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Modellbahnanlagen
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Dieses Thema hat 26 Antworten
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 II.5. Diskussion veröffentlichter Anlagenpläne
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Helko Offline




Beiträge: 315

14.11.2016 21:43
#16 RE: Klein, gut und schön: Neu Birkenfeld antworten

Zitat von OOK im Beitrag #13
In diesem Falle würde ich darauf verzichten wollen, weil 1. die Lok, ... locker um sechs Wagen herumfahren kann und b) die Strecke unnötig verkürzt würde, wenn die Einfahrweiche hinaus wandert.

Auf den ersten Blick von Deinem Entwurf bin ich von Breitspur ausgegangen, bei Schmalspur ist es natürlich ausreichend.
Aber man könnte ein Kompromiss schliessen : x cm nach rechts

VG
Helko
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Gutes Design ist, wenn nichts mehr entfernt werden kann. Beispiel gefällig?
Der "."!

Gilpin Offline




Beiträge: 791

15.11.2016 22:10
#17 RE: Klein, gut und schön: Neu Birkenfeld antworten

Hallo,

Also gut, wir haben eine gedankliche Fingerübung. Dann zunächst einmal, was mir konzeptionell nicht gefällt:

- Schmalspurbahnen erschließen eigentlich immer das Hinterland für die große weite Welt und schließen in zumindest einem Bahnhof an die vollspurige Staatsbahn an. Das ist auf der Anlage nicht zu erkennen.

- Sobald Schmalspurbahnen in Täler oder Höhenzüge führen, tun sie das in aller Regel talaufwärts (Klar, auch mir fallen spontan Gegenbeispiele ein...), dann kann der Bahnhof aber auch nicht der Endpunkt sein, das Wasser fließt ja von oben auf ihn zu.

- Überhaupt bleibt unklar, ob es sich um einen der beiden Endbahnhöfe der Bahn handelt oder um einen Durchgangsbahnhof irgendwo auf der Strecke – dann fehlte mir aber eine Bahnhofsausfahrt.

- Brauereien brauchen schon eine ziemliche Größe, um einen Bahnanschluss zu benötigen. Und der soll dann schmalspurig sein? Wenn ich das recht erinnere, hatte auch die Hasseröder Brauerei keinen, und die Schmalspur war doch so nah... (Zuwiderlaufende Aufklärung wäre sehr interessant!)

- Bei Sägewerken und Mühlen aller Art sieht das wohl etwas anders aus, besonders, wenn sie einen Binnenverkehrsbedarf entlang der Schmalspurbahn bedienten. Da fällt mir eine kleine normalspurige, pfälzische Nebenbahn ein, die "weiter oben" geschlagene Baumstämme zu den Sägemühlen fuhr, weil der Abtrieb auf dem Flüsschen zu unschönen Schäden an den Stämmen geführt hatte...

Also dann, Ideen:

- Der Bahnhof erhält ein bis zwei normalspurige Gleise, die letzten Ausläufer des Anschlussbahnhofs. Einseitig enden die am Anlagenrand, minimale Rangierbewegungen sind darstellbar, die beiden Gleise sind ihr eigener Fiddle Yard. Ausfahrten geschehen durch händisches Entfernen der Zugteile. Die Brauerei erhält einen Normalspuranschluss – oder wird zu einem verarbeitenden Gewerbebetrieb, der je ein Normal- und Schmalspurgleis erhält.

- Das Sägewerk behält die Position und den Anschluss wie bei Otto, wächst aber noch einmal dramatisch.

- Alternative: das Sägewerk schrumpft zur reinen Verladestation für Baumstämme, und die Brauerei wird zu einer veritablen Sägemühle – mit den oben beschriebenen beiden Anschlüssen. Schön wär's, dann die Strecke zwischen diesen beiden Punkten "irgendwie" zu verlängern.

So hätten wir den von Silbergräber (#5) gewünschten erkennbaren wesentlichen Zweck der Bahn. Darüber hinaus würde ich weitere Verkehrszwecke nur ansatzweise darstellen: ein paar Kühe, eine Verladestelle für Milchkannen, aber keine Molkerei; Umladevorgänge im Bahnhof (Kohlen...), nicht jedoch die zugehörigen Anschließer etc.

Tja, ein wenig größer würde das Ding wohl, aber wir machen ja nur eine Fingerübung.

Mit freundlichem Gruß,
Gilpin

OOK Offline




Beiträge: 3.597

16.11.2016 10:42
#18 RE: Klein, gut und schön: Neu Birkenfeld antworten

Ich sehe es ein wenig anders. Du schreibst:

Zitat von Gilpin im Beitrag #17

- Schmalspurbahnen erschließen eigentlich immer das Hinterland für die große weite Welt und schließen in zumindest einem Bahnhof an die vollspurige Staatsbahn an. Das ist auf der Anlage nicht zu erkennen.
Dieser Anschluss ist gegeben, nämlich im Fiddle-Yard bzw. der unterirdischen Kehre im Originalplan, die ja zumindest ein Umfahrgleis enthält.

