich: Weglassen oder Gleisplan spiegeln oder immer über das Gebäude greifen?

Dann habe ich die Engstelle wo es auf die Zunge und wieder runtergeht nochmal im Keller vermessen. Mit Radius 1 passt das schon, ich habe dann zwischen den beiden Kehrbögen auf die Zunge 10 cm Platz und zur Wand hin auch jeweils fasst 10 cm. Das muss aber etwas getarnt werden.

Sieht mit Gebäuden so aus:


Grüße
Till

Gilpin Offline




Beiträge: 1.294

18.02.2018 17:26
#94 RE: Was mache ich nun damit? antworten

Hallo Till,

zur Frage

Zitat von Bill im Beitrag #93
Jetzt sind die Empfangsgebäude leider immer auf der Gangseite. Jetzt frage ich mich: Weglassen oder Gleisplan spiegeln oder immer über das Gebäude greifen?
gab es hier eine ausführliche Diskussion, ich weiß nur nicht wo. Ein hilfreiches Stichwort für die Suche fiel mir auch nicht ein. Vielleicht kann der Archivar helfen?

Drei spontane Argumente:

- An vielen Stellen kannst Du um die Gebäude gut herumgreifen, wo es wichtig ist. An anderen leider nicht.
- Richtig unschön ist eigentlich nur die neue Lage von Peguform. Genügen evtl. einige Ladegüter (Gitterboxen) auf der Laderampe zur Andeutung der Fabrik?
- Dafür ist doch die Lage der Brauerei nun stimmig, wenn ich das kapiere.
- Bahnhofsvorplätze zu gestalten ist auch schön: Ein paar Busse und Taxis...
- EGs am hinteren Anlagenrand können gut auf Reliefs reduziert werden - am vordern Rand ist das nicht möglich. In der Tiefe reduzieren aber schon...

wenn das nun nicht hilft!

Mit freundlichem Gruß,
Reiner

Eines noch: willst Du der Brauerei nicht einen Gleisanschluss spendieren? (Edith)

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.829

18.02.2018 17:46
#95 RE: Was mache ich nun damit? antworten

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

Fdl Triptis Offline




Beiträge: 388

19.02.2018 11:27
#96 RE: Was mache ich nun damit? antworten

Zitat von Gilpin im Beitrag #94
zur Frage
Zitat von Bill im Beitrag #93
Jetzt sind die Empfangsgebäude leider immer auf der Gangseite. Jetzt frage ich mich: Weglassen oder Gleisplan spiegeln oder immer über das Gebäude greifen?


Genau dieses Problem hatte ich bei der Planung von Triptis II auch. Schließlich habe ich zwei Bahnhöfe um 180 Grad gedreht, damit haben sich auch die Stellwerksbezeichnungen geändert, zB wurde aus Nw nun No. Aber ich konnte das EG Neustadt nun als Halbrelief an die Wand klatschen, was eine Menge Platz im Vordergrund gebracht hat.

Bis jetzt hat sich noch niemand über die falsche Anordnung beschwert.

Gruß Helmut

absolute_Null Offline



Beiträge: 178

19.02.2018 15:02
#97 RE: Was mache ich nun damit? antworten

Es muss Dir gefallen und Du musst daran Spass haben! Nicht ich oder irgend jemand anderes!

<pessimistenmodus on>
Nach Fertigstellung einer solch großen Anlage war - bei Einzelkämpfern - der bisherige Tenor immer(!), dass weniger mehr gewesen wäre, aber ein Neuanfang nicht mehr in Frage kommt, da zum einen viel Zeit und Geld in das Projekt geflossen ist und zum anderen eben ein neues Projekt erneut Zeit und Geld fessen würde und Zeit leider ein endlicher Faktor ist.
Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel! (Mir persönlich sind aber keine bekannt! ...aber ich kenne ja auch nicht jeden! ;-)
Eine solche Anlage zu bauen ist das eine; das andere ist, eine solche Anlage zu betreiben und zu pflegen (beginnend beim Schienen putzen vor dem Betrieb - oder bei Kontaktproblemen auch während des Betriebs, über die Reparatur von Decodern, Loks, Weichen und deren Antrieben usw., bis hin zur Landschaftspflege).

