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Modellbahnanlagen
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Dieses Thema hat 21 Antworten
und wurde 2.223 mal aufgerufen
 II.3. Planen von Anfang an
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Fdl Triptis Offline




Beiträge: 418

08.10.2016 13:15
Triptis II - Planung eines Bahnbetriebswerks antworten

Hallo, liebe Forumer, nachdem ich bisher vorwiegend schon fertige Anlagen oder Teile davon vorgestellt habe, kommt jetzt mal ein Blick in die nahe Zukunft. Was dem Hauptthema dieses Planungsforums auch näher kommt als meine bisherigen Beiträge.

In der Anlage Triptis II fehlt noch das Bahnbetriebswerk, der Gleisplan in der Anlagenbeschreibung (#13) hat da im Bereich der Gleiswendel einen großen grünen leeren Bereich.

Ich habe schon gemerkt, das das Teilthema Bw hier sehr kritisch beäugt wird. Passt es zum Anlagenkonzept? Dient es nur dazu, den Spieltrieb des Erbauers zu befriedigen? Oder möchte er mit dem 20ständigen Rundschuppen strunzen? Oder will er unbedingt seine Drehscheibe unterbringen?

Nun, wenn man sich am Vorbild orientiert, kann man eigentlich nichts falsch machen. Triptis hatte ein kleines Bw (zuletzt als Lokeinsatzstelle betrieben). Die Anzahl der Zugbewegungen auf meiner Anlage ist so ähnlich (eher etwas größer) wie beim Original, also sollte man die Größe des Bws auch so ähnlich gestalten.

Auf G**gle Earth kann man heute noch die Reste erkennen, es gab eine 16m-Drehscheibe, einen fünfständigen Lokschuppen und eine Kleinbekohlung mit einem einfachen Drehkran und Kohlenhunten. Die Anlagen waren am rechten Bahnhofskopf im Winkel zwischen den Streckenästen nach Neustadt und nach Lobenstein untergebracht.

Auf meiner Anlage muss ich das Bw an den linken Bahnhofskopf verschieben, rechts reicht der Platz bei weitem nicht aus. Links ist es auch ziemlich knapp, es steht eine etwa kreisförmige Fläche (im Inneren der Gleiswendel) mit einem Durchmesser von reichlich 1 m zur Verfügung. Als Zufahrt ist das Gleis 15 vorgesehen; in der Software sind passende Rangier-Fahrstraßen bereits vorbereitet.

In Triptis I hatte ich tatsächlich eine 16m-Drehscheibe, die war auf der Basis einer Fleischmann-N-Scheibe selbst gebaut. Leider hat sich herausgestellt, dass die jetzt (nach über 20 Jahren) nicht mehr tut. Deshalb habe ich die Roco-22m-Scheibe bestellt, ich hoffe dass die auch so funktioniert, wie es die Beschreibung in Aussicht stellt. Ich bin zur Zeit dabei, den vormals 6ständigen Schuppen (Vollmer) in einen kleineren fünfständigen umzubauen, so dass der auf der Einbaufläche besser unterzubringen ist.

Der Mindestradius ist 535 mm, die Einfahrweiche kann sich direkt an das jetzige Ende des Gleises 15 anschließen. Gleismaterial ist RocoLine.

Auf dem Planentwurf sind alle unterzubringenden Funktionen maßstäblich eingezeichnet, zustzlich will ich noch eine Untersuchungsgrube und eine Dieseltankstelle unterbringen. Der Wasserturm wird zwischen Gleis 14 und 15 platziert.



Das vorhandene grünlich unterlegte Gleis gehört zur Nebenstrecke und windet sich mit einem Gefälle von etwa 22 o/oo zusammen mit den beiden Gleisen der Hauptstrecke nach unten. Das Bw-Gelände ist dadurch gegenüber der obersten Gleiswendel etwas erhöht. Der Hp Krölpa liegt etwa 40 mm unter dem Bw-Niveau.

Die Drehscheibe erlaubt flexible Winkel für die Gleisabgänge, deshalb habe ich nur bei den Schuppengleisen den Zwang zu 15°-Winkeln. Das Raster ist 50 cm.

