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Modellbahnanlagen
Planungs- und Design-Forum

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Dieses Thema hat 26 Antworten
und wurde 2.332 mal aufgerufen
 II.3. Planen von Anfang an
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memento Offline




Beiträge: 92

09.12.2019 12:45
#16 RE: KKA Planungssoftware mit Karton,Schere und Kleber oder: das Modell des Modells (1:10 von z.B. 1:87) Antworten

Hallo zusammen,

vor ein paar Jahren habe ich mal eine sehr kleine H0-Anlage geplant und davon auch ein 1:10 Modell aus Papier und Styrodur gemacht, sogar inclusive einiger Gebäude. Die Anlage war einfach ein doppeltes Oval mit Schattenbahnhof im Untergeschoß und sichtbarem Bahnhof mit einem Anschluß für einen Industriebetrieb oben. Sie sollte thematisch als Vorort-Bahnhof in einer schon relativ großen Stadt angesiedelt sein, wobei etliche Gleise nur angedeutet waren: Also abgesehen von denen, die befahren werden konnten, gab es noch am Anlagenrand weitere kurze / angeschnittene Gleisstücke, damit der Eindruck deutlich umfangreicherer Gleisanlagen entsteht, wobei der Betrieb auf diesen Gleisen eben nicht mehr dargestellt wurde.

Mal sehen, ob ich das Modell zuhause noch finde. Es ist sicher über 10 Jahre her. Es war jedenfalls sehr hilfreich für mich für die Planung. Leider habe ich die Anlage dann trotzdem nicht gebaut, da das Projekt für mich und meine Fähigkeiten doch eher zu komplex und groß geworden wäre.

LG
Thomas

Fischkopp Offline




Beiträge: 447

09.12.2019 21:58
#17 RE: KKA Planungssoftware mit Karton,Schere und Kleber oder: das Modell des Modells (1:10 von z.B. 1:87) Antworten

N'Abend Reiner,
das Bild habe ich auf dem Boden meiner
Studentenbude hier in Zürich gemacht ;)
Deine Annahme ist völlig korrekt, ich stehe
gedanklich ungefähr beim Schriftzug
"Kohlekraftwerk" im Plan und schaue nach links.

Gruß
Alex

JBS Offline




Beiträge: 184

09.12.2019 23:45
#18 RE: KKA Planungssoftware mit Karton,Schere und Kleber oder: das Modell des Modells (1:10 von z.B. 1:87) Antworten

Hallo Alex,
Studentenbude? Meine Studentenbude war 16qm (4x4m) inkl. Klo, Dusche, Waschbecken, Kochnische).
War perfekt, aber Modelleisenbahn? Vielleicht in Spur H, aber die gab es 1972 noch nicht (glaube ich) :-)
Viele Grüße,
Johann

http://null.4jbs.de

Fischkopp Offline




Beiträge: 447

09.12.2019 23:55
#19 RE: KKA Planungssoftware mit Karton,Schere und Kleber oder: das Modell des Modells (1:10 von z.B. 1:87) Antworten

Hallo Johann,
ich kann Dich beruhigen,
die Anlage entsteht im Keller meines
Elternhauses, weswegen ich nur in der
wenigen Zeit, die ich zwischendurch
zu Hause bin effektiv zum Basteln komme.
Solche Sachen wie die GKA oder Arbeiten
an Gebäuden kann ich aber immerhin hier
unten erledigen, sodaß es doch noch etwas
Ausgleich zum Studium gibt ;)

Gruß
Alex

Gilpin Offline




Beiträge: 1.456

26.04.2020 18:07
#20 Zwei analoge Gleisplanungswerkzeuge Antworten

Hallo zusammen,

beim Aufräumen fand ich noch zwei Hilfsmittel, die im Prozess irgendwo zwischen Brokkoli und KKA ihren Stellenwert gehabt haben könnten:



Das Gleisplanspiel von Märklin erscheint recht umfangreich:



Aber schon für Spalt reichen die Gleisstücke nicht aus: eine Dkw fehlt. Außerdem sind nur die Weichen mit den kleinen Abzweigradien enthalten; das hätte mir im Moment weniger ausgemacht, ich wollte nur mal "spielen". Das folgende Bild zeigt, dass auch an eine Drehscheibe gedacht wurde, die Bw-Planung also ihren gebührenden Stellenwert hatte:



- eine Schiebebühne gäb's auch! Etwas ernster ist insofern die folgende Schablone zu nehmen:



Da gibt's die schlanken Weichen - überhaupt und in ausreichender Zahl! Ich werde die bald mal einsetzten - ich berichte.

