Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

Modellbahnanlagen
Planungs- und Design-Forum

für vorbildgerechten Modellbahnbetrieb

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 305 Antworten
und wurde 18.437 mal aufgerufen
 II.3. Planen von Anfang an
Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | ... 21
Solwac Offline



Beiträge: 60

07.10.2016 13:48
#91 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

Ein paar Detailanmerkungen zu Deinen Detailanmerkungen (ich zähle die Gleise vom EG aus durch).

Die Weichen nach Gleis würde ich nach innen verlegen. Die Länge von Gl. 1 ist verschwendet und bei gleicher Länge zwischen den Einfahrweichen werden die Gl. 3-5 um zwei Weicheneinheiten länger.
Gl. 4 ist offensichtlich Rangiergleis (Gl. 3 Ein- und Ausfahrgleis, Gl. 5 Ladegleis), daher sollte die Weichenverbindung zwischen Gl. 3 und 4 gespiegelt werden. So wie jetzt kann die linke Hälfte von Gl. 4 nur als Aufstellgleis genutzt werden wenn Gl. 3 links nicht belegt ist. Gespiegelt hingegen könnte auf die beiden Hälften von Gl. unabhängig zugegriffen werden.
Gl. 5 sieht in der Skizze zwar sehr lang aus, aber rechnen wir doch mal durch: Wenn Gl. 3 mit 350 cm angesetzt würde (eher großzügig) und eine Weicheneinheit mit 25 cm (eher wenig), dann stehen für Gl. 5 samt Weichen parallel zu Gl. 3 14 Weicheneinheiten zur Verfügung. Davon gehen ab die drei Weichen und eine Kreuzung ganz links und rechts (88 cm) und die zwei Weichen der Weichenverdingungen nach Gl. (50 cm). Bleiben für die drei Ladestellen zusammen 212 cm. Diese könnten sich inkl. Sicherheitsabstand zu 50 cm (GS), 50 cm (Landhandel) und 112 cm (Ladestr.) verteilen - also ausreichend (bei weniger als 350 cm für Gl. 3 muss gespart werden!).
Aber im Sinne einer gleichmäßigeren Aufteilung von Gl. 3 würde ich die gespiegelte Weichenverbindung zwischen Gl. 3 und 4 rechts von der Weichenverbindung zwischen Ladestr. und Landhandel anordnen. Dann hätten die beiden Hälften von Gl. 3 175 und 150 cm (dazu kommt die eine Weicheneinheit).
Wenn eh schon DKW verwendet werden, warum dann der halbe Hosenträger? Mit DKW wird die Ladestr. etwas länger und die Lage der Holzrampe erscheint mir nicht kritisch.

BerndK Offline



Beiträge: 205

07.10.2016 17:07
#92 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

Hallo zusammen,

@Gilpin
Wie groß soll der "Landhandel" sein? Ich war von einem eigenen Gebäude der WZG ausgegangen (Gab's die 1928?)
Ich hab mal etwas nachgewühlt. Während die Bayern zu der Zeit schon als AG durchorganisiert waren, gab es in Baden bis 1929 noch sog. Ortsgenossenschaften. Ich mutmaße mal mehr als ein größerer Schuppen war da nicht. Ich fürchte auch, das eigene Gleis wäre sogar unrealistisch. So gesehen ist Alex‘ Idee an der Ladestraße wohl die richtigere.
Quellen
http://www.zg-raiffeisen.de/wir-ueber-un...-1911-bis-1945/
https://www.baywa.com/fileadmin/user_upl..._Ansicht_01.pdf (einige sehr schöne, zeitgenössische Bilder)

wie hängt die "Holzverladung" mit dem Sägewerk zusammen - wird das Holz nicht schon im Sägewerk verladen?
Guter Punkt! Ich habe das mal etwas angepasst: Von der Holzverladung gehen 3 (von 5) Wagen zum Sägewerk. Die 4 Wagen Schnittholz vom Sägewerk werden in Roggen in einen Güterzug eingereiht.


