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Modellbahnanlagen
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Dieses Thema hat 81 Antworten
und wurde 4.876 mal aufgerufen
 II.3. Planen von Anfang an
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mobama Offline



Beiträge: 41

27.11.2016 20:28
#16 RE: La Vallée de la Durance Antworten

Hallo David,

zuerstmal vielen Dank fuer Dein Mitplanen! Ich habe Deinen Strang mit dem Kalkwerk Schaefer schon gesehen und muss sagen, dass das ein sehr spannendes Vorbild (gerde mit der Unterfuehrung unter der Strasse) ist!

Wahrscheinlich reden/schreiben wir aneinander vorbei: Ich habe die Gleise jetzt nochmal durchnummeriert (keine "offizielle" Bahnhofsdurchnummerierung, sondern einfach so). Zum Rangieren muss eigentlich keine Rangierabteilung zum Tor auf das SNCF Gelaende. Der Zug faehrt von 1 durch das Tor nach 2 ein, die Lok fahert ueber 4 wieder raus (oder direkt, falls sie geschoben hat). Der Zug wird auf 2 zerlegt. Auf den Bildern sehe ich zwar kein Ziehgleis nach Westen, aber ich vermute, dass alles von Osten her "abrangiert" wird.

Dann wird der abgehende Zug auf 3 abgestellt, Lok angekuppelt, die vom SNCF Gelaende kommt und der Zug faehrt ab.

Oder meinst Du was anderes?

Gruss Martin

Edit hat noch was:

Die Sache mit Gleis 1 entspricht nicht ganz der Realitaet: Eigentlich ist das ein Bahnhof mit mehreren Nebengleisen; der Hintergund ist, dass hier frueher die Strecke nach Digne abging. Heute braucht man nur sehr wenig davon. Also wuerde mich das viele Weichen und viel Platz rechts und links kosten. Da hab ich einfach mal die Dummygleise dahinter gelegt. Was man aber machen koennte, damit es realistischer wird: die Weiche hinter dem Werkstor, die Gleis 1 und 2 verbindet, ist ja nicht sichbar (Gruenzeug, Mauer etc.). Man koennte Gleis 1 hinter die Dummygleise legen (die einfach enden). Dann waere es vorbildnaeher, siehe auch das Rangiervideo, da faehrt der TER im Vordergrund vorbei).

Fischkopp Offline




Beiträge: 447

27.11.2016 20:52
#17 RE: La Vallée de la Durance Antworten

Moin moin,
nun hab ich auch mal ein paar Überlegungen visualisiert:


Sorry, dass ich das Bild so groß mache, aber sonst erkennt man nichts. Wenns ganz schlimm ist, kann ichs wieder ändern.

In 3 habe ich also den erwähnten kleinen Bahnhof mit Baulager umgesetzt, so erstmal nicht weiter spannend.
Nun zu 4. Das habe ich jetzt mal mit so vielen Gleisen vollgeknallt, wie SCARM mir auf 40 cm zugelassen hat.
von unten nach oben sehen wir:
Den Spiegel in der Kulisse, der die Gleisanlage optisch auf 14 Gleise anwachsen lässt.
Gleis 1: Durchfahrgleis SNCF
Gleis 2: Einfahr/Ausfahrgleis SNCF, wie im Video zu sehen.
Gleis 3: Umlaufgleis SNCF
Gleis 4: Abstellgleis SNCF?
Gleis 5-7: Rangiergruppe Arkema
Ich habe der ganzen Affäre noch einen Lokschuppen spendiert, wo sollen die Werksloks denn sonst übernachten?
Die grüne SNCF-Strecke fällt ab der "1" in Richtung FY ab, wo sie sich bald mit der orangefarbenen Strecke "2" vereinigt,
welche im Werksgelände hinter einer Kulisse in Richtung Ethenentladung und T111-Verladung verschwindet.
Der Fiddleyard hat also multiple Aufgaben.
Die rote Streck steigt währenddessen an, um die Entladestation für Chemieabfälle (4) zu umrunden.
Dort oben gibt es nun weitere Ladestellen, so die PVC-Verladung (3), die Chlorsäureverladung (5) und die Natronlaugeverladung (6).
Zwischen 5 und 6 ist eine Kulisse eingezogen, man kann die 6 also nur von oben oder von der Nische vor dem Kamin aus betrachten.
Schafft fläche, ich weiß aber nicht, wie praktikabel das ist.
Vielleicht gefällt Dir ja irgendwas davon, Martin.
Und, noch mal ein kleiner Exkurs: Setzt Du eigentlich auch Vossloh-Lokomotiven ein, die sind ja in Frankreich bei den Privaten Bahnen
heute sehr verbreitet?