Eigentlich wäre so richtiges Fotografierwetter... - die Idee haben aber viele, auch solche ohne Foto oder Telefon in der Hand,
und tschüss,
Gilpin

OOK Offline




Beiträge: 4.300

27.04.2020 10:03
#21 Karton, Schere und Kleber - virtuell Antworten

Wenn ich die Intention dieses Stranges richtig verstehe, geht es darum, den Bildschirm zu verlassen und statt Wintrack & Co eben haptische Dinge zu verwenden, wie das zuletzt von Reiner gezeigte Gleisplanspiel. Dies und auch die anderen Möglichkeiten und Verfahren gehen stets von konfektioniertem Stückgleis aus. Nun verwende ich Stückgleis nur in ganz außerordentlichen Ausnahmen, etwa wenn ich untersuchen will, was man mit einem Fertiggelände Gescheites anfangen kann. In solchen Fällen bitte ich Hubert, mir das in Wintrack zu zeichnen, und er macht es gern, ordentlich und schnell.
Der Ausgangsgleisplan der ganzen Fertiggeländegeschichte war dann dieser hier:



Das Gleisplankonzept des Herstellers, jedoch auf Peco code 100-Gleis umgezeichnet.
(Hubert, bitte keine weiteren Pläne verraten, soll ja für alle ne Überraschung werden.)

Von solchen Sonderfällen abgesehen plane ich nur für Flexgleis oder halt Selbstbaugleis, da ist mit Wintrack nicht viel anzufangen bez. es engt viel zu sehr ein. Da bevorzuge ich mein Verktorgrafik-Programm Adobe Illustrator.(Ivo Cordes steht auf Corel Draw, das nur nebenbei). Ist das jetzt nicht OT, wenn die Überschrift lautet: Karton, Schere und Kleber? Auf den ersten Blick vielleicht, auf den zweiten nicht mehr ganz. Schauen wir uns mal die Werkzeugleiste an (ich habe die etwas umgelayoutet, damit das nicht so ein elender langer Streifen wird, der Inhalt ist jedoch original):



Die Schere sieht man auf den ersten Blick, gibts also. Den Kleber kennt jeder, das sind die Tasten control+V zusammen gedrückt, "paste" im amerikanischen Urslang. Karton gibts natürlich keinen, aber ich kann schon aus dem Plan etwas ausschneiden oder von ihm abschneiden, der Karton ist halt vorher von mir auf dem Bildschirm als Fläche angelegt.

Ich werde hier keinen Lehrgang in Gleisplanzeichnen mir Vektorgrafik abrollen lassen, ich will nur eine kleine Sache zeigen, wo ich mit solch einem Programm sehr schnell zu dem komme, was ich brauche.

Erinnert ihr euch an Wilfried Links wunderschöne Anlage, die ich im BB auf S. 40/41 vorgestellt habe? Hier nochmal der original von Herbert Fackeldey gezeichnete Gleisplan:



Ich wollte wissen, ob in den großen leeren Innenraum eine Zunge mit Kehrkurve hinein passt, so dass man die Strecke stark verlängern könnte.
Der Minumalradius der Strecke war 80cm und die minimale Gangbreite an den engsten Stelle sollte 60cm nicht unterschreiten. Das waren meine Parameter.
Ich erzeugte 60cm lange rote Balken und legte sie an die gefährlichen Stellen, wo es eng werden könnte, dann zeichnete ich eine Schlaufe mit 80cm Radius und platzierte sie so, dass die nirgends an diese Balken anstieß.



Jetzt kann ich sehen: Oh, da geht noch was! Da ist noch Luft, aber ich darf nicht vergessen, dass um den Gleisbogen herum nch ein wenig Anlage gehen muss, also zeichne ich etwas Landschsftsfläche hinzu:



Aha, da bleibt immer noch etwas Platz. Würde ich für Stückgleis planen, müsste ich das jetzt so nehmen, aber für Flexgleis kann ich den Radius passend aufblassen:



Wie die Sache weiter ging, könnt ihr auch im BB sehen. Ab Seite 126 kommt Wilfrieds Anlage noch einmal vor, da zeige ich im Detail, wie die Zunge geplant und die Anlage total aufgebrezelt wurde.

