Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

Modellbahnanlagen
Planungs- und Design-Forum

für vorbildgerechten Modellbahnbetrieb

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 27 Antworten
und wurde 1.188 mal aufgerufen
 III.1. Konzeptionelle Grundüberlegungen
Seiten 1 | 2
517 008 Offline



Beiträge: 85

08.07.2017 11:14
#16 RE: Sichtbar - unsichtbar antworten

Zitat von Gilpin im Beitrag #15


- Wenn Modellbahnanlagen zusammenhängende Szenen sind, quasi mit dem Spaten ausgestochene Teile der Landschaft, dann können verborgene Streckenteile / Schattenbahnhöfe nur am Ende / an den Enden der sichtbaren Strecken liegen.


Hallo Reiner,

dieser Einschränkung würde ich gerne widersprechen.

Aus meiner Sicht könnte auch ein Fiddleyard außer an einem/beiden Enden in der Mitte der Strecke zwischen zwei Bahnhöfen Sinn machen. Er würde eine größere Distanz mit einem oder mehreren Bahnhöfen/Betriebsstellen zwischen den dargestellten Betriebsstellen simulieren. Quasi so:

FY1 --- Bahnhof A --- FY Mitte --- Bahnhof B --- FY2

Grüße, David

Gilpin Offline




Beiträge: 791

08.07.2017 12:36
#17 RE: Sichtbar - unsichtbar antworten

Hallo David,

Du hast da einen Punkt; ich würde den "FV Mitte" nur gern in "SB Mitte" umbenannt und anders verstanden wissen, insofern er vielleicht eine Überholung erlaubt. Eigentlich würde ich aber dafür plädieren, dass die Züge in genau derselben Reihenfolge ausfahren, wie sie eingefahren sind, um eben "Strecke" zu simulieren. Aber: am Ende der SB-Gleise wäre ja auch dann abzubremsen, und dabei verlangsamt auch der letzte Wagen des Zuges, und das tut er womöglich im sichtbaren Bereich. - Bei einer einzelnen Limburger Zigarre musst Du Dir da natürlich keine Sorgen machen.(L)

Einen wirklichen FY zwischen A und B schalten würde ich eher nicht: entweder wäre er im Halbdunkel und nicht leicht zu erreichen, oder er läge im Hellen, auf 1,30 m Höhe und griffgünstig, und dann bliebe die Frage, warum er nicht gestaltet werden sollte.

Mit freundlichem Gruß,
Reiner

Fischkopp Offline




Beiträge: 277

10.07.2017 00:19
#18 RE: Sichtbar - unsichtbar antworten

Hallo Reiner,
also bei entsprechender Konzeption kann man schon einen FY zwischen gestaltete Bereiche legen.
Bildet man z. B. eine NE-Bahn nach, so finden die interessantesten Dinge (Übergabe und Feinsortierung von Wagen, Umsetzen, usw.)
doch an den beiden Endpunkten statt. Wenn man nun den Platz für eine Strecke mit fünf Stationen nicht hat,
baut man eben Übergabebahnhof, FY alias alle Zwischenstationen und den Endbahnhof, und kann trotzdem einen vollständigen
Bahnbetrieb abwickeln.
So ähnlich funktioniert doch auch die Briloner Waldbahn, denn was wäre ein wahrer MAPUD-Thread ohne genügend Verweise auf das blaue Buch?

Viele Grüße,
Alex

OOK Offline




Beiträge: 3.597

10.07.2017 06:43
#19 RE: Sichtbar - unsichtbar antworten

Zitat von Fischkopp im Beitrag #18
So ähnlich funktioniert doch auch die Briloner Waldbahn, denn was wäre ein wahrer MAPUD-Thread ohne genügend Verweise auf das blaue Buch?
Danke Alex, ich habe in der Tat eine Weile überlegt, soll ich, soll ich nicht, jetzt hast du das gemacht.
Und in der Tat: In der Briloner Waldbahn-Anlage gab es einen F-Y in der Mitte. Der konnte mehrere Zwischenstationen emulieren sowie auch eine abzweigende Strecke, alles nachzulesen, öhm, das ist mir jetzt echt peinlich, im Blauen Buch. ;-)