Versteh mich bitte nicht falsch. Ich gebe hier nur meine Erfahrungen weiter und möchte damit vermeiden, dass das ganze in einer Sackgasse endet.

Betrieblich sehe ich auch einige Hürden. (Ich gebe zu, ich bin sehr skeptisch.)
Du brauchst schon einige Leute für richtigen Betrieb. Hast Du in Deinem näheren Umfeld genügend Leute, die mit Deiner Idee konform sind? Bei Otto kommen sie zum Teil von hinter dem Weißwurstäquator weg. Beim FREMO kommen sie von überall. Wie oft haben sie Zeit? Wie oft trefft ihr euch dann? Steht die Anlage zwischen diesen Tagen still bzw. fährst Du dann selbst nur einen ausgesuchten Zug? Eine (Teil-)Automation kann zudem aufwendig werden.
Wenn Du häufiger alleine spielst, wäre es doch eigentlich sinnvoller den Plan darauf abzustimmen?
Wenn Du nur 6 x im Jahr spielst/spielen kannst, ist es ganz schön viel Zeit und Geld, die in das Projekt fließen.
Das gleiche kannst Du mit sehr viel weniger Platz, Zeit und Geld erreichen, indem Du Module baust und 6 x im Jahr an einem Treffen teil nimmst. (Zuhause könntest Du sogar noch ein oder zwei FY anhängen und alleine spielen.)
Wie oft hast Du vor zu spielen/basteln?

Das mal als Anregungen.
</pessimistenmodus off>

Es geht ja hier zunächst nur um die Planung!
Was am Ende daraus wird, steht ja auf einem ganz anderen Blatt!


Gruß
Joachim

Fdl Triptis Offline




Beiträge: 388

19.02.2018 18:41
#98 RE: Was mache ich nun damit? antworten

Hallo, ich kann die etwas skeptischen Anmerkungen von Joachim gut verstehen! Man sollte sich tatsächlich gut überlegen, ob man den geplanten Umfag des Projekts in verschiedener Hinsicht durchhalten kann; Joachim hat die möglichen lauernden Gefahren ja deutlich gemacht.

Mir ist dazu aber noch was eingefallen, was bei einem solch riesigen Projekt unbedingt beachtet werden soll: Die meisten angebotenen Komponenten auf dem MoBa-Sektor sind im Grunde Spielzeug. Und bei Spielzeug spielt die Qualität (Fertigung, Funktion) lange nicht die Rolle wie bei industriell einzusetzenden Komponenten. Und je mehr Komponenten man einsetzt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwo was ausfällt und damit den Spaß verdirbt. Zum Beispiel Weichenantriebe. Wenn man zehn davon hat, geht es wahrscheinlich längere Zeit gut. Aber wenn es hundert werden, dann wird es kritisch. Da hilft nur: Beste Qualität verwenden, möglichst Komponenten aus dem Industriebereich einsetzen; besonders da, wo man später nicht mehr so gerne eingreifen möchte. Ich habe in Triptis II Hunderte von Relais eingebaut, aber nur professionelle Typen, die funktionieren alle noch. Also: Wenn man die Wahl hat zwischen (teuren) professionellen und (billigeren) MoBa-typischen Komponenten, dann lieber in die Tasche greifen.

Ähnliches gilt für die Ausführungsqualität: Jede Schlampigkeit in einer frühen Phase des Baus wird irgendwann später zu Problemen führen. Beim Abbau der Anlage Triptis I habe ich noch kalte Lötstellen und unwirksame Schienenverbinder gefunden (wodurch sich einige seltsame Fehler-Effekte in der Anlage nachträglich erklären ließen). Das hat dazu geführt, dass ich in Triptis II jede Lötstelle mehrmals prüfe, ehe sie im unwegsamen Bereich verschwindet.

Außerdem sollte man den Aspekt Anlagenpflege von Anfang an berücksichtigen, Joachim hat da ja auch einige Stichpunkte erwähnt.