In dem Zusammenhang noch mal die Frage an alle: Wer führt bei Anschließern ohne Umsetzmöglichkeit die Bedienung durch? Eine Rangierlok aus Roggen?


@Alex und Solwac
Danke für Skizze, Anregungen und das detaillierte Reindenken!
Frage: Ich entnehme Euren Ausführungen, daß Abstellgleise nicht nötig sind, sondern nur Aufstellgleise innerhalb der linken und rechten Weichenstraßen?

@Solwac:
Gut geschätzt, in meiner oberen Bahnhofsgrafik in # 81 habe ich die Nutzlängen drunter stehen. Gleis 1 und 2 liegen dort schon „zwischen“ den Weichen zu Gleis 3.
Nur zur Info die Weichenlängen:
8,6° Weichen: 333 mm (wäre optisch und fertigungs-qualitativ toll), damit ist Roggen geplant in meinen Grafiken, kosten natürlich viel nutzbare Gleislänge
12° Weichen 284 mm (Option wenn es nicht anders geht, würde dafür spürbar Euros sparen, sehen für meinen Geschmack auch passabel aus)
15° Weichen 228 mm (nur Fiddle und evtl. Gleisdreieck, Rangierbereiche)

Grüße
Bernd

Fischkopp Offline




Beiträge: 409

07.10.2016 17:28
#93 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

Moin Solwac,
das sind alles Gedankengänge, auf die ich gestern Nacht bewusst verzichtet hatte.
Das alles, was ich hier so von mir gebe, ist natürlich nur ein Beispielbahnhof, an dem gewisse Prinzipien erläutert werden.
Die relevanten Gleisnummern habe ich der Übersicht halber darunter notiert:



http://abload.de/image.php?img=roggeniiizhs3r.png

Zitat von Solwac im Beitrag #91
Gl. 4 ist offensichtlich Rangiergleis (Gl. 3 Ein- und Ausfahrgleis, Gl. 5 Ladegleis), daher sollte die Weichenverbindung zwischen Gl. 3 und 4 gespiegelt werden. So wie jetzt kann die linke Hälfte von Gl. 4 nur als Aufstellgleis genutzt werden wenn Gl. 3 links nicht belegt ist. Gespiegelt hingegen könnte auf die beiden Hälften von Gl. unabhängig zugegriffen werden.

Das hab ich jetzt gar nicht verstanden. Die Bahnhofseinfahrten sind doch symmetrisch, weshalb sollten sich die Zugriffsmöglichkeiten ändern können?
Trotzdem habe ich die Weichenverbindungen nun einmal so geändert, dass GS beidseitig, Ladestraße, LBAG und Holzrampe separat von rechts angefahren werden können.
Die verkehrte Anbindung der Kombirampe nahm ich ob ihres geringen Frachtaufkommens einmal in Kauf.
Da ich, und nun nähere ich mich wieder Roggen, ohne die Stumpfgleisgruppe plane, kommen bei mir an dieser 10 m langen Wand natürlich auch ganz andere Längen zusammen.
@BerndK:
Dein Bahnhof hat entweder eine Köf oder alles wird von der Lok des Ng erledigt. Sach ich jetzt ma so.
Solche stumpfen Abstellgleisgruppen wären halt sehr untypisch für einen Bahnhof dieser Größe.

Ich glaub, das war nu erstmal genug Einmischung meinerseits, ist ja nicht meine Anlage...

Gruß
Alex

Gilpin Offline




Beiträge: 1.294

07.10.2016 18:03
#94 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

Hi Alex - Köf 1928...? *

* passt nicht so richtig: augenzwinkerndes Schmunzeln ist gemeint.

Mit freundlichem Gruß,
Gilpin

Fischkopp Offline




Beiträge: 409

07.10.2016 18:18
#95 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

Darum hab ich ja auch keinen Kleinlokschuppen vorgesehen.
Siehst Du denn eine andere Möglichkeit als die Streckenlok?

