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Dieses Thema hat 55 Antworten
und wurde 3.972 mal aufgerufen
 II.3. Planen von Anfang an
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Xangod Offline



Beiträge: 31

02.06.2017 21:56
An der Garte hellem Strande - meine Gartetalbahn in 0e antworten

[/url]Mein Vorentwurf:An der Garte hellem Strande - die Kaupsche Gartetalbahn in 0e
Ein Kästchen sind 50cm

Vorbild:
Die Göttinger Kleinbahn AG, eine Lenzsche Kleinbahn mit 750mm Spurweite, 1897 in Betrieb genommen, 1959 stillgelegt

Konzept:
an-der-Wand-entlang-Anlage in einem 4,13 x 3,45m großen Raum mit zwei Durchbrüchen in Nachbarräume.

Epoche:
II bis III, das nehme ich nicht so streng, so groß waren bis auf den VT die Unterschiede sowieso nicht und bei mir dürfen auch Fahrzeuge zusammen zum Einsatz kommen, die sich in echt nie begegnet sind, meinetwegen Lok 1 und Lok 5.

Jahreszeit:
Frühherbst, Start der Zuckerrübenkampagne

Gleismaterial: Peco 0e zum Teil mit H0 Code 100 ergänzt, Weichen von Hand gestellt, Betrieb mit DCC/ Roco Z21

Fahrzeuge: Ich sammel’ und bastel’ schon seit einigen Jahren an passendem Fahrzeugmaterial, zwei B-Kuppler, HF 110 Lok 5 und der VT 91 sind schon verhanden, ich bin auch an entsprechendem Wagenmaterial dran, weiteres wird folgen. Balancierkupplungen von ZT-Modellbau (Zeunert).

Betrieb:
Ich bin mehr der Bastelbahner, im gewissen Sinne sehe ich die Anlage als aneinander gereihte Dioramen, aber natürlich ist mir ein dem Vorbild entsprechender Betrieb schon wichtig. Zwar war der Vorbildbetrieb auf der Gartetalbahn nicht sehr aufregend, aber ich glaube, es gibt dennoch genug für mich zu „spielen“, ich bin dabei mehr der Eigenbrötler.

Möglichkeiten:
Leider muß die Raummitte frei bleiben, der Platz unter den Segmenten wird für Regale (Ikea „Ivar“) genutzt. Der Bereich vor dem Fenster muß so gestaltet werden, daß ein schneller Auf- und Abbau möglich ist. Auch die Nutzbereiche in den beiden Nachbarräumen sind eingeschränkt. Die beiden Wanddurchbrüche sollen nicht nur winzige Öffnungen (Tunnel gab es auf der Gartetalbahn eh nicht) werde, sondern richtige kleine „Fenster“ von ca. 50cm Breite und entsprechender Höhe.Zumindest ein Teil der Anlage soll transportabel ausgeführt und auch ausgestellt werden. Alternativlos sind für mich Hintergrundkulissen und eine gute Ausleuchtung.

Was mir an dem Entwurf gefällt:
Viele maßgebliche Szenen der Gartetalbahn sind, wenn auch stark komprimiert, vorhanden, wie die beiden Endbahnhöfe, zwei typische Unterwegsbahnhöfe, die einfach dazugehörenden Ortsdurchfahrten, die Klippen an der Steinsmühle, die Fahrt entlang der Straße und der Garte etc..

Was mir nicht so gefällt:
Anschließer wie die Brauerei und der Steinbruch sind nicht berücksichtigt. Alles ist doch arg gestaucht und die ganz engen Radien sind grenzwertig, auch wenn ich die bei einem Kleinbahnvorbild eher vertretbar finde. (Mindestradius Vorbild 80m = 177cm!!!). Ich muß sowieso erstmal ausprobieren, ob sich da alle Fahrzeuge (z. Bsp. die Henke HF 110 C) durchzwängen können.

