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Dieses Thema hat 34 Antworten
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 II.3. Planen von Anfang an
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Fischkopp Offline




Beiträge: 409

27.04.2017 12:35
#16 RE: Unterwilden, die Legende antworten

Aber wo soll denn der Platz
dafür herkommen? Das verkürzt die Rampenlänge um zwei Weichen + Länge für die Grenzzeichenfreiheit,
wodurch der realisierbare Höhenunterschied flöten geht, den ich hier als Identelement mal priorisieren würde.
Außerdem sähe das Ganze dann irgendwie gestauchter aus. Denk ich mir zumindest.
Angesichts des Platzes ist das schon ein annehmbarer Kompromiß.

Alex

Gilpin Offline




Beiträge: 1.295

27.04.2017 13:08
#17 RE: Unterwilden, die Legende antworten

Hi Alex,

klar ist das schwierig und knallt womöglich die Szenerie mit Gleisen zu.

Aber deswegen habe das auch in diesem Strang quasi als Grundsatzüberlegung eingebracht. Der Gedanke setzt auf Hartmuts Beitrag #13 auf - nur ist er schneller mit dem Weiterdenken als ich im Mitdenken.

Mit freundlichem Gruß,
Reiner

hwunderlich Offline




Beiträge: 508

27.04.2017 19:49
#18 Bautenberger Anschlussbahn => betriebliche Abläufe antworten

N' Abend Gemeinde

die betrieblichen Abläufe auf der Bautenberger Anschlußbahn waren folgende:

Bergwärts wurde bis zur Spitzkehre gezogen, ab dort ging es geschoben in den Grubenbahnhof.

Talwärts fuhren die Züge gezogen bis in die Spitzkehre, dort umlief die Lok und zog den Train
nach Unterwilden. Diese Betriebsweise war in den Anfangsjahren der Bremstechnik geschuldet.

In den letzten Jahren, nach dem Abbau des Umfahrgleises, erfolgten die wenigen Bedienfahrten
bis zur Spitzkehre jeweils gezogen, ab dort jeweils geschoben, da es im Bautenberger Grubenbahnhof
keine Umfahrmöglichkeit für die Lok gab.

Pro Umfahrgleis spricht in jedem Fall der zusätzliche Rangieraufwand sowohl in der Spitzkehre wie
auch in Unterwilden.

Das einzige Contra ist aktuell der vorhandene Platz...

Ich werde Reiners Ansatz daher in die Überlegungen einfliessen lassen, um die Auswirkungen auf die
Längen- und damit auch die Höhenentwicklung zu prüfen. Ich denke aber nicht, das dieses eine Gleis
die Szenerie am rechten Rand überfrachten wird.

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

Gilpin Offline




Beiträge: 1.295

27.04.2017 21:54
#19 RE: Bautenberger Anschlussbahn => betriebliche Abläufe antworten

Auch hallo Gemeinde,

schon allein anhand der Info

Zitat von hwunderlich im Beitrag #18

Bergwärts wurde bis zur Spitzkehre gezogen, ab dort ging es geschoben ... Talwärts fuhren die Züge gezogen bis in die Spitzkehre, dort umlief die Lok und zog den Train nach Unterwilden... der Bremstechnik geschuldet

haben wir doch wieder etwas gelernt!

Mit freundlichem Gruß,
Reiner

Udo Offline




Beiträge: 84

28.04.2017 12:47
#20 RE: Bautenberger Anschlussbahn => betriebliche Abläufe antworten

Hallo,

Zitat von hwunderlich im Beitrag #18
...

Das einzige Contra ist aktuell der vorhandene Platz...

...


habe hier einen Vorschlag dazu gemacht.

Viele Grüße ÷ Udo

hwunderlich Offline




Beiträge: 508

01.05.2017 16:13
#21 Unterwilden => Das (fiktive) Verkehrsaufkommen antworten

N' Guude aus dem verregneten Frankfurt...

Ich hatte ja weiter oben die Fördermengen von Bautenberg skizziert.

