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Modellbahnanlagen
Planungs- und Design-Forum

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Dieses Thema hat 133 Antworten
und wurde 9.368 mal aufgerufen
 II.3. Planen von Anfang an
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Kabees240 Offline




Beiträge: 219

13.09.2018 10:32
#106 RE: Das "KalteicheEine derartige Platte lässt sich sicher bei Betriebsende in jeder Wohnung -Projekt": Geht's hier noch weiter?? antworten

Hallo Hartmut,

Zitat von Silbergräber im Beitrag #105
Moin,

Fang' doch mal mit Bauen an: wenn es erst mal rrrrrrollt, kommt der Rest von selbst.




da hau ich doch mal gleich in dieselbe Kerbe. Du hast einen Plan entworfen, den man auf einem Brett 40 cm x 170 cm flach aufbauen kann, ohne dass sich irgendetwas an den erforderlichen Zugfahrten ändern würde. Mach das einfach, um auf dieser Sperrholzwüste festzustellen, ob das deinen vorbildgerechten Spieltrieb befriedigt. Für eine derartige Platte findet sich in jeder Wohnung ein Plätzchen. Das Volumen beträgt nur 13,6 l . Und einen fiddle yard wirst du sicher auch noch unterbringen können.

Gruß von Ruhr und Nette
Hans

hwunderlich Offline




Beiträge: 496

17.09.2018 12:37
#107 Raumsuche reloaded... antworten

Schuur ihr Jonge,

ich werde dann, leider zum wiederholten Male , auf Platzsuche gehen müssen...
Mal sehen, was meine "Raum- und Zeitordnungsbehörde" zu diversen Vorschlägen zu sagen hat.

Ohne jetzt arrogant wirken zu wollen: Darüber, dass Kalteiche betrieblich funktionieren wird,
bin ich mir auch ohne flachen Probeaufbau ziemlich sicher.
Letztendlich sind die Abläufe denen der Pyritbahn sehr ähnlich

Da der Stauraum allerdings nur eine Breite von etwa 130mm hat, passt ein höhenentwickelter
Bahnhof Kalteiche da definitiv nicht rein... Eine "flache" Platte mit 80mm Rahmen,
10mm Deckplatte und aufgesetzten Gleisen hingegen schon...

Na, mal sehen, was sich demnächst an Möglichkeiten ergeben wird

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

Gilpin Offline




Beiträge: 1.224

21.09.2018 22:22
#108 RE: Raumsuche reloaded... antworten

Hallo Hartmut,

Geht's hier um 130 cm Breite? Sonst kapiere ich den Beitrag nicht...

Dennoch: Viel Erfolg in den Verhandlungen!

Mit bestem Gruß,
Reiner (und Edith)

hwunderlich Offline




Beiträge: 496

22.09.2018 12:17
#109 RE: Raumsuche reloaded... antworten

Schuur Reiner,

nee, es geht um eine Lücke von etwa 15cm zwischen der Wand und der Seitenwand eines Schranks, in welchem
die "Platte" bei Nichtbetrieb verstaut werden soll. Daher ist eine Höhenentwicklung für diesen Planungsansatz
leider nicht wirklich möglich...

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

Gilpin Offline




Beiträge: 1.224

16.11.2018 15:44
#110 Neue Bilder zur FGE antworten

Hi Hartmut, hallo alle Mitdenker zum Thema,

hier gibt's neue Bilder zur FGE.

Mit feindlichem Gruß,
Reiner

Fischkopp Offline




Beiträge: 393

16.11.2018 17:16
#111 RE: Neue Bilder zur FGE antworten

Ist das da im sechsten Bild auf dem zweiten Wagen
ein Container mit Planenwänden oder ein Sattelauflieger?
[Ich vermute Letzteres, da ich keine Containerecken erkennen kann.]
So etwas hätte ich tatsächlich noch nie im Einzelwagenverkehr gesehen.
Kam das öfter mal vor?

Grüße
Alex

Udo Offline




Beiträge: 83

17.11.2018 00:20
#112 RE: Neue Bilder zur FGE antworten

Hallo,

Zitat von Fischkopp im Beitrag #111
...
Ist das da im sechsten Bild auf dem zweiten Wagen
ein Container mit Planenwänden oder ein Sattelauflieger?
[Ich vermute Letzteres, da ich keine Containerecken erkennen kann.]
...


