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Dieses Thema hat 39 Antworten
und wurde 2.302 mal aufgerufen
 II.5. Diskussion veröffentlichter Anlagenpläne
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OOK Offline




Beiträge: 3.597

12.04.2017 17:55
Ausstellungsanlage in Dortmund 2017 antworten

Ich würde hier gerne einen Gleisplan untersuchen und besprechen, den ich gar nicht habe. Ich habe auf der Intermodellbau diese kleine H0-Fertiganlage fotografiert, aber leider nicht notiert, von wem sie ist, so dass ich das Rätsel Gleisplan zunächst nicht lösen kann. Wer kann helfen?



Ich meine, die Anlage hat ein paar features, die sie zum Optimierungskandidaten machen.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Fdl Triptis Offline




Beiträge: 194

13.04.2017 10:26
#2 RE: Ausstellungsanlage in Dortmund 2017 antworten

Hallo, für mich ist der Gleisplan ziemlich klar: Die außen verlaufende elektrifizierte Strecke geht im Kreis herum, in der Unterwelt dürfte am hinteren Anlagenrand ein mehrgleisiger Abstellbahnhof liegen. Die nach links abzweigende Nebenstrecke (2. Tunnelportal von links) steigt an, kommt im 3. Portal wieder zum Vorschein und führt zum oben gelegenen Kopfbahnhof.

Deutlich sichtbares Manko sind die langen Wagen (oder die engen Radien?), eine E44 mit Donnerbüchsen (und ein Vt 95 auf der Nebenstrecke) würde vielleicht besser aussehen. Die Oberleitung sieht im Prinzip gut aus, allerdings wird die Schleifstück-Breite für einen Betrieb mit angelegtem Stromabnehmer nicht ausreichen (deswegen fährt die Lok mit gesenktem Stromabnehmer). Die Signalisierung stimmt einigermaßen, jedoch wäre für die Ausfahrt nach rechts eher Hp1 angbracht, denn die Weiche wird über den weniger gekrümmten Zweig befahren. Am linken Stummelgleis müsste ein Gleissperrsignal oder eine Gleissperre stehen, damit die Zugfahrten gegen eventuelle Rangierbewegungen geschützt sind. Dass im Bahnhof Rangierfahrten vorgesehen sind, sieht man an den Hp00-Signalbildern, aber irgendwelche Hinweise auf Güterverkehr fehlen.

Pluspunkt für die Landschaftsgestaltung.

Mit Gruß - Helmut

OOK Offline




Beiträge: 3.597

13.04.2017 11:44
#3 RE: Ausstellungsanlage in Dortmund 2017 antworten

Zitat von Fdl Triptis im Beitrag #2
Die nach links abzweigende Nebenstrecke (2. Tunnelportal von links) steigt an, kommt im 3. Portal wieder zum Vorschein und führt zum oben gelegenen Kopfbahnhof.
Dachte ich auch zunächst, kann aber eigentlich nicht gehen. Dann müsste nämlich hinter dem 2. Tunnelportal v. links eine 180°-Kehre mit 15cm Radius liegen.
Ich denke, das ist nur scheinbar eine zweite Strecke, die in den gleichen Schattenbahnhof mündet wie die äußere. Die Stichstrecke zweigt vermutlich nach der Einfahrt in den vierten Tunnel, also den ganz linken ab. Gerne wüsste ich es genauer. Vielleicht tut ja jemand Unterlagen auf.
Wenn es so wäre, wie du schreibst, Helmut, wäre das konzeptionell natürlich viel besser, weil die Strecken sich im Bf trennen.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

JBS Offline




Beiträge: 141

13.04.2017 13:21
#4 RE: Ausstellungsanlage in Dortmund 2017 antworten

Moin,

da die Strecke, die im 2. Tunnel von links verschwindet ohne Oberleitung auskommt, wird das schon die Strecke zum Endbahnhof sein.
Viele Grüße,
Johann

@Otto: Links ist das neue rechts? :-)

http://null.4jbs.de

Fdl Triptis Offline




Beiträge: 194

13.04.2017 13:49
#5 RE: Ausstellungsanlage in Dortmund 2017 antworten

Hallo, ich vermute mal, dass die Anlage rechteckig ist und dass OOK ein starkes Weitwinkel benutzt hat, um alles draufzukriegen. Deshalb sieht die linke Anlagenkante viel kürzer aus als sie wirklich ist. Wenn diese Vermutung stimmt, dann liegt das dritte Portal (von links) etwa in der Mitte der Platte. Dann müsste die Plattentiefe für einen Bogen zwischen dem zweiten und dem dritten Portal eigentlich reichen. Der Bogenwechsel liegt dann direkt hinter dem dritten Portal, möglicherweise ohne Zwischengerade.