Ich bringe das hier übrigens nicht, um die Verkaufszahlen des BB hochzutreiben. Es ist vergriffen.

Gruß


Otto

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/
www.0m-Blog.de

Fdl Triptis Offline




Beiträge: 506

27.04.2020 10:59
#22 RE: Karton, Schere und Kleber - virtuell Antworten

Zur Erinnerung:

Eine 3D-KKA aus Sperrholz, Balsaholz, Pappe und Papier in 1:10 aus dem Planungsjahr 2002:


Das war bei der Planung sehr hilfreich, zumal ich mir noch maßstäblich/winzige Balsholz-Gebäude dazu geschnitzt hatte. Für die Gleise hatte ich mit (ähnlich wie in #20) eine Art Bausatz aus dem Drucker hergestellt.

Mit Hp1-Gruß - Helmut


EDIT: Zum Vergleich habe ich mal den entsprechenden Bildauschnitt im Keller aufgenommen (so gut das geht); allerdings wird der Bereich an der Tür durch die Hintergrund-Kulisse verdeckt:


Eine gewisse Ähnlichkeit kann man doch feststellen? Am Anlagenrand der Anlagenzunge sind (von oben nach unten) folgende Arbeitsplätze zu erkennen: Steuerung des Bws, Zugleitung mit Rechnerkonsole, Fahrdienstleiter mit Befehlsstelle (Induktorkurbel in rot), Sortierfächer für die Wagenkarten, Rangierpult. Daran schließt sich noch der (im Bild nicht mehr sichtbare) Video-Führerstand an.

- Gruß H.

Eingleisig Offline




Beiträge: 75

29.04.2020 22:42
#23 RE: Karton, Schere und Kleber - virtuell Antworten

Da es ja auch um Virtuelles geht, darf ich mir für die Nutzung von Flexgleisen die Empfehlung von Railroad Professionell nicht verkneifen. Ich schrieb es schon mal, irgendwo. Klein, preiswert, einfach zu bedienen und für Flexgleise einfach super.

@Rainer Falls Du zum Planen noch Ersatzteile fürs Planspiel brauchst: Bitte PN.

Beste Grüße

Stefan -Eingleisig-


Lippstadt geplant

Lippstadt im Bau

hmmueller Offline



Beiträge: 438

30.04.2020 22:29
#24 RE: Bleistift und Lineal Antworten

Ich finde es schade, dass hier nur "physikalische Mittel" ("Karton, Schere und Kleber" sowie "Planbaukästen") und dann Software erwähnt werden, aber die einzige klassische und eigentlich einzig vorbildgerechte Methode der Gleisplankonstruktion, nämlich die mit Lineal und Zirkel, gar nicht erwähnt und erklärt wird. Tatsächlich kommt man in vielen Fällen sogar ohne Zirkel aus, wenn man nur die "Berührpolygone" konstruiert - was eigentlich immer ausreicht.

Ich habe vor ca. 15 Jahren eine halbfertig gebaute Modellbahn so konstruiert (ich werde den Gleisplan nicht herzeigen, weil er aus einem Kringel mit innerer Wendeschleife besteht und alle Vorurteile des "soviel Gleise auf der Platte wie nur geht" erfüllt - damals wusste ich's nicht besser, und/oder hab nicht drüber nachgedacht). Aber die Konstruktion mit, glaube ich, Tillig-Weichen, Roco-Flexgleis und einigen festen Rocogleisen habe ich ausschließlich auf kariertem Papier mit Bleistift gezeichnet, und nicht nur einmal, sondern eher 10- oder 15-mal. Das kritische Konstruktionselement ist das sogenannte "Weichendreieck", das von der "Weichenmitte" M ausgeht zu den beiden "Weichenenden" - wenn man die Geometrie davon einmal intus hat, dann kann man in Minuten (normale) Weichenstraßen perfekt für den Bau konstruieren, oder feststellen, dass sich was nicht ausgeht (bei trickreicheren gekrümmten Weichenstraßen dauert's etwas länger). Die Befriedigung, so ein "Werk" zu erstellen, ist deutlich größer als mit jeder Software - das weiß ich aus erster Hand.