Betrieblich stelle ich mit das so vor: Die Zufahrt geschieht über eine (per Rechner) handgesteuerte Rangierfahrt bis auf eines der beiden Zufahrgleise. Während dieser Fahrt (die ja vom Computer organisiert wird) läuft die Drehscheibe automatisch auf das richtige Zufahrgleis. Sobald diese Fahrstraße (vom virtuellen Weichenwärter) aufgelöst ist, passiert alles nach dem guten alten analogen Handbetrieb mit Trix-Trafo, wobei ich die Vorwahl-Funktion der Roco-Scheibe ausnutzen möchte. Bei der Ausfahrt entsprechend umgekehrt: Die Lok wird per Trix-Trafo auf eine Übergabestelle gefahren; dann kann der virtuelle Weichenwärter eine Fahrstraße auf Gleis 15 stellen und bedienen.

Also, ich glaube, dass es bei dem eingeschränkten Platz und den erwünschten Funktionen keine großen Variationsmöglichkeiten gibt, aber vielleicht fällt euch noch was ein!

Mit Hp1-Gruß - Helmut

Solwac Offline



Beiträge: 60

08.10.2016 13:40
#2 RE: Triptis II - Planung eines Bahnbetriebswerks antworten

Spricht was dagegen, dass die Weiche links von der "15" von Gleis15 etwas nach rechts wandert und die beiden Gleise Richtung Drehscheibe so einen etwas größeren Radius bekommen? Weil der Winkel kleiner wird könnte dann das rechte der beiden Gleise zur Drehscheibe eine Untersuchungsgrube in der Geraden eingebaut werden. Nachteil ist natürlich die Verkürzung der Rampe Gleis 15 und auch das Streckengleis in der Wendel muss ca. 5 cm früher abgesenkt sein. Eventuell könnte man dann sogar Außen, innen entlang der Nebenbahn ein Gleis für Kohlewagen mit einer Bogenweiche Radius 5/6 entspringen. Im sich öffnenden Zwickel wäre dann der Bansen.

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.844

08.10.2016 13:42
#3 RE: Triptis II - Planung eines Bahnbetriebswerks antworten

Hallo Helmut,

bei einer Störung oder einer Revision der Drehscheibe ist aber tuck im Bw!
Gib es eine Variante wo die Behandlungsgleise direkt an den Bahnhof angebunden sind?

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

Gilpin Offline




Beiträge: 1.345

08.10.2016 14:02
#4 RE: Triptis II - Planung eines Bahnbetriebswerks antworten

Hallo Helmut,

ja, auch mir fällt noch 'was ein, nämlich eine Betrachtung, die Ivo Cordes einmal anstellte - zitieren kann ich sie nicht: Wenn Gleise praktisch direkt einen Lokschuppen umrunden, fällt überdeutlich auf, wie sehr wir unsere Radien verkleinern müssen (müssen). Die Darstellung einer mehr-als-270-Grad-Kurve im flachen Umfeld einer Stadt erscheint mir ohnehin nicht geboten. Was hältst Du davon, beide Strecken, die nach Roßbach und die nach Niederpöllnitz, sehr viel früher "nach unten" verschwinden zu lassen?

Zum weiteren mitdenken: wo stehen normalerweise der oder die Betrachter? Und wo ist der Trix-Trafo aufgestellt?

Schönes Wochenende,
Gilpin

lokonaut Offline



Beiträge: 120

08.10.2016 16:22
#5 RE: Triptis II - Planung eines Bahnbetriebswerks antworten

Ja Helmut,

zumindest auf dem Papier sieht die Wendel um den Lokschuppen nicht gerade überzeugend aus.
Spricht was dagegen, Gleis 15 "mit Schmackes" ansteigen zu lassen? Dort sind die Loks solo odor schlimmstenfalls mit 1-2 O-Wagen unterwegs, technisch also kein Problem. Dann könntest du einen Teil der Wendel mit dem Bw überbauen und hättest so die Wendel optisch entschärft und gleichzeitig mehr Platz fürs Bw zur Verfügung. Lokschuppen und Streckengleise hätten dann auch mehr Abstand, das würde die Situation etwas entschärfen.
Und so ein Unterführungsbauwerk kann ja auch ganz schön was hermachen. Auch den Haltepunkt könntest du durch das unterschiedliche Höhenniveau bestimmt sehr schön gestalten. Wobei ich mir jetzt nicht sicher bin, ob Gestaltung für dich so wichtig ist?