Das Ganze sieht aufgedröselt dann folgendermassen aus:

52.000 Tonnen/Jahr ergeben rd. 150 Tonnen/Tag, also die Beladung für etwas mehr als drei OOtz42. Dazu ein paar
Wägelchen Betriebsmaterial in der Woche (Rollensteine, Grubenholz, Brennmaterial für die Befeuerung der Röstöfen)
ergeben für Bautenberg ein überschaubares Betriebsprogramm.

Dazu kommt der tägliche Stückgutwagen für Unterwilden und ein paar Ladungen für land- und forstwirtschaftliche Güter
an der Unterwildener Ladestrasse. Zudem gelegentlich etwas Dienstgut für die Betriebswerkstatt.
Die vormittägliche Bedienfahrt sollte also mit 3-4 OOtz und einer handvoll weiterer Wagen in Unterwilden ankommen.

Die reale Friedrichshütte kaufte 1961 vier OOtz43 von der DB. Diese Wagen liefen ab 1962 zwischen Herdorf und Wissen
resp. Biersdorf (an der Daadatalbahn). In meiner Fiktion werden diese Wagen natürlich auch nach Bautenberg eingesetzt.

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

Gilpin Offline




Beiträge: 1.295

01.05.2017 22:29
#22 RE: Unterwilden => Das (fiktive) Verkehrsaufkommen antworten

Hi Hartmut,

wenn man bei Wikipedia "Friedrichshütte (Herdorf)" eingibt, erscheint u.a. ein Foto mit zumindest 2 Schüttgut-Selbstentladewagen. Können das die OOtz sein? Wieder 'was gelernt!

Schön' Abend,
Reiner

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.829

01.05.2017 22:56
#23 RE: Unterwilden => Das (fiktive) Verkehrsaufkommen antworten

Zitat von Gilpin im Beitrag #22
wenn man bei Wikipedia "Friedrichshütte (Herdorf)" eingibt, erscheint u.a. ein Foto mit zumindest 2 Schüttgut-Selbstentladewagen. Können das die OOtz sein?


Quelle Wikipedia

Die Staatsbahnwagen sind jedenfalls Om. Die OOtz 42 sind Vierachser.

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

hwunderlich Offline




Beiträge: 508

01.05.2017 23:00
#24 RE: Unterwilden => Das (fiktive) Verkehrsaufkommen antworten

N' Abend Reiner,

nee, das sind eher die hütteneigenen Wagen von 1914. Die OOt(z)43 sind die bekannten Erz IId.

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

Udo Offline




Beiträge: 84

02.05.2017 01:26
#25 RE: Unterwilden => Das (fiktive) Verkehrsaufkommen antworten

Hallo,
Oben ein OOtz 43, darunter 2x OOtz 44:klick mich

Vielleicht sind ja auch solche Erz III - OOtz 23 mal in Bautenberg gewesen.

Viele Grüße ÷ Udo

hwunderlich Offline




Beiträge: 508

03.05.2017 17:09
#26 RE: Unterwilden, die Legende antworten

N' Guude,

in #15 dieses Strangs hinterfragte Reiner den Einsatz der OOtz auf der FGE.

Bilder von Gerhard Schäfer zeigen im Grubenbahnhof Pfannenberg im Jahr 1950 dortselbst ausschliesslich
O-Wagentypen, überwiegend Om. Erst Bilder ab 1952 zeigen den Einsatz von OOtz im Freien Grund.

Allerdings nur die "niedrigen" Ausführungen OOtz43 und OOtz44. Landläufig auch als Erz Id oder Erz IId bekannt.

