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Dieses Thema hat 13 Antworten
und wurde 743 mal aufgerufen
 IV.3. Praxis des Modellbahnbetriebes
OOK Offline




Beiträge: 4.298

14.09.2017 20:45
Nichts Spezielles. ein ganz normaler Betriebstag auf der BAE Antworten

Am vergangenen Samstag fand nach langer Pause wieder einmal Betrieb auf der BAE statt.
War alles etwas ungewohnt, lief sich aber ein. Die "Probleme" waren eher fun als Stress.

Hier drei mehr oder weniger alltägliche Szenen aus dem Betriebsleben bei der BAE:


Rudi verblüffte den OBL gleich zu Anfang, als er die Aufgabe, mit dem Ng 200 in Schluft den Stückgut-Kurswagen zu Beginn des Rangierens an denn Gs zu setzen und am Schluss wieder mitzunehmen so löste, dass er mit dem kompletten Zug in das Gs-Gleis fuhr, den Stückgutkurswagen lange genug zum Aus- und Einlad am Schuppen beließ und dann rechtzeitig vor der Abfahrt mit dem Zug nach Gleis 2 umsetzte. Seeeehr listig. Ging aber nur, weil sonst nichts anderes in Schluft zu tun war. Und in diesem Fahrplan wurde er auch nicht überholt.


Hier hat Rudi seinen Ng in Sonnenberg in Gleis 3b geparkt, weil der im Hintergrund sichtbare Fdl ihn aus dem Weg haben wollte


Mountainbike ist mit dem Mz in Sonnenberg eingetroffen, während der Ng noch rangiert. Und Fdl Michael klärt was mit dem Zugleiter.

Tja, wie gesagt, nix Besonderes. Einfach Betrieb halt.
Wir waren übrigens zu sechst (meine Wenigkeit eingeschlossen): drei Fahrpersonale, Zugleiter, Fdl Sonnenberg, und ich als OBL und Lückenbüßer bzw. Springer. An zwei Stellen wurde nämlich ein viertes Fahrpersonal gebraucht. Ansonsten konnte ich noch in zeitweise in Sieber den Fdl-Job machen, die restliche Zeit halt OBL.

OOK
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Gilpin Offline




Beiträge: 1.454

15.09.2017 12:39
#2 RE: Nichts Spezielles. ein ganz normaler Betriebstag auf der BAE Antworten

Hi Otto,

gibt's eigentlich Schimpfe, wenn sich einer mit dem Ellbogen auf dem gestalteten Bereich abstützt? (Erstes Bild)
Schöne Szenen, besonders die unterschiedlichen Rangierfahrten des Ng.

Schönes Wochenende allen sechsen,
Reiner

OOK Offline




Beiträge: 4.298

15.09.2017 13:04
#3 RE: Nichts Spezielles. ein ganz normaler Betriebstag auf der BAE Antworten

Zitat von Gilpin im Beitrag #2

gibt's eigentlich Schimpfe, wenn sich einer mit dem Ellbogen auf dem gestalteten Bereich abstützt? (Erstes Bild)

Kommt eigentlich nicht vor, denn es gibt viele Ellenbogenablagen. Und in diesem Fall lehnt Rudi sich auf die Sperrholzplatte, die mal das Bett der Sieber werden soll. Wenn da dermaleinst "Wasser" ist, wird's allerdings ernst. Dann wird der Fall neu verhandelt.

OOK
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OOK Offline




Beiträge: 4.298

15.09.2017 13:10
#4 RE: Nichts Spezielles. ein ganz normaler Betriebstag auf der BAE Antworten

Was mir noch auffiel:


Ausschnitt aus dem 2. Foto im ersten Posting.

Der Güterschuppen in Sonnenberg hat drei Ladetore, damit die drei Stückgutkurswagen dort gleichzeitig be-, ent- und umgeladen werden können. Aber wenn ein vierter Wagen kommt, klemmst. Da müssen wir uns was überlegen

OOK
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hmmueller Offline



Beiträge: 437

15.09.2017 13:40
#5 RE: Nichts Spezielles. ein ganz normaler Betriebstag auf der BAE Antworten

Am letzten Bild Deines Initialbeitrags fällt mir was auf:

Zitat von OOK im Beitrag #1
... während der Ng noch rangiert...