Weder noch, das ist eine LKW-Wechselbrücke bzw. -pritsche; ähnlich dieser:



Vorteil der Dinger gegenüber Containern ist, das der Lkw-Fahrer sie alleine ohne Hilfsmittel (Kran / ReachStacker) überall absetzen oder aufladen kann.

Viele Grüße ÷ Udo

OOK Offline




Beiträge: 3.997

18.11.2018 15:52
#113 RE: OT-Geplänkel bitte abtrennen! antworten

Zitat von hwunderlich im Beitrag #113
könnte das OT-Geplänkel zum Containerverlad bitte abgetrennt und verschoben werden

So geschehen.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Gilpin Offline




Beiträge: 1.224

18.11.2018 17:00
#114 RE: OT-Geplänkel bitte abtrennen! antworten

Hi alle Mitdenker,

dann stelle ich mal eine Frage, die von OT wieder um Thema führt: Welcher Anschließer mag denn die Wechselpritsche bekommen haben?

Mit freundlichem Gruß,
Reiner

hwunderlich Offline




Beiträge: 496

18.11.2018 18:19
#115 Empfänger der Wechselbrücke... Ein Lösungsansatz... antworten

Schuur ihr Jonge,

aufgrund der Möglichkeit die Seiten zu öffnen, kommen als Versender (oder vorher eben Empfänger) fast
alle Anschliesser der FGE in Frage.

Der Zug fährt in Richtung Herdorf, also wurden alle Anschliesser bereits passiert. Prinzipiell würde ich
den Wagen eher zu Capito oder Baumgarten verorten. Das ist jetzt allerdings ein "Schuss ins Blaue"...

Zu meiner Zeit bei der FGE ist mir ein solcher Wagen nicht unter gekommen...

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

Gilpin Offline




Beiträge: 1.224

19.11.2018 13:25
#116 RE: Empfänger der Wechselbrücke... Ein Lösungsansatz... antworten

Hallo Hartmut, hallo Alex, hallo Gemeinde,

Das sind die Rätsel, die ich liebe!

Zunächst hast Du, Hartmut, mir die Nachforschung abgenommen, ob der Zug talwärts oder Richtung Salchendorf fährt.

Nachdem die Aufnahme aus 1991 stammt, wäre die Bedienung von Schreiber sehr schwierig gewesen: dort wurde die Umfahrmöglichkeit Mitte der 60-er Jahre abgebaut, und die Bedienung erfolgte durch Richtung Neunkirchen fahrende Züge. Aber die Waggons bei Schreiber abzuholen und dann an die Spitze des Zuges zu manövrieren ist zumindest nicht zwingend. "Seit September 1990 hat keine Bedienung mehr für die Firma Schreiber stattgefunden" ist wohl das Schlusswort hierzu. (Löttgers*, S. 218) Allerdings: der Wechselpritschen- und Containerwaggon ist der zweite im Zug, und ich unterstelle, dass mindestens dieser und der erste gemeinsam abgeholt wurden, wo auch immer. So, wie ich das Produktionsprogramm der Carl Schreiber GmbH verstanden habe, würde es Sinn gemacht haben, den Anschluss mit dem Tragwagen (etwa Sgjs 699, siehe Wolff**, Seite 101f.) samt der fraglichen Wechselpritsche und mit einem Taes 891 (siehe "Carstens"***, Bd. 2, S. 42f.), dem Waggon davor, zu bedienen. "Würde gemacht haben" – schöner Konjunktiv! Und leider auch Vergangenheit: die Firma als ganze gehört wohl der Vergangenheit an, auch wenn womöglich weiter dort produziert wird.

Genauso verwirrend zum Thema finde ich Capito: das Produktionsprogramm umfasste zwischendurch auch Schubkarren, die gut auf die Wechselpritsche (und in den nachfolgenden Gedeckten Güterwagen) gepasst hätten. Aber auch hier kam es 1989 zu einer Stilllegung des Anschlusses (Löttgers, S. 224). Capito – die Firma geht auf das sechzehnte Jahrhundert zurück – hat aber sehr erfolgreich das Produktionsprogramm immer neuen Bedarfen angepasst und ist heute im Bereich "High-Tech-Produkte der Heiztechnik zur Nutzung von Alternativ-Energien sowie die Einbindung mehrerer Primär-Energien in einem Heizsystem" tätig, so die Firmen-Website.