Identität:Bei der Gartetalbahn galt wegen mangelnder Wendemöglichkeit grundsätzlich Tender voran nach Göttingen, Schornstein voran nach Rittmarshausen. Kohle gab es nur in Göttingen, Wasser nur im Steinbruch und in Rittmarshausen. Es ging von Göttingen nach Rittmarshausen mit einem Gesamthöhenunterschied von 95m und max. Steigungen von 1:45 bergauf und zwischendrin auch bergab, diese Höhenunterschiede möchte ich auch im Modell darstellen. Viele Gebäude werde ich nach direktem Vorbild bauen und teilweise auch als Vampisol-Kleinserienmodelle (die „hölzerne Viehüberführung“ gibt es ja schon) anbieten. Nicht zu vergessen, das schönen Bahnhofsgebäude von Klein Lengden Kleinserienherstellers Artdetail. Auch die Hintergrundkulisse soll sich an den Originalschauplätzen orientieren. Soweit das auf den schmalen Segmenten möglich ist, möchte ich auch die typische Landschaft „einfangen“.

Bahnhöfe:
Göttingen Süd
Orientiert sich schon ziemlich am Vorbildgleisplan, aber gespiegelt, gestaucht und in die Kurve gelegt. Umladegleise von Reichs-/ Bundesbahn auf Schmalspur, einständiger Lokschuppen, Bekohlung, Ladestraße und Viehrampe, biegt in die Leinestraße ein.

Diemarden
Haltepunkt auf der Dorfstraße vor der Kneipe

Steinsmühle
Ziemlich nahe dran am Original, fast maßstäblich, durch die Mühle als Anschließer einziger Unterwegsbahnhof mit drei (!) Weichen.

Waterloo
Beim Vorbild der längste der typischen Zwei-Weichen-Unterwegsbahnhöfe. Leider hier stark gekürzt. Die Ladestraße war immer eine schöne Matschsuhle, da werde ich mich beim Basteln austoben. Die Kneipe befindet sich oberhalb.

Rittmarshausen
Viel vom Originalgleisplan, nur etwas abgespeckt und angepaßt. Dreiständiger Lokschuppen, Div. Schuppen, Werkstätten, Abortgebäude, Viehrampe… das schöne Backstein-EG kommt demnächst von Vampisol.

Gilpin Offline




Beiträge: 1.348

02.06.2017 22:34
#2 RE: An der Garte hellem Strande - meine Gartetalbahn in 0e antworten

Hi Xangod,
mal völlig quer: wie hast Du die schöne Skizze gemacht: die Schraffur, die Beschriftungen...? Was ich meine: händisch oder am Rechner, und wenn, dann womit?
Bevor ich etwas inhaltliches sage, möchte ich erst einmal "Gartetalbahn" googeln...
Gruß,
Reiner

OOK Offline




Beiträge: 4.095

03.06.2017 08:50
#3 RE: An der Garte hellem Strande - meine Gartetalbahn in 0e antworten

"Gartetalbahn" brauche ich sicher nicht zu googlen (in Chöttingen studiert und auch sonst...). Große Freude meinerseits, dass endlich mal einer (und nicht irgendeiner) diese wunderschöne Bahn nachstellen will, dazu in 1:45. Heißa!
Natürlich könnte man hier in den Details der Planung rumfrickeln (machen wir sicher noch), aber erstmal muss ich sagen: der Grundentwurf ist ziemlich klasse. Gewiss würde ich manches ein wenig anders machen, aber ich bin ja OOK und nicht Xangod und habe etwas andere Prioritäten (aber soooviel anders wohl doch nicht).
Zu den erwähnten Mindestradien: Dass die Gartetalbahn 80m rmin hatte, hatte ich gerade nicht auf dem Schirm, die Südharzbahn (Meterspur!) hatte 60, umgerechnet 1,33m, mein de facto Mindestradius auf der Hauptstrecke ist 1m. Wirkt überhaupt nicht eng, wie sicher einige bestätigen können (seit vorgestern auch Gilpin ;-)

Soviel als Schuss aus der Hüfte, später sicher mehr.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/
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OOK Offline




Beiträge: 4.095

03.06.2017 10:00
#4 RE: An der Garte hellem Strande - meine Gartetalbahn in 0e antworten

Und gleich mal bisschen Butter bei die Fische:



Damit wird nicht nur eine längere Fahrstrecke gewonnen, sondern auch PAN wieder hergestellt. Die eingezeichnete neue Tür könnte man gegen einen neuen Pfosten schließen oder aber mit einem Ausschnitt in Höhe der Anlage versehen. Da muss mal ganz unkonventionell gedacht werden.

OOK
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Xangod Offline



Beiträge: 31

03.06.2017 10:15
#5 RE: An der Garte hellem Strande - meine Gartetalbahn in 0e antworten

Hi Rainer,
mit durchpausfähigem Skizzenpapier Edding Profipen Tuschezeichnern im Maßstab 1 zu 25. Buntig mit Bunt- und Pastelstiften, dann eingescannt. Nur das Raster ist mit dem Computer gemacht.

