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Dieses Thema hat 73 Antworten
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 X.3. Der Modellbahner
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OOK Offline




Beiträge: 3.597

27.11.2008 09:35
Kap. 2.3 Ansehen und Selbstbewusstsein antworten

Kürzlich besuchte ein ehemaliger 2. Vorsitzender eines MEC zum ersten Mal die BAE. Der erzählte folgende Story:
Vor einigen Jahren bekam sein MEC in der Vorweihnachtszeit die Gelegenheit, in einem örtlichen Modekaufhaus eine Modulanalage auszustellen. Die Clubmitglieder waren mit Feuereifer dabei, versprachen sie sich doch von dem Auftritt größere Publizität, neue Mitglieder und ein besseres Ansehen des Hobbys in der Öffentlichkeit.
Eine Verkäuferin des Modehauses, die in der gleichen Etage tätig war, erlebte das Treiben tagtäglich mit und äußerte dann eines Tages: "Also, da wärs mir schon lieber, mein Mann säuft."
Noch Fragen?

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

sieben_k Offline



Beiträge: 111

02.12.2008 12:37
#2 RE: Kap. 2.3 Ansehen und Selbstbewusstsein antworten

Dieses erschütternde Bekenntnis hat mir keine Ruhe gelassen, und so habe ich mal einen Test gemacht.
Ich habe in der Firma nämlich eine Kollegin, die, wie ich aus gelegentlichen Gesprächen weiß, nichts für Modellbahnen im allgemeinen und Spielen im damit im besonderen übrig hat, was aber gerechterweise nicht heißt, daß ich deswegen in ihrer Achtung irgendwie gesunken wäre, weil ich das gelegentlich tue (und auch nicht verheimliche).
Ich habe ihr also diesen Text gezeigt. Ergebnis: Ebenfalls Erschütterung, und die klare Aussage: 100mal lieber Spielen, wenn das als Alternative bestünde. Alkoholismus war offensichtlich für sie (und sicherlich für die Mehrheit) in etwa das allerschlimmste, was ein Mensch an Attributen haben kann.
Da war ich dann doch wieder ein bißchen beruhigter.

Peter

fgee Offline



Beiträge: 118

02.12.2008 17:43
#3 RE: Kap. 2.3 Ansehen und Selbstbewusstsein antworten

Ich erfahre das Spannungsfeld "saufen oder Eisenbahn spielen" auch anders. Ausnahmslos alle Frauen meiner Moba-Freunde sagen: "Dafür weiss man, wo er steckt!" (nämlich nicht im Wirsthaus.)

In der einen Modulgruppe haben es inzwischen drei Herren der Schöpfung fertig gebracht, dass ihre Partnerinnen Feuer gefangen haben und während des Treffens z.B. einen Bahnhof bedienen, gleichwertig zum Männervolk - und zu Hause widmen sie sich liebevoll der Ausgestaltung der Module

Es geht also auch anders!

Felix

MainstreetUSA Offline




Beiträge: 25

02.12.2008 17:52
#4 RE: Kap. 2.3 Ansehen und Selbstbewusstsein antworten

Zitat von OOK
Noch Fragen?


Unbestritten ist der "Schratfaktor" (Bezeichnung aus einem anderen Modellbahnforum entnommen) in den Kreisen jener, die sich hobbymäßig mit schienengebundenen Fahrzeugen (sei es im Original oder Modell) befassen, recht hoch. Man besuche einmal eine Modellbahnausstellung oder, besser noch, eine Dampflok-Sonderfahrt. Die sich dort tummelnden Zeitgenossen weisen häufig Verhaltensmerkmale fortgeschrittener Autisten, unveränderliche äußere Kennzeichen wie schlampige Kleidung, Fehlen allgemein üblicher Körperpflege und die Emissionswerte eines mittelprächtigen Chemieunfalles auf. Der zusätzliche Genuß alkoholischer Getränke in meßbaren Mengen ist da zwar ein weiterer, jedoch vernachlässigbarer Nachteil...