Alex

Helko Offline




Beiträge: 315

07.10.2016 18:30
#96 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

Zitat von Gilpin im Beitrag #94
Hi Alex - Köf 1928...?

wieso dann nicht 1930??

VG
Helko
Videobeispiele

Gutes Design ist, wenn nichts mehr entfernt werden kann. Beispiel gefällig?
Der "."!

hmmueller Offline



Beiträge: 307

07.10.2016 18:57
#97 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

Jetzt lieg ich da mit Halsweh im Bett, stolpere immer wieder über diesen Thread und bin irgendwie und ohne genau zu wissen wieso unglücklich, wie das hier läuft . Nach (noch) einer mehr oder weniger schlaflosen Nacht riskier ich einmal meinen "Meta-Senf" dazuzugeben. Das wird jetzt vermutlich oberlehrerhaft - verzeiht mir das und nehmt es nur als "Beitrag" und "Gedanken", nicht als "ich weiß alles besser" ...

Erster Gedanke: Was @BerndK unter tatkräftiger Mithilfe von u.a. @Gilpin, @Solwac, @Fischkopp tut, ist offenbar, einen neuen Bahnhof der Epoche II zu planen . Wenn man das aber tut, dann könnte man das entweder lehrbuchmäßig tun (z.B. mit Otto Blum, Personen- und Güterbahnhöfe, erste Auflage irgendwann um 1930; oder das Handbuch für Ingenieure, das ich hier erwähnt habe); oder aber, man "simuliert die damalige Realität": Man baut sich einen mehr oder weniger geglückten, weil halt historisch so übernommenen Bahnhof, der dann halt "da ist", und auf dem versucht man (mehr oder weniger verzweifelt ), sein Betriebsprogramm abzufahren.

Zweiter Gedanke: Ein Bahnhof entsteht in seiner konkreten Ausbildung immer aus der Umgebung - einerseits der lokalen Umgebung, also Topographie und den lokalen Verkehrsbedürfnissen und -möglichkeiten, andererseits der eisenbahnnetzmäßigen Umgebung. Beispiele, wo sich das beides massiv auswirkt:

* Wenn man nicht in brettelebenem Land und weit weg von Wasserzügen ist, dann wird man sich oft die Seite, wo der Güterschuppen steht oder das Empfangsgebäude, nicht aussuchen können. Insbesondere wird man auf kleineren Stationen (da gehört eine mit 4..5 Gleisen dazu) die Ladeanlagen, und besonders den GS, immer auf der Seite des Empfangsgebäude angelegt haben, weil man sich keine zwei Zufahrtsstraßen geleistet hat ... bis dann später doch "gegenüber" (z.B. weil man nur dort Platz für weitere Gleise hatte) noch Ladestellen entstanden sind, aber eben i.d.R. kein GS. "GS gegenüber" bei kleineren Stationen müssen also einen guten historischen (z.B. zweite Straße war schon da) oder topologischen (z.B. keine Wendeschleife für lange Pferdefuhrwerke auf Seite des EG, weil Steilhang dahinter) Grund haben, meine ich. Was immer wieder gegenüber dem EG lag, waren Betriebsgebäude wie Wasserturm oder ein LS - aber das hat vielen Bahnhöfen "die Gurgel zusammengeschnürt" und sie bei den Erweiterungen, die's von 1890 bis 1920 auf jeden Fall gegeben hat, noch komischer aussehen lassen ...

* Ausziehgleise wird man auf kleineren Stationen an eingleisigen Strecken um 1920 noch kaum finden - die Idee, auch solchen Bahnhöfen eine Rangierlok zu geben und damit parallel zum Zugbetrieb zu verschieben, kam erst damals in der Praxis an. Was sein könnte, ist ein Ausziehgleis, weil die Zuglok des Lokalgüterzugs mehr Verschub machte als am Anfang gedacht, der Personenverkehr auch "blöd dazwischenfunkt" (da muss dann aber in der Nähe eine größere Stadt sein, dass man den ganzen Tag über so viel Personenzüge hat, dass man nicht - in den 1930ern! - genügend Intervalle hat, wo man auf die Strecke ausziehen kann).