Xangod Offline



Beiträge: 31

03.06.2017 10:21
#6 RE: An der Garte hellem Strande - meine Gartetalbahn in 0e antworten

Hi OOK,
da würde wenigstens der Durchbruch durch die 24er Wand wegfallen, vor dem ich Theoretiker respekt habe. Der Vorteil ist offensichtlich. Aber an die Idee muß ich mich erstmal gewöhnen.

Zwischen 500er Radien und 1000er Radien ist leider noch ein großer Unterschied. Aber die Fährst ja auch Meterspur, bei mir ist es ein Viertel kleiner!

OOK Offline




Beiträge: 4.095

03.06.2017 15:19
#7 RE: An der Garte hellem Strande - meine Gartetalbahn in 0e antworten

Zitat von Xangod im Beitrag #6
Zwischen 500er Radien und 1000er Radien ist leider noch ein großer Unterschied. Aber die Fährst ja auch Meterspur, bei mir ist es ein Viertel kleiner!
Ich lege nach: auf meiner Zweigstrecke Sonnenberg - St. Andreasberg sowie auf der Grubenanschlussbahn ist rmin 800 verlegt, und zwar durchgehend. Da sollte 500 bei 750..Spur a) möglich und b) optisch ok sein, zumal ja die Fahrzeuge auch kleiner sind.

Hier der PmG 160 von Sonnenberg nach St. Andreasberg im 800er-Bogen am Hp Jordanshöhe:

OOK
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tuxlover Offline



Beiträge: 159

04.06.2017 14:19
#8 RE: An der Garte hellem Strande - meine Gartetalbahn in 0e antworten

Hallo und willkommen,

ich schließe mich der Meinung an, dass der Grundentwurf wirklich schon mal ganz gut aussieht. Zum Thema Wanddruchbrüche sind mir auch ein paar Gedanken gekommen. In wie fern ist es denn ein Muss, die zwei Türen überhaupt zu behalten? Evtl. wäre ja auch eine Schieb- / Falttür links von Göttingen eine Idee, um den ganzen Bereich abzugrenzen.
Des weiteren kam mir in den Sinn, anstelle des Durchbruchs an der Ausfahrt von Göttingen Süd dort die ganze Wand wegzunehmen und anstelle des Türsturzes einen neuen Sturz einzuziehen, der den gesamten Bereich überspannt. Das sollte vom Aufwand nicht viel mehr sein, als nur ein "kleiner" Wanddurchbruch. Dafür erhältst du freien Durchblick ohne die Säule dazwischen.

Gruß Michael

dave Offline



Beiträge: 128

04.06.2017 16:32
#9 RE: An der Garte hellem Strande - meine Gartetalbahn in 0e antworten

Ich habe auf meiner, in Bau befindlichen, H0e-Anlage 400 mm Mindestradius. Je kürzer die Fahrzeuge sind, desto weniger stört ein kleiner Radius. Wesentlich ist auch von wo der Betrachter draufblickt. Meiner Meinung nach fallen kleine Radien eher auf wenn man von oben oder außen draufblickt. Ich habe bemerkt, dass eine minimale Überhöhung dem Bild auch gutes tut.

Am besten ist es sicher, wenn du einfach einen Probeaufbau mit den längsten Fahrzeugen machst und deine persönliche Grenze für den Mindestradius findest.

Ein Triebkopf kommt selten allein.

OOK Offline




Beiträge: 4.095

04.06.2017 20:57
#10 RE: An der Garte hellem Strande - meine Gartetalbahn in 0e antworten

Zitat von tuxlover im Beitrag #8
Des weiteren kam mir in den Sinn, anstelle des Durchbruchs an der Ausfahrt von Göttingen Süd dort die ganze Wand wegzunehmen und anstelle des Türsturzes einen neuen Sturz einzuziehen, der den gesamten Bereich überspannt. Das sollte vom Aufwand nicht viel mehr sein, als nur ein "kleiner" Wanddurchbruch.
Also Wanddurchbrüche (auch durch dicke tragende Wände) und Ersatz von Wänden durch Träger, da kenne ich mich aus. Ohne solche Gewaltakte wäre die BAE nicht so möglich gewesen, wie sie nun existiert.
Aber: es ist aufwändig und auch nicht ganz unteuer, zumindest der Punkt zwei.
Aber Michael hat durchaus Recht. Die Wegnahme der kurzen Wand an der Ausfahrt von GÖ Süd würde eine Menge an Bedienerkomfort und visueller Wirkung bringen. Allerdings ist die lichte Weite der Öffnung dann 175 cm. Doch auch dafür gibt es passende Stürze, die ein Maurer (wenn man ihm als Handlanger zuarbeitet) setzen kann. Und so ein Sturz kostet nicht die Welt:


Otto

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/
www.0m-Blog.de

Gilpin Offline




Beiträge: 1.348

04.06.2017 21:59
#11 RE: An der Garte hellem Strande - meine Gartetalbahn in 0e antworten

Hallo Xangood,

Nun habe ich auch (noch) nicht geguckelt, aber schon mal gejutubt, und glatt zweierlei gefunden:
https://www.youtube.com/watch?v=lhPftVTpwmo, unerträglich beschaulich, und
https://www.youtube.com/watch?v=cNUCsaspts0, interessanterweise ein (reichlich kitschiger) Kinofilm, der die Gartetalbahn für einen Handlungsstrang nutzte. Von der D&RGW kennen wir das, aber von dieser wenig prominenten Bahn in Deutschland eher nicht. (In der Neuzeit gibt's da eine einzelne Folge der Elizabeth-George-Krimiverfilmungen, in der immer wieder im Hintergrund eine 2-Fuß-Bahn durch's Bild fährt.)

Der Knaller ist eher folgendes Filmchen: https://www.youtube.com/watch?v=PyQ-PmSklLc
Es legitimiert (fast; immerhin kam sie nach Göttingen, aber wohl kaum nach G.-Süd!) den Einsatz einer ihrer Triebwerksverkleidung beraubten Stromlinien-01 in Deinem Normalspur-Teil. Da hab' ich als Hanuller gut reden, ich weiß.

Klar gibt's für Freunde des haptisch-griffigen noch Gerd Wolff / Andreas Christopher: Deutsche Klein- und Privatbahnen, Band 11 Niedersachsen Teil 3, Freiburg: EK 2009, S. 190 ff. Diese knapp 20 Seiten habe ich noch nicht durchgearbeitet, aber anhand der Bilder den Eindruck gewonnen, dass in der von Dir bevorzugten Periode die Lok 5 und der Tw den Löwenanteil der Transportleistungen übernommen haben. Die Erforschung der B-Kuppler war wohl sehr viel schwieriger als die Nachbildung dieser beiden... Sehr schön übrigens, dass auf dem Triebwagen "Gartetalbahn" draufsteht und dass der Begriff keine Erfindung von Modellbahn-Marketing-Leuten ist.

Die Steinsmühle scheint mir ein hochattraktives Gebäude zu sein; zum Steinbruch und zur Brauerei habe ich keine Bilder gefunden. Trotzdem: ausgerechnet diese Anschließer weglassen...? Brauereien mit Schmalspur-Bahnanschluss gab's nicht so oft – nicht mal Hasseröder brachte es so weit, wenn ich alles verstanden habe. (Einspruch erwünscht!)

Ich lass' es mal bei diesen launigen Kommentaren - bis ich eben geguckelt habe,
weiter Schönes Pfingstwochenende,
Reiner

Edith wies mich gerade auf Denkfehler hin, nachdem sie #1 noch einmal las.

Xangod Offline



Beiträge: 31

05.06.2017 10:41
#12 RE: An der Garte hellem Strande - meine Gartetalbahn in 0e antworten

Danke, daß Ihr mir die Skrupel vor engen Radien nehmt. Natürlich ist eine Schmalspurbahn mit kurzen Fahrzeugen dabei ohnehin nicht so problematisch. Ich finde, bei einer Bahn nach Harzer Vorbild gehört das geradezu dazu, da sind ja die Kehren in den engen Nebentälern absolut typisch. Leider gab's das im Gartetal nicht so, aber das es bei meinem Entwurf schön kurvig zugeht, daß gefällt prinzipiel sogar gut. Es gibt meinem Bähnchen auch eine gewisse Dynamik!
Das mit einem Probeaufbau habe ich mir auch schon vorgenommen. Sowohl optisch, wie technisch. Auch an eine mögliche sanfte Überhöhung habe ich schon gedacht. Paßt natürlich nicht zur Schmalspurbahn, bringt aber vielleicht eine leichte optische Verbesserung. Aber wenn, wirklich nur ganz sanft.

