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Modellbahnanlagen
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Dieses Thema hat 26 Antworten
und wurde 2.315 mal aufgerufen
 II.3. Planen von Anfang an
Seiten 1 | 2
Forticus Offline



Beiträge: 17

10.12.2016 23:12
Dachboden ausnutzen antworten

Hallo zusammen,
zunächst möchte ich mich auf Raum und Raumnutzung von ca. 3,60m x 3,60m auf dem Dachboden beschränken (für Spur N). Mangelnde (Bau-)Erfahrung haben mich immer wieder verleitet, zu anderen Planungsschritten zu springen, vgl. Blaues Buch S. 8, Cartoon und ersetze "fertig" durch "gekauft". Der Flugzeugträger-SBH mit Kehrschleife wäre im Frühjahr 2016 gebaut worden, hätte der Schreiner meinen Auftrag nicht verlegt. Vielleicht löst sich durch eure Tipps zu Raumnutzung und Unterbau-Konstruktion der planerische Knoten im Hirn und läßt mich beim Verkehrskonzept weiter fokusieren. Da geht es vermutlich auch mangels Ideen, was vom Platz her möglich ist, nicht weiter.

1.1 Der Dachboden-Raum

Dachbodenbereich, ca 3,60m x 3,60m
darin liegende Treppe mit Absturzsicherung (Geländerhöhe 105cm),
Durchgänge und Durchkrieche zu Haustechnik und Stauraum



Firstlinie: Länge 600cm, Höhe 230cm.
Ca. 550cm von der Firstlinie entfernt beträgt die Raumhöhe nur noch 20cm.
Gauben gibt es nicht. Dachfenster Nr. 2 und 3 müssen frei gehalten werden.
Die Holzausklapptreppe endet an der Firstlinie.
Ein Gang von 120cm Breite soll frei bleiben von Treppe zu Haustechnik und "Rangieren" von und zu den überfüllten Stauräumen

Schreibtischmensch (50+), 1,89m, mit Rücken, Bauch und Blutdruck sucht Aktivität mit Holz und PAN-walking.

120cm von der Firstlinie liegt die 185cm Raum-Höhenlinie. Innerhalb des 120cm-Ganges kann ich mich in den Bereich zwischen die 185cm und 145cm Höhenlinie hinein beugen, ohne Reibungshitze am Kopf.

Offener Estrich um die Treppenfassung herum => minus 10 cm für die Füße des Anlagenunterbaus, d.h. links der Treppe 140cm Raum- aber nur 130cm Fuß-Breite.


1.2 Anlagenform und Konstruktion

Seit Kennenlernen der Modulbauweise habe ich "starr" gedacht:
- U oder G-Form, segmentiert/moduliert,
- zwei getrennte Ebenen in ca. 75cm und 110cm Höhe,
- verbunden durch eine eingleisiges Wendelsegment.
Ein freiwerdendes Zimmer (5mx3m) oder ein Umzug in etwa 6 Jahren wäre möglich.

Kürzlich hat das Blaue Buch den Gedanken an eine Anlage aus einem Guß aufleben lassen. Doch mit offener Rahmen- oder Spantenbauweise habe ich keinerlei Erfahrung und "jede Menge Respekt" davor. Zudem ist unklar, ob sich eine RAWE-Spirale mit einhängbaren ZAKs für Durchgänge/Durchkrieche vertragen.

Mögliche Tiefen der Schenkel/Segmente:
- 60 cm sollten genug sein. Dann kann man hinter Teil A und C noch (gebeugt) zu den linken Bereichen der Stauräume gehen. Mehr als 60cm wären denkbar, was aber entweder bei DK1 oder bei DK2 eine Durchgangsmöglichkeit zu einem der Stauräume erfordert. In jedem Falle sollte bei DK1 und DK2 ein Durchschieb von 70cm Breite und 70cm Höhe vorhanden sein.
- 30 cm im Regal an der linken Wand, dazu nochmal 30cm links an der Treppe.
- ZAKs als mobile Brücken/Tunnel
- Zungen oder Nasen für Wendeln sollten nach innen gerichtet sein, eventuell Bereich B verlängert bis nach A1 oder C1.