Aber vor der Lok, die da fast auf der Kreuzung steht, liegt die Weiche ins Hauptgleis und nicht zur Lok hin. Wie kann das sein?
Wenn da kein Zug eingefahren ist - und ich sehe keinen, der aus dieser Richtung kam -, wär das ja nicht nötig.
Oder ist der schon durch?
Oder ist da einer ausgefahren?
Oder was sonst ist der Grund?

H.M.

OOK Offline




Beiträge: 4.298

15.09.2017 17:55
#6 RE: Nichts Spezielles. ein ganz normaler Betriebstag auf der BAE Antworten

Hallo Harald Adlerauge!
Klar, dass dir das auffällt. Der Grund fällt in die Kategorie "sonst".
Die Situation ist Folgende:



Die Weichen 14 und 15 führen auf die Kreuzung, vor der die rangierende Lok steht. Aus elektrischen Gründen darf nur eine der beiden Weichen auf die Kreuzung gelegt sein, sonst gibt es einen Kurzschluss in den Herzstücken. Wenn beide Weichen in Grundstellung liegen, ist die Fahrstraße von Shü nach Gl.1 eingestellt.
Bisher sind die Weichen 16, 17 und 18 von Stellwerk aus stellbar. Leider derzeit noch ohne Abhängigkeiten. Daran arbeiten wir noch. W 14 und 15 sollen einmal schlüsselabhängig werden. Kann dauern.

OOK
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hmmueller Offline



Beiträge: 437

15.09.2017 18:40
#7 RE: Nichts Spezielles. ein ganz normaler Betriebstag auf der BAE Antworten

Besten Dank für die Erklärung - also ein "technik-immanenter" Grund, wie man sagen könnte.
Und für die Blumen, wenn ich so sagen darf ...

H.M.

Erzgebirgsnebenbahner Offline



Beiträge: 25

16.09.2017 09:20
#8 RE: Nichts Spezielles. ein ganz normaler Betriebstag auf der BAE Antworten

Geld spielt bei der Bahngesellschaft wohl keine Rolle? Wenn Gleis 3b eher eine Art Abstellgleis ist, warum braucht es dann Weiche 17/18, ansonsten erschließt sich mir der Sinn der Weiche 11/13 nicht. Oder dient es dem leichteren Rangieren von Kurswagen?

Die Kombination von Weiche 6/7/8/9 ist auch so ein Bau, wo ich als Direktor den Rotstift ansetzen würde.

OOK Offline




Beiträge: 4.298

17.09.2017 14:08
#9 RE: Nichts Spezielles. ein ganz normaler Betriebstag auf der BAE Antworten

Zitat von Erzgebirgsnebenbahner im Beitrag #8
Geld spielt bei der Bahngesellschaft wohl keine Rolle?
Die Kombination von Weiche 6/7/8/9 ist auch so ein Bau, wo ich als Direktor den Rotstift ansetzen würde.

Also wenn dieser Einwand aus MeckPomm gekommen wäre, wo der Herr Lenz aus Berlin jede Weiche dreimal umgedreht hat, bevor er sie einer seiner Kleinbahnen zur Verfügung stellte, hätte ich dafür Verständnis gehabt. Aber aus Sachsen, wo Schmalspurbahnhöfe locker zwanzig, fünfundzwanzig und fast dreißig Weichen haben können?

Nun ist dies ja kein Strang zur Beschreibung der BAE, daher will ich nur andeuten, wie es zum jetzigen Plan von Sonnenberg gekommen ist. Die BAE ist eine Bahn mit Geschichte. Wie im Buch "Die Braunlage-Andreasberger Eisenbahn" nachzulesen, war Sonnenberg bei der BAE I nur ein bescheidener Endbahnhof mit acht Weichen (davon zwei bis zum Abbruch und Umzug der Anlage nicht fertig). Bei der BAE II wurde Sonnenberg Abzweigbahnhof und bekam neue Funktionen, die rechte Hälfte musste total neu gebaut werden.