Baumgarten, ebenso aktiv, mit einem attraktiven Angebot an hochwertigen Befestigungssystemen (vulgo Griffe) und Form- und Bauteilen aus Metall und Duroplast, passt da besser: der Anschluss bestand von 1988 (!) bis 2005 (Grafik bei Löttgers, S. 231) und wäre durch einen Richtung Herdorf fahrenden Zug einfach zu bedienen gewesen. Er führte zu einer Verladehalle, also dürften dort (auch) Endprodukte verladen worden sein, und die Wechselpritsche hätte da durchaus Sinn gemacht. Bliebe die Frage, wie der Taes vor den Tragwagen gekommen sein sollte.

Es folgt das Fritz Schäfer GmbH Werk II; zum fraglichen Zeitpunkt war der Anschluss wohl aktiv. Er war sehr gut von einem Richtung Herdorf fahrenden Zug zu bedienen, und dass der Taes Blech liefert und die Wechselpritsche Schäfer-Kisten ausliefert, scheint mir zumindest möglich.

Kommen wir nach Salchendorf, und dort gibt es zunächst einen Güterschuppen. Dort wurden Stückgutwagen (Löttgers, S. 235ff., Abbildungen S. 237) bedient, und das würde den dritten Wagen im Zug erklären.

Abseits der Bahn stehen dort Sattelauflieger vor einem Werk, einer von ihnen hat die Farbe unserer Abbildung 6, wenn auch erst in 2010. Gleispläne und Abbildungen sind hier für den Ortsunkundigen etwas verwirrend; auf jeden Fall gibt es hier zwei Werke der Fa. Fritz Schäfer auf beiden Seiten der FGE-Strecke. Das Schäfer Werk I auf der nördlichen Seite des Bahnhofs ist schon seit den Siebziger Jahren mit umfangreichen Bahnanlagen ausgestattet: dort gönnte sich die Firma u.a. eine "Sägezahnrampe" und einen eigenen Unimog für den internen Verschub, was für mich bedeutet, dass sie erheblichen Ladungsverkehr zu bewältigen hatte und hat. Schäfer hatte weiter für sein Werk III (auf der anderen Seite der FGE-Gleise) ab 1984/85 die Anlagen der ehemaligen Freier Grunder Eisen- und Metallwerke übernommen: "Schon im Februar 1985 wurden die ersten Wagen mit Formstahl für das nunmehrige Schäfer-Werk III im ehemaligen Anschluss der Freier Grunder Eisen- und Metallwerke zugestellt." (ebda., S. 241) Schäfer expandiert wohl permanent weiter, und beide Werke florieren weiterhin.

Bleibt die Zweiglinie zur ehem. Grube Pfannenberger Einigkeit, heute zum Schäfer-Werk auf dem selben Grundstück. Darüber haben wir hier schon öfter geredet, und in youtube ist der Verkehr nach dort lebendig dokumentiert. Auch bei Löttgers zeigen alle Abbildungen, dass nach dort praktisch ausschließlich Coil-Transportwagen befördert wurden und werden.

Für unseren Zug bedeutet das alles nach meinem Dafürhalten: Der hintere Teil des Zuges aus Schiebewandwagen und G-Wagen befördert Fertigprodukte, v.a. aus dem Werk I. Die davor eingereihten diversen Coil-Transporter kommen leer aus Pfannenberg zurück. Der dritte Wagen ist der Stückgutwagen, und die beiden ersten kommen auch von Schäfer, aber von einem anderen Werksteil (z.B. Werk II) oder wurden später "fertig", sodass man sie einfach vor den eigentlich schon zusammengestellten Zug setzte.

Modellbahnerisch fände ich eine Anlage Salchenberg in der Epoche 3 bis 6, gern sinnwahrend geschrumpft, außerordentlich unterhaltsam! Allein das Zusammenstellen dieses Zuges wäre doch sehr vergnüglich.

Schöne Woche,
Reiner


*Rolf Löttgers, Gerhard Moll, Friedrich Reuter, Henning Trippe: Die freien grunder Eisenbahn, Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein 2013

**Stefan Carstens, Hans Ulrich Diener: Güterwagen Band 2: gedeckte Wagen – Sonderbauarten, Nürnberg 1989: Tümmels, Bahn & Modell

***Gerd Wolff: Kombinierter Ladungsverkehr Teil 2: Containerverkehr, Container und Tragwagen, Freiburg: EK 1998

hwunderlich Offline




Beiträge: 496

19.11.2018 21:21
#117 RE: Empfänger der Wechselbrücke... Ein Lösungsansatz... antworten

Schuur Reiner,
schuur Gemeinde,

sag mal Reiner, liest Du gelegentlich im Stummiforum

Von wegen "Salchenberg" So heißt nämlich der Bahnhof in der Anlage meines Sohnes, die auch
bei Stummi mal gezeigt wurde...