Für eine U-Anlage bin ich davon ausgegangen, dass Bereich A für einen großen SBH/Fiddle (12 Gleise auf 60cm Tiefe) oder Bahnhof den besten Zugang für regen Betrieb hat. Im Bereich C kann ich mir dies nicht vorstellen, allenfalls einen kurzen Fiddle/Bahnhof im Bereich Computer/Werkstatt. Da stört die Treppe doch sehr meine Phantasie für Zugriffs- und PAN-Möglichkeiten.

Andererseits, wenn mehr als 1 Person auf dem Dachboden "in Betrieb" sind, sollte eine Absturzsicherung am Treppenende eingehakt werden. Dies und die Erinnerung durch das Blaue Buch an Zungen führte zur frischen Idee, das Treppengeländer teilweise zu überbauen (h=105cm) oder auch durch das Geländer hindurch per ZAK zu "tunneln" (h=60 bis 80cm).

Hier eine Versuchsskizze für eine Alternative zur U-Form.



1.3 Vorschau: weitere Rahmenbedingungen und Wünsche

- Spur N, 1:160,
- Rollmaterial alias "Die Sammlung" (TM), vorhanden.
- Peco 55, vorhanden
- Kato für Schatten/Fiddle Typ "Flugzeugträger" vorhanden
- Hauptthema: Nebenbahn/Stichbahn ca Epoche III, als Lf, wagenkarten"fähig"
- Nebenthema: Hauptbahn ca Ep. IV, E-Loks, Tendenz: FDL, Lf-halbAutopilot
- Längster Bahnsteig ca 150cm (P 1/7, 1/5, 1/3), mit 2. Lok ca 160cm,
- Selectrix zum Schalten und Fahren, Loks mit Dekoder, vorhanden
- Software Traincontroler (TC) vorhanden, für Stellpult und (halb)automatisches Fahren. Stellpult und Fahrstrassenelektronik für mehr als einen Kopfbahnhof mit vier Gleisen mag ich mir nicht mehr antuen.
- Segmente zum Aufstellen für Arbeiten von unten (Weichen, Selectrix Bausteine). Ein 3m langer SBF/Fiddle/EndBf ließe sich nach dem Zusammenbau in einem Zimmer auf den Dachboden verbringen.
- Ein Anschluß für einzelne Module zu Testzwecken unter den Dachfenstern.
- Betrieb "von Anfang an", wachsend mit Ausbau (diverse Motivationseinbrüche seit Jahren, weil nix zum Rollen kommt).

Noch ein frischer Gedanke zum eingangs erwähnten Flugzeugträger mit Kehrschleife: möglicherweise genügen 12 Gleise ohne KS, um den Bedarf einer Hauptbahn als Nebenthema für einen Betriebstag bereitzustellen und abzurufen. Ich bleibe dran.

Ich freue mich auf Tipps zur Raumnutzung und Unter-Konstruktion.
Herzlichen Gruß
Martin

Fischkopp Offline




Beiträge: 421

11.12.2016 00:16
#2 RE: Dachboden ausnutzen antworten

Moin Martin,
erst mal vielen Dank für die sehr detaillierte Beschreibung der Verhältnisse,
das macht hier nicht jeder. Ich glaube aber, dass wir hier über Anlagenkonzept/Gleisplan
und Unterbau parallel reden müssen, denn in einen auf den Zentimeter fixen Unterbau eine
stimmige Anlage rein zu falten ist genauso wenig sinnvoll, wie den Unterbau um eine fertig
geplante Anlage herum zu basteln. Am effektivsten können wir hier also, denke ich, arbeiten,
wenn Du uns noch ein bisschen mehr "betrieblichen" Input gibst.
Bin gespannt, wies weiter geht,

Grüße
Alex.

