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Modellbahnanlagen
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Dieses Thema hat 60 Antworten
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 II.3. Planen von Anfang an
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Gilpin Offline




Beiträge: 1.294

02.03.2017 12:36
#16 RE: Die Aartalbahn als Inspiration antworten

Hi otto,

yo, find' ich gut! Warten wir mal was Alex sagt...

Gruß,
R.

Fischkopp Offline




Beiträge: 409

02.03.2017 15:45
#17 RE: Die Aartalbahn als Inspiration antworten

Vielen Dank!
Beitrag #5 im neuen Strang müsste wieder zurück, und das ganze Organisatorische könnte eigentlich auch wieder verschwinden...

Gruß
Alex

517 008 Offline



Beiträge: 162

05.03.2017 09:19
#18 RE: Die Aartalbahn als Inspiration antworten

Hallo Gilpin,

es hat etwas gedauert, Dir eine Antwort zukommen zu lassen. Erstmal musste ich mich mit dem, was Du geschrieben hast, etwas auseinandersetzen. Außerdem ist derzeit die Zeit ein extrem knappes Gut, da wir voll in der Hausplanungsphase stecken und im Juli Spatenstich sein wird. Es geht also voran, aber in anderen Projekten. Hier bei der MoBa ist eher Stillstand eingekehrt. Aber sei´s drum.

Mir ist bewusst, dass mein hier gezeigter erster Entwurf kein Abbild der Aartalbahn ist, daher habe ich den Titel auch so gewählt, dass entsprechende künstlerische Freiheiten zu erwarten sind. In letzter Konsequenz glücklich bin ich mit dem Entwurf nicht. Was aber auch daran liegt, dass ich für mich noch nicht abschließend beantworten kann, was ich wirklich will (Endbahnhof oder Durchgangsbahnhof mit zwei FY, vertretbare Radien und Weichenwinkel etc.).

Der Punkt Weichenwinkel und Radien hängt natürlich auch von den verwendeten Fahrzeugen ab und hier sind die Limburger Zigarren (selbst wenn man die Silberlinge weg lässt und mit 4-achsigen Umbauwagen bei den wenigen lokbespannten Zügen fährt) der entscheidende Punkt. Alles unter 70cm im sichtbaren Bereich als Innenradius kommt keinesfalls in Frage, selbst damit bin ich nicht abschließend glücklich, werde aber wohl mit dem Kompromiss leben müssen. Ob ich bei den Weichen auf 15° und Radien um die 90cm zu gehen bereit bin, muss ich wohl mit Probeaufbauten prüfen. Mir ist die Optik des Bahnhofs wichtig, hier fixiert sich das Auge auf eine Betriebsstelle mit stehenden oder sehr langsam fahrenden Fahrzeugen und aus meiner Sicht fallen hier zu kleine Radien deutlich stärker auf als bei der Strecke, wo der Zug in "schneller" Bewegung ist und einen Punkt entsprechend schnell passiert. Mit ist bewusst, dass es hier sehr unterschiedliche Meinungen und Ansichten dazu gibt, aber die Diskussion wurde aus meiner Sicht schon oft geführt und letzten Endes muss es dem gefallen, der es baut und betreibt und aus meiner Sicht gibt es bei einer Heimanlage kein absolutes richtig oder falsch, da MoBa im Heim immer zu Kompromissen zwingt und jeder für sich entscheiden muss, welche er eingehen mag und welche nicht.

Bei erstem Punkt, dem Endbahnhof vs. dem Durchgangsbahnhof bin ich mir noch nicht schlüssig. Zwei Betriebsstellen hätte ich schon gerne, aber auf dem vorhandenen Platz wird das schwierig. Die Bahnhöfe der Aartalbahn hatten mehrheitlich schon recht üppige Längenausdehnung und wirken beim Kürzen schnell nicht mehr. Außerdem waren viele später zu Haltepunkten zurückgebaut. Die Bahnhöfe mit etwas mehr Güterverkehr hatten allerdings eben auch schon recht ordentliche Ausmaße. In die dritte Dimension gehen wäre ein Punkt, aber ob dieser mich handwerklich und zeitlich beim Bau nicht überfordern wird, kann ich mir auch noch nicht beantworten. Schließlich werde ich wohl im Alleingang werkeln müssen.