Viele Grüße aus Südhessen

Alexander

Fdl Triptis Offline




Beiträge: 418

08.10.2016 19:10
#6 RE: Triptis II - Planung eines Bahnbetriebswerks antworten

Es ist ja interessant, dass in den Kommentaren genau die Varianten auftauchen, die ich selbst schon erwogen habe. Einfahrweiche mehr nach rechts, Gleis 15 ansteigen lassen und Bw-Ebene höher anlegen, Gefälle nach Niederpöllnitz/Moßbach früher anfangen lassen ... Ich werde später noch mal genauer darauf eingehen.

Die Haupt-Blickrichtung ist von "Südosten", auf dem Plan von rechts unten nach links oben: Der Hp Krölpa und die Wendel-Gleise dahinter werden also kaum zu sehen sein, das verschwindet hinter dem Lokschuppen und dem Verwaltungsgebäude. Der Haltepunkt ist ja hauptsächlich für den Video-Lokführer, der sieht nix, was im Kurveninneren so läuft, er wird den Umbau gar nicht bemerken.

Im Blickfeld des Betrachters werden also hauptsächlich die Einfahrgleise und die Behandlungsanlagen sein. Die Wendelgleise rechts im Vordergrund werden im Einschnitt verlaufen; ich habe vor, zwischen Lokleitung und Rohrbläser einen Fußgängersteg einzubauen, damit die Bahner überhaupt vom Bahnhof ins Bw gelangen können.

Das Bedienpult will ich senkrecht unter die Vorderkante vor dem Gleis 15 einbauen, das ist direkt links neben dem Bildschirm-Arbeitsplatz, wo sich auch das (rechergesteuerte) Handfahrpult befindet. Allerdings wird der Bediener (also ich) aufstehen müssen, wenn er die Fahrzeuge im Bw bewegen will.

MIt Gruß - Helmut

Fdl Triptis Offline




Beiträge: 418

12.10.2016 11:09
#7 RE: Triptis II - Planung eines Bahnbetriebswerks antworten

Hallo liebe Forumer, hier kommen ein paar Gedanken zu euren Vorschlägen:

Zitat von Solwac im Beitrag #2
Spricht was dagegen, dass die Weiche links von der "15" von Gleis15 etwas nach rechts wandert und die beiden Gleise Richtung Drehscheibe so einen etwas größeren Radius bekommen?

Das hatte ich schon früher überlegt. Das Problem ist aber (wie Solwac schon bemerkt hat), dass sich dann für dieses abzweigende Gleis nicht genügend Durchfahrtshöhe bei den Wendelgleisen ergibt. Eine Absenkung der gesamten Wendel klappt aus Gründen der Wendel-Geometrie nicht (außerdem wäre es dazu schon zu spät gewesen).


Zitat von Pfalzbahn im Beitrag #3
bei einer Störung oder einer Revision der Drehscheibe ist aber tuck im Bw!
Gib es eine Variante wo die Behandlungsgleise direkt an den Bahnhof angebunden sind?

Das rechte Einfahrgleis bekommt kurz vor der Drehscheibe an der Besandung einen kurzen geraden Bereich. Da will ich eine zusätzliche Grube installieren, wo man im Notfall auch schon mal entschlacken und Lösche ziehen kann.