Aber: Lass dir nicht den Spaß verderben!

Mit Hp1-Gruß - Helmut

Bill Offline



Beiträge: 93

21.02.2018 10:40
#99 RE: Was mache ich nun damit? antworten

Hallo,

danke für die Anmerkungen von Joachim und Helmut was die „Folgen“ der Planung sind.

Ich bin mir noch nicht sicher, was groß in Spur 0 heißt. Die Anlage hat jetzt 39 Weiche, diese muss ich Stellen und dann auch warten. Das halte ich für Überschaubar. Bei der Ausgestaltung der Strecke und Betriebsstellen gibt es zwei Seiten. Die Betriebsstellen haben fast keinen Platz um viele Gebäude und „Drumherum“ zuzulassen.
Bei der Strecke sieht es anders auf das sind 168m Gleise die gebaut, gestaltet und gereinigt werden müssen.

Ich tue mich selbst mit Spur 0 noch etwas schwer. Was aber die Gleisanlagen angeht, in H0 wäre die Fläche ja rund 12,5 qm. Das hört sich dann schon recht überschaubar an. Bei den Kosten ist natürlich klar, dass eine gekaufte Spur 0 Weiche deutlich teuer als in H0 ist. Auch die Fahrzeuge sind ja entsprechend wenige. Ich denke auf vielen H0 Anlagen verkehren bei vergleichbarer Größe deutlich mehr Fahrzeuge.


Ich habe hier aber noch keinen endgültigen Entschluss. Der Thread heißt ja auch noch „Was mache ich nun damit?“ und nicht „Die Kaiserstuhlbahn in Spur0“.
Ich denke der Plan hat jetzt einen Status der als Entwurf reicht. Ebenso die parallel entstandene Sammlung an Fahrzeuge der Kaiserstuhlbahn. Sicherlich muss man noch an den Bahnhöfen im Detail arbeiten und auch mit dem Fahrplan beginnen.

Aber-
es wurde ja jetzt auch oft angemerkt, es ist ein deutlicher zeitlicher und finanzieller Aufwand eine Anlage in der Größe zu bauen. Deshalb würde ich mir gerne noch ein oder zwei „Angebote“ ansehen, d.h. auch noch Alternativen bis zu diesem Stadium zu planen.

Also bis hier hin schon mal Danke an alle Mitdenker und Kommentargeber. Ein Ziel was ich am Anfang hatte ist schon mal erfüllt. Meine 1 zu 1 Baumotivation ist wieder deutlich gestiegen. Ich will jetzt endlich in den Keller kommen und diesen für die MoBa vorbereiten.

Ich finde es auch spannend den Thread nochmal anzusehen und die Entwicklung der Planung zu verfolgen. Der Erste Entwurf war doch ganz anders.
Es würde mich freuen wenn der nächste Entwurf sich durch eure Kommentare und Beiträge sich wieder ähnlich entwickelt.

Ich werde jetzt für den nächsten Entwurf meine Wünsche aufzuschreiben und die Planung erstmal nicht von einer Vorbildstrecke zu starten, sondern andere Vorgaben an den Anfang zu stellen. Also wieder mit ZOFF beginnen. Wobei natürlich die Erfahrungen der Kaiserstuhlbahn mit einfließen.

Ich hoffe ich komme demnächst dazu.

Grüße
Till

Bill Offline



Beiträge: 93

23.02.2018 15:33
#100 RE: Was mache ich nun damit? antworten

Hallo,
ich wollte mit dem letzten Beitrag nicht das Thema Kaiserstuhlbahn beenden.
Weitere Anmerkungen sind immer willkommen. Jedes Angebot soll ja auch nachgebessert werden dürfen

Grüße
Till

absolute_Null Offline



Beiträge: 178

26.02.2018 08:00
#101 RE: Was mache ich nun damit? antworten

Hallo Till,

Wie wäre es, wenn Du die Anlage langsam wachsen lassen würdest?

Wenn Du zunächst mit einem FY und einem Endbahnhof beginnst?