OOK Offline




Beiträge: 4.090

11.12.2016 02:48
#3 RE: Dachboden ausnutzen antworten

Hallo Martin,
das sind zwar enge Verhältnisse, aber wunderbar dargestelte Parameter. Juckt mir in den Fingern, geht aber nicht so ratz-fatz. Vielleicht sind andere schneller als ich.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/
www.0m-Blog.de

Gilpin Offline




Beiträge: 1.345

11.12.2016 09:45
#4 RE: Dachboden ausnutzen antworten

Hallo Martin,

tatsächlich hast Du hier eine äußert anregende Raumplanung vorgestellt! Alex hat natürlich recht: Planung der Anlagenform und Konzeption bedingen einander - und dennoch wage ich schon mal eine vorläufige Parteinahme für den ersten Deiner beiden Entwürfe. Ich bin einfach skeptisch, was das Element B5 angeht - nun hast Du den extremen Vorteil, dass Du den Raum von unten her betrittst; warum solltest Du Dir die Überbrückung einer Tür antun? Ansonsten: ließe sich "A" unter das zweite Dachfenster verlängern? Übrigens fürchte ich, dass der Heizkörper vor allem den Stauraum und den oberen Giebel beheizt... Hast Du Vallee de Durance mitgelesen? Immerhin ist das auch eine Planung im Dachgiebel, die schon einige Schwierigkeiten aufzeigte.

Noch etwas konzeptionelles: Hauptstrecke und Nebenbahn in verschiedenen Epochen? Warum nicht einfach alles am Übergang Ep. 3 zu 4 - mit leichten Variationen über die Zeit hinweg?

Ansonsten, und das musste ja von mir kommen, vergiss Wiesbaden Waldstraße bitte nicht. Ich kein N-Bahner - für H0 würde es mit Wiesbaden sehr eng, aber N...? Langsam find' ich's gar nicht mehr so albern.

Schönen Sonntag,
Gilpin

Helko Offline




Beiträge: 315

11.12.2016 10:10
#5 RE: Dachboden ausnutzen antworten

ein paar Fragen:
zum Raum:
- ist der Plan massstäblich
- wieso dürfen die Flächen unter den Dachfensterbereiche DF 2 bzw 3) "nicht" verwendet werden, Bilder wären immer hilfreich
- "Gang"breite links (im Plan mit 80cm) von Wand bis zur Treppe angeben.
- Abstand Treppe (unten) zur unteren H 145er Linie
- Arbeitsplatz nach rechts oben neben DF 2
zum Plan:
- müssen es rechteckige Platten sein
- statt dem "U" evt. ein "G" (siehe Nachbarbeitrag Büsum/Schülpersiel, ebenfalls Spur N)
- Zugspeicher ?

VG
Helko
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Gutes Design ist, wenn nichts mehr entfernt werden kann. Beispiel gefällig?
Der "."!

Forticus Offline



Beiträge: 17

11.12.2016 21:13
#6 RE: Dachboden ausnutzen antworten

Hallo zusammen,
vielen Dank für Lob und Fragen.
Weil es vielleicht mißverständlich war: die Bereiche A, B und C sind keine Platten sondern "Gebiete" auf dem Dachboden, wo ich mir bisher in Bezug auf Zugriffmöglichkeiten von innerhalb des U eine Modellbahn vorstellen konnte.

Bilder wären immer hilfreich
gerne doch

Bild 1: Richtung Haustechnik



Bild 2: Richtung Bereich B



Bild 3: Blick entlang Bereich C in Richtung B. Die linke Kante der Ablage verläuft entlang der Rückseite von Bereich C, also 1,80m von der Firstlinie. Das horizontale Stück des Zollstockes ist in Höhe von 1,20m. Man(n) muß also schon ziemlich gebeugt hinter C oder A entlang gehen. Eine Schienenoberkante bei 120cm ist möglich, Aufbauten schon schwierig.