Trotzdem ging es mir wie Peter: beschäftigt hat mich diese Geschichte trotzdem. Im Allgemeinen ist das "Imitsch" unseres Hobbys in der Öffentlichkeit nicht besonders weit oben angesiedelt. Die als modellbahnbgeistert bekannten "Herren" aus der gehobenen Gesellschaft spielen aus naheliegenden Gründen für sich. Die breite Masse der Hobbybahner erscheint dagegen geradezu kleinbürgerlich, der spießige Beigeschmack, der uns auch bei Fernsehreportagen über Modellbahner mit auf's Brot geschmiert wird, tut hier ein Übriges. Es ist wie mittlerweile bei den Kochshows: Wer es ins Rampenlicht der Öffentlichkeit schafft, weist zum Schratfaktor noch weitere Merkmale auf, die ihn vom Mainstream abheben und als Sonderling präsentieren: Vegetarier, schwul, Allergiker oder evtl. eine beliebige Kombination hieraus (ein möglicherweise hinkender Vergleich, aber ...).

Auf den vergleichsweise lockeren Umgang der Amerikaner mit den RR Buffs möchte ich hier nicht eingehen, das tun wir im passenden Rahmen unter "Was ist drüben anders?"

M.

OOK Offline




Beiträge: 3.597

02.12.2008 21:07
#5 RE: Kap. 2.3 Ansehen und Selbstbewusstsein antworten

Hier in diesem Fred wird mir und meinen Äußerungen im entsprechenden Kapitel des e-book's en masse Recht gegeben - und ich fühle mich nicht wohl dabei. In diesem Forum geht es, wie in dem e-book, zu dem es gehört, um eine Auffassung des Hobbys Modelleisenbahn, die sich vom hiesigen mainstream unterscheidet. Und ich gebe unumwunden zu, dass ich, wenn ich für erwachsene Formen der Ausübung dieses Hobbys plädiere, immanent unterstelle, dass die Masse der Modellbahner es halt wenig(er) erwachsen ausübt, eher so wie die Kinder es tun würden, wenn sie die entsprechenden Mittel hätten.
Das ist schon in gewisser Weise elitäres Denken. Da fällt mir ein Satz ein, den Willy Kosak mal vor Jahren geprägt hat: "Kann denn Elite Sünde sein?" Das hat ihm mehr Häme als Beifall eingebracht und ich möchte eigentlich nicht in die gleiche Ecke gestellt werden.

Wir sind hier offensichtlich mehrheitlich der Auffassung, dass "die Modellbahner" selber Schuld sind an ihrem schlechten Image. Aber das liegt doch wohl eher an zielloser Kreisfahrerei als an ihren Ausdünstungen. Und Äthanol? Ich behaupte, dass 99% aller Alkoholabhängigen keine Modellbahner sind.
Langer Rede kurzer Sinn: lasst uns uns distanzieren von Hobbykollegen, die die größte Anlage im Märklingleisplanbuch von 1960 immer noch als ihren größen Traum betrachten, an solche, die keine Ahnung von der Funktion und der Betriebsabwicklung der großen Eisenbahn haben und sie daher auch nicht nachstellen können etc., etc., aber lasst uns bei den Vergleichen und - wenn schon nötig - den Bewertungen auf der thematisch-sachlichen Ebene bleiben.
Wir wollen uns abheben, indem wir den Betrieb des Vorbildes studieren um ihn dann zu simulieren. Und darüber wollen wir auch in diesem Forum schreiben. Aber ich möchte nicht, dass demnächst einer hier schreibt, mit welchem Parfum er seine Emissionswerte beeinflusst.

Lasst uns weniger darüber diskutieren, was andere falsch machen, sondern darüber wie wir es besser, richtiger machen können. Und sollte ich selber diesen Grundsatz ab und zu vergessen, dann stukt mich mit der Nase drauf.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

MainstreetUSA Offline




Beiträge: 25

03.12.2008 08:37
#6 RE: Kap. 2.3 Ansehen und Selbstbewusstsein antworten
Zitat von OOK
Wir wollen uns abheben, indem wir den Betrieb des Vorbildes studieren um ihn dann zu simulieren. Und darüber wollen wir auch in diesem Forum schreiben. Aber ich möchte nicht, dass demnächst einer hier schreibt, mit welchem Parfum er seine Emissionswerte beeinflusst.