Zitat
- Sobald Schmalspurbahnen in Täler oder Höhenzüge führen, tun sie das in aller Regel talaufwärts (Klar, auch mir fallen spontan Gegenbeispiele ein...), dann kann der Bahnhof aber auch nicht der Endpunkt sein, das Wasser fließt ja von oben auf ihn zu.

Auch diesen Einwand trage ich nicht mit. Die Bahn führt talaufwärts, sogar mächtig. Und dass dann beim hoch gelegenen Endbahnhof trotzdem noch ein Bach von oben kommt, ist standard, egal ob du Mayrhofen nimmst oder Zell im Wiesental, Bezau oder Fulpmes.

Zitat
- Brauereien brauchen schon eine ziemliche Größe, um einen Bahnanschluss zu benötigen. Und der soll dann schmalspurig sein? Wenn ich das recht erinnere, hatte auch die Hasseröder Brauerei keinen, und die Schmalspur war doch so nah... (Zuwiderlaufende Aufklärung wäre sehr interessant!)

Nein, völlig korrekt. Die Minibrauerei ist ein Witz, aber bei Modellbahnern beliebt, warum wohl?! ;-)

Zitat
Also dann, Ideen:
- das Sägewerk schrumpft zur reinen Verladestation für Baumstämme, und die Brauerei wird zu einer veritablen Sägemühle – mit den oben beschriebenen beiden Anschlüssen. Schön wär's, dann die Strecke zwischen diesen beiden Punkten "irgendwie" zu verlängern.

Sicher die beste Variante!

OOK
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OOK Offline




Beiträge: 3.597

17.11.2016 07:40
#19 RE: Klein, gut und schön: Neu Birkenfeld antworten

Irgendwie hat es mir diese Kleinanlage angetan, vielleicht weil ich spüre, dass sie für viele, die sehr wenig Platz haben, der Einstieg in die anlagenorientierte Modellbahnerei sein könnte.
Unbefriedigend ist der von mir eingezeichnete F-Y, weil man außer an das erste Gleis an nix dran kommt. Daher mal die Variante mit einem Traverser Fiddle. Das heißt also, keine Schiebebühne am Ende (die drei Gleise bleiben fix), sondern der ganze dreigleisige F-Y kann nach vorn ausgezogen werden. Etwa so:


Normalstellung; es kann in alle drei Gleise eingefahren werden und aus allen dreien auf die Stummel am Ende.


F-Y ausgezogen (um ein Gleis). Es haben auch jetzt zwei Gleise Ein-/Ausfahrmöglichkeit.

Ein guter Techniker bekommt das möglicherweise auch so hin, dass noch ein Gleis weiter ausgezogen werden kann.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Helko Offline




Beiträge: 315

17.11.2016 08:45
#20 RE: Klein, gut und schön: Neu Birkenfeld antworten

[span=font-size:24]

Zitat von OOK im Beitrag #19
... der ganze dreigleisige F-Y kann nach vorn ausgezogen werden...

keine schlechte Idee, es gibt ja die Schubladenauszüge, die unterhalb der Lade angebracht wird.
Aber zuerst würde ich die linke Weichenkombination weiter nach links "verlinken", für mehr geradem Gleisanteil im Fiddle.
Evt könnte die Lade ja auch schräg ausgezogen werden.
[/span]

wieso funzt der "span" nicht

VG
Helko
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Der "."!

re-entry Offline



Beiträge: 95

17.11.2016 13:54
#21 RE: Klein, gut und schön: Neu Birkenfeld antworten

Hallo zusammen,

Zitat von OOK im Beitrag #18

Zitat
- Brauereien brauchen schon eine ziemliche Größe, um einen Bahnanschluss zu benötigen. Und der soll dann schmalspurig sein? Wenn ich das recht erinnere, hatte auch die Hasseröder Brauerei keinen, und die Schmalspur war doch so nah... (Zuwiderlaufende Aufklärung wäre sehr interessant!)
Nein, völlig korrekt. Die Minibrauerei ist ein Witz, aber bei Modellbahnern beliebt, warum wohl?! ;-)



Ottos rhetorische Frage am Schluss beantworte ich nicht ;-), und auch zuwiderlaufende Aufklärung kann ich nicht leisten. Wenn man denn das Bierthema im kleinen Rahmen sinnvoll und betriebsbezogen unterbringen möchte, dann vielleicht mithilfe einer Bierablage, also einem Auslieferungs- bzw. Zwischenlager, wie es z. B. die Riegeler Brauerei im Bahnhof Schönau an der Schmalspurbahn Zell-Todtnau betrieb. Und offensichtlich nicht nur dort, wie sich bei Tante Wikipedia nachlesen lässt: LINK.