Dann die Anlage um einen Bahnhof ergänzt?



...und wieder ergänzt?



...und wieder ergänzt?



Der Endbahnhof wandert dabei immer.

Du kannst die Anlage modular oder in Segmenten bauen.
Wenn Du modular baust, kannst Du mit Teilen der Anlage sogar noch an Modultreffen teilnehmen.

Das Thema Kaiserstuhlbahn kann dabei weiter verfolgt werden.
Bei der Gangbreite scheiden sich die Geister. Ich persönlich finde 80 cm gut und alles darunter als beengt.
Insbesondere, wenn mehrere Leute sich an einer Stelle tummeln.

Auch würde ich persönlich nicht jeden Raum "vollballern"

Mit 25-30 qm bist Du auch gut bedient.
80 bis 100 cm Anlagentiefe sollten auch reichen, um gewisse Highlights auszugestalten.
Ab 120 bis 130 cm kann man in H0 zwar eine gewisse Tiefe erzeugen, aber bei geschickter Planung reicht auch weniger.

Sinnvoll wäre es auch den Edbahnhof an Stelle des FY zu setzen und den FY wandern zu lassen. So sparst Du im großen Raum Platz, da ein FY schmaler ausfallen kann und die Gestaltung wäre fließender.
Wenn Du danach immer noch nicht genug hast, kannst Du im 1. Raum noch einen Anschluss in den Raum legen, der von einem der benachbarten Bahnhöfe aus bedient wird.

Das nur mal so als Anregung.


Gruß
Joachim

absolute_Null Offline



Beiträge: 178

26.02.2018 08:22
#102 RE: Was mache ich nun damit? antworten

Also im Prinzip so:



Mit 4 (5) Bahnhöfen bist Du wirklich gut bedient.

Hinter dem FY kannst Du einen Tunnel setzen, so dass der enge Radius getarnt ist.

So hättest Du genügend Bewegungsspielraum und auch einen sehr großzügigen Arbeitsplatz.

Auf dem Raum wäre auch eine 0e- oder 0m-Anlage gut (und glaubhaft) unterzubringen. Es muss nicht immer Regelspur oder H0 sein.


Gruß
Joachim

Bill Offline



Beiträge: 93

26.02.2018 20:30
#103 RE: Was mache ich nun damit? antworten

Hallo,
ich versuche für den zweiten Plan mal meinen Wünsche mit den Erkenntnissen aus der Kaiserstuhlbahn darzustellen.

Ich mache am Anfang mal ein wenig ZOFF und versuche dann im folgenden Teil meine Wünsche näher zu beschreiben, bzw. warum ich darauf komme.

Zwänge
Der Kellerraum hat sich nicht geändert. Es könne aber noch ein Durchbruch gemacht werden. Bin ich nicht scharf drauf, aber wenn es „der Plan“ ist dann könnte ich mir die Arbeit machen. Die hellgraue Wand ist „fakultativ“ weg.
So sieht der räumliche Zwang aus.

Höhe der Räume ist 2,10m.

Obligationen
Es soll in Spur 0 gebaut werden.
Es sollen einfach zu beschaffende Fahrzeuge zum Einsatz kommen.
Es sollte ein Bahnhof dabei sein der groß genug ist um auch im Bahnhof selbst einige Aufgaben zu haben, z.B. Anschlussbahnhof DB auf Privatbahn oder Privatbahn BW.
Dann, auch wenn es hier im Forum obligatorisch ist, point-to-point Verkehr mit einem linearen Streckenverlauf.

Favoriten
Ein paar Hügel sollten landschaftlich dabei sein.
Ein Vorbild wäre schön, sollte sich aber mit der Obligation der einfach zu beschaffenden Fahrzeuge, vertragen.
Ein Spitzkehren- oder Endbahnhof gefällt mir.
Trotz Spur 0 sollte der Gleisplan großzügig erscheinen. (Gerne Peco statt Lenz Weichen auch Lenz R1 muss nicht unbedingt sein.)
Ich muss nicht unbedingt Dampfloks haben. Diesel gefällt mir auch. Gerne hätte ich auch eine Möglichkeit eine V100 mit Silberlingen einzusetzen.