Darum ging es mir nicht. Es ist vielmehr das Bild, das WIR vermitteln. Das heißt für mich z.B. bei einer Ausstellung die Präsentation möglichst professionell rüberzubringen. Schlampig gestaltete Anlagen(teile) bleiben tunlichst zu Hause, das Exponat (was es auch sei) wird so dargestellt, dass an der Ernsthaftigkeit kein Zweifel aufkommt und wird durch Vorbildfotos oder dergleichen mit Bezug zur Realität abgerundet. Dazu gehört auch: Keine Kaffeetassen auf den Modulen, die haben ihren Platz hinter den Kulissen, sonst stellt das Publikum sofort die Bratwurst auf den nächsten freien, näherungsweise waagrechten Platz. Geordnete Kleidung gehört nicht weniger dazu. Das heißt freilich nicht rote Mütze und Trillerpfeife...
Bevor ich dem Herrn Stationsvorstand wieder zu polemisch werde, beende ich meine Ausführungen an dieser Stelle.

Conrail-Markus Offline



Beiträge: 33

03.12.2008 10:55
#7 RE: Kap. 2.3 Ansehen und Selbstbewusstsein antworten

Du hast doch Recht mit Deinen Aussagen. Wer in die Öffentlichkeit geht, sollte ein Mindestmaß einhalten wenn er von mir als Modellbahner ernst genommen werden soll. Dazu muß man aber auch nicht übertreiben und im Outfit eines Versicherungsvertreters an der Anlage stehen. Letzten Sonntag im FEZ in Berlin haben mir einige Austeller gefallen, welche einheitliche T-Shirts/Sweatshirts trugen. Leute in Warnweste oder Bahner Uniform nebst Trillerpfeife und Kelle finde ich etwas peinlich.
Generell haben sachfremde Gegenstände in der Landschaft nichts verloren, ich finde es doch sehr befremdlich wenn Handregler, Papiere oder Handys z.B. einfach auf die gestaltete Landschaft gelegt werden die einem vielleicht nicht mal gehört (Modultreffen z.B.).

HFy Offline



Beiträge: 466

03.12.2008 15:38
#8 RE: Kap. 2.3 Ansehen und Selbstbewusstsein antworten

Ich habe keine Ahnung, wie das Exponat des MEC oder das Personal aussah, aber es könnte sich ja eventuell auch um einen Humorversuch der Verkäuferin gehandelt haben. Mir ist jedenfalls noch keine ausgeprägte Geringschätzung unseres Hobbys in der Öffentlichkeit aufgefallen, von der üblichen einmal abgesehen, die man Zeitvertreiben entgegenbringt, die man selbst nicht ausübt. So kann ich es zum Beispiel nicht begreifen, warum sich jemand im Regen ans Wasser setzt, einen Faden hineinhält und wartet, bis er einen Fisch herausziehen kann, den er anschließend weder brät noch kocht (was ich ja noch verstehen könnte), sondern meistens gleich wieder hineinwirft in der Hoffnung, daß er nochmal anbeißt. Genauso schwer tue ich mich damit, daß 22 erwachsene Leute hinter einem einzigen Ball herlaufen, obwohl sich einen Ball aus fernöstlicher Kinderarbeit doch wohl jeder leisten kann und sich nicht mit anderen darum balgen muß.
Ich hatte diesen Sommer (?) das mittlere Vergnügen, einer Ausstellung der örtlichen Vereine beizuwohnen, und die Zuschauer gaben sich an unserem Stand genauso interessiert oder desinteressiert wie an den anderen. Wenn wir glauben, unser Bild in der Öffentlichkeit verbessern zu müssen, sind solche Veranstaltungen eine gute Gelegenheit dazu, weil nicht nur Fachpublikum kommt.

Herbert

HFy Offline



Beiträge: 466

03.12.2008 15:41
#9 RE: Kap. 2.3 Ansehen und Selbstbewusstsein antworten
Zitat von OOK
Da fällt mir ein Satz ein, den Willy Kosak mal vor Jahren geprägt hat: "Kann denn Elite Sünde sein?" Das hat ihm mehr Häme als Beifall eingebracht

Das mag aber auch an Herrn Kosak selbst gelegen haben.

Herbert

sieben_k Offline



Beiträge: 111

04.12.2008 12:28
#10 RE: Kap. 2.3 Ansehen und Selbstbewusstsein antworten

Zitat von HFy:

"Wenn wir glauben, unser Bild in der Öffentlichkeit verbessern zu müssen, sind solche Veranstaltungen eine gute Gelegenheit dazu, weil nicht nur Fachpublikum kommt."