Unterbau ?

da kam meine Unsicherheit zu DK1 und DK2 durch, was machbar/sinnvoll ist, natürlich auch im Hinblick auf Segmente auf zwei Etagen oder Anlage aus einem Guß.

betrieblicher Input ?

wollte mich damit bis zur groben Klärung des Raumangebotes zurückhalten. Es gibt da drei bis vier Verkehrs-Szenarien, die ich bereits begonnen habe in Worte zu fassen, von denen sich ja vielleicht jeweils die Rosinen zu einem Konzept zusammenpicken lassen. Eines der Szenarien hat auf der unteren Anlagenebene das Rheintal (Loreley) und auf der oberen Ebene eine Localbahn (Robert Meißner), die im Schattenbereich verbunden sind. Kürzlich bin ich auf eine Region in meiner Heimat (Taunus) gestoßen, in der sich das vielleicht zusammen falten läst.

Überbrückung einer Tür antun?

Auf dem Treppengeländer liegen im Bereich C seit geraumer Zeit zwei 30cm breite Bretter zwecks Ablage (Bild 1 u 2). Die Stören die normale Nutzung der Treppe nicht, Ein Erweitern einer solchen Nase zu einer Zunge kam erst mit dem Blauen Buch in den Sinn. Sonst sehe ich im Raum keinen Platz für eine Zunge.

An eine Betriebsstelle bei B4, die von C aus angefahren wird, hatte ich mal gedacht, da das aktuelle 30cm breite Regal entlang B von der Tiefe vielleicht genügt, vgl. Regalbahn von fgee. Mein Regel ist allerdings verhandelbar.

Wieso dürfen die Flächen unter DF 2 bzw 3 "nicht" verwendet werden?

DF3 = Zugang zu Satellitenschüssel und Schornstein.
DF2 = Zugang zur anderen Dachseite "falls mal was ist".
Dass ein Handwerker vom Dach kommend mit den Füßen Halt sucht auf Rollmaterial im Fiddle dürfte nur als Karrikartur amüsant sein.

Ließe sich "A" unter das zweite Dachfenster verlängern?

auf Kosten von Stauraum zwischen DF2 und Heizkörper bzw. "oberhalb" davon. Unter DF2 ist der Zugang zum "oberen" Stauraum. So hat man mehr direkte Zugriffsfläche, als wenn der Zugang entlang des Heizkörpers wäre.

Der 60cm tiefe Flugzeugträger-SHB war für einen Bereich A mit 400cm vorgesehen. Als Ende eines zweigleisigen Hundeknochens ist er inzwischen in Frage gestellt und mit den "neuen" 360cm möchte ich auf der sicheren Seite sein. Wenn DF2 komplett unterbaut würde, käme A auf etwa 440cm Länge.

Was ich unter DF2 oder DF3 denken könnte, wäre ein (Wendel-)Modulturm auf Rollen, der nur zum Betrieb angedockt wird. Aber ob ich‘s bauen könnte?

Heizkörper vor allem den Stauraum und den oberen Giebel beheizt... ?

Das passt schon. Der Heizköper ist ein Umluftkörper, innen hohl. Wenn ich entlang des Firstes zwei, drei mal die Luft hin und her schiebe, ist es so warm, dass man ein Fenster aufmachen muß.

Hast Du Vallee de Durance mitgelesen?

Nur Bilder geguckt. Lesen folgt ..., Danke.


Warum nicht einfach alles am Übergang Ep. 3 zu 4 - mit leichten Variationen ...?

Ich wollte nicht schreiben 1970 um 11:59 Uhr.
Da ich bisher kaum bis keine Ahnung habe von vorbildgetreuen Gleisanlagen/Weichenstrassen oder Signalwesen, war gemeint, dass z.B. die Nebenbahn-Installationen mit BR64 und Umbauwagen zum einen und die Hauptstrecken-Installationen mit IC 749 "Hermes" zum anderen jeweils in sich einigermaßen stimmig sein mögen.


vergiss Wiesbaden Waldstraße bitte nicht

Tu ich nicht vergessen, ich trage Hosenträger. Ist in einem der oben erwähnten Szenarien drin.


ist der Plan massstäblich ?

