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Dieses Thema hat 22 Antworten
und wurde 754 mal aufgerufen
 X.3. Der Modellbahner
Seiten 1 | 2
OOK Offline




Beiträge: 3.657

23.11.2017 16:42
Besessenheit ? antworten

Wenn wir hier "den Modellbahner" betrachten und untersuchen, wissen wir doch, dass es den Modellbahner nicht gibt, und alle bisher gemachten Feststellungen waren ja immer unpersönlich. Es gibt aber auch sehr persönliche Anmerkungen zu einem ganz bestimmten Modellbaner, nämlich dem Autor dieses Buches. Der hat mittlerweile schon ein weiteres Buch als das Blaue herausgebracht und in den Bewertungen dazu wird auch etwas über ihn gesagt. Zwei Beispiele:

Zitat
Alles in Allem kann ich das Buch jedem, der eine Anlage plant oder noch am Bauen ist oder auch jedem, dem seine Anlage langweilig geworden ist, nur ans Herz legen. 29,95 klingt erst einmal nach einer Menge Holz, ist für 287 Seiten geballtes Lesevergnügen aber gut angelegtes Geld. Und sei es nur, um nachher festzustellen, dass das irgendwo alles vielleicht doch etwas übertrieben bis nahe an der Besessenheit ist…

(bei Amazon eingestellt von Ano Nym, sowie bei Stummi von Lord_Nelloz)

Zitat
Nun kann ich seit Samstag endlich auch schmökern und erkenne, beim Thema Wohnungssuche in Bremen angelangt, dass ich im Forum eines Besessenen gelandet bin. Bis jetzt bin ich von dem Buch rundherum begeistert.


(geschrieben von Kabees240, der auch in diesem Forum ist)

Beide Bewertungen sind positiv. Aber was wollen die Autoren mit dem Begriff "Besessenheit" und "Besessener" sagen?

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Trapeztafel Offline



Beiträge: 35

23.11.2017 17:33
#2 RE: Besessenheit ? antworten

Hallo Otto!

Für die meisten ist es vielleicht schwer vorstellbar, eine Immobilie nach der "Modellbahntauglichkeit" auszusuchen. Und dann auch noch Wände rausreissen!!
Das wird wohl die Vorstellungskraft so mancher "Kreisbahner" sprengen...

LG Rene

Kabees240 Online



Beiträge: 123

23.11.2017 21:08
#3 Besessenheit! antworten

Da Ano Nym hier wohl nicht antworten wird, soll ich das wohl machen.
Einfacher wäre, du fragst deine Familie,

meint Hans

OOK Offline




Beiträge: 3.657

24.11.2017 09:18
#4 RE: Besessenheit! antworten

Zitat von Kabees240 im Beitrag #3
Da Ano Nym hier wohl nicht antworten wird, soll ich das wohl machen.
Einfacher wäre, du fragst deine Familie,
Du kannst gerne mal kommen Anlage gucken und bei der Gelegenheit meine Frau interviewen. Aber du antwortest ja eben nicht.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

BerndK Offline



Beiträge: 160

24.11.2017 16:40
#5 RE: Besessenheit! antworten

Hallo Otto,

was wollen die Autoren mit dem Begriff "Besessenheit" und "Besessener" sagen?

Meiner Erfahrung nach ist man als ehrgeiziger Modellbauer (egal welcher Couleur) für der jeweiligen Sache fremden Personen grundsätzlich mehr oder weniger eine Art Besessener, da man einen erheblichen Teil seiner Freizeit mit einem Thema verbringt, das nicht verstanden (Spielbahn, …) oder abgelehnt wird (Image) bzw. werden muß (Platz, Geld). Wenn es dann um richtig große Projekte wie Deines geht, fällt wie schon von Rene angesprochen, auch noch ein Teil der Hobbykollegen aus, welche sich den Zeit- und Platzaufwand überhaupt nicht vorstellen können (oder dürfen,…). In meinem letzten Hobby waren nicht wenige „flüchtige Reinschnupperer“ schon damit überfordert, mal 10 Stunden Vorbereitung zu investieren. Die einen aus Mangel an Antrieb, andere tatsächlich aufgrund Druck der „besseren“ Hälfte. Ich glaube außerdem der Mensch in der Wohlstandsgesellschaft wird immer bequemer. Am Bildschirm sitzen wird (heute von klein auf) in der Freizeit spannender empfunden als handwerkliche Tätigkeiten. Siehe auch den allgemeinen Mangel sowie seit 20 Jahren stetigen Rückgang an guten Handwerkern und Facharbeitern. Auch hier Nachwuchsprobleme, nicht nur bei den Modellbauhobbies. Man wird immer mehr zum Unikum wenn man sich handwerklich beschäftigt, da ein Großteil vom Rest lieber Maus klickt oder Bildschirm wischt. Obwohl für mein Dafürhalten in den allermeisten Fällen völlig uninspiriert, wird dies meiner Beobachtung nach nicht als merkwürdig empfunden, ob wohl es das vielleicht sollte – da es ja die meisten so durchziehen. Ich bin überzeugt, daß Handwerk mittelfristig wieder goldenen Boden und damit ein ganz anderes Ansehen bekommen wird – weil sich einfach zu wenige Leute damit beschäftigen. Aber ich komme OT, zurück zum Thema:

Aus den Modellbaubereichen, welche ich bisher gesehen/betrieben habe, ziehe ich den Schluß, daß sehr bemerkenswerte Ergebnisse nur aus Besessenheit entstehen. Von daher nimm es als Kompliment, auch wenn der Begriff für sich genommen nicht unbedingt positiv klingt. Besessenheit (im positiven Sinn) = zeitintensive Auseinandersetzung mit einem Thema auf der Suche nach individuell befriedigenden bis allgemein anerkannten, großartigen Ergebnissen.

Hochleistungssportler sind auch von der Idee besessen, im Wettkampf besser als der Rest zu sein. Müssen sie auch, sonst kämen sie nie über den Durchschnitt hinaus. Dort werden ebenfalls unendlich viele Stunden investiert. Aber der Sport genießt halt ein ganz anderes Image.

Viele Grüße
Bernd

Lord_Nelloz Offline



Beiträge: 5

26.11.2017 17:22
#6 RE: Besessenheit! antworten

Zitat von OOK im Beitrag #1
Aber was wollen die Autoren mit dem Begriff "Besessenheit" und "Besessener" sagen?


@OOK: Frag die Autoren doch einfach...das können Sie allerdings nur, wenn Sie von diesem Thread auch Kenntnis erlangen. Wäre nett gewesen, nicht über mich sondern mit mir zu diskutieren... Nun hab ich ihn aber ja selber gefunden, deshalb werde ich Dir auch gerne eine Antwort geben.

Wie Rene und Bernd schon richtig festgestellt haben, definiert die Besessenheit sicherlich jeder anders. Während der eine (sicherlich die Mehrheit) den Aufwand, den Du für Deine Art des Modellbahnhobbys treibst, nicht nachvollziehen kann, ist das für andere evtl. das normalste auf der Welt. Ein Haus nach seiner Modellbahntauglichkeit auszusuchen, werden sicherlich nicht viele Leute tun. Wenn ich allerdings jemandem erzähle, dass ich beim Wändeziehen extra einen Versatz eingebaut habe um in meinem Hobbyraum noch genug Platz für eine Mittelzunge zu bekommen, dann zeigt mir die Mehrheit sicher auch einen Vogel. Andere pflastern ihre Straßen in H0 mit einzelnen Steinen (gestern im Stummiforum gesehen), wieder andere bauen in H0pur exakt verkleinerte Kopien der Wirklichkeit und der nächste baut in Spur N oder gar Z Bäume oder Gebäude, die auf Fotos nicht vom Original zu unterscheiden sind. Dazu gehört für mich ebenfalls eine positiv gemeinte Besessenheit.

Ich meine aber auch, dass derjenige, der Dich tatsächlich als Besessenen (im negativen Sinne) bezeichnet, Dein Buch nicht verstanden hat. Denn wie Du im Laufe des Buches nachvollziehbar erläuterst, hat ja jeder Gedanke, den Du in die Anlage gesteckt hast, Hand und Fuss und ist für das gewünschte Ergebnis notwendig. Sei es die vorbildgerechte Trassierung incl. vorbildgerechter Steigung, die Auswahl der Anschließer etc.

Wenn Bernd K schreibt, dass sehr bemerkenswerte Ergebnisse nur aus Besessenheit entstehen, dann hat er damit absolut recht. Diese Art der Besessenheit ist aber sicherlich nie negativ gemeint. Auch bei Hans (Kabees240) nicht, da bin ich sicher.