* "Zugbildungsgleise" hängen enorm davon ab, wie weit der nächste größere Zugbildebahnhof entfernt ist. Wenn der nur 3...4 Fahrstunden weg ist (<40* km oder so), dann wird man dort die Züge reihen; und sie lokal bunt abfahren. Überhaupt - wenn man nicht einen kleinen Knoten hat, von dem aus etwa auch ein Lokalgüterzug ausgeht/ankommt, dann macht man gar keine Zugbildung.
Ein Beispiel dafür ist der Bahnof Pitten, den ich in meinem Blog beschrieben habe: Die Papierfabrik bekam und versendete täglich um die 20...30 Wagen oder sogar mehr - das berührte aber den Bahnhof mit seinen 3 Gleisen rangiertechnisch überhaupt nicht, weil der entsprechende Zug direkt von Wr.Neustadt (großer Rangierbahnhof) kam und direkt (nur eben als Rangierfahrt) ins Werk fuhr, wo's 3 Gleise - ankommende Wagen, abgehende Wagen, Umfahrgleis - und eine Rangierlok gab; und der ausgehende Zug wieder unter "Umwandlung von Rangierfahrt in einen Zug" diretissima zurückfuhr. Beispiel dafür sieht man im Blog-Posting.

Zusammenfassend sollte man, m.E., diese "Umgebungen" zumindest etwas ausführlicher skizzieren. Das haben manche hier im Forum in anderen Threads ja getan - "Geschichte(n) erfunden".

Dritter Gedanke: Auf einem Bahnhof mit 5 Gleisen wird man kaum Zugbildung machen können: Zwei Gleise braucht man für eventuelle Kreuzungen auf jeden Fall (nur wenn der nächste größere Bahnhof/die nächste zweigleisige Strecke "kurz entfernt" ist, kann man riskieren, Kreuzungsverschiebungen zu ignorieren ...); dann kommt das Hauptgleis für den Güterzug dazu, parallel Ladegleis und ein Aufstell- oder Abstellgleis dazu - und die 5 Gleise sind weg, ohne ein einziges(!) Zugbildungsgleis. Ich kann mir nicht vorstellen und kenne auch keinen entsprechenden Bahnhof, dass man unter ca. 8 Gleisen in einem Zwischenbahnhof Zugbildung betreiben kann ... (ich denke, das gilt sogar für die Kopfbahnhöfe von Schmalspurbahnen, zumindest alle österreichischen, die ich kenne - wobei man dort i.d.R. eher bunt gefahren ist und nicht irgendwie groß gruppiert hat; vielleicht grad für den einen großen Anschließer - Glasfabrik in Altnagelberg).

Und jetzt so eine Art Zusammenfassung: In einem Bahnhof mit 5 Gleisen hat man doch eigentlich zu dieser Zeit praktisch sicher folgendes Betriebsprogramm für den Güterverkehr:
* Die Lok des Lokalgüterzugs für die ganze Strecke stellt bei und holt ab; wenn der Bahnhof so viele Wagen bekommt/verschickt, dann kriegt er einen eigenen solchen Zug, sonst laufen noch ein paar Wagen für Bahnhöfe davor und dahinter mit.
* Ein "angenehmes Erreichen der Anschlussgleise" steht m.E. nicht zur Debatte, weil die Anschluss- und Ladestellen "eben dort sind, wo sie sind" - schon den Grund für Werk, Platz, ... zu finden, war schwer und teuer genug, also hat niemand der Eisenbahn das Leben leicht gemacht - und musste es auch nicht, weil 1920 die Eisenbahn noch das Transportmonopol "in die und aus der weiten Welt" hatte. Dann ist eben hin- und herrangiert worden, was der Tag lang war ...
* Der Zug kommt idealerweise sauber gruppiert (die Wagen stehen schon so, dass man sie möglichst angenehm zustellen kann), oder aber nicht. Das hat der Rangierbahnhof entschieden, wo der Zug zusammengestellt worden ist, mit seinen Möglichkeiten (z.B. ob er eine Nachreihungsmöglichkeit hatte; und wie belastet er war). Den Gleisplan hat das nicht beeinflusst.