Zitat von Gilpin im Beitrag #4
ja, auch mir fällt noch 'was ein, nämlich eine Betrachtung, die Ivo Cordes einmal anstellte - zitieren kann ich sie nicht: Wenn Gleise praktisch direkt einen Lokschuppen umrunden, fällt überdeutlich auf, wie sehr wir unsere Radien verkleinern müssen (müssen). Die Darstellung einer mehr-als-270-Grad-Kurve im flachen Umfeld einer Stadt erscheint mir ohnehin nicht geboten. Was hältst Du davon, beide Strecken, die nach Moßbach und die nach Niederpöllnitz, sehr viel früher "nach unten" verschwinden zu lassen?

Das geht leider nicht mehr. Allerdings wäre der Gewinn an Bauhöhe nur gering, so dass nur ein Teil der Wendelgleise überbaut werden könnte. Schwierigkeiten gäbe es auch mit dem (grün unterlegten) Nebenbahngleis, das ja von recht weit oben kommt, weil es weiter rechts im Bild alle Gleise des Bahnhof Triptis überqueren muss. Ich glaube aber, dass das Problem bei Berücksichtigung des Betrachtungswinkels an Bedeutung verliert, siehe auch #6.


Zitat von lokonaut im Beitrag #5
Spricht was dagegen, Gleis 15 "mit Schmackes" ansteigen zu lassen? Dort sind die Loks solo odor schlimmstenfalls mit 1-2 O-Wagen unterwegs, technisch also kein Problem. Dann könntest du einen Teil der Wendel mit dem Bw überbauen und hättest so die Wendel optisch entschärft und gleichzeitig mehr Platz fürs Bw zur Verfügung. Lokschuppen und Streckengleise hätten dann auch mehr Abstand, das würde die Situation etwas entschärfen.

Das hatte ich mir auch lange überlegt. Leider sprechen zwei Punkte dagegen: Das Gleis 15 wird auch als Ausziehgleis benutzt, deshalb sollte es möglichst waagerecht bleiben. Außerdem müsste die Steigung auf dem kurzen zur Verfügung stehenden Stück Gleis schon über die 50 o/oo hinaus gehen, um einen nennenswerten Höhengewinn zu erreichen.


Zitat von lokonaut im Beitrag #5
Und so ein Unterführungsbauwerk kann ja auch ganz schön was hermachen. Auch den Haltepunkt könntest du durch das unterschiedliche Höhenniveau bestimmt sehr schön gestalten. Wobei ich mir jetzt nicht sicher bin, ob Gestaltung für dich so wichtig ist?

Gestaltung ist für mich wichtig! Nur machen wir uns nichts vor, wenn ein einzelner (und dazu noch ziemlich alter) Mensch eine Anlage mit fst 500 m Gleislänge gestaltet, dann kann er nicht die einzelnen Grasbüschel händisch einpflanzen, also Kompromiss!

Aber dein Vorschlag mit der Brücke hat was! Das werde ich einführen, so zwischen Lokleitung und Rohrbläser. Das Bw muss ja auch einen Fußweg- oder Straßen-Zugang haben, und den kann ich ja höher legen, so dass es kein Problem mit der Durchfahrtshöhe geben wird. Der Wasserturm hat sowieso keinen Platz auf der Bw-Platte, deshalb kommt der nach nebenan zwischen Gleis 14 und 15. Das Wasserrohr kann dann neben der Zugangsweg-Brücke seinen Platz finden, vielleicht hilft mir das bei der Kabelverlegung.

Vielen Dank für die konstruktive Diskussion, ich werde von den Fortschritten berichten.

Hat jemand Erfahrung mit der Roco-Drehscheibe? Ich habe da viel Widersprüchliches gefunden, viel Lob, aber auch viel Tadel. Vielleicht gibt es paar Dinge, die man beim Einbau besonders beachten muss?

Liebe Grüße - Helmut

hmmueller Offline



Beiträge: 322

12.10.2016 11:22
#8 RE: Triptis II - Planung eines Bahnbetriebswerks antworten

Zitat von Fdl Triptis im Beitrag #7
... Das Gleis 15 wird auch als Ausziehgleis benutzt, deshalb sollte es möglichst waagerecht bleiben. Außerdem müsste die Steigung auf dem kurzen zur Verfügung stehenden Stück Gleis schon über die 50 o/oo hinaus gehen, um einen nennenswerten Höhengewinn zu erreichen.