Einen kleinen oder auch großen Unterschied gibt es allerdings:

Die zitierten anderen Hobbies, wie Schnur ins Wasserhalten etc., sind in der Gesellschaft als ernsthaft etabliert und tabu für verniedlichende oder verfälschende Beurteilung. Das Modellbahnhobby ist es nicht, zumindest nicht im gleichen Maße (behaupte ich mal). Wer das nicht glaubt, möge einmal Berichte über modellbahnerische Aktivitäten in der T a g e s p r e s s e, nicht Fachpresse nachlesen, und die Wortwahl des Redakteurs mit z.B. einem Königsfischen oder den Spielberichten des Heimatfußballvereins vergleichen. Hier liegt meiner Ansicht nach das Übel, dass die Berichterstattung genau an den Kriterien aufgehängt ist, die hier so leidenschaftlich bekämpft werden, und die Modellbahner alle über einen Kamm geschoren werden, der in etwa "Startpackungsniveau" hat.
Die Öffentlichkeit selber mag ein wesentlich besseres Image von uns haben, das habe ich selber auch immer wieder erlebt. Allein, die Öffentlichkeit als ganzes hat keine Stimme.

Peter

fgee Offline



Beiträge: 118

04.12.2008 18:35
#11 RE: Kap. 2.3 Ansehen und Selbstbewusstsein antworten

In Antwort auf:
Die zitierten anderen Hobbies, wie Schnur ins Wasserhalten etc., sind in der Gesellschaft als ernsthaft etabliert und tabu für verniedlichende oder verfälschende Beurteilung


Ein interessanter Hinweis.

Könnte es folgenden Grund haben?: Fast jede/r hat aus der Kindheit einige Spielzeugeisenbahn-Erfahrungen, die dann irgendwann als vermeintlicher "Kinderkram" ad acta gelegt wurden und man hat sich anderen, scheinbar herausfordernden Beschäftigungen zugewandt, als da wären (um es kurz zu machen): Geld, Sex und Macht...

Dass man Eisenbahn auch anders als damals als Grundschüler betreiben kann, können sich die Leute gar nicht vorstellen. Sie wollen es sich auch nicht vorstellen, weil sie ja zu wissen glauben, was "Modelleisenbahn" ist.

Wir leben sozusagen im Post-Modellbahn-Zeitalter.

Mit dem christlichen Glauben ist es übrigens ganz ähnlich... aber dies hier auszuführen, würde den Rahmen sprengen...

Felix

HFy Offline



Beiträge: 466

04.12.2008 20:03
#12 RE: Kap. 2.3 Ansehen und Selbstbewusstsein antworten

Journalismus heißt, anderen Leuten etwas verständlich zu erklären, was man selbst nicht begriffen hat (als Feierabend-Schreiberling darf ich so etwas wohl sagen). Insofern darf man an die Berichterstattung keine zu hohen Ansprüche stellen. Ich vermute mal, daß die anderen Hobbyisten mit der Journaille ähnlich unzufrieden sind wie wir.
Mit der Öffentlichkeitsarbeit haben wir allerdings auch nicht das große Los gezogen; die BDEF-Funktionäre bringen es zum Beispiel fertig, auf den großen Publikumsausstellungen wie in Köln oder Dortmund um einen Tisch herumzusitzen und dabei sämtlich den Besuchern den Rücken zuzukehren (wie so etwas geht, ist mir selbst nicht klar, aber die können es). Der FREMO, der das, wie sagt man, "Kompetenzzentrum" der Modellbahn in Deutschland darstellt, ist notorisch öffentlichkeitsscheu. Und was der Moba auf den von ihm organisierten Ausstellungen so präsentiert, ist nicht immer die Speerspitze der Modellbahnerei.