Viele Grüße
Christoph

Trapeztafel Offline



Beiträge: 35

26.11.2017 17:41
#7 RE: Besessenheit! antworten

Wie wir gemerkt haben, kann man das Wort "Besessenheit" auf verschiedenste Arten auslegen. Ich denke aber, daß es im gegenständlichen Fall (eher) positiv gemeint war!
Also, Otto, kein Grund sich Sorgen zu machen!

Boscho Offline




Beiträge: 294

26.11.2017 20:34
#8 RE: Besessenheit ? antworten

Besessenheit = "von etwas völlig beherrscht, erfüllt" (Duden, nach Wikipedia)

... und irgendwie stimmt das ja auch, oder? Eisenbahn, Eisenbahn-Betrieb und Modell-Eisenbahn-Betrieb spielen in deinem Leben nun unleugbar wirklich eine nicht völlig nebensächliche Rolle, näch?

Das schrie jetzt nach einer Selbsthilfegruppe, aber die gibt es ja schon - das Forum hier, der FREMO, DGEG und wie sie sonst noch alle heißen.

Grüße!
B.

OOK Offline




Beiträge: 3.657

28.11.2017 17:45
#9 RE: Besessenheit! antworten

Zitat von BerndK im Beitrag #5
Aus den Modellbaubereichen, welche ich bisher gesehen/betrieben habe, ziehe ich den Schluß, daß sehr bemerkenswerte Ergebnisse nur aus Besessenheit entstehen. Von daher nimm es als Kompliment, auch wenn der Begriff für sich genommen nicht unbedingt positiv klingt. Besessenheit (im positiven Sinn) = zeitintensive Auseinandersetzung mit einem Thema auf der Suche nach individuell befriedigenden bis allgemein anerkannten, großartigen Ergebnissen.

Diejenigen von euch, die meinen, ich habe diesen Strang aufgemacht, um mich zu beklagen und um zu erreichen, dass mir tröstend übers Haar gestrichen wird, so schlimm sei es ja denn doch nicht mit mir, irren. Im ganzen Unterkapitel "Der Modellbahner" in diesem Forum und auch im BB geht es nicht um einzelne von uns (erst recht nicht um mich), sondern um das Bild und Ansehen des Modellbahners in der Gesellschaft. Und da bin ich halt kritisch, wenn für ein großes zielgerichtetes Engagement das Wort Besessenheit benutzt wird. Von Insidern. Was sollen dann erst die Outsider sagen!?
Wenn Bernd schreibt:

Zitat
Hochleistungssportler sind auch von der Idee besessen, im Wettkampf besser als der Rest zu sein. Müssen sie auch, sonst kämen sie nie über den Durchschnitt hinaus. Dort werden ebenfalls unendlich viele Stunden investiert. Aber der Sport genießt halt ein ganz anderes Image.

(Unterstreichung von mir), dann unterstreicht das genau meine Sorge.
Wie schon gesagt wurde, hat das Wort Besessenheit nicht unbedingt eine negative Konnotation. Aber auf jeden Fall auch, und ich vermute, bei der Mehrzahl der Menschen. Im Wiktionary steht dazu:



Wenn eine Firma ein Gebäude kauft und es völlig entkernt, weil die Raumaufteilung nicht den neuen Erfordernissen genügt, dann würde sicher niemand sagen, dass da Besessene am Werke sind. Und warum sollte es anders sein, wenn ein Modellbahner ein Haus kauft, das zwar genug Platz für sein Bedürfnisse hat, aber zu viele Zwischenwände und diese herausreißt? Der Grund ist doch der Gleiche: ich habe etwas zu einem ganz bestimmten Zweck erworben und möchte dann auch, dass es diesem Zweck so gut wie möglich dient. Und ich bin bereit, zur Erreichung dieses Ziels genügend Geld und Zeit in die Hand zu nehmen - und genügend Dreck zu fressen, um dieses Ziel zu erreichen. Ich erinnere an John Allen, über den ich im BAE-Buch auf S.10 berichte, dass er höchstpersönlich unter seinem Haus einen Keller aushob und baute, um den Platz für eine Anlage nach seinen Vorstellungen zu bekommen. Das war mit Sicherheit eine Riesenviecherei, aber nie habe ich in der am. Modellbahnpresse gelesen, dass John Allen besessen gewesen sei.