Im Prinzip ja. Die Maßangaben stimmen, die Farb-Blöcke sind vielleicht um 5cm falsch positioniert. Bei den beiden Stauräumen sind die Tiefen von 300cm abgeschnitten. Heizung und Technik sind nicht eckig und in der Fläche etwas kleiner als dargestellt. Die Dachfensterblöcke sind etwa 10-20cm größer als das Fenster, damit Handwerker nicht an der Anlage anecken.

"Gang"breite links (im Plan mit 80cm) von Wand bis zur Treppe angeben.

140cm Luftbreite, an der Treppeneinfassung fehlen davon 10cm Estrich.

Abstand Treppe (unten) zur unteren H 145er Linie ... ?

70cm (120 + 100 - 150)

Arbeitsplatz nach rechts oben neben DF 2 ... ?

meinst Du den grünen Arbeitstisch? Das ist ein normaler Tisch, der über die Jahre wandert. Zwischen DF2 und Heizung steht allerdings ein Turm von Briefmarken (Bild 1 linker Rand), die eigentlich keiner mehr braucht, aber nicht in Kisten oder Schränke verpackt werden dürfen.

müssen es rechteckige Platten sein ?

Nein. Es handelt sich bei den farbigen Rechtecken um Gebiete auf dem Dachboden, wo mir bisher eine Anlage sinnvoll erschien, insbesondere die Zugriffsmöglichkeiten, weshalb ich mich auf eine Tiefe von 60cm beschränkt habe. Module mit 120cm x 60cm, die ich bisher gebaut habe, sind auch schwer genug. Abgeschrägte Bauten wären natürlich besonders rechts bei A oben und C unten nett, da man runder in den Stauraum käme.

statt dem "U" evt. ein "G"

C oder G oder Schnecke ... keine Einwände, wenn es der Platz hergibt.
Da ich eher an Logistikfragen Interesse habe als an Landschaftgestaltung, würde ich "auf der Strecke" geringere Tiefen vorziehen, also zB einen Bereich B von 60cm Tiefe auf B1 und B4 mit je 30cm aufteilen.

Zugspeicher ?

Ja.

Herzlichen Gruß
Martin

Helko Offline




Beiträge: 315

12.12.2016 10:14
#7 RE: Dachboden ausnutzen antworten

Du hast im Plan die Höhenlinie h=145cm eingezeichnet. Jetzt kommt es auf die Anlagenhöhe an, ob Du evt bis auf 120/130 cm gegen könntest.
Weshalb diese Höhe? Hintergrundkulisse sollte 20-30 hoch sein, plus Anlagenhöhe.
Beispiel:
Bei 100 cm Anlagenhöhe plus 25 cm Kulisse, also h=125, liessen sich noch ca. 2 mal 60cm gewinnen, wenn ich die Dachneigung mit 21,8° richtig abgeleitet habe.

VG
Helko
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Der "."!

Forticus Offline



Beiträge: 17

12.12.2016 12:05
#8 RE: Dachboden ausnutzen antworten

Kulissen habe ich zwar anderswo immer bestaunt, aber bei mir bisher nie eingeplant geschweige denn eingerechnet. Danke für den Hinweis.

100 cm Anlagenhöhe plus 25 cm ... noch ca. 2 mal 60cm gewinnen

Versuchst Du das mögliche Anlagen-Territorium bis hinter die 145cm-Höhenlinie zu erweitern?