Fakultativa
Ein bisschen Wasser mit Hafen würde mir gefallen. Also irgendwas am Fluss.
Ein Stück Strecke mit Oberleitung fände ich auch schick.


Ich habe mir bei der Kaiserstuhlbahn Planung viel Gedanken über die Baugröße gemacht. Aber ich komme für mich nicht mehr an 0 vorbei. Noch größer muss aber auch nicht sein. Ich finde zu 1 ist der Unterschied dann gar nicht mehr groß, obwohl das Angebot an Fahrzeugen dann wieder besser wird.

Bei der Kaiserstuhlbahn habe ich das Problem, dass es keine Fahrzeuge in 0 gibt. Ich finde wenn Nachbildung eines tatsächlichen Vorbildes dann sollten auch die Fahrzeuge dazu passen.

Dann habe ich mich noch gefragt was mich besonders einnimmt. Das ist das langsame Fahren in Bahnanlagen. Wo ich die Lok in jeder Bewegung genau beobachten und steuern kann. Ob es jetzt das Umsetzen der Lok am Endbahnhof ist, die Zusammenstellung und Zerlegung eins Güterzuges oder auch das Abstellen einer Lok im BW nach Feierabend ist. Deshalb ist mir eine „große“ Betriebsstelle wichtig. Aber nicht als Selbstzweck, die Diesellok zum 10. mal tanken und in den Lokschuppen fahren macht keinen Sinn. Nach Tanken und Übernachten sollte eine Aufgabe für die Lok anstehen.

Aus diesen sinnvollen „Aufgaben“ ergibt sich ja dann auch das weiter Streckenkonzept. Es sollten bei der Strecke auch 1 oder 2 Stellen dabei sein, die eine typische Landschaft deutlich machen. Wenn ich eine Obstbaugegend habe, dann sollte es auch ein paar Meter gerade durch Obstplantagen gehen.

Die Favoriten und Fakultativa stehen ja oben.

Soweit meine Wünsche und Überlegungen.

Die Anregungen von Joachim stelle ich mal gedanklich hinter diesen Post. Aber ich nehme die Vorschläge mal in die nächste Planung mit rein.
Grüße
Till

Fischkopp Offline




Beiträge: 409

26.02.2018 21:41
#104 RE: Was mache ich nun damit? antworten

Moin Till,
schön, daß wir jetzt nochmal ganz systematisch planen können.
Wenn wir das Vorbild über die Fahrzeugfrage definieren, schränkt das ja schon ganz schön ein.
So spontan kommt mir in den Sinn:

Elmshorn-Barmstedt-Oldesloer Eisenbahn: Köf II, BR 64, T 3,T 9.3, VT 98
Steinhuder-Meer-Bahn: V 20
Lüchow-Schmarsau: V 20, Schweineschnäuzchen
Buxtehude-Harsefelder Eisenbahn: V 36, Schweineschnäuzchen, VT 95
Wilstedt-Zeven-Tostedt: V 36, Schweineschnäuzchen
Bremervörde-Osterholz: V 36, T 3
Elbe-Weser-Verkehrsbetriebe: V100, V200, VT 628
Hersfelder Kreisbahn: VT 98, V 80, V 160, Umbauwagen
Kassel-Naumburg: V 20, Umbauwagen
Butzbach-Licher Eisenbahn: T 3, Schweineschnäuzchen
Vogelsberger Südbahn: V 36,T 3
Sebastian kann das sicherlich noch ergänzen.

Vielleicht sollte man sich daraus etwas Passendes zurechtbasteln.
Sonst wird man bei Privatbahnmotiven immer auf Ungereimtheiten stoßen.
So weit erstmal mein Ansatz,

Gruß
Alex

Edith meinte gerade, daß MBW in 2020 die V 65 auflegen will. Mit Mut
würde das natürlich immense möglichkeiten schaffen.

absolute_Null Offline



Beiträge: 178

27.02.2018 10:25
#105 RE: Was mache ich nun damit? antworten

uijuijui!