Xangod Offline



Beiträge: 31

05.06.2017 11:15
#13 RE: An der Garte hellem Strande - meine Gartetalbahn in 0e antworten

Zitat von Gilpin im Beitrag #11
Hallo Xangood,

Nun habe ich auch (noch) nicht geguckelt, aber schon mal gejutubt, und glatt zweierlei gefunden:
https://www.youtube.com/watch?v=lhPftVTpwmo, unerträglich beschaulich, und
https://www.youtube.com/watch?v=cNUCsaspts0, interessanterweise ein (reichlich kitschiger) Kinofilm, der die Gartetalbahn für einen Handlungsstrang nutzte. Von der D&RGW kennen wir das, aber von dieser wenig prominenten Bahn in Deutschland eher nicht. (In der Neuzeit gibt's da eine einzelne Folge der Elizabeth-George-Krimiverfilmungen, in der immer wieder im Hintergrund eine 2-Fuß-Bahn durch's Bild fährt.)

Ich glaube das ist Zufall, nach dem Krieg sind in Göttingen Filmateliers entstanden und da war halt die Gartetalbahn in der Nähe. Ich kenne natürlich die beiden Videoschnippsel, bzw. der tolle Bomberg läuft auf meinem Kanal.

Der Knaller ist eher folgendes Filmchen: https://www.youtube.com/watch?v=PyQ-PmSklLc
Es legitimiert (fast; immerhin kam sie nach Göttingen, aber wohl kaum nach G.-Süd!) den Einsatz einer ihrer Triebwerksverkleidung beraubten Stromlinien-01 in Deinem Normalspur-Teil. Da hab' ich als Hanuller gut reden, ich weiß.

Kenne ich natürlich auch. Aber leider paßt eine teilentstromte 01.10, wenn die denn in Null zu bekommen wäre, nicht so richtig auf das Umladegleis. Auf ein paar BIldern sind 91er zu sehen. Ich werde da aber nur ein paar OWs postieren und Männer mit Schaufeln und viel Muskeln die Rüben umladen lassen. Das muß eine brutale Arbeit gewesen sein, die Zuckerüben von den kleinen Schmalspurwagen auf Normalspurwagen umzuschaufeln. Heute unvorstellbar!

Klar gibt's für Freunde des haptisch-griffigen noch Gerd Wolff / Andreas Christopher: Deutsche Klein- und Privatbahnen, Band 11 Niedersachsen Teil 3, Freiburg: EK 2009, S. 190 ff. Diese knapp 20 Seiten habe ich noch nicht durchgearbeitet, aber anhand der Bilder den Eindruck gewonnen, dass in der von Dir bevorzugten Periode die Lok 5 und der Tw den Löwenanteil der Transportleistungen übernommen haben. Die Erforschung der B-Kuppler war wohl sehr viel schwieriger als die Nachbildung dieser beiden... Sehr schön übrigens, dass auf dem Triebwagen "Gartetalbahn" draufsteht und dass der Begriff keine Erfindung von Modellbahn-Marketing-Leuten ist.

Ich muß mir das Buch mal besorgen. Ich denke aber, daß ich den Inhalt weitgehend kenne. Es gibt ja auch ein Buch über die Göttinger Kleinbahn AG und natürlich auch gleich eine ganze Reihe von Artikeln im Mittelpuffer, die mir auch schon weitergeholfen haben. Der Gartetalbahnkenner Klaus Weibezahn arbeitet, so heißt es, an einem Superbuch. Irgendwie habe ich etwas Sorge, daß die Geschichte der Bahn komplett neu geschrieben werden muß, wenn das Buch 'rauskommt.

Die Steinsmühle scheint mir ein hochattraktives Gebäude zu sein; zum Steinbruch und zur Brauerei habe ich keine Bilder gefunden. Trotzdem: ausgerechnet diese Anschließer weglassen...? Brauereien mit Schmalspur-Bahnanschluss gab's nicht so oft – nicht mal Hasseröder brachte es so weit, wenn ich alles verstanden habe. (Einspruch erwünscht!)