Das was wir gerade in der am. Politik sehr unangenehm erleben, gilt aber auch für positive Dinge. Man ist bereit, für seine Sache voll einzustehen, "to go for it" oder wie es in dem bekannten Liedtext heißt: "Do your thing". So,und jetzt mischt sich nämlich unser anderes Unterthema "Was ist drüben anders?" mit herein. Drüben ist es "normaler", sich voll für seine Sache einzusetzen und sich nicht mit der halben Sache zufrieden zu geben. Und das gilt insbesondere auch für Modellbahner. Wer es im Model Railroader nicht jedesmal überlesen hat, weiß, dass einer auf seiner Doppelgarage (US-Doppelgarage!) eine Etage für die Anlage gebaut hat, ein anderer eine über 200qm große Scheune (barn building) zum gleichen Zweck, wieder andere Anbauten ans Haus vorgenommen haben oder eine neue Garage vors Haus gesetzt haben, um die im Haus befindliche der Anlage zuzuschlagen undundund. Und hier werden Bauklötze gestaunt, wenn einer zwei Löcher mit einem Quadratdezimeter Querschnitt durch die Wände seines Hauses schlägt.

In seinem Buch "So wird der Mann ein Mann" schreibt Robert Betz auf S. 244: "Wie schon erwähnt, mag es ein Teil unserer Mitmenschen überhaupt nicht, wenn jemand neue Wege geht, vor denen sie selbst noch Angst haben. ... Akzeptiere dies und verurteile sie nicht dafür. ... Frage dich bei allen Entscheidungen: Was würde die Liebe jetzt tun? ... Und ist in dem was ich tue, mein Herzblut drin?"
(Wen das Wort Liebe in diesem Kontext irritiert, der schlage im BAE-Buch die Seiten 6/7 auf: "Zwei Lieben")
Herzblut ist ein gutes Stichwort. Dieses Wort würde ich in unserem Zusammenhang lieber lesen als Besessenheit.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Trapeztafel Offline



Beiträge: 35

28.11.2017 18:19
#10 RE: Besessenheit! antworten

Letztendlich scheint es also vorrangig auf das alte "Imageproblem" hinauszulaufen.
Was mir im Zuge einer Internet-Recherche aufgefallen ist, bei der ich (zufällig) auf alte Miba-Titel gestoßen bin: Früher trugen Herren, die Modellbahnen vorstellten, offenbar fast ausnahmslos Anzug und Krawatte. Keine Spur von den sg. "Nerds" bzw. "Schrate", wie sie im UF "der Modellbahner" schon treffend charakterisiert wurden.
Da ich mit meinen 43 Lenzen hier wahrscheinlich eher zu den Jungspunden zähle, frage ich die "Älteren": Ist dem tatsächlich so, oder täusche ich mich da? Hat sich vielleicht auch das Einzugsgebiet des Personenkreises, der das Moba-Hobby ausübt, gewandelt?

OOK Offline




Beiträge: 3.657

28.11.2017 18:41
#11 RE: Besessenheit! antworten

In der Hoffnung, dass wir alsbald auf das eigentliche Strangthema zurückkommen, lasse ich mich mal kurz auf den Exkurs ein: Der Personenkreis ist heute möglicherweise etwas durchmischter, aber das Tragen von Anzug und Krawatte hat damit nichts zu tun. Ich war 1969 der erste, der in meiner Dienststelle ohne Krawatte erschien und wurde dafür von Chef mächtig gerüffelt. Seither hat sich das so entwickelt, dass in dem Bereich eine Krawatte die absolute Ausnahme ist.
Mich hat es immer sehr gestört, wenn in der Zeitschrift der ArGe Spur 0 immer von "Herren" die Rede war: "Die Anlage von Herrn Müller-Wattenscheid ...." etc. In meinen eigenen Publikationen gab es das zu keiner Zeit.
Auf den vier Ausstellungen, auf denen ich in diesen Jahr mit der BAE-on-tour-anlage gewesen bin, waren insgesamt gefühlt fünf Personen, die man als Schrate hätte bezeichnen könnne, wenn man denn gewollt hätte.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Silbergräber Offline



Beiträge: 340

29.11.2017 05:02
#12 RE: Besessenheit! antworten

Moin,

um den Bogen wieder zur Besessenheit zurück zu führen:

Ich denke, dass in jedem Menschen eine Art Besessenheit ist, die ihn antreibt und voranbringt. Leider haben in unserer schnelllebigen Zeit immer mehr Menschen nicht die Muße, die innere Ruhe, sie zu finden. Und den Antrieb, eine Sache konsequent zu verfolgen, zu entwickeln und zum Ziel und darüber hinaus zu bringen. Halt seinen Weg zu gehen und dazu gehört auch, neue Wege zu beschreiten.