Ob ich also mit einem von der Aartalbahn nur inspirierten Szenario wie dem hier eingestellten ersten Entwurf leben möchte oder doch einen Bereich nachbaue, muss ich noch für mich beantworten. Auch das Thema Stichbahn ist noch in der Schwebe. Um all das nochmal zu sortieren und mir hier noch Anregungen, Feedback und Kritik zu holen, habe ich mich daher entschlossen, in den nächsten Wochen das Thema Aartalbahn nochmal so gründlich wie möglich zu sichten. Dazu werde ich alle mir vorliegenden Informationen zusammenfassen inkl. des Streckenprofils, der einzelnen Bahnhöfe und Betriebsstellen sowie die jeweilige Charakteristik der Strecke und ihrer besonderen Merkmale. Etwas schwierig, da ich nicht über Bilder verfüge, für die ich das Urheberrecht habe, also diese hier auch nicht zeigen kann. Zur Not muss ich Skizzen machen. Damit lässt sich sicher herausarbeiten, welche Bereiche sich anbieten würden, zusammenhängend als MoBa abgebildet zu werden.

Das wird eine Weile dauern und ich werde sicher nicht immer so schnell die weiteren Informationen nachliefern können, aber ich möchte hier dran bleiben. Ich hoffe, dass es die von Euch, die das Thema interessiert und sich einbringen möchten, nicht langweilt oder nervt, wenn mal einige Tage nichts von mir zu hören oder zu lesen sein wird. Aber Zeit ist im Moment noch knapper als sonst. Hier nochmal Dank an Alex, der ebenfalls schon gute Anregungen geliefert hat. Ich hoffe, Du wirst Dich auch weiter einbringen.

Ggf wird es im ersten Schritt eine wirklich kleine Spiel- und Übungsanlage zum Rangieren geben, um mit Weichen und Radien zu experimentieren (2,7m x 0,5m plus FY). Damit wäre dann der Punkt Weichen / Radien zu klären.

Grüße und schönen Sonntag, David

517 008 Offline



Beiträge: 162

05.03.2017 09:45
#19 RE: Die Aartalbahn als Inspiration antworten

Hallo zusammen,

anbei das Streckenprofil der Aartalbahn. Wie die hier schematisch dargestellten Gleispläne zu den mir vorliegenden Gleisplänen und Bilder passen, hab ich noch nicht für alle Betriebsstellen herausgefunden. Die Lage der Weichen und Gleise passt jedoch nicht 1:1, aber das liegt möglicherweise auch am unterschiedlichen Datumsstand oder Rückbauzustand von Streckenprofil und Bildern.



Auch kann ich noch nicht mit allen hier dargestellten Symbolen und Informationen etwas anfangen. Vielleicht weiss da jemand mehr.

Grüße, David

Gilpin Offline




Beiträge: 1.294

05.03.2017 13:03
#20 RE: Die Aartalbahn als Inspiration antworten

Hallo David,

das Ding ist ja wohl eine Sensation. Hast Du eine Idee, von wann der Plan stammt? ich habe auch das Gefühl, dass nicht alle Stationen gleich detailliert dargestellt werden, aber über die Gleisentwicklung in den Stationen weißt Du ohnehin mehr als der Zeichner. Für mich ist das Höhenprofil ein großer Erkenntnisgewinn, zumal die Literatur solche infos im Text verstreut... Die Schlangenlinien darunter sagen mir auch nichts, Hilfe wäre da vordringlich. Ansonsten: weiter Viel Spaß! (Auch mit dem Haus-Planen!)

Hi Otto (@OOK),
Alex hat recht, #5 muss zurück. Mit dem Organisatorischen meint er wohl hier alles von #11 bis #17.