Bild 3: Sohnemann steht über den Zollstock gebeugt zwischen dem Bereich C (180cm von der Firstlinie) und der 145cm Höhenlinie (220cm von der Firstlinie).
Das wäre auch der "schmale Grad" in dem man aus Richtung Technik hinter der Anlage entlang den Stauraum bei DK2 erreichen könnte, gebeugter Kopf und Kulisse kämen in Konflikt.
Die Stauräume sind voll gepackt mit Zeug, was nicht oft benötigt wird, aber zugänglich sein muss: Saisonkleidung, Reisegepäck, Christbaumschmuck, 10 Jahre Akten fürs Finanzamt.

Bisher hatte ich die Anlage auf 2 Ebenen gedacht, bei
ca 75cm, bequemes Sitzen am Fiddleyard mit 150cm Kopffreiheit
ca 120cm, bequemes PAN-walking und fiddlen im Stehen mit 190cm Kopffreiheit.
Der Abstand zwischen den beiden Ebenen erlaubt mir mit 45cm minus 10cm (Korpus oberer Module) bequemes fiddlen bis 60cm Tiefe.
Die Ebenenhöhen sind so pi mal daumen und verhandelbar. Eine Überführung über das Geländer muß aber 110cm Unterkante Korpus haben.

Eine Anlagenhöhe von 100cm kenne ich von den Spassbahner-Modultreffen. Die ist sehr Publikums- und Kindgerecht. Für mich aber eigentlich nur mit einer Loreley-Paradestrecke und einem Glas Wein im Ohrensessel zu genießen. Mit 100cm sehe ich auch keine zweite Ebene. Tja, muß ich überhaupt eine zweite Ebene haben ... ? Betrieblicher Input dazu ist in Vorbereitung.


Herzlichen Gruß
Martin

Helko Offline




Beiträge: 315

12.12.2016 13:37
#9 RE: Dachboden ausnutzen antworten

Aus Erfahrung wollte ich nur auch diese Möglichkeit noch aufzeigen.

Die beste Anlagenhöhe ist immer noch die "Thekenhöhe".

Die Anzahl der Ebenen richtet sich, neben der Landschaftspflege, u.a. auch an dem Bestand an rollendem Material, sprich was und wieviel soll in ständigem Zugriff sein. Zugspeicher und Fiddle schliessen sich nicht aus.

Es sind Deine - langfristigen - Entscheidungen.

VG
Helko
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Der "."!

Gilpin Offline




Beiträge: 1.345

12.12.2016 19:49
#10 RE: Dachboden ausnutzen antworten

Hallo Martin,

verstehe ich das richtig, dass Du zwischen A und dem Stauraum mit A1 einen kleinen Gang lassen möchtest (und auf der anderen Seite dito)? Wenn ja: könnte man diesen Gang opfern und die Anlage näher an die Dachschräge rücken? Das würde heißen, dass die Stauräume nur auf Knien zu erreichen wären...

Dass mir unverstellte Zugänge wichtig sind, habe ich hier schon öfter kundgetan. Deine Handwerker-Geschichte finde ich so illustrativ wie grauenvoll! Dennoch: was hieltest Du von stabilen Leitern, die zwischen den Handwerkereinsätzen, die ja eher selten sind, entfernt werden können?

Nur gaaanz vorläufig: mir leuchtet die 2-Ebenen-Lösung nicht ein - ich fürchte, dass entweder das obere Brett* sehr schmal werden müsste, oder den Zugang zur unteren erschweren würde.

Mit freundlichem Gruß,
Gilpin

* Danke, dass Du klargestellt hast, dass Flächen keine Bretter sind, und dass Du als Unterbau etwas komplexere Konstruktionen (Korpus) bauen möchtest. "Brett" ist in meinen Beiträgen als "Anlagenfläche" zu verstehen.

Forticus Offline



Beiträge: 17

12.12.2016 22:20
#11 RE: Dachboden ausnutzen antworten

Hallo zusammen,

Von dem, was im "ständigen Zugiff" sein soll, hatte ich vor ein paar Jahren noch viel mehr im Sinn mit entsprechend großen SBHs. Staubschützende ZAKs und Plexiglasröhren für einen Teil der Sammlung, die nur zum "100. Irgendwas-Tag" als Sonderfahrt zum Einsatz kommt, wirken entschlackend auf meine Wünsche, nicht immer, aber immer öfter.