Bis denn dann,
Alex

517 008 Offline



Beiträge: 182

27.11.2016 21:16
#18 RE: La Vallée de la Durance Antworten

Hallo Martin,

ich hatte die Bilder so interpretiert, dass die mit D gekennzeichneten Dummy-Gleise beim Vorbild Aufstellgleise für Wagengruppen aus dem Werk sind, bzw. der Übergabe dienen. Daher meine Bemerkung, dass Gleis 1 passiert werden muss, um von dort Wagengruppen ins Werk zu rangieren.

Wenn diese jedoch einen anderen Zweck haben, dann passt es wie von Dir beschrieben.

Grüße, David

mobama Offline



Beiträge: 41

27.11.2016 21:28
#19 RE: La Vallée de la Durance Antworten

Hi Gilpin,

Zitat von Gilpin im Beitrag #15
Hi Martin,

Besten Dank schon mal für Deine Informationsfülle!



Ich hoffe ich erschlage damit nicht...

Zitat


- Wo ist denn der Zugang? Und was ist das für eine Trennwand zwischen "3" und "4"?




Das ist eine ca. 1m hohe Bruestung, damit man nur noch von rechts zur Bodenluke (weil Spitzboden) kommt bzw. runterfallen kann. Da kann ich Loecher reinbohren soviel ich moechte :-)

Zitat

- Wie groß ist die Tür am Kamin? Könnte man oberhalb dieser Tür ein ganz schmales "Brett" vorbeiführen?



Die Tuer gehoert zu einem Minielektroverteiler, der vor den Kamin montiert ist. Daher ist der schnelle Zugang wichtig.
Die Tueroberkante ist, glaub ich auf ca. 60cm. Auf jeden Fall niedriger als die Trassenhoehe von 75cm. Ja, ein Trassenbrett koennte da drueber fuehren!

Zitat

- Wo war eigentlich die Stelle, an der Du die Betriebsinseln vor den FY setzen wolltest?



Nicht vor den FY, sondern bei Arkema: Ich wollte urspruenglich ein normales Segment als Bahnhof/Abstellgruppe, und dann Teile des Werksgelaendes als Inseln davor.

Zitat

- Bestehst Du auf der Couch...?



Naja, irgendwo waere es schoen, wenn sie unterkaeme. Idealerweise dort, von wo aus man viel Spannendes sehen kann. Ich kann aber z.B. problemlos 1-2 ungestaltete Trassen zwischen Couch und Wand unter dem Fenster durchfuehren. Nur Ausgestalten ist da nicht drin: die Kulisse waere dann halb im Fenster und das ist zum einen unpraktisch, und zum anderen wirkt dort die Anlage wegen dem hellen Fensterhintergrund dann natuerlich viel dunkler...

Zitat

Und zu Deinen sehr schön dokumentierten Satelliten-Fotos:

- Ich sehe da eine sehr großzügige Kurve, die vom Bahnhof nach Süden abzweigt, die wohl nicht zum Werk gehört. Einen Abzweig von der roten Strecke finde ich aber in Deinem Streckenplan der Region aber nicht.




Das ist die stillgelegte Strecke, die in St. Auban abzweigt und nach Digne-les-Bains geht. Die koennte man (bzw. einen Damm o.ae. mit Wildwuchs) darstellen, wenns ins Konzept passt. BTW: die Bilder sind gedreht, siehe kleines Kompasssymbol rechts unten): Die Strecke geht nach Osten.

Zitat


- Wo liegt eigentlich Gare de Puget in diesem Plan?




Ertappt :-) Das habe ich vergessen einzuzeichnen. Ist jetzt passiert. Es liegt an der gruenen Strecke: Dort gibt es zwar ein Dorf names Puget, aber alle Bahnhoefe sind dort (gruene Strecke) neutralisiert. D.h. dort finden beim Vorbild keine Kreuzungen mehr statt, die auf gesamte Strecke wird von Cheval-Blanc bis Pertuis nur ein Zug abgelassen.

Zum einen gibt es Bestrebungen, wieder Personenverkehr (TER) auf dieser Strecke einzufuehren. Nun habe ich an einer anderen Strecke, die nur aus strategischen Gruenden noch gepflegt wird, folgendes gefunden: Pechiny hat dort ein Aussenlager in Form eines Silos, in dem Aluminum-Oxid gelagert wird. Das fand ich einfach toll: verfallener Landbahnhof, nichts mehr los (bis auf ein Feldbahnmuseum) und dann ein so ein Lager-Silo. Das Silo steht dort sogar auf dem Durchgangsgleis!