Gruß - H.

Fdl Triptis Offline




Beiträge: 194

13.04.2017 17:30
#6 RE: Ausstellungsanlage in Dortmund 2017 antworten

Hallo, ich habe mal das Foto von OOK mit einem perspektivischen Raster versehen, um die Größenverhältnisse beurteilen zu können. Das Raster ist nicht ganz korrekt (die mittlere senkrechte Linie müsste etwas mehr nach links geneigt sein), die senkrechten Linien müssten sich oberhalb des Bildes in einem Punkt treffen. Immerhin stimmt es einigermaßen, die Mitte der Platte liegt auf jeden Fall da, wo sich die Hauptdiagonalen kreuzen. Was kann man also sehen und eventuell schlussfolgern?



Das fragliche Tunnelportal der Nebenstrecke ist ziemlich genau in der Mitte der Platte; wenn man die Höhe berücksichtigt, dann liegt der Fußpunkt sogar etwas rechts von der Mitte. Das bedeutet, dass für den notwendigen 180°-Bogen das gesamte links hinten liegende Viertel der Platte zur Verfügung steht. Wenn man das mit dem Viertel rechts vorne vergleicht, dann sieht man, dass der Platz eher reichlich ist. Damit sollte das Gleisplan-Rätsel gelöst sein. Für den unterirdischen Abstellbahnhof ist auch noch genug Platz.

Mit Hp1-Gruß - Helmut

OOK Offline




Beiträge: 3.597

13.04.2017 18:38
#7 RE: Ausstellungsanlage in Dortmund 2017 antworten

Zitat von Fdl Triptis im Beitrag #6
... Das bedeutet, dass für den notwendigen 180°-Bogen das gesamte links hinten liegende Viertel der Platte zur Verfügung steht. Wenn man das mit dem Viertel rechts vorne vergleicht, dann sieht man, dass der Platz eher reichlich ist. Damit sollte das Gleisplan-Rätsel gelöst sein.


Hoffentlich hast du Recht, Helmut. Obwohl ich noch leichte Zweifel habe, gehe ich mal davon aus, dass es so ist. Dann würde ich von aus mal (mit euch zusammen) überlegen wollen, wie aus dieser Ausstellungsanlage (ohne Anstricken!) eine brauchbare Heimbetriebsanlage werden könnte.
Hier noch zwei weitere Bilder:





Also: Was könnte man a) optisch/gestalterisch und b) betrieblich verbessern?

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

hwunderlich Offline




Beiträge: 354

13.04.2017 19:55
#8 RE: Ausstellungsanlage in Dortmund 2017 antworten

N' Abend,

kennen wir die ungefähren Aussenmasse??

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

BerndK Offline



Beiträge: 138

13.04.2017 20:11
#9 RE: Ausstellungsanlage in Dortmund 2017 antworten

Was könnte man ... optisch/gestalterisch ... verbessern?

- hochwertigere Nadelbäume verwenden
- den 270° sichtbaren Kreisel" besser oder komplett verstecken (Erinnert mich an meine Märklin Gleisplanbücher aus den 80ern)
- Oberleitungsdraht unauffälliger streichen
- Rundmauer und Tunnelportale altern
- die schwarzen Weichenherzstücke farblich tarnen
- gab es wirklich Schotter in so einem Farbton beim Vorbild?
- es wurde ja bereits erwähnt unbedingt kürzere Fahrzeuge einzusetzen, das kostet zusammen mit dem großen Kreisel (für mich) am meisten Wirkung der optisch in vielen Details gut gemachten Anlage

Gruß
Bernd

Gilpin Online




Beiträge: 791

13.04.2017 20:59
#10 RE: Ausstellungsanlage in Dortmund 2017 antworten

Hallo Otto,

ich fang' noch einmal ganz von vorne an - mit dem vermuteten Verlauf der "unterirdischen" Strecken (und unterstelle mal, dass wir uns über die Verbindung von A nach A einig sind):



So sehen das im Moment wohl Alle. Eine Alternative kommt mir aber in den Sinn:



Ich glaub's nicht, also nehmen wir's mal als meinen ersten Verbesserungsvorschlag. Natürlich meine ich zunächst einmal eine Spirale unter der Burg - Höhengewinn zwecks Absetzen der 270°-Kurve vom vorderen Bahnhof, Fahrzeitverlängerung. Aber, so mein eineinhalbter Vorschlag: ginge es nicht auch ohne Steigung, mit einer Kreuzung, wo sich die gelben Linien überschneiden? Gefääährlich - solange man zwei Züge aufeinanderfolgen lässt oder einen sehr langen Zug dort hinauf schickt, der da ohnehin nicht sinnvoll behandelt werden kann. Dies wäre einer Fahrzeitverlängerung durch Anhalten vorzuziehen.