Das ist wohl noch ein weiter Weg bis ans Ziel!
Mal sehen wie weit wir kommen!

Zur Info:
Zwischen 1:45 und 1:32 besteht ein gewaltiger Unterschied, obwohl 1:32 "nur" knapp 50 % größer ist. Laufverhalten, Masse und Empfinden ist ein ganz anderes als bei 1:45.
Ich bin in beiden Maßstäben unterwegs und muss sagen, wenn ich den Platz hätte...
Spur 1 wird nicht umsonst als "Königsspur" bezeichnet.

Für 1:32 sehe ich aber hier keinen wirklichen Platz. (Ok. es gibt Modellbahner, die der "Königsspur" hoffnungslos verfallen sind und auch in Räumen von 4 x 5 m Anlagen unterbringen.)

Selbst 1:45 wird eine Herausforderung!

Einer der kürzesten, betrieblich und optisch interessantesten Bahnhöfe, die ich kenne (Königsberg i. Bayern) braucht maßstäblich über 5 m Platz von Einfahrweiche zu Einfahrweiche. Selbst mit kurzen Weichen ist - aufgrund der Geometrie und Lage - bei rund 4,5 m Ende im Gelände.
...und das ist ein kleiner unspektakulärer Piffelbahnhof einer Nebenbahn (...aber es gäbe genügend Fahrzeuge als Modell!)
Selbst "spezielle" Bahnhöfe wie St. Andreasberg benötigen in 1:45 noch mehr als 3 m Länge.

Wenn es der Maßstab 1:45 sein "muss", wäre vielleicht zu überlegen, ob die schmale Spur nicht auch in Frage käme.

Fahrzeuge nach sächsischem Vorbild gibt es von Henke und einigen Spezialisten. Für Württemberg hat AHB und wieder Henke einiges zu bieten. Rügen dagegen ist etwas spezieller, da Henke fast alle Fahrzeuge aus dem Programm genommen hat. (Weiß der Geier warum!) EMW und einige andere Speizialisten bieten zwar einiges, sind aber auch sehr rar auf dem Markt!

In 0m sieht es noch etwas mauer aus. (Otto kann ein Lied davon singen!)

...aber die schmalen Spuren haben dennoch Vorteile!

Sie benötigen sehr viel weniger Platz!
Beispiel Vorbildradius: Regelspur in 1:45= 4,2 m, bei 1000mm-Schmalspur in 1:45=2,2 m und bei 750mm-Schmalspur=1,3 m!
Natürlich haben die Bahnhofsanlagen auch einen kleineren Umfang, so dass der Platz besser ausgenutzt werden kann.
Weiterhin hat man in der Regel ein in sich geschlossenes homogenes System. Es gibt eine begrenzte Anzahl von Fahrzeugen die immer im Einsatz sind bzw. irgendwo im Netz stehen. (Es gibt natürlich auch einen Austausch von Fahrzeugen - gerade die Sachsen waren/sind da recht rege -, aber die Unendlichkeit wie bei der Regelspur gibt es nicht!)

Außerdem hast Du durch den Vorgang des Auf- und Abbockens bzw. -rollens eine zusätzliche anspruchsvolle Aufgabe, die bei reinem Regelspurbetrieb wegfällt.
Das Zusammenstellen von gemischten Zügen ist dabei noch das i-Tüpfelchen.

Trotz (...oder gerade wegen?) dieses höheren betrieblichen Anspruchs sind Schmalspurbahnen im Modell eher die Ausnahme als die Regel.
Eine 01 mit ein paar Fensterwagen mal kurz an sich vorbeirauschen zu lassen ist schön, aber einen sächsischen gemischten Schmalspur-PmG mit aufgerollten Wagen selbst zusammenzustellen, zu fahren und die Rangieraufgaben unterwegs wahrzunehmen ist doch etwas anspruchsvoller und um einiges schöner (meine persönliche Meinung)!