Nun habe ich mir (es sei mir verziehen) die Situation zurechtgebogen: Unser kleiner Bahnhof Puget liegt nun nicht in der Naehe von Pechiny (Alu-Werk), so dass ein anderes Produkt da gelagert werden muesste. Nun gibt es sowohl einen Bahnhof, an dem Kalksand von LKW auf Bahn verladen wird, als auch den Bahnhof Orgon (nicht weit von Puget), in dem taeglich viele Wagen mit Kreideschlamm beladen werden. Also habe ich einen Kalkbruch in der Naehe von Puget erfunden, der sowohl Kalksand (spezielle Kristallstruktur, sehr gefragt fuer technische Anwendungen, jaja!) als auch Kreideschlamm per LKW in Puget verladen. Hoffe, das wirkt nicht zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Vorteil: 2 Wagentypen verwendbar; fuer den Sand das Silo, der Kreideschlamm wird an der Ladestrasse direkt vom LKW befuellt. Da nun frueher die Strecke nur von 3-4 Gueterzuegen befahren war und die SNCF die Strecke eigentlich lanfristig stilllegen wollte, hat sich unsere Firma (wie Omya in Orgon auch) auf dem Bahnhofsgelaende eingemietet und konnte dort das Ausweichgleis zum Abstellen von Wagengruppen verwenden (die natuerlich korrekt gesichert sind).

Da nun aber die Strecke im Testbetrieb fuer 2 Jahre mit TER-Verkehr wieder benutzt wird, muss unserer Kalkbruch mit seinen Wagen etwas enger zusammenruecken, da er das Ausweichgleis nur noch temporaer in der ruhigen Nachmittagszeit verwenden kann. Aber die SNCF hat versprochen, die Rangierarbeiten in den 2 Jahren Testbetrieb kostenlos zu uebernehmen (der Kunde ist Koenig). Danach muss der Kunde sehen, ob er die Gleise auf eigene Kosten ausbauen laesst.

Zitat

Das sehr große Werk ist ja gut dokumentiert; allein das von Dir verlinkte Video ist doch eine Sensation! (Ich erkenne da nur keine Werkslok, sondern eine Rangierlok der FRET, die auch als Roco-Modell schon verwirklicht ist – oder habe ich etwas verpasst?)



Ja, das ist ein SNCF-Rangiertraktor, vermutlich Y8000 Serie. Der befindet sich aber auf dem SNCF Gelaende. Die Mauer ist die Grenze zu Arkema. Wenn man genau schaut, werden die Waggons von der Streckenlok hinter die Mauer rangiert, den Rangiertraktor gibt sie entweder auch dort ab oder nimmt ihn wieder mit. Das sieht man leider nicht mehr.

Die Werksloks (als Doppeltraktion) sieht man bei 10:00min ganz kurz hinter den Kesselwagen vorbeihuschen. Das sind auch Rangiertraktoren, aber mit symetrischen Fuehrerstand/Vorbauten. Was das gebau ist, kann ich noch nicht sagen. Da bin ich aber echt Pragmatiker: solange ich keine "Original" Werkslok(s) habe, muss halt ein alter SNCF Traktor dort seinen Dienst tun.

Zitat

Und noch eine rhetorische Frage: ließe sich nicht auf neuen Metern ein Ausschnitt des Werks und eine knappe Version des Bahnhofs darstellen?



Also, den Bahnhof "Puget" wollte ich so ja behalten. Und den Bahnhof "Château-Arnoux-Saint-Auban" nachzustellen macht eigentlich wenig Sinn: viel los ist da nicht (war frueher einmal, als die Strecke nach Digne noch existierte). Das Empfangsgebaeude ist recht kompliziert zu bauen (prunkvoller PLM-Stil). Aber ueber die Nebengleise von Château-Arnoux-Saint-Auban kann man aus betrieblicher Sicht sicher reden, sofern das nicht zu tief wird...

Gruss Martin

mobama Offline



Beiträge: 41

27.11.2016 21:46
#20 RE: La Vallée de la Durance Antworten

Hi Alex,

wow, vielen Dank fuer Deine Ueberlegungen! Das sieht auf den ersten Blick sehr vielversprechend aus, das muss ich mir mal in aller Ruhe durchdenken!

> Vielleicht gefällt Dir ja irgendwas davon, Martin.

Auf jeden Fall! Danke!

> Und, noch mal ein kleiner Exkurs: Setzt Du eigentlich auch Vossloh-Lokomotiven ein, die sind ja in Frankreich bei den Privaten Bahnen heute sehr verbreitet?

