Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

Modellbahnanlagen
Planungs- und Design-Forum

für vorbildgerechten Modellbahnbetrieb

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 22 Antworten
und wurde 715 mal aufgerufen
 IV.5. So macht es das Vorbild
Seiten 1 | 2
cargonaut Offline



Beiträge: 95

25.02.2017 10:44
#16 RE: Das betriebliche Regelwerk und der "Hausverstand"... antworten

Zitat von Fdl Triptis im Beitrag #23
Hallo Otto, du hast natürlich recht. Im SB 59 steht zum Signal Ne1 - Trapeztafel (früher K 15): Kennzeichnung der Stelle, wo bestimmte Züge vor einer Betriebsstelle zu halten haben. Also nicht alle Züge. Das war mir nicht (mehr) geläufig, vielleicht weil ich die Trapeztafeln nur selten zu Gesicht bekommen habe. In deinem Beispiel ist also nur der fahrplanmäßig zweite Zug zum Halt verpflichtet, das ist für den sicheren Betrieb ausreichend.



Ne 1 Tafeln im Zugleitbetrieb sind nicht mit Zugsicherung (PZB) ausgerüstet mit Ausnahme des technisch unterstützten ZLB. Daher würde die unzulässige Vorbeifahrt an einer Ne1 Tafel den Zug auch nicht zum Halten bringen. Die Aufstellung der Ra10 Tafel erfolgt aber im Durchrutschweg des Einfahrsignals.
Ich stelle jetzt die Behauptung, nach meinem Regelwerksverständnis, auf bei Bahnhöfen deren Einfahrt durch Ne1 gesichert ist gibt es keine Rangierhalttafel. Folglich wird dem Rangieren hier mit Befehl ab der Einfahrweiche zugestimmt. Dieser Befehl enthält auch eine Zeitangabe bis zu der das Rangieren über die Einfahrweiche einzustellen ist (10 Minuten vor der planmäßigen Ankunft des Zuges). Somit wird durch organisatorische Maßnahmen eine gleichwertige Sicherheit gegenüber einer technischen Sicherung erreicht.

Gruß Kai-Nils

Die Kunst eine Lokomotive zu führen kann nur durch jahrelanges Studium, geduldiges Üben und Erfahrung erworben werden.
(The Australian Locomotive Enginedriver's Guide)

Nebenbahner Offline



Beiträge: 51

25.02.2017 12:19
#17 RE: Das betriebliche Regelwerk und der "Hausverstand"... antworten

Zitat
Ich stelle jetzt die Behauptung, nach meinem Regelwerksverständnis, auf bei Bahnhöfen deren Einfahrt durch Ne1 gesichert ist gibt es keine Rangierhalttafel.


Dann schau dir mal dieses Bild an:
http://www.fotocommunity.de/photo/an-der...-geist/30833272
Vorne rechts Ne1 / Hinten links (vor dem Baum) Ra10 - Hier halt rechts vom Gleis, da DR

Gruß
Gerold

cargonaut Offline



Beiträge: 95

25.02.2017 16:10
#18 RE: Das betriebliche Regelwerk und der "Hausverstand"... antworten

Danke Gerold für das Bild. Da es sich unverkennbar um eine Schmalspurbahn handelt, gilt hier die Eisenbahn Bau und Betriebsordnung Schmalspurbahnen (ESBO).
Auf regelspurigen Bahnen nach EBO bleibe ich dabei.

Gruß Kai-Nils

Die Kunst eine Lokomotive zu führen kann nur durch jahrelanges Studium, geduldiges Üben und Erfahrung erworben werden.
(The Australian Locomotive Enginedriver's Guide)

Nebenbahner Offline



Beiträge: 51

25.02.2017 19:17
#19 RE: Das betriebliche Regelwerk und der "Hausverstand"... antworten

Also zwei hätte ich noch:
1) Bahnstrecke Forchheim–Behringersmühle,
hier ein Bild aus dem Stummiforum #27, vorne rechts Ne1 und hinten bei dem Andreaskreuz ein Ra10 (Normalspur)
2) Schlüsselfeld, leider habe ich kein Bild von der Einfahrt gefunden, aber im Gleisplan vom Schlüsselwerk ist ein Ra10 und ein Ne1 eingezeichnet (Normalspur)

Hier noch ein "Beifang", Ne1 mit PZB

Gruß
Gerold

cargonaut Offline



Beiträge: 95

26.02.2017 10:06
#20 RE: Das betriebliche Regelwerk und der "Hausverstand"... antworten

Hallo Gerold,

Super Bilder vielen Dank. Ein Durchrutschweg von 150 m ohne Zugsicherung ist nicht viel. Ich sehe wir sind mittendrin im Dschungel rund um die Ril 819 und deren unterschiedliche Auslegung.

Gruß Kai-Nils

Die Kunst eine Lokomotive zu führen kann nur durch jahrelanges Studium, geduldiges Üben und Erfahrung erworben werden.
(The Australian Locomotive Enginedriver's Guide)

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.719

26.02.2017 10:46
#21 RE: Das betriebliche Regelwerk und der "Hausverstand"... antworten

Apropos Ril 819: ebb2_sgl.pdf

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

hmmueller Offline



Beiträge: 216

26.02.2017 11:36
#22 RE: Das betriebliche Regelwerk und der "Hausverstand"... antworten

für den Link!

Das Dokument hat aber denselben Nachteil wie viele solche: Es mischt ohne klare Unterscheidung (a) prinzipiell sinnvolle Regelungen [wie Flankenschutz an sich; oder was man gegen das Strecken vorsieht]; (b) in Deutschland weitgehend übliche Regelungen [wie etwa die Gefahrenpunktabstände] und (c) bei den großen deutschen Staatsbahnen (i.w. der Reichsbahn, der westdeutschen DB und dann der Deutschen Bahn) relevante Regelungen. Weil es seit VDEV-Zeiten aber immer Vereins- und andere Bahnen gab - sogar in Gebieten, die zur einen oder anderen Zeit Teil von "Deutschland" waren -, die sich "einfach so" oder aus technischen oder anderen Gründen andere Regelungen gegeben haben, sind die Regelungen unter (b) und (c) bei weitem nicht so allgemeingültig, wie von vielen geglaubt und manchmal sogar vertreten wird. Umgekehrt bedeutet das, dass man sich m.E. grade bei Darstellung historischer Bahnen ganz schöne Freiheiten erlauben kann und - ich finde - auch sollte, wenn man dafür nur irgendeinen technischen oder betrieblichen Grund hat oder haben könnte ...

H.M.

cargonaut Offline



Beiträge: 95

26.02.2017 22:30
#23 RE: Das betriebliche Regelwerk und der "Hausverstand"... antworten

Hallo Hubert,

für den Link. Leider wird das Regelwerk immer mehr zum Kautschuk. Die Richtlinie 819 widerspricht sich teilweise mit der Ril 483 ( Zugbeeinflussungsanlagen), aber das ist wieder ein anderes Thema. Sorry ich schweife vom Thema ab.

Gruß Kai-Nils

Die Kunst eine Lokomotive zu führen kann nur durch jahrelanges Studium, geduldiges Üben und Erfahrung erworben werden.
(The Australian Locomotive Enginedriver's Guide)

Seiten 1 | 2
 Sprung  

 

Harz-Bahn-Forum

BAE-by-OOK

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de