Schönes Wochenende Alle,
Reiner

517 008 Offline



Beiträge: 162

05.03.2017 14:02
#21 RE: Die Aartalbahn als Inspiration antworten

Hallo Reiner,

zumindest ganz gut grob zu datieren: Bf Hohenstein ist noch nicht zurückgebaut, Eiserne Hand, Chausseehaus und Bleidenstadt aber schon nur noch einfacher Haltepunkt. Bad Schwalbach ist auch bereits teilweise zurückgebaut. Das würde für einen Zustand um 1970 herum sprechen, was genau in das für mich interessante Zeitfenster spricht. Kettenbach entspricht jedoch nicht dem mir bekannten Zustand der Gleisanlagen, hier stimmt die schematische Darstellung nur grob mit den Gleisanlage aus Fotos aus den 80er Jahren.

Aber ja, war ein unheimlich schönes Fundstück für mich (hier Danke an den Arbeitskreis Aartalbahn), gerade weil es in mein angestrebtes Zeitfenster passt und für viele Bahnhöfe, für die ich keine Gleispläne habe, zumindest gute Anhaltspunkte liefert. Was ich heute noch machen will, ist eine Darstellung erzeugen, in der alle Betriebsstellen dargestellt sind mit den Zeitlinien für den Eröffnung des Verkehrs im entsprechenden Streckenabschnitt und der Einstellung von Personen- bzw. Güterverkehr. Das gibt auch nochmal einen Eindruck, wobei gerade der Güterverkehr nach begonnenem Rückbau in einigen Abschnitten stark nachgelassen hat. Hier hoffe ich noch auf weitere Informationen, das wird aber noch dauern. Ich habe aber bereits eine potentielle sehr gute Quelle und kriege bald Zugriff auf ein Archiv mit mehreren Hundert wenn nicht gar Tausend Bilder und Zeitungsausschnitten aus einer Sammlung aus einem Nachlass.

Gruß, David

tuxlover Offline



Beiträge: 159

05.03.2017 14:08
#22 RE: Die Aartalbahn als Inspiration antworten

Hallo David,

ich versuche mal etwas Licht ins Dunkel zu bringen, Erklärungen bezogen auf dein Bild von oben nach unten:

- Höhenprofil mit Neigungen und eingezeichneten Brücken / Tunnel. Die beiden vertikalen Pfeile müsste eigentlich für die größte Neigung stehen, so ganz erschließt sich das mir aber nicht.

- die U-förmigen Zeichnungen zeigen Seiten- bzw. Kopframpen. Die Zahlen sind Nutzlängen in Meter, die horizontalen Pfeile bezeichnen die Ausladerichtung bei Kopframpen.

- die zwei Zeilen der Tabelle zeigen die maßgebliche Neigung in jede Fahrtrichtung:

Zitat von Eisenbahn Lehrbücherei - 211 Fahrplanwesen
Zwischen der waagrechten oberen Netzkante und den Namen der Betriebsstellen stehen in zwei Reihen Zahlen. Sie geben für die eingezeichneten Streckenabschnitte, für jede Richtung getrennt, die "maßgebende Neigung" in 0/00 an.
Unter der maßgebenden Neigung einer Strecke (Steigung oder Gefälle) versteht man die Neigung der Verbindungslinie (mittlere Neigung) zweier 2000 m voneinander entfernten Punkte dieser Strecke mit dem größten Höhenunterschied. Ergibt sich für die so ermittelte Neigung ein Wert über 1 : 100 (10 0/00), so ist an Stelle des Entfernungsmaßes von 2000 m nur ein solches von 1000 m anzuwenden. Sofern jedoch die Verbindungslinie vom Beginn des verfügbaren Bremsweges zum Hauptsignal oder einem ortsfesten Schutzsignal eine stärkere Neigung aufweist, so ist diese die maßgebende Neigung (FV 5 89 i41).



- Krümmungsband: zeigt den Streckenverlauf, links/rechts Kurven jeweils mit dem Radius in Metern. Zusammen mit den Kilometer Angaben sollte sich ein zweidimensionales Bild der Strecke zeichnen lassen.