Ich denke, dass Deine Schlussfolgerungen zu diesem ominösen Wagen mit der Wechselpritsche in die richtige
Richtung gehen und schlüssig sind.
Letztlich werden wir dieses Rätsel nur mit etwas Glück lösen können...

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

Gilpin Offline




Beiträge: 1.224

20.11.2018 00:13
#118 RE: Empfänger der Wechselbrücke... Noch sind wir nicht am Ziel! antworten

Hallo Hartmut,

nö, im Stummiforum lese ich kaum je. Die Anlage Salchenberg Deines Sohnes habe ich über die Suchfunktion gefunden und musste über die unterschiedlichen FGE-Anspielungen schmunzeln: die OOtz, der Industriebetrieb... "Salchenberg" in meinem Text ist einfach eine zufällige Fehlleistung...

Wie sollen wir - und damit will ich nicht heimlich sagen "Du" - dem Glück auf die Sprünge helfen?

Schöne Woche noch,
Reiner und Edith zum S'forum

Gilpin Offline




Beiträge: 1.224

25.11.2018 22:10
#119 RE: Empfänger der Wechselbrücke... Ein Lösungsansatz... antworten

Hallo Hartmut, hallo Alex,

um

Zitat von hwunderlich im Beitrag #117
dieses Rätsel ... (zu) lösen
und dabei dem Glück auf die Sprünge zu helfen habe ich den Bildautor kontaktiert. Er hat an dem Tag "nur 2 Fotos gemacht", erinnert sich aber, "dass die Lok mit den ersten beiden Wagen des später auf der Strecke aufgenommenen Zuges auf dem Güterschuppengleis in Salchendorf stand." Ich halte das für einen wesentlichen Baustein der Lösung: die beiden Waggons sind separat zu betrachten, aber nicht unbedingt als Einheit. Falls das Güterschuppengleis nicht ein wenig fehlgenutzt wurde um die Wagen dort abzustellen, könnte der Tragwagen mitsamt der Wechselpritsche/dem Sattelauflieger* dort abgefertigt worden sein. Recht wahrscheinlich kommt's mir nicht vor. Für den Taes kommt das wohl kaum in Frage. Er meint, es sei möglich, "dass diese Wagen bereits bei der Fahrt Herdorf-Salchendorf irgendwo aufgenommen wurden oder aber zuvor vom Pfannenberg abgeholt worden sind", was ich aber aus genannten Gründen nicht für wahrscheinlich halte (#116).

Ich bleibe dabei: der Tragwagen stammt aus dem Werk (II oder) III. Wohl ein Versuch... - immer noch.

Mit freundlichem Gruß,
Reiner

*Ob da wirklich eine Wechselpritsche aufliegt müssen wir noch klären!

Gilpin Offline




Beiträge: 1.224

02.12.2018 20:08
#120 RE: Empfänger der Wechselbrücke... Ein Lösungsansatz... antworten

Hallo Alex, hallo Hartmut, hallo alle Mitdenker,

ich möchte meinen Beitrag #116 noch einmal illustrieren (Grundlage ist stets Löttgers) - er war wohl eine ziemliche Bleiwüste - und minimal ergänzen.

Erörterungen zu Schreiber und Capito aus #116 lasse ich weg. Die Fa. Heinrich Baumgarten, weiterhin aktiv mit ihrem Angebot an hochwertigen Befestigungssystemen (vulgo Griffe) und Form- und Bauteilen hatte einen Anschluss von 1988 (!) bis 2005, wäre aber nur durch einen Richtung Herdorf fahrenden Zug einfach zu bedienen gewesen. In der Verladehalle dürften Endprodukte verladen worden sein, und die Wechselpritsche hätte da durchaus Sinn gemacht.



Bliebe aber die Frage, wie der Taes 891 vor den Tragwagen Sgjs 699 (o.ä.) gekommen sein sollte - ich finde Baumgarten unwahrscheinlich.