Herbert

OOK Offline




Beiträge: 3.597

07.12.2008 17:30
#13 RE: Kap. 2.3 Ansehen und Selbstbewusstsein antworten

Zitat von sieben_k
Die zitierten anderen Hobbies, wie Schnur ins Wasserhalten etc., sind in der Gesellschaft als ernsthaft etabliert und tabu für verniedlichende oder verfälschende Beurteilung. Das Modellbahnhobby ist es nicht, zumindest nicht im gleichen Maße (behaupte ich mal). Wer das nicht glaubt, möge einmal Berichte über modellbahnerische Aktivitäten in der T a g e s p r e s s e, nicht Fachpresse nachlesen, und die Wortwahl des Redakteurs mit z.B. einem Königsfischen oder den Spielberichten des Heimatfußballvereins vergleichen.

Zitat von fgee
Könnte es folgenden Grund haben?: Fast jede/r hat aus der Kindheit einige Spielzeugeisenbahn-Erfahrungen, die dann irgendwann als vermeintlicher "Kinderkram" ad acta gelegt wurden und man hat sich anderen, scheinbar herausfordernden Beschäftigungen zugewandt, als da wären (um es kurz zu machen): Geld, Sex und Macht...
Dass man Eisenbahn auch anders als damals als Grundschüler betreiben kann, können sich die Leute gar nicht vorstellen. Sie wollen es sich auch nicht vorstellen, weil sie ja zu wissen glauben, was "Modelleisenbahn" ist.


Das Statement von sieben_k passt natürlich nahtlos in meine im e-book geäußerte Einschätzung. Und meine reichlichen Erfahrungen mit der Pressearbeit für Museumsbahnen und Modellbahnausstellungen bestätigen das Obige ebenfalls.
Interessant ist fgee's Vermutung über die Gründe für dieses Phänomen. Sie wirken auf mich stichhaltig. Da könnte der berühmte Hase in Pfeffer liegen. Aber das macht auch hoffnungslos. Wie soll man diese archaische Vorstellung verändern? Gibt es da überhaupt eine Chance? Oder sollen wir uns in unserem esoterischen Clübchen einigeln und die schnöde Welt draußen einfach ignorieren?

Da fällt mir der alte Gewerkschaftsspruch ein: "Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren." Und da muss ich HFy Recht geben: BDEF und MOBA tun - im Gegensatz etwa zur NMRA - nichts Entscheidendes in diese Richtung. Ein Forum wie dieses müsste eigentlich unter der Federführung dieser Verbände arbeiten, mit der geballten Energie und der Summe des Könnens deren Mitglieder. Da kommt aber nichts. Von daher: Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

fgee Offline



Beiträge: 118

07.12.2008 23:28
#14 RE: Kap. 2.3 Ansehen und Selbstbewusstsein antworten

In Antwort auf:
Wie soll man diese archaische Vorstellung verändern? Gibt es da überhaupt eine Chance? Oder sollen wir uns in unserem esoterischen Clübchen einigeln und die schnöde Welt draußen einfach ignorieren?


Weder noch. Warum sollten wir die Welt verändern? Moba ist nun wirklich nicht der Menschheit wichtigstes Problem.

Das soll mich nicht hindern, Menschen die wirklich Interesse haben, meine Sicht des Modellbahn"spiels" näher zu bringen. Nix einigeln. Gemeinschaft ist angesagt - mit jenen, die wollen. Zum Beispiel mit meinen Kindern. Die schätzen es, dass sie beim Papa "dürfen". Auch mit fremden Kindern hatte ich ausnahmslos positive Er-fahrungen, und nicht nur zu Hause, sondern auch am Modultreffen.

Felix

OOK Offline




Beiträge: 3.597

10.12.2008 20:28
#15 RE: Kap. 2.3 Ansehen und Selbstbewusstsein antworten

Zitat von sieben_k
Die zitierten anderen Hobbies, wie Schnur ins Wasserhalten etc., sind in der Gesellschaft als ernsthaft etabliert und tabu für verniedlichende oder verfälschende Beurteilung. Das Modellbahnhobby ist es nicht, zumindest nicht im gleichen Maße (behaupte ich mal). Wer das nicht glaubt, möge einmal Berichte über modellbahnerische Aktivitäten in der T a g e s p r e s s e, nicht Fachpresse nachlesen, und die Wortwahl des Redakteurs mit z.B. einem Königsfischen oder den Spielberichten des Heimatfußballvereins vergleichen.


Dazu - ohne Kommentar - ein Ausschnitt aus dem Werner Teil des Westfälischen Anzeigers von heute:

OOK
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