Ich hatte mal ein spannendes Gespraech mit einem ECR-Lokfuehrer in Alès; er musste mit seinem Co-Lokfuehrer und seinem Leerzug (Holzzug, Train de bois) dort 1h pausieren, bis die Strecke in die Cevennen frei war. Und als er merkte, dass ich aus DE bin, erzaehlte er mir stolz, dass seine Freundin aus Hamburg und seine Loks aus Kiel kaemen. Hier ein Bild:



Von ECR bzw. Vossloh habe ich die G2000BB und G1204 (letztere leider nicht in weiss, leider etwas vorschnell gekauft, man lernt draus). Die G1000BB haette ich natuerlich auch sehr gerne, aber da habe ich bisher kein Modell gefunden...

Gruss Martin

Fischkopp Offline




Beiträge: 447

27.11.2016 22:40
#21 RE: La Vallée de la Durance Antworten

Zum Thema G 1000 BB (schönes Bild, übrigens):
Wenn Du Lust am Fahrzeuge zerschnibbeln hast.
Nimm ne SBB Am 842 oder NS 6400 (G1206 ginge glaub ich auch noch) und ersetze den langen Vorbau
durch den Vorbau einer G 1700. Das kommt dann ungefähr hin. (Gibt's alles bei Piko oder Märklin)
(Ich komme aus Kiel und sah diese Loks fast jeden Tag an mir vorbeirauschen, da ich an der Strecke zum Werk wohn(t)e,
daher mein Interesse.)
Auch ich bin gespannt, wie es weitergeht,

Gruß
Alex
Edit: Und die Geschichte mit dem Kalksand ist auch gut, spiegelt gut die Wirrungen der Liberalisierung wider
Das müsste man dann allerdings nochmal näher beleuchten (Wo kommt die Rangierlok her? Wann genau kann wie welches Gleis
geräumt werden?)

mobama Offline



Beiträge: 41

28.11.2016 21:19
#22 RE: La Vallée de la Durance Antworten

Hi Alex,

Zitat von Fischkopp im Beitrag #21
Zum Thema G 1000 BB (schönes Bild, übrigens):
Wenn Du Lust am Fahrzeuge zerschnibbeln hast...



Naja, Lust schon, aber die Angst ist groesser. Schliesslich muesste ich auch das Unterteil kuerzen, das ist aus Metall, mit Antrieb drin, und spaeter alles wieder sauer lackieren. Da brauche ich noch ein paar Jahre/Jahrzente, bis ich mich an sowas rantraue...

Zitat

Edit: Und die Geschichte mit dem Kalksand ist auch gut, spiegelt gut die Wirrungen der Liberalisierung wider
Das müsste man dann allerdings nochmal näher beleuchten (Wo kommt die Rangierlok her? Wann genau kann wie welches Gleis
geräumt werden?)



Die Rangierlok wuerde von SNCF organisiert. D.h. es kann auch mal eine Streckenlok bei einer Leerfahrt, die es nicht so eilig hat, sein.

Also, nehmen wir folgende Gleisnummerierung in Puget (siehe Raumplan, von oben nach unten, links nach rechts) an: Gleis 1 = Ausweichgleis, Gleis 2 = Hauptgleis, Gleis 3 = Nebengleis, Gleis 4 = Nebengleis-Stumpfgleis mit dem Silo.

Vor dem 2-Jahres-Testbetrieb war es so: keine Kreuzung noetig; Rangierlokfuehrer musste, wenn er fertig war, alle Weichen wieder aus Ausgangslage stellen, verriegeln und frei melden. Im Detail: Bei der Block-Seite (Westen) erzwingt das das Schluesselwerk, sonst kann er die westliche Disque (Einfahrtsignal) nicht oeffnen. Auf der Ostseite bei VUSS muss er per Mobiltelefon freimelden, bei BMVU wie auf der Westseite - ob ich im Osten auch einen Block einrichte, weiss ich noch nicht. Nun konnte ein (Gueter)-Zug auf dem Hauptgleis durchfahren. Dann konnte er wieder alles sperren und wieder rangieren. Somit konnten frueher Ganzzuege bestellt und ueber mehrere Tage beladen werden.

Dabei wurden Wagen, die auf Gleis 3 oder 4 im Weg standen oder fertig waren, auf Gleis 1 gestellt und mit Handbremse und Hemmschuh gesichert, da das Ausweichgleis ja keine Schutzweiche oder wie Gleis 3 eine Gleissperre hat. Allerdings gibt es kein Gefaelle.

Fuer die Zeit des Test-Betriebs hat nun die RFF eine Ausnahmegenehmigung erteilt. Hierin ist festgelegt, dass

a) bis spaetestens 30min vor fahrplanmaessiger Kreuzung oder Ueberholung (d.h. wenn das Ausweichgleis (1) benoetigt wird) das Ausweichgleis geraeumt ist

b) fuer die Zeit des Testbetriebs ein SNCF Mitarbeiter wieder im alten Bahnhofsgebaeude als Fahrdienstleiter vor Ort sein muss, der dies ueberprueft. Dieser Fdl muss fuer Kreuzungen/Ueberholungen eh da sein, dann die Weichen sind handgestellt und es hat einen Block manuel (ev. beidseitig, das sehe ich noch).