Beim Vorbild legt man Ausziehgleise gern im Gefälle an - siehe hier, §14(2):

Zitat
Wird vom Ausziehgleis abgestoßen, so ist nach Möglichkeit ein den Lauf der abgestoßenen Wagen unterstützendes schwaches Gefälle vom Ausziehgleis nach den Verteilungsgleisen einzubauen. ... empfiehlt es sich, das Ausziehgleis mit einer Steigung von etwa 25 o/oo auf die angegebene Höhe zu heben. Hieran schließt sich die 50 bis 80 m lange Abstoßzone, mit einer weiteren Steigung von 4 bis 8 o/oo.


Allerdings bin ich als praktisch reiner "Vorbildhobbybahner" nicht beschlagen darin, ob das nicht auf der Modellbahn zu negative Auswirkungen hat ...

H.M.

// Edit: Tippfehler "angestoßen" aus Original korr.

Fdl Triptis Offline




Beiträge: 418

12.10.2016 11:26
#9 RE: Triptis II - Planung eines Bahnbetriebswerks antworten

Man lernt doch nie aus ...

Allerdings: Abstoßen auf der Modellbahn dürfte (zumindest in HaNull) nicht so gut funktionieren.

Gruß H.

Fdl Triptis Offline




Beiträge: 418

20.01.2017 12:14
#10 RE: Triptis II - Bahnbetriebswerk -Zwischenbericht antworten

Hallo Forumer, das Bw ist inzwischen so weit gediehen, dass ich einen Zwischenbericht geben kann.

Die Bw-Platte ist mittlerweile an ihrem endgültigen Platz eingebaut, die Gleisanschlüsse und das Gleis 36 fehlen noch, ich habe aber schon mal eine Stellprobe gemacht. Das erste Bild zeigt die Situation von oben:



Das Gleis 30 am vorderen Rand des Bw-Bereichs konnte ich noch zusätzlich zur ursprünglichen Planung unterbringen, das wird später der Stellplatz für den Schienenreinigungszug (Rotaroll + Lux-Staubsauger). Dieses Gleis ist das einzige, was auch im Automatikbetrieb befahren werden kann, damit ich die Schienenreinigungsfahrten nicht per Hand abwickeln muss. Der Reedkontakt zur Ortung des Zuges ist etwas unterhalb der Schlackengrube zu erkennen. Alle anderen Gleise sind nur per Handbetrieb zugänglich.

Der Weichenantrieb für die linke Weiche ist über der Tunneleinfahrt erkennbar, ich musste den oberflur anbringen und die Stellschwelle über einen Hebelmechanismus betätigen, weil unter der Weiche ein Gleis verläuft.

Das nächste Bild zeigt die ganze Situation mit dem Bedienfeld:



Mit dem Stufenschalter (unter dem Trix-Trafo) lässt sich die Stellung der Drehscheibe vorwählen, da haben sich die Roco-Leute was richtig Gutes einfallen lassen. Damit ich mich zum Erkennen der Stellung dieses Schalters nicht dauern bücken muss, habe ich oben in dem kleinen sechseckigen Häuschen (auf dem oberen Bild vor der Lok) ein Zifferndisplay platziert, das mir anzeigt, welches Gleis ich gerade vorgewählt habe:



Die Stellung der rechten Einfahrweiche hängt von der vorgewählten Stellung der Drehscheibe ab, bei "36" steht die Weiche auf Abzweig. Die linke Weiche wird vom Rechner gesteuert, wenn die einzige per Rechner befahrbare Fahrstraße (von Gleis 15 nach Gleis 30 oder umgekehrt) festgelegt werden soll, dann stellt der Rechner beide Weichen auf den geraden Zweig.

Die Roco-Drehscheibe ist schon voll funktionsfähig, die Inbetriebnahme lief ohne Probleme.

Ich werde weiter berichten, wenn es Fortschritte gibt.