- Gleisbild

Zitat
Es zeigt die Gleisanlagen. Hauptgleise, soweit sie von Zügen der dargestellten Strecke befahren werden können, sind stark ausgezogen. Kreuzungs- und Überholungsgleise werden mit ihren Nutzlängen angegeben.



- Namen der Betriebsstellen

Zitat
Das Fahrplanblatt enthält über den waagrechten Netzbegrenzungslinien in schräger Blockschrift die Namen der Bahnhöfe, Blockstellen, Ahzweig- und Anschlußstellen, Haltestellen und Haltepunkte. Die Rangklasse ist mit arabischen Ziffern (z. B. Astadt 3) angegeben.
Nach ihrer Bedeutung sind die Bahnhöfe in fetter oder halbfetter brauner Schrift hervorgehoben. Blockstellen, Haltepunkte usw. haben magere Schrift.
Betiebsstellen, die nicht unter den Begriff »Bahnhof« fallen, zeigen folgende Abkürzungen vor dem Namen.
Blockstellen = »Bk«
Abzweigstellen = »Abzw«
Anschlußstellen = »Anschl«
Haltestellen = »Hst«.
Bei Haltepunkten wird die Bezeichnung »HP« hinter dem Namen angebracht, also »Lfeld HP«, aber »Bk Bweilere«. Mit Agenten besetzte Bahnhöfe und Haltepunkte erhalten den Zusatz »Ag« hinter dem Namen.
Betrieblich unbesetzten Stellen wird ein kleines »u« zugesetzt, z. B. »Lheim Hp U« oder »Dberg Hst U«.


Das + hinter Limburg verrät, dass dort ein Gerätewagen stationiert ist.

Gruß Michael

517 008 Offline



Beiträge: 162

05.03.2017 14:45
#23 RE: Die Aartalbahn als Inspiration antworten

Hallo Michael,

vielen Dank für die Unmenge an Informationen, die mir Deine Erklärungen offenbart haben. Damit erhöht sich der Wert dieses Dokuments für mich nochmal erheblich!

Gruß, David

517 008 Offline



Beiträge: 162

05.03.2017 14:47
#24 RE: Die Aartalbahn als Inspiration antworten

Hallo zusammen,

anbei noch eine etwas ausführlichere Beschreibung der Strecke mit ihren Betriebspunkten, Daten zu Strecken Eröffnung und Betriebseinstellung sowie Charakteristik der Strecke und Umgebung.


Gruß, David

Gilpin Offline




Beiträge: 1.294

05.03.2017 15:18
#25 RE: Die Aartalbahn als Inspiration antworten

Hi Tuxlover,

Dir ist wirklich gelungen,

Zitat von tuxlover im Beitrag #22
Licht ins Dunkel zu bringen
- das Dokument gewinnt noch einmal an Nutzwert. Ich werd' da nochmal ganz tief eintauchen. Und danach schaue ich mir die Tabelle an, erneut , David.