Der Fdl hat dann z.B. Dienst von 7:00 - 12:30 und 16:00 - 19:00.

In dieser Zeit muss er also schauen, dass das Gleis 1 immer rechtzeitig frei wird. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die Firma maximal so viele Wagen im Bahnhof stehen haben darf, wie in Gleis 3+4 passen. Aber es darf zum Rangieren also temporaer auf Gleis 1 gestellt werden. Somit sind keine Ganzzuege mehr moeglich und somit muss 1-2 Mal am Tag eine Uebergabe nach Avignon gemacht werden. Der Vertrag beinhaltet eben auch das Gleis 1 als Abstellgleis und somit muss SNCF nun eine Ersatzloesung bieten.

Ob das Silo nun eine (Hand-?)-Spill-Anlage bekommt? Weil irgendwie muss man ja die 3-4 Wagen nacheinander beladen. Oder man macht es sich einfach und sagt, dass der Sand ueber Druckluft/Schlaeuche verladen wird. Dann muesste man die Wagen nicht verschieben, solange sie nah beim Silo stehen.

Technisches Detail: Wenn der Fdl seinen Dienst beendet, schaltet er den Hauptschalter von "ES" (en service) auf "HS" (hors service / ausser Betrieb). Das gibt extra Schluessel fuer die Disque und den Semaphore frei, mit denen er diese dann oeffnet. Die Sicherung uebernehmen dann vereinfacht gesagt die beiden Bahnhoefe westl. und oestlich, die besetzt sind. Die Strecke zwischen diesen kann dann nur einen Zug aufnehmen, und verhaelt sich wie ein riesiger Block.

Gruss Martin

PS: bzgl. Deinem Vorschlag fuer Arkema will ich mal die naechsten Tage ein paar Gleise zum Szene-Testen zusammenstecken und schauen, wie das auf der angepeilten 40cm Breite so wird. Muss vermutl. breiter werden.

Fischkopp Offline




Beiträge: 447

28.11.2016 22:38
#23 RE: La Vallée de la Durance Antworten

Moin Martin,
nochmal kurz zur G1000BB. Wenn Du eine der genannten SBB- oder NS-Typen wählst,
musst Du wirklich nur den langen Vorbau tauschen, der Rest ist auch beim Vorbild baugleich.
Die MaK/Vossloh hat schon immer gerne aus vorhandenen Loktypen neue zusammengeklebt.
Deine Beschreibung der Abläufe klingt super spaßig, auch wenn ich keine Ahnung von französischer
Sicherungstechnik habe. Kommunikation über Handy kann man eigentlich total gut darstellen,
und ich habe sie auch schon in den örtlichen Richtlinien deutscher Bahnanlagen gefunden.
Nur so als Idee, hat die SNCF ja auch vielleicht eine Arkema-Werkslok stundenweise zum Rangierdienst
angemietet, das klingt irgendwie total ökonomisch, und man selbst kann, wenn Kollege PC die Zugfahrten
ausführt, den gesamten Rangierverkehr der Anlage abwickeln, ohne illusionsstörend zwischen den Rollen von
verschiedenen Personen (besonders verschiedenen Lokführern) wechseln zu müssen.

Bis denn dann,
Alex

mobama Offline



Beiträge: 41

29.11.2016 20:30
#24 RE: La Vallée de la Durance Antworten

Hi Alex,

Zitat von Fischkopp im Beitrag #23
Moin Martin,
nochmal kurz zur G1000BB. Wenn Du eine der genannten SBB- oder NS-Typen wählst,
musst Du wirklich nur den langen Vorbau tauschen, der Rest ist auch beim Vorbild baugleich.



Gleich? Wikipedia sagt:
- G 1204: Länge über Puffer: 12.500 mm
- G 1000: Länge über Puffer: 14.130 mm

Naja, lassen wir das. Ich verbuche das unter Ironie.

Zitat

Die MaK/Vossloh hat schon immer gerne aus vorhandenen Loktypen neue zusammengeklebt.
Deine Beschreibung der Abläufe klingt super spaßig, auch wenn ich keine Ahnung von französischer
Sicherungstechnik habe. Kommunikation über Handy kann man eigentlich total gut darstellen,
und ich habe sie auch schon in den örtlichen Richtlinien deutscher Bahnanlagen gefunden.