MIt Hp1 -Gruß - Helmut alias Fdl Triptis

Gilpin Offline




Beiträge: 1.345

20.01.2017 20:33
#11 RE: Triptis II - Bahnbetriebswerk -Zwischenbericht antworten

Hallo Helmut,

schön, dass es bei Dir so schnell vorangeht. Ich schätze, dass das Bild 2 den Blickwinkel der Bediener zeigt, und der ist doch sehr gelungen. Auf die doppelgleisige Strecke kann man sich sicher sehr gut konzentrieren, während man da einen Zug verfolgt!

Vielleicht kannst Du die Trennung zwischen der eingleisigen Strecke mit ihrem sehr schönen Vorortbahnhof gegenüber dem Bw noch etwas verstärken - Vegetation...? Im Bw ist der Lokschuppen samt angeflanschtem Verwaltungs- u./o. Übernachtungsgebäude wirklich überzeugend: eigentlich harmlos, langweilig, so gar kein "Hingucker", wie solche Gebäude nun mal sind - aber im Detail sehr interessant; Wenn mal nichts los ist und der Blick ziellos zu schweifen beginnt: plötzlich sieht man die Kante zwischen Lokschuppen und Verwaltungsgebäude und fängt an zu sinnieren...

Mir gefällt auch das Gebäude in Verlängerung des Gleises 39 über die Drehscheibe hinweg: es ist das einzige ohne unmittelbar erkenntlichen Zweck - womöglich haben den alle Bediensteten längst vergessen, und niemand weiß mehr, welcher Schlüssel da passt und was drin ist...

Ich hab' für die nahe Zukunft nur einen Wunsch: ein Foto aus der Perspektive von 1:87-Zeitgenossen.

Mit freundlichem Gruß,
Gilpin

Helko Offline




Beiträge: 315

20.01.2017 20:57
#12 RE: Triptis II - Planung eines Bahnbetriebswerks antworten

Zitat von Gilpin im Beitrag #4
Wenn Gleise praktisch direkt einen Lokschuppen umrunden, fällt überdeutlich auf, wie sehr wir unsere Radien verkleinern müssen (müssen). Die Darstellung einer mehr-als-270-Grad-Kurve im flachen Umfeld einer Stadt erscheint mir ohnehin nicht geboten. Was hältst Du davon, beide Strecken, die nach Roßbach und die nach Niederpöllnitz, sehr viel früher "nach unten" verschwinden zu lassen?

Sorry, ich kann nur grausam:
Damals honnte ich mich einer Antwort entziehen, da es nur ein Entwurf. Aber die Realisierung ist noch schlimmer geworden und zerstört den ganzen Eindruck!!

Abhilfe ist relativ einfach, so wie es Reiner angedeutet hat: die Strassenbahngleise kompromisslos KOMPLETT Übertunneln!

Und die "Grünen" mit dem HP Krölpa haben auch keinen wirklichen "sittlichen" Mehrwert, lediglich kindlichem Spielwert, und könnte sicher in die Wendelstrecke mit eingebinden werden und rechts vom BW ausgefädelt werden.

VG
Helko
Videobeispiele

Gutes Design ist, wenn nichts mehr entfernt werden kann. Beispiel gefällig?
Der "."!

Gilpin Offline




Beiträge: 1.345

20.01.2017 22:49
#13 RE: Triptis II - Planung eines Bahnbetriebswerks antworten

Hallo Helko, (hallo Helmut,)

nee, ich sehe das:

Zitat von Helko im Beitrag #12
Abhilfe ist relativ einfach, so wie es Reiner angedeutet hat: die Strassenbahngleise kompromisslos KOMPLETT Übertunneln!
genau umgekehrt: Kritik am Entwurf, solange er Papier oder Grafik ist, Hinweise zum Finetuning, nachdem gebaut wurde! Und ich meine wirklich, mit Gestrüpp die eingleisige Strecke vom Bw zu trennen wäre hilfreich, die 270-Grad-Kurve wäre durch Fußgängerübergänge oder Signalbrücken optisch zu unterbrechen; dem "Auge" / der Aufmerksamkeit des Lokführers von Nahverkehrszügen, die am Haltepunkt Krölpa halten, etwas (nachdenklich stimmenden Kleinkram) im Bw zu bieten, reicht wohl.