Die "2-Ebenen-Lösung" ist ein Modell im Sinne einer Multideck-Anlage mit der unteren Ebene ca 50-60cm tief zwischen Regalpfosten. Darüber (40cm) die obere Ebene mit 60-70cm tiefen Modulen/Segmenten zwischen oder auf den Regalpfosten. Ein Teil der unteren Ebene wäre SBH/Fiddle sowie Landschaft der Hauptbahn als Nebenthema. Sollte es doch eine Anlagenspirale aus einem Guß werden, entsprechende Abstufungen dazwischen.

Zur Zeit hat der Stauraum hinter A zwei Zugänge: bei DK1 und bei DF2. Enstprechend bei Stauraum unter B. So sind alle Staubereiche in Griffweite. Ein Gang entlang A1 oder C1 ist dabei nicht nötig.

Bei angenommenem A mit 60cm Tiefe wäre A1 Teil des Stauraumes. Als Gang bräuchte ich (breit!) mehr als 40cm. A1 könnte zur möglichen Vertiefung der Anlage im Sinne von 60cm + 40 cm Tiefe herhalten. Über die Wartungsunfreundlichkeit von allem was tiefer als 60cm ist, bin ich mir im Klaren. Ein Verschieben von 60cm-Brettern von A nach A1, wie ich Helko verstanden habe, kann ich mir wegen der Kopffreiheit im Stehen und PAN-walking nicht vorstellen. Wenn ich bei DK1 oder DK2 auf allen Vieren zum Stauraum durchkriechen wollte, bräuchte ich eine Buckelfreiheit von ca 90cm. Beim 80cm-Test unter dem Bürotisch gabs gerade Reibungshitze. Daher der jahrelange Bauverzug mit der unteren Ebene bei 70cm.

Eine Handwerker-Bedarfs-Leiter über die Anlage konnte ich mir bisher nicht vorstellen. Zudem markiert DF2 die linke untere Ecke des Stauraums meiner Frau (Klamotten). Verlagern brnigt anderswo Probleme (DK1/DK2). Vielleicht läßt sich der 120cm-Flur bei D1 und D2 auf 80cm (Zimmertürbreite) reduzieren, also eine etwas kürzere mobile Brücke einbauen.

Mir kam übers Wochenende noch in den Sinn den Bereich D2 auf 90cm zu verbreitern für eine Anlagenfaltung a la Reuth/Thumsenreuth (BB S. 47). "Reuth" würde vom Platz unter DF3 bedient, oder dort kommen die Züge von der unteren Ebene nach oben. Eine solche Faltung hatte ich immer mal wieder für den Bereich A im Sinn, der dann 90cm Tiefe hätte: Hinten 60cm SBH mit Durchgangsgleisen und Kehrschleife und vorne 30cm Landschaft mit VorortBf oder Waldstrasse ... ;-)

Herzlichen Gruß
Martin

Fdl Triptis Offline




Beiträge: 418

13.12.2016 11:26
#12 RE: Dachboden ausnutzen antworten

Hallo Martin, dein Planungsansatz ist toll! Genieße diese anfängliche Phase der Planung, wo noch alle Möglichkeiten offen sind!

Ich habe einen Vorschlag, der hier im Forum m. E. noch nicht diskutiert wurde, und für den es bei dir vielleicht noch etwas früh ist:

Ein Modell vom Modell. Das hat mir bei meiner Planung von Triptis II sehr geholfen und viele Erkenntnisse (und Irrwege) schon relativ früh zutage gebracht. Zuerst baut man ein recht stabiles Modell der Räumlichkeiten mit allen unverrückbaren Begrenzungen. Als Maßstab würde ich in deinem Fall (Baugröße N, ca 14 m²) 1:5 wählen, da kann man in einem späteren Stadium sehr schön Gleise aufkleben (ich hatte Maßstab 1:10 für HaNull, das hat sich bewährt).