Hier muss ich mich korrigieren - ich hatte ueber GSM-R gelesen und das dann wohl falsch interpretiert.

Zitat

Nur so als Idee, hat die SNCF ja auch vielleicht eine Arkema-Werkslok stundenweise zum Rangierdienst
angemietet, das klingt irgendwie total ökonomisch, und man selbst kann, wenn Kollege PC die Zugfahrten
ausführt, den gesamten Rangierverkehr der Anlage abwickeln, ohne illusionsstörend zwischen den Rollen von
verschiedenen Personen (besonders verschiedenen Lokführern) wechseln zu müssen.



Wirklich sehr oekonomisch.



Nach einigen Ueberlegungen (u.a. warum meine Beitraege hier entweder mit Stille oder mit Ironie beantwortet werden) bin ich zu der Ueberzeugung gekommen, dass meine Anlage sich fuer eine vorbildgerechte Umsetzung nicht eignet. Allerdings nur schade, dass keiner den Schneid hier hat, das klar auszusprechen.

Diese Ahnung habe ich schon laenger, bin aber nicht so rigoros wie manch einer hier, reisst alles ab, verkauft alles und wendet sich dann einem Schmalspur-/Kleinbahn-Thema zu (das man auch noch moegen muss). Meine Intension, hier nach Planungshilfe zu fragen, ging in die Richtung, auch Betrieb zu ermoeglichen. Aber Betrieb ist nur ein Aspekt in der Modellbahnerei, auch wenn das hier viele sehr ideologisch und anders sehen.

Ich werde die Anlage in der aktuellen Form (d.h. nur Gare de Puget + 2 Zugspeicher) fertigstellen,
und mich dann in den hier so ganz ohne Beigeschmack bezeichneten Mainstream-Foren weiter durchklicken.

Gruss Martin

Fischkopp Offline




Beiträge: 447

29.11.2016 21:12
#25 RE: La Vallée de la Durance Antworten

Ok, Moooooooment,
also das ist jetzt bitte, bitte nur ein großer Haufen Mißverständnisse.
Auf der prinzipiellen Ebene:
Ich meine, wow! Du hast genug Platz, um vorbildgerechten Betrieb in der Epoche VI zu machen.
Das solltest Du nutzen!
Dass die generelle Resonanz hier nicht sooo groß ist, liegt glaub ich daran, dass hier kaum
jemand Ahnung von französischen Eisenbahnen hat. Da muss man halt sehen, was man produktiv beitragen kann.
Und mir ganz wichtig: Wo klang ich ironisch? Das ist mir jetzt wirklich unangenehm

Inhaltlich:
G 1000 BB:
Der große, selbsternannte Kieler Lokexperte hat natürlich mal wieder völligen Stuß geredet.
Hier die korrigierte Fassung:
Nimm eine ÖBB Rh 2070 (Märklin) und tausche den langen Vorbau gegen den einer G 1700 (Piko).
Alles andere ist natürlich Bockmist.

GSM-R:
Bei Wikipedia hab ich das so verstanden, dass GSM-R über spezielle Handys läuft, die eine spezielle
SIM-Karte haben. In der Schweiz setzt man inzwischen konventionelle Smartphones mit spezieller App ein.

Also Martin, bitte, lass uns hier weiter machen, das ist seit Langem mein Lieblingsstrang!
(Das MAPUD hat nämlich irgendwie auch nen Mainstream: Schmalspur und Epoche III. Aber ich will nix gesagt haben...)

Bis hoffentlich bald,

Alex

Edit: Du sprichst von Überlegungen, weswegen sich die Anlage nicht für Betrieb eigne.
Das könnten wichtige Ansatzpunkte für die weitere Diskussion werden. Führ das
doch mal aus.

Gilpin Offline




Beiträge: 1.456

30.11.2016 00:18
#26 RE: La Vallée de la Durance Antworten

Hi Martin,

lass mich mal in dieselbe Kerbe hauen wie der Alex: lass uns bitte hier weitermachen, ich zumindest lerne sehr viel. Parallel liefen gerade ein paar ursprünglich interessant/witzige Dinge aus dem Ruder, die auch Aufmerksamkeit gebunden haben...