Schönen Sonntag noch,
Reiner

517 008 Offline



Beiträge: 162

22.04.2017 16:59
#26 RE: Die Aartalbahn als Inspiration antworten

Hallo zusammen,

nach langer Pause, die ich zum gründlichen Nachdenken über das von mir gewählte Thema genutzt habe, bin ich zu folgendem Ergebnissen gekommen:
- Die Bahnhöfe der Aartalbahn sprengen in H0 die räumlichen Möglichkeiten bei einer vorbildnahen Umsetzung
- Eine starke Verkleinerung lässt sie zur Karikatur verkommen oder reduziert die betrieblichen Möglichkeiten stark (Gleislängen etc)
- Ein Wechsel zu Spur N oder TT kommt nicht in Frage
- Ich will beim Fuhrpark der Aartalbahn bleiben
- Einige Modultreffen haben die gedankliche Bindung an vorbildnahen Betrieb als essentiellen Bestandteil der Modellbahn weiter bestätigt
- Die beim Modellbahnhändler gesichteten Weichen von Tillig Elite Gleis EW3 und EW5 waren qualitativ extrem bescheiden (Zungen liegen nicht an, Entgleisung garantiert, viel Nacharbeit an jeder einzelnen Weiche erforderlich; dafür zu teuer)
- Damit scheidet Tillig Elite erstmal aus, derzeit erst Planungsspiele mit Weinert Weichen
- Es wird noch Zeit ins Land gehen, bis der MoBa-Raum fertig und nutzbar ist
- Dafür etwas mehr Platz als ursprünglich geplant verfügbar (5,45m x 3,05m) und damit eine Zunge machbar, wenn die Kehre mit r=0,5m bis r=0,55m realisiert wird und entsprechend getarnt oder außerhalb der gestalteten Bereiche gelegt wird
- Außer der Aartalbahn gibt es noch andere interessante Themen und eins davon bietet einen direkten Anknüpfungspunkt für prototype freelancing

Das bedeutet daher: Es wird für die heimische Anlage keinen Aartalbahnnachbau geben, aber eventuell eine Umsetzung in Module nach Fremo-Norm. Das ist aber nicht Thema des Forums hier und werde ich daher hier auch nicht weiter fortführen.

Es gab aber die Nassauischen Kleinbahnen, die mit 1000mm Spur drei Strecken von Nastätten aus durch das Nassauer Land führten.
- Oberlahnstein - Nastätten
- St. Goarshausen - Nastätten
- und jetzt kommt es: Nastätten - Zollhaus
Und damit sind wir wieder bei der Aartalbahn. Und genau das wäre ein Anknüpfungspunkt.
Was wäre, wenn der Abbau von Erz hier auch in den 70ern fortgeführt worden wäre?
Was wäre, wenn die Kleinbahn nicht als Schmalspur-, sondern normalspurige Bahn und Strecke der DB ausgebaut worden wäre?
Was wäre, wenn es also einen Abzweig in Zollhaus gegeben hätte, der als Stichbahn entlang der Route der Nassauischen Kleinbahn weiter betrieben worden wäre und dann natürlich auch mit den Fahrzeugen aus Limburg bzw. Wiesbaden durchgeführt worden wäre?

Und genau damit beschäftige ich mich derzeit. Prototype ist die Idee von der Strecke ab Zollhaus, Freelancing werden die Betriebsstellen und deren Gestaltung sein. Wesentlicher Bestandteil der Strecke ist Güterverkehr (Erze, Holz, landwirtschaftliche Güter). Personenverkehr mit einigen Zugpaaren Richtung Limburg und Wiesbaden sowie ggf Ausflugsverkehr oder Ähnlichem. In der weiteren Region gab es auch noch die Kerkerbachbahn, Weiltalbahn, Solmsbachtalbahn und Ulmtalbahn, die alle stark vom Erzabbau und Tonabbau bestimmt waren. Hier lassen sich gute Anregungen für Betriebsstellen finden. Mal sehen, was daraus wird.

Die Tage komme ich hoffentlich dazu, etwas mehr der aktuellen Gedanken und Ideen zu zeigen und bin gespannt auf weitere Ideen und Anregungen. Der Arbeitstitel passt ja weiterhin und mit der Idee einer Zunge komme ich sogar auf insgesamt ca 22-26 Meter Strecke (inkl. Betriebsstellen) von Endstation zu FY.

Grüße, David

517 008 Offline



Beiträge: 162

23.04.2017 15:06
#27 Idee Stichbahn der Aartalbahn in den 70ern antworten

Hallo zusammen,

anbei das, was ich bisher über die Nassauische Kleinbahn Strecke Nastätten - Zollhaus zusammengetragen habe. Quellen waren unter anderem Wikipedia sowie diverse Webseiten der Gemeinden.