Für mich wäre es interessant zu wissen, ob es jetzt definitiv bei 1:45 bleiben soll.
Wenn definitiv 1:45, soll es unumstößlich die Regelspur werden?
Machst Du alles von den (verfügbaren) Fahrzeugen abhängig?
Einen großen Bahnhof in Spur 0 glaubhaft nachzbilden wird schwierig, da man an den Ecken noch irgendwie um die Kurven muss.
Ein großzügiger Gleisplan in Spur 0 wird dabei eine echte Herausforderung

Zum Größenvergleich kann vielleicht mein Gleisplan herhalten:



Der Raum ist 9,4 m lang und 6 m breit!
Ich habe alle Bahnhöfe um ca. 10 % gegenüber dem Vorbild gekürzt! Da ich nicht alle Ladestellen nachbilden kann, generiere ich auch weniger Verkehre und somit auch kürzere Züge, womit die Kürzung nicht weiter ins Gewicht fällt und die Bahnhöfe dennoch großzügig wirken.
Der Maßstab ist 1:45
...allerdings reine Schmalspur - ohne Rollwagen/-bock-Verkehr, da es den auf Rügen nicht gab.
Trotz der Kürzung der Bahnhöfe muss ich bei den Streckenlängen Abstriche machen. Da es mir aber auf den Betrieb ankommt, kann ich damit leben.

Regelspur? Wasser? Verfügbare Fahrzeuge? Oberleitung? Großzügige Planung? Anspruchsvoller Gleisplan? BW? Berge?
Echt ne Menge Holz für den Anfang!

Kann man ein oder besser 2 oder 3 Punkte vielleicht streichen?
Was ist wirklich wichtig?
Ich finde auch vieles schön, aber wirklich wichtig ist mir einzig der Betriebsablauf.

Ich bin bei meiner Planung daher von ganz anderer Seite an die Sache ran gegangen.
Die Baugröße sowie die Fahrzeuge spielten nur eine untergeordnete bzw. gar keine Rolle. Wichtig war - neben dem Betriebsablauf - die Bedienbarkeit und der Pflegeaufwand. Das hört sich jetzt im ersten Moment komisch an, macht aber Sinn, wenn man sich eine mögliche Anlage genauer betrachtet:
Ich bin die meiste Zeit allein mit der Anlage beschäftigt, das heißt, dass ich sie auch alleine bedienen können muss. Somit kommt nur eine voll oder fast voll automatisierte Anlage oder eine mit absoluten Piffelbetrieb in Frage. Ich bin ein Mann! Ich habe nur einen "Prozessor" und der ist aufgrund des vorhandenen "Betriebssystems" nicht Mutitasking fähig, so dass ich nur einen einzigen Zug gleichzeitig fahren kann. Nicht wirklich viel.

Automation, auch in Teilen, kam nicht in Frage, blieb also nur Piffelbetrieb.

Was ist aber mit Zugkreuzungen oder einem zweiten Zug auf der Strecke? Entweder lässt man seinen Zug einfach stehen und fährt den 2. Zug oder lässt ihn von jemandem fahren.

Automation kam immer noch nicht in Frage und ein 2. Mann ist nicht jederzeit verfügbar. Die Lösung einen Zug einfach stehen zu lassen gefiel mir gar nicht, womit nur Strecken mit piffeligem Piffelbetrieb als Vorbild in Frage kamen.

Neben diesen Punkten gehören zur Bedienbarkeit/Pflege auch die technische Ausstattung und der Aufbau/Verlauf der Anlage. Die Segmente müssen allein zu händeln sein, Ein Zugang zu allen Anlagenteilen ohne Bücken. (Man wird älter und der Rücken freut sich). Auch sind 1000 Weichenantriebe pflegebedürftiger als 10! Elektronik gibt gerne den Geist auf und häufig kann man diese nicht mehr nachkaufen, da der Hersteller inzwischen die Produktion eingestellt hat oder Pleite ist. (Hier ein Tipp: Wenn man bestimmte Produkte mehrfach braucht, sollte man gleich die Gesamtzahl berücksichtigen und diese inkl. 5-10% Reserve einkaufen, ansonsten ist man häufig gezwungen aufwendig Ersatz zu besorgen oder, wenn es keinen Ersatz gibt, verschiedene Dinge miteinander zu kombinieren oder im schlimmsten Fall wegen Inkompatibilität alles auszutauschen!)