Ganz kurz, es ist halb zwölf, und ich hatte Gäste, mit allem was dazu gehört - ich bin nicht ganz fertig (weil weitere Apple Karten, google maps, und Wikipedia-Forschung aussteht) mit meinem nächsten Beitrag, deshalb nur ein Ausblick darauf: mir wäre es wichtig, dass Deine Anlage das look and feel der Region einfängt. Deshalb bringe ich auch einstweilen keinen Gleisplan ein. So weit ich die Gegend verstanden habe, haben wir in der Provence eine sehr ländliche Region, durchzogen von eingleisigen Nebenbahnen, Lavendel bis zum Nase-zuklemmen - und mittendrin eine chemische Industrie im Großmaßstab. Insofern widerspreche ich der Schlussfolgerung ausdrücklich, dass Dein Konzept einer

Zitat von mobama im Beitrag #24
Anlage sich fuer eine vorbildgerechte Umsetzung nicht eignet.
Vielleicht ist es eben schwierig - schwierig im Sinne von "packen wir's an!". Du sagst sehr richtig, dass Deine
Zitat von mobama im Beitrag #24
Intention, hier nach Planungshilfe zu fragen, in die Richtung (ging), auch Betrieb zu ermoeglichen. Aber Betrieb ist nur ein Aspekt in der Modellbahnerei.
Was ich betonen will an anderen Aspekten: Identität durch Landschaft/geographische Rahmenbedingungen, Fahrzeuge, Autos, realistische Verkehrsflüsse/Einbindung in die regionale Wirtschaft. Zu all dem hast Du eine irre Menge an Informationen geliefert, die erst einmal (von uns als Neulingen im Thema) verdaut gehören.

Also: ich möchte vorschlagen, in den Feldern 4 und 5 den Kleinstadtbahnhof plus Werk Arkema zu realisieren, alles krass verkleinert nach der Methode selective compression; nennen wir's mal massive selective compression. Ich habe mit dem massive kein Problem, womöglich Minderheitsmeinung hier. Rüberkommen müsste eben der Schocker Land vs. Großindustrie, siehe oben. Mir schwebt eine Streckenführung einmal rund um den Raum vor; Gare de Puget bleibt wo es ist; zwei Zugspeicher unter der Anlage, verbunden mit einem Gleis, das auch Rundum-Betrieb ermöglicht, wenn du einfach mal von der Couch aus zuschauen möchtest. Das auszuarbeiten braucht aber etwas Zeit, und es ist auch noch unausgegoren. Model railroading is fun, klar, aber ich habe auch noch einen Beruf.

Und - das mit der mangelnden Resonanz ist so ein Kippphänomen: irgendwann geht hier manchmal die Post ab, und eigentlich ist unklar warum gerade jetzt. Dein thread ist teilweise harte Kost - kommt Zeit, kommt (Be-)Rat(ung).

So gehe ich denn ins Bett mit "Great Model Railroads 2017", Untertitel "10 eye popping layouts" - und bitte: was Du schon geschaffen hat, ist eye popping!

Yo, bis morgen oder so,
Gilpin

517 008 Offline



Beiträge: 182

30.11.2016 18:30
#27 RE: La Vallée de la Durance Antworten

Hallo Martin,

auch ich sage weitermachen hier! Ich lese mehrheitlich nur mit, weil ich mich wie die Vorredner ebenso mit französischer Eisenbahn nicht auskenne und modellbahntechnisch noch recht unerfahren mit vorbildnahem Betrieb bin, aber finde deine Ansätze und die Diskussionen dazu sehr spannend. Dein Thema ist sehr speziell, was in einem kleineren Forum dann ggf schon allein durch die geringere Anzahl Member weniger Antworten produziert. Ich würde gerne mehr über Dein Vorbild und ein daraus abgeleitetes Konzept für die Modellbahnumsetzung erfahren. Also bitte weitermachen, auch wenn nicht immer eine Antwort kommt!

Grüße, David

mobama Offline



Beiträge: 41

30.11.2016 20:42
#28 RE: La Vallée de la Durance Antworten

Hi Alex,Giplin,David,

nun habe ich das alles wohl etwas falsch interpretiert - sorry! Also, wenn
Interesse an dem Thema ist, freut es mich natuerlich und dann moechte auch ich
natuerlich weiterplanen.

@Alex:

Zitat
Und mir ganz wichtig: Wo klang ich ironisch?



Naja, der Verdacht tauchte auf mit dem Spiegel, da dachte ich "Das meint er doch nicht ernst". Dann ging das ueber das Lok-Zerschnibbeln weiter (hier dachte ich: er will mich wohl veraeppeln) und dann kam

Zitat

Nur so als Idee, hat die SNCF ja auch vielleicht eine Arkema-Werkslok stundenweise zum Rangierdienst
angemietet, das klingt irgendwie total ökonomisch, und man selbst kann, wenn Kollege PC die Zugfahrten
ausführt, den gesamten Rangierverkehr der Anlage abwickeln, ohne illusionsstörend zwischen den Rollen von
verschiedenen Personen (besonders verschiedenen Lokführern) wechseln zu müssen.



Da glaubte ich dann die volle Ironie zu lesen.

Aber, wenn das so nicht gemeint war, dann tut mir die Fehlinterpretation wirklich leid.