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

517 008 Offline



Beiträge: 85

10.07.2017 13:01
#20 RE: Sichtbar - unsichtbar antworten

Hallo zusammen,

genau das war auch meine Intention. Mehrere oder zu große Bahnhöfe / Betriebsstellen entlang einer Strecke zwischen zwei dargestellten Bahnhöfen / Betriebsstellen könnten so in einen deutlich platz- und kostensparenderen FY zusammengefasst werden. Die Ngs könnten in diesem alle Wagen abstellen und aufnehmen, die entlang der nicht dargestellten Streckenabschnitte gelegen haben.

Weiterer möglicher Vorteil:
Sollten mal zu wenig Mitspieler da sein, lässt sich der Betrieb auch auf der Teilstrecke bis zum mittleren FY darstellen oder sequentiell abwickeln, falls der FY dafür genug Gleise vorhält. Personenzüge und reine Duchgangsgüterzüge könnten dann in Wendeln als sequentiellem Zugspeicher geparkt werden, Ngs oder Übergaben in für den 5-Finger-Kran zugänglichen Gleisen umgebildet werden und wieder in der richtigen Reihenfolge einsortiert werden (ggf. wäre die Überholung in den nicht dargestellten Bahnhöfen durch die Personenzüge ja sogar vorbildgerecht).

Bei ausreichend Platz wäre es natürlich schöner, alle Betriebsstellen entlang der Strecke darzustellen, aber ausreichend Platz ist je nach Thema und Größe der Betriebsstelle in H0 schon problematisch, auch mit etwas steileren Weichen und kleineren Radien.

Um wieder zum Aufhänger zurückzukommen:
Ein gutes Verhältnis sichtbar zu unsichtbar kann nicht pauschal sein, sondern muss abhängig vom Thema, der Umsetzung / Konzeption und dem vorhandenen Raum individuell bewertet werden. Und letzten Endes wird da auch jeder seine eigenen Präferenzen haben...

Gruß, David

OOK Offline




Beiträge: 3.597

10.07.2017 14:29
#21 RE: Sichtbar - unsichtbar antworten

Zitat von 517 008 im Beitrag #20
Hallo zusammen,

genau das war auch meine Intention. Mehrere oder zu große Bahnhöfe / Betriebsstellen entlang einer Strecke zwischen zwei dargestellten Bahnhöfen / Betriebsstellen könnten so in einen deutlich platz- und kostensparenderen FY zusammengefasst werden. Die Ngs könnten in diesem alle Wagen abstellen und aufnehmen, die entlang der nicht dargestellten Streckenabschnitte gelegen haben.

Weiterer möglicher Vorteil:
Sollten mal zu wenig Mitspieler da sein, lässt sich der Betrieb auch auf der Teilstrecke bis zum mittleren FY darstellen oder sequentiell abwickeln, falls der FY dafür genug Gleise vorhält. Personenzüge und reine Duchgangsgüterzüge könnten dann in Wendeln als sequentiellem Zugspeicher geparkt werden, Ngs oder Übergaben in für den 5-Finger-Kran zugänglichen Gleisen umgebildet werden und wieder in der richtigen Reihenfolge einsortiert werden (ggf. wäre die Überholung in den nicht dargestellten Bahnhöfen durch die Personenzüge ja sogar vorbildgerecht).