Zwei oder gar drei Ebenen sind auch nicht gerade pflegeleicht, da der Weichenantrieb der kaputt geht (nach Murphy), immer der ist, der zum einen zur Einfahrweiche gehört, so dass gar nichts mehr läuft und zum anderen immer auf der obersten Ebene zu finden ist, an die man nur mit 10 Jahre Yoga-Erfahrung heran kommt.

Somit kam für mich nur eine Ebene, frei von oben und unten zugänglich und ohne Elektronik-Schnick-Schnack in Frage.
hinzu kommt, dass ich total fantasielos bin, so dass nur der sklavische Nachbau eines konkreten Vorbilds in Frage kam.

Danach habe ich erst meinen Wünschen freien Lauf gelassen:
- Regelspur
- 1:45
- Wasser

Mehr eigentlich nicht.

Nachdem ich einiges probiert habe, war klar, dass ich entweder 1:45 oder Regelspur als Wunsch sausen lassen musste.
Ich habe mich aus praktischen Gründen für 1:45 entschieden. Man wird älter, die Feinmotorik ist irgendwann nur noch Motorik und die Augen werden auch irgendwie träger, so dass eine größere Baugröße vernünftiger erschien. Insbesondere, da eine Anlage nicht in einem Tag erbaut wird. (Auch die Parameter Zeit und Geld spielen natürlich eine Rolle.)

Am Ende hat die Nordstrecke der Rügenschen Kleinbahnen als ideales Vorbild das Rennen gemacht.
Gewonnen hat sie, weil es zum einen nur drei Bahnhöfe auf dem Streckenabschnitt gab, die ich alle nachbilden kann, Wasser in rauhen Mengen vorhanden ist und damit auch eine Güterverladung auf Versorger der Insel Hiddensse und Trajektverkehr, was wiederum dazu führt, dass man die gesamte Anlage ausgestalten kann, da der FY außerhalb der Anlage stehen kann bzw. die Fähre als FY bzw. Nadelöhr dient. Auch die kurzen Wagen und der beschränkte Fuhrpark spielten eine Rolle, genauso wie die vielfältigen betrieblichen Aspekte.

Dann nachdem feststand, was es werden sollte, ging es an das wie und letztlich an die Gleisplanung, wobei ich aber auch von Beginn an versucht habe verschiedene Szenarien und Räumlichkeiten zu berücksichtigen. (Mehrmals bauen bzw. anfangen will ich nicht!)

In meine Planung sind Erfahrungen eingeflossen, die ich durch das Begleiten verschiedener Anlagen von der Planung über dem Bau bis hin zum Betrieb sammeln konnte.
Das Glück hat natürlich nicht jeder!

Neben der festen Anlage bin ich auch im FREMO und mit dem 0e-Club mit Modulen unterwegs, um auch mal eine Zugkreuzung zu "erleben" bzw. mit mehreren Betrieb zu machen.

Das mal als kleiner Ausflug in meine Planung, die vielleicht ein wenig als Anregung dienen kann.

Meist entstehen die Probleme bei der Planung daher, dass die betroffenen selbst nicht wissen, was sie genau wollen, und da das Hobby bzw. das Vorbild sehr vielfältig ist, ist es für die meisten sehr schwierig sich zu entscheiden oder zu beschränken. Dies geht zumeist mit einem langjährigen Lernprozess einher.
Bevor man mit der eigentlichen Planung anfängt, sollte man sich darüber erst einmal klar werden, Prioritäten setzen und klären, was einem wirklich wichtig ist.

Gerade bei so einer Größe wäre es schade, wenn am Ende (oder schon davor) die Abrißbirne wartet. (Negativbeispiele gibt es zur Genüge: z.B. Gerogetown 5.0 oder Hohentengen21 aus dem Stummi-Forum).

Schade um die Zeit und das Geld!


Gruß
Joachim

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