Zitat

Edit: Du sprichst von Überlegungen, weswegen sich die Anlage nicht für Betrieb eigne.
Das könnten wichtige Ansatzpunkte für die weitere Diskussion werden. Führ das
doch mal aus.



Naja, nach einem Rueckbesinnen auf meine urspruenglichen Plaene, einfach nur
eine ruhige, wilde Landschaft mit vielen Kunstbauen bauen zu wollen (was den
Charakter der Provence besser trifft als eine Sammlung von Betriebsstellen),
fiel mir auf, dass das alles (ruhig,laendlich, aber viele
Betriebsmoeglichkeiten (boeses Wort hier!)) wohl nicht zusammen passen. Aber
hierzu hat ja Gilpin was geschrieben.

@Gilpin:
Sorry, dass ich Deine geringe Post-Frequenz als Desinteresse interpretiert habe.

Zitat
Also: ich möchte vorschlagen, in den Feldern 4 und 5 den
Kleinstadtbahnhof plus Werk Arkema zu realisieren, alles krass verkleinert nach
der Methode selective compression; nennen wir's mal massive selective
compression. Ich habe mit dem massive kein Problem, womöglich
Minderheitsmeinung hier. Rüberkommen müsste eben der Schocker Land vs.
Großindustrie, siehe oben. Mir schwebt eine Streckenführung einmal rund um den
Raum vor; Gare de Puget bleibt wo es ist; zwei Zugspeicher unter der Anlage,
verbunden mit einem Gleis, das auch Rundum-Betrieb ermöglicht, wenn du einfach
mal von der Couch aus zuschauen möchtest.



Ja, dann machen wir doch an dieser Stelle mit der massive selective compression
weiter. Bisher kenne ich den Begriff aus einem der Alba-Modellbahnbuecher, dort
wird ein langer Bahnhof am Thuner See komprimiert, allerdings die
Gleisausdehnung. Bei Arkema bzw. dem Bahnhof Château-Arnoux-Saint-Auban muesste
man ja auch in der Tiefe komprimieren. Da muss ich mal drueber nachdenken, ob
die Prinzipien des Weglassens des Unwichtigen, das der Zuschauer nicht
vermissen wuerde, hier irgendwie auch anwenden kann.

Zitat

Das auszuarbeiten braucht aber etwas Zeit, und es ist auch noch
unausgegoren. Model railroading is fun, klar, aber ich habe auch noch einen
Beruf.



Klar, das braucht Zeit. Arbeiten wir uns in kleinen Schritten vor...

@David:

Auch Dir Danke fuer das positive Feedback!

Also nehmt es mir nicht uebel, Schwamm drueber, lasst uns weiter planen!

Gruss Martin

517 008 Offline



Beiträge: 182

30.11.2016 20:53
#29 RE: La Vallée de la Durance Antworten

Hallo zusammen,

die Idee, zwei Fiddleyards oder Schattenbahnhöfe unter der Anlage mit einem Gleis zu verbinden, würde ich ggf. sogar um ein weiteres Verbindungsgleis erweitern. Dann könnte man außer in einer Minute der Entspannung im Kreis zu fahren auch noch einen Durchgangsgüterzug darstellen, der morgens voll in die eine Richtung und abends beladen zurück fährt (zwei identische Züge, einer mit, einer ohne Ladung; wurde glaube ich von Otto schon mal bei einer Anlage aus UK gezeigt).

Edit: war in Miba Spezial 106 in seiner ausführlichen Beschreibung von Schattenbahnhöfen und Fiddleyards, Anlage Inverwrexham Junction.

Das würde den Betrieb um einen bzw zwei Züge erweitern, die auf der Strecke nur durchfahren. Areal 2 und 3 würde ich für die typische Landschaft nutzen, etwas ruhige Strecke in schöner Natur.

Grüße, David.

Fischkopp Offline




Beiträge: 447

30.11.2016 21:39
#30 RE: La Vallée de la Durance Antworten

Puh,
da ham wa ja alle noch mal Glück gehabt.....
Deine Reaktion auf den Spiegel finde ich
interessant, bevor ich das geschrieben habe,
dachte ich mir noch: "Bringst Du das jetzt wirklich?
Das ist der älteste Trick der Welt! Das hast Du schon
1.000.000 mal gelesen."
Allerdings habe ich mit so großen Spiegeln keinerlei
Erfahrung, sodass das auch schief gehen könnte.
Nochmal zur Rangierlok: Solche Mietkonstruktionen
setzt die DB seit Jahrzehnten ein, um Loks und Personal
zu sparen. Vielleicht war der Vorschlag einfach etwas zu deutsch.

Gruß
Alex

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