Wobei mich das bei der Hasseröder Brauerei ziemlich wundert. Natürlich hätte ich die auch gerne dabei, aber es ist jetzt ja schon einiges gequetscht. Die Brauerei müßte auch unbedingt nach Göttingen, denn sie befand sich mitten in der Stadt. Aber das Göttinger Pils ist sowieso nicht so meines. Über den Steinbruch, der kurz vor Diemarden lag, habe auch ich keine richtigen Unterlagen. Niemand scheint heute zu wissen, wie es da mal aussah. Auch eine Begehung der Örtlichkeit ist nicht so aufschlussreich. Also könnte man den gestalten, wie man möchte. Ich denke manchmal, denn einfach in den Zwickel hinter dem Bahnhof Rittmarshausen zu packen.

Ich lass' es mal bei diesen launigen Kommentaren - bis ich eben geguckelt habe,
weiter Schönes Pfingstwochenende,
Reiner

Edith wies mich gerade auf Denkfehler hin, nachdem sie #1 noch einmal las.

Xangod Offline



Beiträge: 31

05.06.2017 11:25
#14 RE: An der Garte hellem Strande - meine Gartetalbahn in 0e antworten

An die Umfahrung der Wand durch die Türen kann ich mich immer mehr gewöhnen, vor weitreichenden Umbaumaßnahmen habe ich aber ehrlich gesagt ziemliche Skrupel. Auch wenn man Dinge ja richtig und nicht halb machen sollte. Wir hatten neulich schon einen kleineren Umbau und da habe ich jetzt noch die Schnauze voll. Aber ich will sowieso erst den Bahnhof Steinmühle komplett bauen und provisorisch betreiben, damit ich was Fertiges habe. Das wird ja zwei bis drei Jahre dauern, so kalkuliere ich. Den Rest will ich dann als "Sperrholzwüste" fertig machen, daß man richtig fahren kann und dann nach und nach immer mehr ausgestalten.

lokonaut Offline



Beiträge: 120

05.06.2017 11:43
#15 RE: An der Garte hellem Strande - meine Gartetalbahn in 0e antworten

Zitat von OOK im Beitrag #4
Damit wird nicht nur eine längere Fahrstrecke gewonnen, sondern auch PAN wieder hergestellt...

... und als logischer Nebeneffekt kommen die Bahnhöfe nicht gar so dicht nacheinander. Das ist nämlich so ziemlich das Einzige, was mich am Ursprungsentwurf gestört hat. Daher würde ich Waterloo auch an die Wand versetzen, an der jetzt noch die Viehbrücke geplant ist.

In Sachen Mindestradius:
Alle Henke-Fahrzeuge schaffen einen 60er Radius (sagt Henke), auch die VIk. Auf den Weichen von Peco kann (nicht muss!) es aber schon mal knapp werden, weil die "real statt nominal" doch deutlich unter 60cm liegen. Die HF110 dürfte da aber keine Probleme machen.
Und wegen der Optik halte ich es ganz gerne mit dieser Faustformel: Mindestradius = 3 * Drehzapfenabstand. Der lange (längste?) Personenwagen der Gartetalbahn hat einen Drehzapfenabstand von 7.50m, in 1:45 also 166.67mm. Mit Drei multipliziert gibt das exakt 500mm. Na also, passt scho!

Ein kleiner Blick noch auf die Fahrzeuge:
Der überschaubare Fahrzeugbestand der Nachkriegszeit lässt sich ja ganz gut durch Umbauten aus Magic Train zusammenbasteln, für den Personenwagen mit Holzaufbau bietet sich das leidlich passende KS-Modell an. Die älteren Lokomotiven wird man sich auch irgendwie frickeln können (Lok 1-3 auf Basis Magic Train, für Lok 3" findet sich gatantiert ein H0-Fahrwerk), nur der "Wald- und Wiesen C-Kuppler" der Kr.O.K. ist wohl nicht ganz so einfach realisierbar. Und der Außenrahmen E-Kuppler dürfte eher was für erfahrene Fahrzeugbauer sein.

Neben Eichenkrug und Steinsmühle wäre für mich die Situation Hang-Landstraße-Bahn-Böschung-Garte ähnlich wie auf S. III im Burmeister Buch dargestellt ein absolutes Muss, auf dessen Nachbildung ich nicht verzichten wollte. Es hat halt jeder so seine Lieblingsszenen...

Tja denn mal: Schöne Pfingsten noch und Frohes Planen!

Viele Grüße aus Südhessen

Alexander

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