Hier hat sich jemand gestalterische Mühe gegeben, ob im Auftrag oder self-propelled, egal. Nur: betriebliche oder auch nur spielerische Freude wird da nicht aufkommen!

Denn konzeptionell ist alles nur furchtbar - (Ironie ein) elektrifizierte eingleisige Hauptstrecke mit abzweigender Nebenstrecke, das hat doch 'was. Wenn auch das die Zweigleisigkeit schmerzlich vermisst wird und das Dampflok-Bw fehlt!

Ich hau' mal kurz auf's Blech:

- Vorab: weg mit den Klischees á la Burg, Felsen hinter'm Bahnhof...
- Die Elektrifizierung bringt nichts, der Fahrdraht am vorderen Anlagenrand aber eine Menge Ärger. Beim Hineinbeugen zum Beispiel.
- Die in den Bildern linksgelegene Bahnhofsausfahrt ist sehr erklärungsbedürftig - gerade auch dann, wenn es wieder einmal bei der RhB ein Beispiel gäbe, wo's genau so gemacht wurde.
- Irgendwie ist der Bahnhof befremdlich: für einen Bahnhof an einer übergeordneten Haupt-(?)Strecke mit abzweigender Nebenbahn fehlen mir doch ein paar Gleise, ein Trennungsbahnhof ist es aber auch nicht.
- Gibt es irgendeinen Güterverkehr?

Die letzten beiden Punkte mögen der (durch die Fahrzeuge) dargestellten Epoche 6 geschuldet sein; dann stimmen aber die Gebäude nicht mehr! Für die paar Pendler und Schüler unterhält doch die DB AG keine schnuckeligen Bahnhofsgebäude!

- Mal zur Rettung, und womöglich einen eigenen Strang wert: wie wär's, das ganze Ding von der Wand abzuziehen, in der Mitte einen scenic divider einzusetzen, den Lokführer des Nebenbahntriebwagens um die Anlage (halb) herumlaufen zu lassen - erlebte Entfernung ...
- und das Ganze um noch so rudimentäre Industrien zu ergänzen?

Ansonsten gelten Bernds Punkte auch noch...

Schöne Ostern,
Reiner

Kabees240 Offline



Beiträge: 109

14.04.2017 02:54
#11 RE: Ausstellungsanlage in Dortmund 2017 antworten

Zitat von Gilpin im Beitrag #10

Hier hat sich jemand gestalterische Mühe gegeben, ...
Nur: betriebliche oder auch nur spielerische Freude wird da nicht aufkommen!

Dem stimme ich vollinhaltlich zu. Es handelt sich doch wahrscheinlich um eine Ausstellungsanlage, die vollautomatisch betrieben wird und auf der irgendetwas demonstriert werden soll. Keine Ahnung, was; denn ich kann mich nicht daran erinnern, sie gesehen zu haben; wahrscheinlich, weil derartige Anlagen für mich uninteressant sind.

Zitat von Gilpin im Beitrag #10
Denn konzeptionell ist alles nur furchtbar - (Ironie ein) elektrifizierte eingleisige Hauptstrecke mit abzweigender Nebenstrecke, ...

Das ruft natürlich meinen Widerspruch hervor. Dieses Anlagenthema ist ja nicht umsonst ziemlich beliebt. Entspricht es doch dem erlebten Vorbild auf vielen Bahnhöfen. Beispiel gefällig: auf meiner Hausstrecke exKBS246 von Mönchengladbach über Viersen (nach Neuss), Dülken (nach Brüggen), Boisheim, Breyell nach Kaldenkirchen (1.nach Kempen, 2.nach Brüggen West) sind es 50 % der Bahnhöfe. Ich glaube eher, die Umsetzung dieses Themas auf geschätzten 2,5 - 3 qm in H0 ist "furchtbar" schwierig.