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.829

06.05.2017 08:34
#27 RE: Unterwilden, die Legende antworten

Nochmal zu den OOtz auf der FGE! Herr Schäfer schrieb im seinem Buch ab Seite 104:

Zitat
Es handelte sich um Erzwagen der Gattung OOtz. Diese vierachsigen Großraumwagen mit einem Ladegewicht bis zu 59 t hatten seitliche Entladetaschen, die ein Entladen in Minutenschnelle möglich machte. Es gab drei Ausführungen, die man nicht nur an der Höhe der Seitenwände erkennen konnte, sondern auch durch die Aufschrift Erz ld, lld oder llld. Das Fassungsvermögen der Wagen war dadurch unterschiedlich hoch und betrug Z.B. bei dem llld-Wagen 75 m3. Diese Wagen liefen meist in Ganzzügen zwischen dem Siegerland und dem Ruhrgebiet. In Betzdorf wurden diese Ganzzüge für die verschiedenen Gruben aufgeteilt. Diese 00tz hatten eine autom. Selbstkupplung. Pfannenberg erhielt in der Regel sechs dieser Großraumwagen in einer Gruppe zur Beladung zugeteilt. Oft wurden auch Leerwagen (00tz) bei der FGE zugestellt, die aus der Friedrichshütte kamen. Die höheren llld-Wagen waren bei der FGE seltener zu sehen. Bei diesen Wagen handelte es sich um Wagen, die der FGE als Leerwagen von der Friedrichshütte zugeteilt wurden. Dort waren sie am Vortag, mit Koks beladen, eingegangen. Wegen der hohen Aufbauten waren sie bei der Beladung mit Erz auf Pfannenberg nicht beliebt.
Für diese Wagen mit 20 t Achsdruck mußte zuerst noch der Oberbau stellenweise hergerichtet werden. Unter anderem wurde die Hellerbrücke bei km 2,625 im September 1949 verstärkt.



Transportmengen Bautenberg 1939:

Zitat
... Die völlige Inbetriebnahme der Grube Bautenberg wird für den 1. Februar 1939 in Aussicht gestellt.
Es gab verschiedene Anfragen der Verwaltung in Frankfurt/Main an die Betriebsleitung der FGE in Neunkirchen über den Fortgang der Arbeiten. Ab 1. März 1939 kamen täglich 150 bis 160 t zum Versand. Der monatliche Empfang betrug 120 t Kohlen, 60 t Koks und 80 t Rollensteine.


Frage: Was genau sind Rollensteine?

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

Gilpin Offline




Beiträge: 1.295

06.05.2017 09:34
#28 RE: Unterwilden, die Legende antworten

Hi - automatische Selbstkupplung?
Gruß, R.

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.829

06.05.2017 09:53
#29 RE: Unterwilden, die Legende antworten

Zitat von Gilpin im Beitrag #28
Hi - automatische Selbstkupplung?

Laut Carstens rüstete die DRG ihre ersten OOtz mit einer Scharfenberg/Willison-Kupplung aus um die Wagen untereinander zu kuppeln, weil man der Schraubenkupplung die Kräfte nicht zutraute. Sie hatten aber auch normale Zug- und Stoßeinrichtungen zum Kuppeln mit einer Lokomotive!

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

hwunderlich Offline




Beiträge: 508

06.05.2017 13:08
#30 OOtz und Rollensteine antworten

N' Guude,

ich hatte im "Schäfer" zuletzt nur nach Bildern geschaut, aber den Text nicht komplett durchgelesen. Gerhard Schäfer hat
seit den frühen fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts die FGE, also sein Arbeitsumfeld, nahezu lückenlos fotografisch
dokumentiert. Das war damals keine Selbstverständlichkeit! Allerdings führte Frau Schäfer in Wahlbach, dem Wohnort der
Familie Schäfer, ein kleines Fotogeschäft.

Auf keinem mir bekannten Foto sind im Bereich der FGE Erz IIId-Wagen abgebildet, immer nur die niedrigeren Erz Id oder Erz IId.
Das schliesst den Einsatz dieser Wagen allerdings nicht aus.

Auf Bautenberg sind allerdings bis zum Ende der Förderung 1942 mit ziemlicher Sicherheit keine vierachsigen Erzwagen beladen
worden, zumal auch die Oberbauertüchtigung für 20 Tonnen Achslast erst nach dem 2. Weltkrieg erfolgte.

So weit ich weiss, wurden die Steine zur Ausmauerung der untertägigen Strecken und Füllorte als Rollensteine bezeichnet.
Ich werde das in den nächsten Tagen aber nochmals anhand einschlägiger Literatur verifizieren.

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

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