Es folgt talaufwärts das Fritz Schäfer GmbH Werk II; zum fraglichen Zeitpunkt war der Anschluss wohl aktiv. Er war sehr gut in beiden Richtungen zu bedienen, und dass der Taes Blech an- und die Wechselpritsche Schäfer-Kisten ausgeliefert haben könnte scheint mir zumindest möglich.

Kommen wir nach Salchendorf: grobe (!) Skizze anbei. Salchendorf ist nicht ganz leicht zu durchdringen - alle Zeichnungen bei Löttgers zeigen schön nach Norden, die Bilder jedoch in alle möglichen Richtungen, hinzu kommen die weit gestreuten Aufnahmezeitpunkte. Ausgangspunkt sind Skizzen bei Löttgers, S. 245; Ich habe versucht, einen Stand zwischen Anfang 70-er und 2013 zu mutmaßen:



Dort gibt es zunächst einen Güterschuppen, wo Stückgutwagen (Löttgers, S. 235ff., Abbildungen S. 237) bedient wurden, was den dritten Wagen im Zug erklären könnte. Aber Herr Riehemann kann "auf dem "vorlaufenden" Bild in (s)einer Sammlung ... erkennen, dass die Lok mit den ersten beiden Wagen des später auf der Strecke aufgenommenen Zuges auf dem Güterschuppengleis in Salchendorf stand." (Korrespondenz)

Auf jeden Fall gibt es hier zwei Werke der Fa. Fritz Schäfer auf beiden Seiten der FGE-Strecke. Das Schäfer Werk I nördlich des Bahnhofs ist schon seit den Siebziger Jahren u.a. mit einer "Sägezahnrampe" ausgestattet - ich denke, dort wurde der Wagen mit der Wechselpritsche verladen. Schäfer hatte weiter für sein Werk III (auf der anderen Seite der FGE-Gleise) ab 1984/85 die Anlagen der ehemaligen Freier Grunder Eisen- und Metallwerke übernommen: "Schon im Februar 1985 wurden die ersten Wagen mit Formstahl für das nunmehrige Schäfer-Werk III im ehemaligen Anschluss der Freier Grunder Eisen- und Metallwerke zugestellt." (Löttgers., S. 241) Dort können der Taes und der Sgjs genausogut herkommen, bevor sie vor den Güterschuppen gestellt wurden. Die Fa. Schäfer expandiert wohl permanent weiter, und beide Werke florieren weiterhin. Einen eigenen Unimog für den internen Verschub gab es außerdem, was für mich bedeutet, dass sie erheblichen Ladungsverkehr zu bewältigen hatte und hat.

Bleibt die Zweiglinie zur ehem. Grube Pfannenberger Einigkeit, heute zum Schäfer-Werk auf dem selben Grundstück. Darüber haben wir hier schon öfter geredet, und in youtube ist der Verkehr nach dort lebendig dokumentiert. Bei Löttgers zeigen die älteren Abbildungen, dass nach dort keineswegs ausschließlich, so wie heute, Coil-Transportwagen befördert wurden, sondern fast mehr noch G und Schiebewandwagen.

Herr Riehemann ergänzt: "Möglich daher, dass diese Wagen bereits bei der Fahrt Herdorf-Salchendorf irgendwo aufgenommen wurden oder aber zuvor vom Pfannenberg abgeholt worden sind." Für unseren Zug bedeutet das alles nach meinem Dafürhalten: Der hintere Teil des Zuges aus Schiebewandwagen und G-Wagen befördert Fertigprodukte, prinzipiell aus allen Werken. Die davor eingereihten diversen Coil-Transporter kommen leer aus Pfannenberg zurück. Der dritte Wagen könnte der Stückgutwagen sein (nicht zwingend), und die beiden ersten kommen auch von Schäfer, aber von einem anderen Rangiermanöver (womöglich aus dem Werk II) oder wurden später "fertig", sodass man sie kurz vor dem Güterschuppen abstellte und dann vor den inzwischen zusammengestellten Zug setzte.

Modellbahnerisch fände ich immer noch eine Anlage Salchenberg in der Epoche 3 bis 6, gern sinnwahrend geschrumpft, außerordentlich unterhaltsam! Allein das Zusammenstellen dieses Zuges wäre doch sehr vergnüglich.

Schöne Woche,
Reiner und Edith (vorletzter Absatz)


*Rolf Löttgers, Gerhard Moll, Friedrich Reuter, Henning Trippe: Die Freien Grunder Eisenbahn, Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein 2013

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