Das könnte auch gut im UFO X.9 stehen.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

ow Offline




Beiträge: 245

11.07.2017 19:51
#22 RE: Sichtbar - unsichtbar - extrem antworten

Wenn für die geliebte Modellbahn eine Wand mit 3 Meter Länge zur Verfügung steht
und darauf 2/3 eines Bahnhofs eines Kuh-(r)-dorfes einigermaßen glaubhaft dargestellt
und betrieben werden kann, muß, ob gern oder nicht, der Rest der Welt in den Untergrund. (zum Schubladenzugspeicher).
Das ergibt schon in den dazugehörigen Wendeln das vielfache der offenen Streckenlänge.
Soll dann noch im Hintergrund an der Talwand entlang die Strecke weitergeführt werden
ergibt dies weitere verdeckte Wendeln. Und ist dann noch der Erbauer der Anlage ein Fan von seehr hohen Viadukten,
das heißt das Kuhdorf im Tal wird noch hoch oben talüberspannend gequert,
dann wird die Anzahl der Wendeln (9 mal Ringelpietz) und
damit die Länge der verdeckten Strecke leicht extrem.
Hört sich etwas verrückt an, ist aber nicht, zumindest nicht für mich.
Wenn nach ausgiebigem Rangieren und Zugbilden der Zug oder die Triebwagengarnitur den Bahnhof verläßt,
aus dem Blickfeld gerät und nach einer Weile (gut Ding will immer Weile haben)
weit hinten an der Talwand entlang tuckert (oder rauscht)
und nach einer Bergumrundung (in der weiten Welt) nochmal hoch oben 2 Meter lang sicht bar ist
und dann in die weite Welt /zum nächsten Bahnhof oder neun Wendeln weiter unten in der Schublade verschwindet.
Dann ist das für mich reales Nachspielen einer Gebirgsbahn.

Meint Otto ( ow), der Fan von hohen Brücken und Viadukten

Gilpin Offline




Beiträge: 791

11.07.2017 21:45
#23 RE: Sichtbar - unsichtbar - extrem antworten

Hallo Otto (ow),

Dein Beitrag löst bei mir keine deutschen Assoziationen aus - gib mir Nachhilfe.* Aber meine sofortige Assoziation war BLS. Nach weiterem Nachdenken kam die RhB dazu, auch die an sich nicht soo spektakuläre SOB, die aber auch eines der "seehr hohen Viadukte" aufweist, das ebenfalls ein "Kuhdorf im Tal ... noch hoch oben talüberspannend ...quert", und zur SBB ist da nicht weit.

Zeit wird's, da mal wieder vorbei zu fahren, finde ich,
mit freundlichem Gruß,
Reiner

*Nach Nachhilfe hätte ich gern ein (W) gesetzt - ging mal wieder nicht. Die Zitierfunktion dito.

Fdl Triptis Offline




Beiträge: 194

12.07.2017 10:28
#24 RE: Sichtbar - unsichtbar - extrem antworten

Hallo, das mit der Gleiswendel führt tatsächlich zu vielen unsichbaren Gleismetern: Die Gleiswendel in Triptis II ist dreigleisig, hat sechseinhalb Runden bei einem Radius zwischen 56 und 70 cm; das ergibt fast 80 m Gleislänge nur in der Wendel, ohne Zufahrtsgleise! Mit Gruß - H.

OOK Offline




Beiträge: 3.597

12.07.2017 11:30
#25 RE: Sichtbar - unsichtbar - extrem antworten

Zitat von Fdl Triptis im Beitrag #24
Hallo, das mit der Gleiswendel führt tatsächlich zu vielen unsichbaren Gleismetern: ... ... Das ergibt fast 80 m Gleislänge nur in der Wendel
Weswegen ich Gleiswendel auch für die ultima ratio halte und nach Kräften vermeiden würde. Und wenn schon, dann sollte sie wenigstens sequentieller Zugspeicher sein.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

ow Offline




Beiträge: 245

12.07.2017 15:51
#26 RE: Sichtbar - unsichtbar - extrem antworten

[quote="Gilpin"|p15305]Hallo Otto (ow),

Dein Beitrag löst bei mir keine deutschen Assoziationen aus - gib mir Nachhilfe.* Aber meine sofortige Assoziation war BLS. Nach weiterem Nachdenken kam die RhB dazu, auch die an sich nicht soo spektakuläre SOB, die aber auch eines der "seehr hohen Viadukte" aufweist, das ebenfalls ein "Kuhdorf im Tal ... noch hoch oben talüberspannend ...quert", und zur SBB ist da nicht weit.....[/quote]

der Kandidat Rainer erhält 100 Punkte.