Beste Grüße, Mathias

OOK Offline




Beiträge: 3.597

17.11.2016 14:50
#22 RE: Klein, gut und schön: Neu Birkenfeld antworten

, Mathias für diesen phantastischen Link! Damit kommt das Bier- bzw. Brauereithema für Modellbahnen in ein ganz neues Licht. Bierablagen (in Norddeutschland "Niederlagen" genannt) statt Brauereien. Das Bier wird also nicht ab- sondern angefahren. Seeeeehrt gut. Und so viele Privatbahnen in der Liste der Ablagen. Einfach toll.
Das ist so generell wichtig, das müssen wir noch irgendo anders bringen, unabhängig von der Neu Birkenfelder Anlage.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

JBS Offline




Beiträge: 141

17.11.2016 18:08
#23 RE: Klein, gut und schön: Neu Birkenfeld antworten

Moin,

den Begriff "Bierablagen" kannte ich bisher gar nicht und hätte ihn auch eher mit einer Einrichtung zum Abstellen einer Bierglases verbunden.
Wenn damit eine Bildersuche anwirft, kommen auch "nette" Treffer dazu :-)

Ansonsten kann man durchaus eine Brauerei darstellen ohne dass es gleich verniedlicht wirkt. Z.B. nur die Verladestelle und der Rest bleibt im Off.

Viele Grüße,
Johann

http://null.4jbs.de

OOK Offline




Beiträge: 3.597

17.11.2016 18:36
#24 RE: Klein, gut und schön: Neu Birkenfeld antworten

Zitat von JBS im Beitrag #23
Ansonsten kann man durchaus eine Brauerei darstellen ohne dass es gleich verniedlicht wirkt. Z.B. nur die Verladestelle und der Rest bleibt im Off.
Ja, auch das ist eine gute Lösung. Nicht nur bei Brauereien. Auf meiner Anlage gibt es eine Eisenhütte, die ein Klon der ehemaligen Wieder Hütte im Harz ist. Die hatte allerdings sechs oder sieben große Gebäude. Auf meiner Anlage ist nur das Kontor, das Versandlager und der alte Eisenhammer dargestellt, der Rest befindet sich "in Off",. wie JBS sagte, bei mir virtuell im Bedienergang.

OOK
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re-entry Offline



Beiträge: 95

17.11.2016 22:23
#25 RE: Klein, gut und schön: Neu Birkenfeld antworten

Hallo nochmal,

die Bierablage in Schönau war bzw. ist auch architektonisch ansprechend, wie man HIER sehen kann (die ersten beiden Bilder). Leider liegt mein Buch über das Todtnauerli gerade in irgendeiner Umzugskiste, sodass ich keine etwaigen weiteren Informationen liefern kann.

Zitat von OOK im Beitrag #22
Das ist so generell wichtig, das müssen wir noch irgendo anders bringen, unabhängig von der Neu Birkenfelder Anlage.

D'accord!! Wie wäre es mit einem neuen Thread "Bahn und Bier" unter II.7?


Beste Grüße, Mathias

Gilpin Offline




Beiträge: 791

17.11.2016 22:37
#26 RE: Klein, gut und schön: Neu Birkenfeld antworten

Hi re-entry,

ich finde Deinen Fund (#21) "mithilfe einer Bierablage", wie Andere auch, ein kleines Sensatiönchen - Danke! Und: nachdem Du kundtust

Zitat von re-entry im Beitrag #21
Ottos rhetorische Frage am Schluss beantworte ich nicht
, tu' ich mal so, als sei sie gar nicht ironisch gemeint, und antworte: Bier war ein ganz frühes, echtes Konsumgut, das mit der Bahn zugestellt und auf Waggons intensiv als Markenartikel beworben wurde. Mir fällt nichts vergleichbares ein. Grund genug für eine modellbahnerische Adaptation, auch in späteren Epochen, als der Hype beim Vorbild schon ganz schön abgeflaut war.

Auch ich finde ein gewisses Vergnügen darin, ein Pils zu süffeln, zu dem es einen (ziemlich vorbildgetreuen) Bierkühlwagen auf meiner Anrichte gibt,
Prost für heute,
Gilpin

Edith zu #25: genau das - wir reden schon auf ungefähr fünf verschiedenen Strängen zum Thema.

OOK Offline




Beiträge: 3.597

18.11.2016 07:34
#27 RE: Klein, gut und schön: Neu Birkenfeld antworten

Zitat von Gilpin im Beitrag #26
... zu dem es einen (ziemlich vorbildgetreuen) Bierkühlwagen auf meiner Anrichte gibt
So einen "ziemlich vorbildgetreuer Bierwagen" habe ich auf meiner Anlage auch:



Das ist jetzt alles schön OT gelaufen, ab Sonntag habe ich Zeit, das mal etwas umzuordnen.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

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