Zehn Jahre später erneuter Abbruch und Umzug. Bei der BAE III war Sonnenberg wieder Abzweigbahnhof, aber die neue Anlage war für einen umfangreicheren Betrieb mit bis zu vier Zügen gleichzeitig geplant. Deshalb musste der Gleisplan erneut angepasst werden, zunächst unter möglichst weitgehender Verwendung von Weichenfeldern von der BAE II. Bei Betriebsaufnahme der BAE III gab es in Sonnenberg vierzehn Weichen. An Stelle der jetzigen EKW 7a/b war eigentlich eine DKW vorgesehen, die aber nicht funzte, daher kam es zu der günstig erworbenen EKW. Die fehlende Verbindung von Gl. 4 nach 3a wurde dann durch den Bypass über W 5 und 6 hergestellt.
Wenn du werter Erzgebirgsnebenbahner als Direktor der BAE diese Kombination W 5, 6, 7 rückbauen wolltest, müsstes du also zunächst eine 0m DKW beschaffen, was sehr ins Geld gehen kann! Außerdem wäre dir der Fdl Sonnenberg und das Rangierpersonal gram, denn dann könnte man nicht mehr von Gl. 4 aus nach 3a und 4a rangieren, wenn eine Fahrstraße von/nach Gl.3 eingestellt ist. Das wäre sehr hinderlich.

Was nun den linken Bahnhofskopf angeht, so sind die Weichen 17 und 18 erst nachträglich eingebaut worden, da bis dahin die Einfahrt der Güterzüge von Schlufterhütte aus nach Gl. 3 über den Umweg W 13 und W 12 erfolgen musste und diese dann häufig nicht grenzzeichenfrei zwischen W 5 und W 13 passten. Ein Ein- oder Ausfahrt von/nach Gl 4 war gar nicht möglich. Das war eben das Erbe von der BAE II. Die direkte Einfahrt über W 17/18 wurde also ebenfalls vom Fdl und dem Rangierpersonal gefordert und realisiert. Natürlich könnte man W12 und 13 nun eigentlich rückbauen. Das macht erstens unnötige Arbeit und zweitens entfiele die Rückfallebene bei Störung von W 17 oder 18.

So ist der jetzige Gleisplan voll und ganz aus den Bedürfnissen des Betriebes entstanden, so wie das bei 1:1-Bahnen auch der Fall ist.

OOK
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Kabees240 Offline




Beiträge: 245

17.09.2017 18:49
#10 RE: Nichts Spezielles. ein ganz normaler Betriebstag auf der BAE Antworten

Hättest du nicht gedacht, Otto, dass du dir mit so einem harmlosen Bericht soviel Erklärungsaufwand aufhalst.

Gruß
Hans

OOK Offline




Beiträge: 4.298

18.09.2017 11:21
#11 RE: Nichts Spezielles. ein ganz normaler Betriebstag auf der BAE Antworten

Nochmal zu den Weichen 11 und 13 sowie 17 und 18:



Rudi konnte seinen Wagenzug nur deswegen so wild parken, weil die Weichen 11 und 13 nicht rückgebaut worden sind. Andernfalls wäre die Zufahrt zum Gl. 4 dicht.

OOK
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Gilpin Offline




Beiträge: 1.454

18.09.2017 11:27
#12 RE: Nichts Spezielles. ein ganz normaler Betriebstag auf der BAE Antworten

Hi Otto,

schöner neuer Avatar, schicke Kappe!

Gruß,
Reiner

OOK Offline




Beiträge: 4.298

18.09.2017 11:31
#13 RE: Nichts Spezielles. ein ganz normaler Betriebstag auf der BAE Antworten

Zitat von Gilpin im Beitrag #12
Hi Otto,

schöner neuer Avatar, schicke Kappe!

Danke für die Blumen. Neu ist das Avatar allerdings nicht, war nur dank eines Serverfehlers nicht sichtbar. Das hat Jaffa jetzt behoben.
Das Bild zeigt mich in einem Zug der Ffestiniog Ry. in Wales (auch wenn die Kappe eher schottisch aussieht).

OOK
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eisenhans Offline




Beiträge: 396

07.11.2017 13:20
#14 RE: Nichts Spezielles. ein ganz normaler Betriebstag auf der BAE Antworten

Ehrlich gesagt habe ich bis zu diesem Thread immer gedacht, alle reden nur klug über Modellbahnbetrieb, wie man es machen muss oder müsste, wie sie es machen würden, wenn sie würden etc. Und jetzt sehe ich, dass es das tatsächlich gibt. Auf einer Heimanlage. Ich bin fasziniert, gesteht

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