Betriebsstellen entlang der Strecke
43,9 km Bf Zollhaus (154m), Übergang zur Aartalbahn
41,5 km Bf Mudershausen
39,8 km Bf Hohlenfels
xx,x km Anschlussgleis zu einem Steinbruch bei Mudershausen / Hohlenfels
38,3 km Dachskaute
37,2 km Maiblumenlai
36,2 km Bf Allendorf Taberg
34,4 km Bf Katzenelnbogen
31,8 km Bf Mittelfischbach
27,8 km Bf Berndroth – Rettert (420m)
24,9 km Römerkastell
22,8 km Bf Holzhausen
21,8 km Bf Martenroth
16,1 km Bf Nastätten (248m), Übergang zur Strecke nach Oberlahnstein oder St. Goarshausen

Ortschaften entlang der Strecke und deren Größe sowie wirtschaftliche "Bedeutung" (Einwohnerzahlen basieren auf Werten um 2015, teilweise seit 1970 gewachsen, teilweise rückläufig; Unterschied für mich aber vernachläßigbar, da es nur auf einen Größeneindruck ankommt):

Mudershausen / Hohlenfels
- Lage Mudershausen 265 m über NN, Hohlenfels 231m über NN
- 431 Einwohner
- Ort hatte zwei Bahnhöfe, Mudershausen und Hohlenfels
- Name stammt vom fränkischen Edelmann Mothar ab, Endung "–hausen" deutet auf eine vormittelalterliche Waldsiedlung hin
- Lehen war zeitweise im Besitz der Herren von Mudersbach
- Bergbau mit Abbau von Magnetit, Phosphorit, Ocker und Brauneisenstein, Einstellung Abbau 1960; Barbarastollen 4,3 km lang
- Abbau von Marmor und Kalkstein
- Es gab mal eine Ziegelei
- Burg Hohlenfels
- Anschlussgleis zu einem Steinbruch oder Ziegelei

Allendorf Taberg
- Lage 325 m über NN
- 654 Einwohner
- Landwirtschaftliche Prägung
- Ggf kleines Bergwerk oder Kalbsteinbruch

Katzenelnbogen
- Lage 280 m über NN im alten Ortskern, am Rand bis hoch zu 350 m
- 2.231 Einwohner
- landwirtschaftliche Prägung
- Schloss/Burg Katzenelnbogen
- Tourismus

Mittelfischbach
- Lage 358 m über NN
- 127 Einwohner
- Landwirtschaftliche Prägung

Berndroth
- Lage 371 m über NN
- 390 Einwohner
- Gemeinsamer Bahnhof mit Rettert außerhalb der Orte
- Landwirtschaftliche Prägung

Rettert
- Lage 415 m über NN
- 412 Einwohner
- Gemeinsamer Bahnhof mit Berndroth außerhalb der Orte
- Landwirtschaftliche Prägung

Holzhausen an der Haide
- Lage 400 m über NN
- 1.148 Einwohner
- Römisches Kastell
- Obergermanischer Limes
- Schaltgeräte-Werk von Klöckner Moeller seit 1960
- Spedition Schneider seit 1927
- Debusmann GmbH für Orthopädie, Schuhmode; Sanitätshaus

Martenroth
- Lage 391 m über NN
- 65 Einwohner
- Landwirtschaftliche Prägung

Nastätten
- Lage 280 m über NN im Mühlbachtal
- 4.198 Einwohner
- Landwirtschaftliche Prägung

Interessant ist die abgeschätzte Steigung, die sich auch bei einer Lage der Bahnhöfe außerhalb der Orte und der kurvigen Streckenführung in einigen Abschnitten bei rund 30-40‰ bewegt haben dürften. Gerade im Bereich zwischen Zollhaus und Mudershausen dürften die 40‰ sogar überschritten worden sein. Das passt grob zu den Steigungen, die ich brauchen würde, um den FY bei der gegebenen Streckenlänge als Schubladenlösung unter den Endbahnhof legen zu können (mindestens 25‰ erforderlich).