Jedes mal, wenn ich im BAE-Buch schmökere, trällert in meinem Hinterkopf Frank Sinatra "My way".


LG

Jörn

BerndK Offline



Beiträge: 160

29.11.2017 05:56
#13 RE: Besessenheit! antworten

Hallo zusammen,

@OOK
Immerhin findet sich im Wiktionary mit Punkt [2] wenigstens eine Beschreibung von Besessenheit ohne negativ-Einschlag. Ich stimme zu, Herzblut wäre angebrachter, es zeigt sich Besessenheit besitzt überwiegend einen Negativ-Touch.

@Silbergräber
Leider haben in unserer schnelllebigen Zeit immer mehr Menschen nicht die Muße, die innere Ruhe, sie zu finden.
Wahre Worte.
Passend dazu aus einem aktuellen online-Artikel über Pierre Bourdieus vom Deutschlandfunk:
..."Ging es vor einigen Jahrzehnten noch darum, die oberen Stockwerke zu erreichen - Ulrich Beck nannte das den Fahrstuhleffekt der Gesellschaft - wird ein Großteil der Energie heute dafür verwendet, nicht abzuschmieren auf der sozialen Rutschbahn"...
Das fängt meiner Meinung nach schon bei dem Zeitaufwand für soziale Netzwerke an, die gerade für jüngere Leute meiner Beobachtung nach einen erheblichen Teil der sozialen Rutschbahn ausmachen. Innere Ruhe finden sieht anders aus. Ich gehöre zur Generation Golf, habe innere Ruhe noch kennengelernt und verteidige sie bzw. versuche sie zu bewahren. Sicher weitaus schwieriger für jüngere Leute, die sie nie kannten bzw. im schnellebigen Ameisenhaufen der Kurzmitteilungen aufgewachsen sind.

Gruß
Bernd

Fdl Triptis Offline




Beiträge: 205

29.11.2017 17:11
#14 RE: Besessenheit! antworten

Halo Jörn, hallo Bernd, wenn jemand - wie ihr beide - schon vor 6 Uhr aus dem Bett steigt um hier im Forum einen Beitrag abzuliefern, dann ist das für mich auch ein Zeichen von (durchaus positiv zu wertender) Besessenheit. Ich würde aber - wie Bernd - den Begriff Herzblut bevorzugen, Ohne das geht es nicht, auch bei unserem Hobby!

Mit Gruß - Helmut

Lord_Nelloz Offline



Beiträge: 5

29.11.2017 17:56
#15 RE: Besessenheit! antworten

Ich würde mich fast auf das schmale Brett begegeben, dass die Akzeptanz des Betriebsbahnings in Nicht-Modellbahnerkreisen höher ist, so man mit seiner Botschaft dorthin durchdringen könnte, weil es eben nicht dem Klischee des kettenrauchenden älteren Herrn entspricht, der sich in seinem Keller einschließt und mit ner Flasche Bier den Zügen beim automatisierten "Fahrbetrieb" zuschaut. Ich verstehe immer noch nicht, warum kein Modellbahnhersteller ein Betriebs-Starterset mit sowas wie der Weihnachtsanlage aus dem blauen Buch, Frachtkartensystem mit passenden Güterwagen samt Ladung und entsprechender Anleitung rausbringt. Man könnte ganz andere Gesellschaftsschichten anlocken. Und das Risiko ist doch arg begrenzt.

Das BAE-Buch wird allerdings sicherlich nahezu ausschließlich von Modellbahnern gelesen. Und da kann ich mir schon vorstellen, dass viele aus der Fraktion "Züge in schöner Landschaft vorbeirauschen sehen" (nicht abwertend gemeint, einfach eine andere Art unser Hobby auszuleben) diese akribische Beschäftigung mit dem Vorbild und der daraus entstandenen BAE als irgendwo übertrieben bis obsessiv empfinden mögen (da ist sie wieder, die Besessenheit...). Wobei da evtl. auf andere Aspekte wert gelegt wird, die ich als übertrieben empfinden würde. Ob die Spurkränze jetzt vorbildlich sind oder nicht, ist mir völlig wumpe. Hauptsache es ist betriebssicher.

Mit bestem Gruß
Christoph

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