Und vielleicht "summa summarum" ganz zum Schluss: In der Realität folgt der (immerhin etwas flexible) Betrieb dem (enorm fixen) Gleisplan - wie der auch immer ausschaut - und nicht umgekehrt. Ich würde also den Gleisplan nicht zum Zentrum der Welt machen, sondern eben die "(Verkehrs)Geschichte des Ortes"; und dann kann man mit "Unterlast" anfangen - das Sägewerk ist in Insolvenz und kriegt und versendet momentan gar keine Wagen; 1929! -, und erst, wenn man das auf seinem Bahnhof halbwegs hinkriegt, findet das Sägewerk einen neuen Besitzer, und auf geht's mit mehr Wagen ...

H.M.

* Die 100 von vorher waren ein Blödsinn. Ein Lokalgütetrzug hat eine Reisegeschwindigkeit von vielleicht 10km/h, wenn überhaupt.

Fischkopp Offline




Beiträge: 409

07.10.2016 19:38
#98 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

Vielen Dank für diesen Meta-Senf, das ist genau das, was jetzt nötig ist, nämlich Sachverstand.
Mein Entwurf ist bewusst sehr großzügig vom Reißbrett geplant. Er sollte die von Bernd angedachten
Wagenmengen behandeln können, aber ich denke, wir sollten wieder in die andere Richtung gehen und den Güterumschlag
etwas zügeln. Du hast in der Tat recht, mir ist überhaupt nicht bewusst, wie groß Roggen überhaupt ist.
Der beidseitig angebundene GS ist wirklich sehr hauptbahnig gedacht, das tut nicht not.
Die Ausziehgleise könnte man mit der vorgesehenen strategischen Bedeutung der Strecke begründen,
da bin ich immer noch im Wutachtal hängen geblieben.
Ladestellen auf beiden Seiten des Bahnhofs hatte ich ja bereits eingeworfen, das kam aber nicht so gut an,
obwohl es von der Eingriffstiefe, denke ich, keine Probleme geben sollte.

Doch nun lasset den Bernd sprechen...

Gruß
Alex

Solwac Offline



Beiträge: 60

07.10.2016 20:20
#99 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

@hmmueller: Erst einmal gute Besserung!

Deine Überlegungen berühren einige wichtige Punkte:

Natürlich wird ein neuer Bahnhof geplant. Dies ist bei Betriebsstellen auf letztlich doch begrenztem Raum nötig um die Weitläufigkeit des Vorbilds einzufangen. Und diese Planung zeigt, dass BerndK durch unseren Senf auf völlig neue Gedanken kommt. Das sehe ich als positiv an. Die Alternative zu einem Modellgleisplan ist die Übernahme eines bestimmten Gleisplans um von da aus ein Modell zu erstellen.
Ich halte die Sauschwänzlebahn jetzt nicht für ein gutes "Betriebs"vorbild, dafür war zu wenig los.

Deine Überlegungen über die geografische Planung eines geeigneten Bahnhofsgeländes sind vollkommen richtig, im Modell würde ich dies aber immer (sinnvoll durchdacht!) nachreichen. Aber die Verlagerung des Güterschuppens auf die Seite gegenüber des EG gefällt mir auch nicht. Es fehlt einfach eine gute Begründung und die ist für einen so kleinen Bahnhof nicht leicht zu finden.