Die ersten Planungsschritte wie Anordnung der Bereiche ("Platten") und Ebenen kann man noch in Papier machen, später mit zunehmender Planungssicherheit kommt dann Pappe oder Balsaholz und dünnes Sperrholz dazu. Per Foto kannst du auch maßstabsgetreue Flachmänner des menschlichen Bedienpersonals anfertigen, das hilft auch.

Einen Planungsparameter habe ich in deiner Beschreibung noch nicht gefunden: Den Mindestradius, da hängt viel dran. Und: Den Höchstwert der Streckenneigung; bei N dürfte das wohl in der Nähe von 30 Promille liegen (wer hat damit Erfahrungen?)

Mit Hp1-Gruß - Helmut

Fdl Triptis Offline




Beiträge: 418

13.12.2016 11:35
#13 RE: Dachboden ausnutzen antworten

Hier noch ein Bild von meinem Triptis II-Planungsmodell:



Das war die letzte Version des Modells, die endgültige Anlage sieht tatsächlich ganz ähnlich aus.

Gruß H.

Gilpin Offline




Beiträge: 1.345

13.12.2016 12:13
#14 RE: Dachboden ausnutzen antworten

Hallo Helmut,

dieses Planungshilfsmittel hieß früher, als die MIBA noch A5 war, "KKA" für Kleinstkontrollanlage. Diese nun in den Raum einzubauen und den mit darzustellen ist eine sehr, sehr sinnvolle Erweiterung. Und Dein eigenes Modell des Raums mit der Anlage darin ist ja schier die Luxusversion!

Ich hatte gedacht, dass die KKA durch die Planungssoftwares überflüssig geworden wäre; kürzlich ist aber in einem MIBA-spezial wieder eine aufgetaucht, und nun kommt Dein Beitrag - vielleicht baue ich als nächstes auch eine...

Mit freundlichem Gruß,
Gilpin

Forticus Offline



Beiträge: 17

14.12.2016 22:17
#15 RE: Dachboden ausnutzen antworten

Hallo Helmut,

Zitat von Fdl Triptis im Beitrag #12
Genieße diese anfängliche Phase der Planung, wo noch alle Möglichkeiten offen sind!

Danke, ich hatte anfangs Bammel, dass ich mit zu vielen Möglichkeiten komme. Daher meine Frage bei meiner Vorstellung nach einem Ort zur "Vordiskussion". Ich fühle mich ermuntert, zum Rosinenpicken in Bälde mehrere Verkehrkonzepte aufzulegen.

So eine KKA ist schon was Feines! Dazu ein Farbtest á la Zahnarzt: mit eingefärbtem Dach klappern und farbige Stellen an Holz und Personen abschleifen. Bei mir gibt's derzeit Stellproben mit Tisch, Person und Zollstock wie auf Foto 3. Eine Profilzeichnung werde ich machen, und wenn das Holz in der Endphase zu komplex wird, denke ich an eine KKA.

Zitat
... Mindestradius, da hängt viel dran. Und: Den Höchstwert der Streckenneigung; bei N dürfte das wohl in der Nähe von 30 Promille liegen



Spur N: Auf meinem flachen Wendermodul habe ich bei R=27cm und R=23cm mit 250cm langen Zügen kein Problem durchzufahren. Bei einem Stop der Mitte des Zuges in der Kehre mit ruckhaftem Anfahren kann es zum Umreißen von Wagen kommen. Bei Wendeln werden in anderen Foren R=30cm mit 3% Steigung als grenzwertig gehandelt, ist dann aber auch eine Frage an Zug-kraft und Pantographen, vgl NEM 102 und 103 bei morop.org.

Herzlichen Gruß
Martin

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