Dann muss ich mich ja wohl auch noch zum Thema des Fadens äußern, was betrieblich und optisch zu verbessern ist. Das fällt aber ohne weitere Vorgaben schwer. Grundsätzlich halte ich nichts von 4 Tunnellöchern, die "Berge" von 15 m Höhe durchbohren und etwa 1/6 der Anlagenbreite optisch erschlagen.
Will man das Thema beibehalten würde ich auf dieser Fläche eine kleinere Baugröße wählen ==> die Berge wachsen, die Tunnelportale nehmen weniger Fläche ein.
In H0 ist der untere Bahnhof ohne Güterverkehr entbehrlich. Man könnte dort einen Haltepunkt einplanen oder einen Abzweig auf freier Strecke darstellen.
Epoche: die Anlage ist ein Mix aus Epoche 6 Eisenbahn und Epoche 3 Landschaftsgestaltung. Da fällt mir die Entscheidung für 3 nicht schwer. Aber jüngere Modellbahner???
Will man beide Bahnhöfe beibehalten, sollte eine Kulisse etwa in Anlagenmitte, auf der linken Seite hoch und nach rechts niedrig auslaufend, die beiden Bahnhöfe trennen.
Der untere Bahnhof benötigt (in Epoche 3) ein separates Güterschuppengleis, der obere Bahnhof ein zusätzliches Ladegleis.

Gilpin Online




Beiträge: 791

14.04.2017 10:44
#12 RE: Ausstellungsanlage in Dortmund 2017 antworten

Hallo Hans,

ich bin nicht grundsätzlich gegen den Durchgangsbahnhof an zweigleisiger elektrifizierter Hauptstrecke mit abzweigender eingleisiger Nebenbahn und Dampflok-Bw. Schon meine Geburtsstadt hatte so einen... Ich empfinde ihn nur als Klischee, so wie er oft in der Modellbahn-Literatur angeführt und mit viel Liebe zum Detail umgesetzt wird.

Mittlerweile habe ich auch eine Idee zum Zweck der Anlage, angeregt durch Deine Überlegung

Zitat von Kabees240 im Beitrag #11
Es handelt sich doch wahrscheinlich um eine Ausstellungsanlage, die vollautomatisch betrieben wird und auf der irgendetwas demonstriert werden soll. Keine Ahnung, was;
- ich vermute, hier sollen die Bahnhofsgebäude promotet werden. Das wäre ja gar nicht mal so blöd, und die beiden kreisfahrenden und pendelnden Züge würden das Thema veranschaulichen. Nur - auch dann gäbe es wohl sinnvolle Alternativen. Nur eine Strecke darzustellen wäre schon mal eine.

Mit freundlichem Gruß,
Reiner

Fdl Triptis Offline




Beiträge: 194

14.04.2017 14:49
#13 RE: Ausstellungsanlage in Dortmund 2017 antworten

Zitat von hwunderlich im Beitrag #8
kennen wir die ungefähren Aussenmasse??

Ja, denke ich, zumindest in der Breite: Auf meinem Rasterbild ist ein Raster etwas schmaler als ein 30 cm-Wagen, sagen wir mal 27...28 cm; deshalb ist die Anlagenbreite etwa 8 mal 0,27...0,28 m ==> 2,20 m.

Gruß - H.

Gilpin Online




Beiträge: 791

14.04.2017 16:28
#14 RE: Ausstellungsanlage in Dortmund 2017 antworten

Hi - genial, Helmut. Zur Tiefe fällt mir nun ein: Welches Gleismaterial haben wir denn vor uns? Dann könnten wir den Radius der Burgumrundung plus ca. 35 cm als Tiefe ansetzen.
Gruß, R.

OOK Offline




Beiträge: 3.597

14.04.2017 17:22
#15 RE: Ausstellungsanlage in Dortmund 2017 antworten

Ich fragte im H0-Forum, ob jemand die in Dortmund gezeigte Anlage kennt oder weiß, von welcher Firma sie eingestellt wurde. Als Antwort kam von Dominik B: vermutich Tillig. Dann antwortete Erzgebirgsnebenbahner:

Zitat
Ist das überhaupt H0? Beide EGs sind von Auhagen, hinten Altmittweida, vorne Hagenau. Beide gibt es nur in TT.

Und nochmal Dominik B.:

Zitat
Ja, das ist TT. Deshalb liegt auch Tillig nahe. Hinten ist der tschechische Railjet in TT mit falschem Steuerwagen zu sehen.


Also müssten wir bei Tillig TT schauen.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

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