Der hier projektierte Verkehr geht sicher über die fünf Personenzüge und einen Güterzug hinaus (vgl. Tante Wiki). Deswegen wird das Ausziehgleis nicht benötigt. Unabhängig von anderen Ideen, ein Ziehgleis kann aufgrund der Neigung des Streckengleises nötig sein. Hier gilt es einfach Gründe für ein Ausziehgleis zu suchen und auf ihre Plausibilität hin zu prüfen.

Zum Güteraufkommen von Großkunden: Ganzzüge sind langweilig und erhöhen den Betriebswert nicht so wie der Verkehr mit Gruppen.

Aber vielleicht sollten wir mal kurz innehalten und @BerndK ein paar Fragen als Futter geben:
Der Strang ist jetzt einen Monat alt, wie weit sind die Punkte aus dem Eingangsbeitrag noch aktuell? Vor allem was gewünschte Betriebselemente und Verortung angeht (strategische Bahnen gab es ja auch woanders).
Du willst den Betrieb alleine abwickeln können, dafür ist ein kleiner Durchgangsbahnhof an eingleisiger Strecke mit etwas umfangreicherem Güteraufkommen ja gut geeignet. Aber in welchem Tempo? Willst Du einfach nur einen Wagen an die Ladestelle rangieren (könnte mit Modellzeit 3:1 bequem klappen) oder willst Du jeden Hemmschuh einzelnen legen (bildlich gesprochen, dann bedeuten die vielen Rollen (Lokführer, Rangierer, Fahrdienstleiter usw.) dass schon Modellzeit 1:1 stressig werden kann)?
Ein Beispiel für einen Zwischenbahnhof mit einigem Betrieb sei Badersleben genannt. Was würde Dir da fehlen, was bräuchtest Du nicht?

Solwac Offline



Beiträge: 60

07.10.2016 20:41
#100 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

Zitat von Fischkopp im Beitrag #93
Das hab ich jetzt gar nicht verstanden. Die Bahnhofseinfahrten sind doch symmetrisch, weshalb sollten sich die Zugriffsmöglichkeiten ändern können?
Trotzdem habe ich die Weichenverbindungen nun einmal so geändert, dass GS beidseitig, Ladestraße, LBAG und Holzrampe separat von rechts angefahren werden können.
Die verkehrte Anbindung der Kombirampe nahm ich ob ihres geringen Frachtaufkommens einmal in Kauf.

Jetzt hast Du zu viel gedreht, wir rangieren doch so viel wie möglich von links.

Hier wie ich es meinte:


EG
________________1________________
__________/________________2________________\__________
|__Z____\__________3_________________________/.......optional
|______\_________4_______/________________/___| Rampe
Holz \________5______\________\_______/
Ladestr. Landh. GS

Wenn das EG eher rechts steht und hinter der Rampe die Straße "zur Ladestr." die Strecke kreuzt, dann wäre für die Ladestellen von links nach rechts passend: Holz, Landhandel, Ladestr. und Güterschuppen. Aber so wie eingezeichnet geht es auch, dann hat sich der Landhandel erst später an der Ladestr. angesiedelt und die Weichenverbindung wurde sinnvoll.
(aber der Güterschuppen gehört auf die EG-Seite...)

Fischkopp Offline




Beiträge: 409

07.10.2016 20:49
#101 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

@Solwac
Ich würde es eher anders herum formulieren, es ist schwer zu begründen, warum die Ortsgüteranlagen gegenüber vom EG liegen.
Denn wie H.M. das bereits dargelegt hat, erfordert das eine zusätzliche Zufuhrstraße inklusive Wendemöglichkeit sowie jeweils
eigenes Personal für den Personen- und Güterabfertigungsdienst. Die Station wäre sicherlich in dieser klassischen Form erbaut
worden, um dann auf der gegenüberliegenden Seite erweitert worden zu sein. Außerdem erfordert die Bedienung solcher Güteranlagen
die häufigere Kreuzung der Hauptgleise, und das kann dann doch auch mal "betrieblich spannend" sein.