Einen Einwand kapiere ich nicht:
Zitat von Helko im Beitrag #12
die "Grünen" mit dem HP Krölpa
- was ist gemeint?

Beste Grüße,
Gilpin

Helko Offline




Beiträge: 315

20.01.2017 23:10
#14 RE: Triptis II - Planung eines Bahnbetriebswerks antworten

Du hattest es doch schon angesprochen, da muss ich nicht noch nach"senfen".

Die "Grünen" sind die vonm TE selbst so bezeichnetem innere Strassenbahnschienen, könnten fast die Mindestradien der Münchner Trambahn sein

VG
Helko
Videobeispiele

Gutes Design ist, wenn nichts mehr entfernt werden kann. Beispiel gefällig?
Der "."!

Fdl Triptis Offline




Beiträge: 418

21.01.2017 10:54
#15 RE: Triptis II - Planung eines Bahnbetriebswerks antworten

Hallo, besten Dank für die Kommentare und Anregungen; ist doch interessant, wie groß die Bandbreite der Kommentare ist!

Hier erstmal meine Gedanken zu dem "Grünen": Das ist ein Streckengleis mit Vorbild (DR-Kursbuch 84/85 Strecke 534; Krölpa liegt bei km 10,2), das im Streckenverlauf zwischen Auma und Moßbach liegt; der Hp Krölpa ist km-mäßig sogar sehr nah am Vorbild, auf meinem Bahnsteig steht ein Hektometerstein 9,5. Das "grüne Gleis" bildet das innere dritte Gleis der Wendel und hat einen Radius von 560 mm (da kann mancher Märklinist noch davon träumen). Das äußere Gleis hat einen Radius von 700 mm. Das ist von Straßenbahn-Radien weit entfernt! In meinem Berufsleben hatte ich mit zwei Strab-Betrieben zu tun: Der eine hatte ein Normalspurnetz mit einem Mindestradius von 22 m, das sind in HaNull 253 mm; der andere Betrieb vor meiner Haustür hat ein Meterspurnetz mit 16 m, das entspricht 184 mm!

Meiner Meinung nach müssen Modellbahner besonders kompromissbereit sein, wenn sie im Eigenheim Hauptstrecken-Anlagen nachbilden wollen. Original-Radien lassen sich dabei wohl kaum einbauen! Bei mir geht das so weit, dass ich die 26 m-Wagen ohne schlechtes Gewissen in 1:100 einsetze, das macht das Bild in der Kurve etwas weniger schlimm.

Vegetation: Natürlich. Das ganze Bw liegt etwas höher als die Gleise außenrum, die Böschungen bzw. Mauerabschnitte müssen noch gestaltet und bepflanzt werden. Dann wird die Trennung zwischen Strecken- und Bw-Bereich bestimmt deutlicher.

Verwaltungsgebäude: Das Haus (und den Lokschuppen) hatte ich schon in Triptis I, ich musste es in der Mitte "knicken", damit es der äußeren Kontur des Lokschuppens angepasst werden konnte. Den Lokschuppen habe ich auf fünf Stände verkleinert, der hinterste Stand (Gleis 31) musste verkürzt werden, damit er auf die Platte passt. Das freigewordene Tor konnte ich hinten am Gleis 35 einbauen, so dass das Rohrblasgerüst noch untergebracht werden konnte.

Brückenbauwerke: Eine Zufahrt zum Bw für Straßenfahrzeuge fehlt noch. Ich habe vor, etwa in Höhe des Wasserturms eine schmale Brücke einzubauen, das lockert sicher noch auf. Der schreckliche Weichenantrieb über der Tunneleinfahrt muss durch ein geeignetes Gebäude noch kaschiert werden.

Übrigens: Der Video-Lokführer, der über die Nebenstrecke fährt und in Krölpa hält, wird vom Bw nix sehen, dazu ist sein Blickwinkel zu schmal.

Wenns fertig ist, gibts noch mehr Fotos! Mit Hp1 und LG - Helmut

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