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Dieses Thema hat 17 Antworten
und wurde 1.009 mal aufgerufen
 IV.2. Betriebsbezogene Überlegungen im Zusammenhang mit Anlagenplanung
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absolute_Null Offline



Beiträge: 137

27.05.2017 06:35
#16 RE: Sicherungstechnik der Rügenschen Kleinbahnen antworten

Hallo Michael,

2W/2G ist wahrscheinlich die beste Lösung!
So bleibt das ganze übersichtlich und wie Du schon schreibst ein belebendes Element.

In diesem Fall würde ich sogar noch weiter zurückrudern und Altenkirchen noch spartanischer ausstatten.

Nur Weiche 1 und 2 und die beiden Gleissperren sind verschlossen und erlauben so eine sichere Einfahrt in Gleis 2.

Bei Wiek würde ich noch für Schließung W die Weichen 2 und 4 dazunehmen.

Woldenitz ist klar:
Schließung W: Weiche 1 und 2
Schließung G: Gsp I und II

Zum Schluss noch Fährhof:




Fährhof ist im Pinzip auch ein Endbahnhof. Vor dem Bahnhof stand eine Trapeztafel. Die Fähre wurde durch ein Deckunssignal gesichert (nicht eingezeichnet).

Von Fährhof gibt es zumindest eine schöne Übersicht




Auch hier sind die Infos recht dürftig.
Dokumentiert sind die beiden Gleissperren.
Ob es in Gleis 3 noch eine Gleissperre gab, kann ich nicht sagen. Auf allen Fotos ist das Gleis vollkommen zugewachsen. Das Gleis wurde nur für wenig genutzte oder abgestellte Wagen genutzt, wie z.B. einen Schneepflug. Selten sind andere Wagen darauf zu finden gewesen. (Zum Ende wurden sogar die beiden Weichen ausgebaut!)
Ich werde das Gleis auch zugewachsen darstellen (mit Weichen) und lasse es auch ungenutzt und beachte es in meinen Überlegungen nicht weiter.

Was mich etwas irritiert ist im roten Kreis zu sehen. Auf anderen Fotos ist nichts (richtig) zu erkennen oder eine "blöde" Lok oder ein paar Wagen stehen "im Weg".

Die einzige Aufnahme, wo mal nichts im Weg ist:




Sinnvoll wäre es schon dort noch eine Gleissperre einzubauen, um halt beim Überfahren des Deckungssignals nicht unbedingt immer die Wagen aus dem Breezer Bodden fischen zu müssen.

Nach dem 2W/2G-Prinzip müssten auf jeden Fall die Weichen 9, 8, 7 und 6 verschlossen sein und natürlich die Gleissperren.

Einfahrten fanden immer auf Gleis 1 statt. Auf Gleis 2 standen die ungenutzten Personenwagen.


Gruß
Joachim

hmmueller Offline



Beiträge: 204

27.05.2017 10:50
#17 RE: Sicherungstechnik der Rügenschen Kleinbahnen antworten

Roter Kreis = doch eindeutig eine Gleissperre, meine ich.

Kann sein, dass sie etwas erhöht gebaut ist - zumindest "bei uns" in Österreich gab (und gibt) es Gleissperren, wo das Entgleisungsprofil extra auf einen Holzblock gesetzt ist, damit langsam anlaufende Wagen nicht entgleisen, sondern (hoffentlich) aufgehalten werden. Das Ding sieht mir so ähnlich aus ...

Auf dem unteren Bild, wo man sie nicht sieht, ist sie - wohl weil das Fährschiff grad da ist - abgeklappt und liegt wohl in der Vertiefung hinter dem Stellbock.

H.M.

Hilfsheizer Offline



Beiträge: 1

15.01.2018 21:30
#18 RE: Sicherungstechnik der Rügenschen Kleinbahnen antworten

Moin!

Obwohl neu, verzichte ich auf eine Vorstellung und mache gleich das, wofür ich mich angemeldet habe: Auf eine Vorbildinformation verweisen.

In Kenning, Ludger und Reichel, Achim: "Kleinbahnreise über die Insel Rügen. Band 2: Strecken und Stationen", Verlag Kenning, Nordhorn, ISBN 978-3-944390-04-8 findet sich auf Seite 120 unter einem Foto eines Eisenbahners neben einem Lenz-Weichenhebel folgender Text:

"Zugführer Hans Borchert hat in Binz Ost die Weiche 1 zur Kreuzung mit dem Zug aus Putbus gestellt. Mit zwei Schlössern lässt sich die Weiche gegen unbefugtes Stellen sichern. Die Zugführer trugen zwei für sämtliche Weichen der Strecke passende Schlüssel mit. Im zweiten Schloss ist in Grundstellung ein Schlüssel blockiert, der sich erst nach dem Stellen schließen und abziehen lässt."

Es gab also "kleine" Folgeabhängigkeiten auf Rügen. Die Weichen waren nicht abhängig von den Gleissperren sondern die Gleissperren von den Weichen. Der Zugführer hatte zwei Streckenschlüssel für Weichen am Schlüsselbrett seines Packwagens.

Das Fazit, das ich daraus für meinen Fri-Lenz-Bahnhof gezogen habe: Ich werde die besonderen Schließungen für jede Weiche und jeden Gleissperre in Zukunft ersetzen. Die Weichen im Hauptgleis werden alle alle eine Schließung für den Streckenschlüssel haben und nach dem Umstellen ggf. einen Schlüssel für eine vorhandene Gleissperre bzw. Schutzweiche freigeben. Die Zugführer bekommt, wenn es vorbildnah sein soll, zwei Schlüssel mit. (Und wenn das Personal ungeschult oder lustlos ist, stecken überall Ersatzschlüssel).

Holt jo fuchtig!
Heiko

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