Gruß
Alex

Solwac Offline



Beiträge: 60

07.10.2016 21:04
#102 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

Ladestraße gegenüber vom EG ist wesentlich leichter zu begründen als beim Güterschuppen.
Aber ich denke auch, die Ortsgüteranlage auf der Seite des EG sieht bei solchen Bahnhöfen harmonischer aus.

Fischkopp Offline




Beiträge: 409

07.10.2016 21:38
#103 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

Ok, dann sind wir uns ja doch einig, ich hatte bei Dir das gar nicht so kleine Wort "gegenüber" überlesen.

hmmueller Offline



Beiträge: 307

07.10.2016 21:48
#104 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

@Solwac - danke für die Wünsche - ich zieh mich jetzt unter die Bettdecke zurück und les dann ab morgen wieder mit, auch was @BerndK dann so meint ...

H.M.

BerndK Offline



Beiträge: 205

08.10.2016 00:07
#105 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

Hallo zusammen,

für den reichlichen Input. Ich bin geplättet!

@Fischkopp
grafische Umsetzung ist doch durch nichts zu ersetzen, auch wenn's Zeit kostet Die Lok des NG zu nutzen, würde bei der Raumgröße spürbar Zeit sparen im Vergleich zu Köf.

@Helko
wieso dann nicht 1930??
Fahrzeugpräferenzen. Es war ein langes Geeiere meinerseits zwischen Epoche I und II. Frühe Epoche IIb erlaubt mir, noch sämtliche Länderbahnwagen zu fahren, da die DRG meines Wissens die Umnummerierung der Wagen erst um 1930 fertiggestellt hat - im Gegensatz zu den Loks um 1924/25. DRG-Loks mit Länderbahnlackierung liefen beim Vorbild auch noch in dem Zeitraum. 1928 war da mein Kompromiß, um die allerersten Einheitslokomotiven noch mitnehmen zu können. 1930 wären die Länderbahnwagen unglaubwürdig geworden.

@hmmueller
erst mal gute Besserung! Besten Dank für Deine trotzdem sehr ausführlichen Gedanken zu den Möglichkeiten einer Bahnhofswahl.

Der Ansatz, sich an einem Vorbild zu orientieren, hat in meinem Fall keine [edit] in sich schlüssigen Ergebnisse hervorgebracht. Die Wutachtalbahn bietet weder selbst noch die Bahnhöfe die gewünschte Menge Betrieb - für ein Modell (das hatte Hubert früh erkannt) - wie sich in diesem Thread rausstellte. Meine Annahme, per Prototype-Freelance könnte man von dem speziellen Vorbild ausgehend einen passenden Bahnhof entwickeln oder adaptieren hat ebenfalls zu keinem Konsens geführt, da die sinnvolle Begründug für durchgehende Züge fehlt. Trotz Freelance stört der Gedanke Wutachtalbahn die Planung mehr, als er sie beflügelt. Der Wunsch, ein passendes Vorbild zu finden, lief schon vor dem Mapud-Thread immer wieder ins Leere. Entweder zu wenig Betrieb, in H0 nicht umsetzbar oder zumindest nicht als Einzelperson. [edit] Einzig Beilstein, da stelle ich fest - der war gar nicht so verkehrt, da gibt's Parallelen mit der aktuellen Planung. Der hatte sogar alle Lademöglichkeiten auf der EG-Seite. War natürlich nicht ganz so ausgefeilt wie der jetzige Entwurf. Die Argumente dagegen waren Schmalspur, Länge besser nutzen, Anschußbahn läuft nicht in die Aufstellgleise (die inzwischen vermutlich nicht zum Tragen kommt), vor allem nötige Kreuzung der Hauptgleise zum Rangieren. Wobei letzteres ohne Ausziehgleise auch in der aktuellen Planung der Fall wäre.

Eine Geschichte vorweg zu erdenken mag für erfahrene Modellbahner kein Problem sein, für mich wäre die dafür nötige Informationsbeschaffung vermutlich erst mal ein langfristiges Hobby für sich.