Wenn ich meine aktuelle orale ... äh, Stellwerksphase überwunden habe, kann ich ja einmal erklären probieren, wie man "klassisch" Gleise konstruieren gelernt hat; das heißt nach den Methoden, die über 150 Jahre - von 1830 bis vielleicht 1980, also die ganze große Zeit der Eisenbahn, wie wir sie kennen und lieben - verwendet wurden.

H.M.

Gilpin Offline




Beiträge: 1.456

30.04.2020 22:53
#25 RE: Bleistift und Lineal Antworten

Hi, zu

Zitat von hmmueller im Beitrag #24
Ich finde es schade, dass hier ... die einzige klassische und eigentlich einzig vorbildgerechte Methode der Gleisplankonstruktion, nämlich die mit Lineal und Zirkel, gar nicht erwähnt ... wird.
Du machst es doch gerade! Außerdem lautet der Strangtitel "KKA Planungssoftware mit Karton, Schere und Kleber" - vom einzig richtigen war ebensowenig die Rede wie von Software-Tools; von letzteren sollte eigentlich gerade eine Abgrenzung erfolgen. Mit humoriger Absicht!

In meiner Eigenschaft als Hobby-Eisenbahner

hmmueller Offline



Beiträge: 438

01.05.2020 12:25
#26 RE: Bleistift und Lineal Antworten

Zitat von Gilpin im Beitrag #25
Hi, zu
Zitat von hmmueller im Beitrag #24
Ich finde es schade, dass ...
Du machst es doch gerade!

Äh - ja - klar. Ich war gestern Abend wohl irgendwie sauer drauf, dass ich das so formuliert habe . Jetzt bau ich weiter Stellwerkchen; aber irgendwann zeige ich einmal her, wie man meiner Meinung nach mit einem Geodreieck und einem Bleistift (und, ganz wichtig, einem Radiergummi) einen ganzen Bahnhof konstruieren kann . Aber vielleicht findet sich ja jemand anderer, der das (in einem anderen Strang) vorzeigen mag ...

H.M.

Fdl Triptis Offline




Beiträge: 506

01.05.2020 18:03
#27 RE: Bleistift und Lineal Antworten

Hallo Forumer, Bleistift und Lineal waren schon immer meine bevorzugten Planungswerkzeuge. Triptis II ist ja schon meine fünfte Anlage; bis Triptis I habe ich ausschließlich auf Papier geplant, als Hilfsmittel hatte ich natürlich Standard-Schablonen (zB für kleine Radien), aber auch Kurvenlineale. Für die von Harald erwähnten wichtigen Weichendreiecke hatte ich mir Karton-Schablonen angefertigt. Die Planung von Triptis I begann etwa 1980, da gab es noch gar keine Home-Computer, ich hatte damals allerdings noch eine kleine Zeichenmaschine und ein Zeichenbrett aus dem Studienfach Maschinenzeichnen. Die Zeichnungen waren auf Transparentpapier, damit konnte ich die Ebenen übereinander legen und auf Passung überprüfen. Im Arbeits-Maßstab 1:10 waren die Zeichenblätter immerhin fast einen Meter breit!

Für die Planung von Triptis II (etwa ab 2000) hatte ich mir ein Einfach-Standard-CAD-System angeschafft, das heißt Turbo-CAD und kostete damals bei PEARL 11 DM (elf DeMark!). Das ist heute noch auf meinem W98-Prozessrechner im Keller installiert und funktioniert noch. Die Arbeitsweise mit einem solchen System entspricht eigentlich der Bleistift/Lineal-Methode, denn im System sind keine bahnspezifischen Elemente (wie Gleisstücke oder Weichenschabonen) enthalten. Dafür ist man beim Einsatz von Flexgleisen völlig frei.

Diese frühe CAD-Version läuft natülich nicht mehr auf heutigen Rechnern, deshalb habe ich mir vor paar Jahren eine kompatible mehr professionelle Version von Turbo-CAD (Version 2D-21) zugelegt; da braucht man allerdings schon fast einen Führerschein.

An meinen gelegentlich hochgeladenen Skizzen könnt ihr ja erkennen, dass ich immer noch gerne mit dem Stift auf Papier arbeite.

Mit Hp1-Gruß - Helmut

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