Tätsächlich habe ich versucht die RHB, sprich Landwasserviadukt nachzubilden. Allerdings in Regelspur. Mir gefällt es wie es geworden ist. Die Landschaftsdetailierung (Gips und Gras) muß noch warten. Jetzt wird erst mal Betrieb geübt und dadurch sind die nicht sichtbaren Strecken noch nicht ganz unsichtbar. (Trick 17 mit Selbstüberlistung)
Otto (ow)

die Zitatfunktion will mal wieder nicht !!!

ow Offline




Beiträge: 245

12.07.2017 16:40
#27 RE: Sichtbar - unsichtbar - extrem antworten

Zitat von OOK im Beitrag #25
Zitat von Fdl Triptis im Beitrag #24
Hallo, das mit der Gleiswendel führt tatsächlich zu vielen unsichbaren Gleismetern: ... ... Das ergibt fast 80 m Gleislänge nur in der Wendel
Weswegen ich Gleiswendel auch für die ultima ratio halte und nach Kräften vermeiden würde. Und wenn schon, dann sollte sie wenigstens sequentieller Zugspeicher sein.


Zugspeicher in verdeckter Wendel evt. machbar ab H0 und größer, in N rate ich davon ab. Hatte ich schon bei meiner ersten Anlage die ich gottseidank wegen Umzug abbrechen mußte. Halten, anfahren in Wendeln unter Durchmesser 70 cm mit Zügen länger als 8 Wagen ist immer problematisch.
Otto (ow)

Fdl Triptis Offline




Beiträge: 194

12.07.2017 17:45
#28 RE: Sichtbar - unsichtbar - extrem antworten

Hallo, im Fall Triptis hat die Wendel nichts mit dem Schattenbahnhof/Zugspeicher zu tun, die Wendel verbindet einfach zwei Bahnhöfe. Bahnhof Triptis ist oben auf einer Höhe von 120 cm, der nächste Bahnhof in Fahrtrichtung Gera ist Niederpöllnitz auf der Höhe von 65 cm. Die Fahrzeit über die Wendel-Verbindung liegt je nach Zugart und Fahrtrichtung zwischen 6 und 12 Modellminuten, das passt genau zum Vorbild-Kursbuch. Was will man denn mehr?

Der Nachteil der Wendel liegt halt darin, dass man den Zug nicht nach dem walk-around-Prinzip verfolgen kann, aber das will ich in meiner Rolle als Fdl gar nicht, außerdem wüsste ich nicht, wie ich die Streckenlänge von ca. 26 m in meinem Keller unterbringen sollte. Die andere Strecken-Richtung von Triptis aus gesehen (Traun - Neustadt - Neunhofen - Oppurg) geht abwärts an der Wand entlang und überwindet einen noch größeren Höhenunterschied. Dieses prizipielle Höhenprofil ist vorbildgerecht, denn Triptis liegt beim Vorbild auf der Wasserscheide zwischen Saale und Weißer Elster, es geht also auch beim Vorbild in beiden Richtungen abwärts.

Anhalten in der Wendelsteigung kommt häufig vor, nämlich wenn der Zug am Einfahrsignal Triptis A halten muss. Mein längster Zug ist etwa 3,60 m lang und hat 24 Kesselwagen unterschiedlicher Länge und Achszahl, der wird in Doppeltraktion gefahren, der längste Zug in Einfachtraktion hat 18 Zweiachser, beide Zugkombinationen haben keine Probleme beim Anfahren in der Wendelsteigung mit ca 21 o/oo Steigung und 700 mm Radius.

Mit Gruß - Helmut

Seiten 1 | 2
 Sprung  

 

Harz-Bahn-Forum

BAE-by-OOK

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de