Deswegen finde ich die Entwicklung, zunächst einen neuen Bahnhof unter Betriebsgesichtspunkten zu planen sehr positiv, da gehe ich mit Solwacs Erklärung konform . In H0 sind doch reichlich Kompromisse von Nöten, selbst mit 10 m Wandlänge. Dennoch wollte ich den Vorbildbetrieb so gut es geht mit einbeziehen, da mir u.a. der SPUK Modus das Hobby vor 20 Jahren uninteressant werden ließ.

@Solwac
mit den völlig neuen Gedanken hast Du Recht. Mir fehlt die nötige Mütze voll Erfahrung, daher hoffe ich, mit Hilfe Eures Wissens auf ein langfristig tragendes Ergebnis zu kommen bzw. bin SEHR dankbar, daß ihr mich an Euren Erfahrungen teilhaben lasst und meine Lernkuve richtig steil verläuft. Ohne Wissensträger wird so ein Projekt nichts, außer vielleicht mit sehr langer Recherche-Vorlaufzeit.

wie weit sind die Punkte aus dem Eingangsbeitrag noch aktuell? Vor allem was gewünschte Betriebselemente und Verortung angeht (strategische Bahnen gab es ja auch woanders).
Lokalität, Vorbild und Grundthema sind kein Muß. Ich hatte die strategische Bahn nicht wegen der Militärzüge ausgesucht, sondern wegen der Trassierung, da dort auch Loks mit Achslast über 15t unterwegs sein können (davon besitze ich einige, und hänge dran). Nicht zuletzt weil die Wutachtalbahn landschaftlich sehr meinem Bild von Eisenbahnromantik nahekommt - aber da gäb's sicher Alternativen. Und natürlich der Mittelgebirgscharakter, der sich auf Fahrzeuge und Betrieb auswirkt.

In welchem Tempo? Willst Du einfach nur einen Wagen an die Ladestelle rangieren (könnte mit Modellzeit 3:1 bequem klappen) oder willst Du jeden Hemmschuh einzelnen legen (bildlich gesprochen, dann bedeuten die vielen Rollen (Lokführer, Rangierer, Fahrdienstleiter usw.) dass schon Modellzeit 1:1 stressig werden kann)?
Stress wollte ich definitiv im Hobby keinen haben. Wagen Rangieren und Lokführer hatte ich primär im Sinn. Der Fahrdienstleiter wird mir nicht ganz erspart bleiben für die Zugbegegnungen (oder wäre für einen möglichen Mitspieler eine tragende Rolle).

...Badersleben... Was würde Dir da fehlen,
- etwas längere Ladestraße [edit] in der Modulumsetzung ist sie lang genug
- Holzverladung (wobei die den Kornspeicher ersetzen könnte)
- Landhandel (auch wenn's am Ende nur ein Schuppen an der Ladestraße war zu der Zeit)

was bräuchtest Du nicht?
- die ungünstig zugängliche Platzierung der Zuckerfabrik, wobei die Umsetzung natürlich toll ist - inkl. Übergabegleisen

[edit] Ansonsten sehr interessante Adaption für Module, mit Verlängerungsmöglichkeit! Die Idee, den relativ geraden Bahnhof einfach schräg ins Zimmer zu legen finde ich optisch sehr pfiffig. Da macht die Lage der Zuckerfabrik schon Sinn, auch wenn die Zugänglichkeit nicht optimal ist.

Nochmal zum Gleisplan: Mit dem GS auf der EG Seite haben wir also bisher diesen Stand? Macht Die Mittlere Weiche auf Gleis 5 an der Stelle dann noch Sinn?



[edit] Von den Betriebsstellen, der Idee und den Gleislängen her entspricht das gut meinen Vorstellungen, trotz der DKWs


Viele Grüße
Bernd

Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | ... 21
 Sprung  

 

Harz-Bahn-Forum

BAE-by-OOK

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de