Damit ergibt sich als möglicher erster Bahnhof eine Kombination von der Bahnhöfe Muderhausen und Hohlenfels, die beide zum selben Ort gehörten. Der Anschluss entlang der weiteren Strecke wäre dann ein Bergwerk, ein Steinbruch oder gar kleineres Kalkwerk oder eine Ziegelei. Alles in der näheren Umgebung des Ortes mal vorhanden gewesen bzw heute noch vorhanden. Beim Endbahnhof der Strecke wird es dann schwieriger. Nastätten war der Ort, an dem sich die drei Strecken trafen, also quasi logischer Endpunkt. Nächster größerer Ort nach Mudershausen ist Katzenelnbogen. Beides größere Orte, aber wirtschaftlich unbedeutend und rechtfertigen kein größeres Verkehrsaufkommen, welche eine Bahn bis in die 70er Jahre benötigen würde. Bliebe Holzhausen, was aber eigentlich zu klein ist, jedoch mit 3 Unternehmen und ein paar Sehenswürdigkeiten und Tourismus eine gewissen Basis für den Bahnbetrieb bilde könnte. Alternativ eine Kombination von diesen Orten bzw. eine "Vergrößerung" von diesen Ortschaften.

Soweit mal hier. Für Anregungen und Ideen bin ich offen. Gleispläne für diese fiktiven DB-Betriebsstellen folgen dann. Originalpläne der Stationen habe ich bisher bis auf Zollhaus (das wird der FY) nicht finden können, aber für Mudershausen habe ich ggf eine Quelle entdeckt.

Grüße, David

Fischkopp Offline




Beiträge: 409

23.04.2017 19:37
#28 RE: Idee Stichbahn der Aartalbahn in den 70ern antworten

Moin David,
das klingt ja schon mal fundiert, was Du da vorhast.
Die Kerkerbachbahn hast Du ja schon erwähnt, das ist natürlich ne Steilvorlage für den Güterverkehr,
ein Personenverkehr in den 70er Jahren stünde allerdings auf recht tönernen Füßen, oder?
Was für Zugverbände hast Du denn für den Reisezugverkehr angedacht?
Ließe das Radien und Nutzlängen nicht wieder ansteigen?
Besonders Ausflugsverkehr bedeutet ja eigentlich vierachsige Wagen.
Ansonsten bin ich auf den weiteren Fortgang gespannt,

Grüße
Alex

Gilpin Offline




Beiträge: 1.294

23.04.2017 20:15
#29 RE: Idee Stichbahn der Aartalbahn in den 70ern antworten

Hallo David,
... und Fupp! Schon kommt der Bedenkenträger vom Dienst, nämlich: Wieso sprengen

Zitat von 517 008 im Beitrag #26
Die Bahnhöfe der Aartalbahn ... in H0 die räumlichen Möglichkeiten bei einer vorbildnahen Umsetzung
wohingegen die Bahnhöfe der
Zitat von 517 008 im Beitrag #26
Kleinbahn nicht als Schmalspur-, sondern normalspurige Bahn und Strecke der DB ausgebaut
dies nicht tun würden?

Du stellst außerdem eine gegenüber der Aartalbahn schlechtere Quellenlage fest; das ist wohl so. Und - ich meine, dass Du sehr viele Anlagen der Aartalbahn auch heute noch aufsuchen kannst; das dürfte bei der Nassauischen Kleinbahn schwieriger werden...

Soviel für's erste - ich lese jetzt erst einmal nach, was es zur Nassauischen Klb. im Bücherschrank gibt, und melde mich dann differenzierter.
Mit freundlichem Gruß,
Reiner

517 008 Offline



Beiträge: 162

23.04.2017 20:16
#30 RE: Idee Stichbahn der Aartalbahn in den 70ern antworten

Hallo Alex,

Personenverkehr würde auf wenige Zugpaare am Tag beschränkt sein. Hier sehe ich VT98 und BR517 Akkutriebwagen, ggf mal einen Ausflugszug mit 4-achsigen Umbauwagen an einer BR216. Dominierend eher der Gütervekehr. Wie genau das aussehen könnte, muss ich mir noch genauer überlegen. Soweit bin ich noch nicht gekommen.

Grüße, David

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