Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

Modellbahnanlagen
Planungs- und Design-Forum

für vorbildgerechten Modellbahnbetrieb

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 303 Antworten
und wurde 18.130 mal aufgerufen
 II.3. Planen von Anfang an
Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | ... 21
Gilpin Online




Beiträge: 1.273

20.09.2016 23:11
#61 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

Hallo Bernd,

schneller ging's nicht, und wir reden ja nur noch über Feintuning:

a propos

Zitat von BerndK im Beitrag #59
Bahnsteig zwischen Gleis 2 und 3 ... "Roggen" klein. Dann kann das neue Gleis 4 gut entfallen....da einseitig mit Geländer gesichert?

Nö, weil in Gleis 3 kein Güterzug einfährt - dazu dient (in Roggen klein) das neue Gleis 4, ehemaliges Gleis 5. - Bzgl. des Lokschuppens warte ich mal bis zum
Zitat von BerndK im Beitrag #59
Bild ... beim nächsten Update

... und werfe die Frage auf, wozu der dient: zur Beherbergung einer Rangierlok, die auch Übergaben auf der Strecke macht (welche Baureihe wäre das?), oder doch für Schiebebetrieb? Das hat Konsequenzen für die Größe des Bw und für seine Anbindung. - Das Thema
Zitat von BerndK im Beitrag #59
Kopframpe / Traktoren
war eher als spaßige Provokation für Silbergräber und nicht wirklich ernst gemeint, aber Du machst ja deutlich, dass
Zitat von BerndK im Beitrag #59
Lanz seit 1921 produzierte
! - Tja, irgendwann müssen wir über den "Rest" der Anlage reden: der hat schließlich Auswirkungen auf die Bahnhofsgestaltung (also auf die Entscheidung 5 oder 6 Gleise) ...

Mit freundlichem Gruß,
Gilpin

Erlaube mir und der Edith bitte fünf Minuten - ich muss nochmal nachchecken, ob alle Zahlen und Details so stimmen. - Hab ich gerade getan, und nun haben wir uns wieder überschnitten!

BerndK Offline



Beiträge: 204

21.09.2016 17:37
#62 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

Hallo Gilpin,

wir reden ja nur noch über Feintuning
Das sage ich zu meiner Frau bezüglich meiner Planungen auch… seit einem halben Jahr oder so

Nö, weil in Gleis 3 kein Güterzug einfährt - dazu dient (in Roggen klein) das neue Gleis 4, ehemaliges Gleis 5.
Gleis 4 in „Roggen klein“ oder 5 im „Roggen groß“ sind m.E. zu kurz. Ist es nicht praktikabler, in 3 bzw. 4 mit Geländer am Bahnsteig oder im Falle von "Roggen klein" den Bahnsteig zwischen 1 und 2 zu legen statt 2 und 3?

... und werfe die Frage auf, wozu der dient: zur Beherbergung einer Rangierlok, die auch Übergaben auf der Strecke macht (…), oder doch für Schiebebetrieb? Das hat Konsequenzen für die Größe des Bw und für seine Anbindung.
Bezüglich der Begrifflichkeiten (da ich darin noch nicht sattelfest bin) schreibe ich mal zur Sicherheit mein Verständnis:
„Übergaben auf der Strecke“ – bedeutet die Bedienung der drei Anschließer (Kettenfabrik, Sägewerk, Eisengießerei) auf der Strecke? Läuft das auch unter Übergabe, selbst wenn dort keine Loks zur Übernahme stationiert sind?
„Schiebebetrieb“ – Güterzugzusammenstellung/-auflösung in Roggen selbst? [edit - Aufklärung durch Alex in #63]

- Da auf der Strecke (momentan) bei den Anschlüssen keine Ausweichgleise vorhanden sind, um das Triebfahrzeug z.B. eines dort haltenden Nahverkehrszuges, der auch Güterwagen befördern könnte, zum Rangieren einsetzen zu können, mutmaße ich wären Übergaben von Roggen aus absolut notwendig
- Zusätzlich ist in Roggen natürlich [edit] Zugbildung ein Thema

Weitere Annahme
- mit einer Lok alleine wird Übergabe/Schieben/Zugbildung im Mehrspielerbetrieb nicht hinhauen -> 2-ständiger Lsch?
- bezüglich BW – da wäre noch eine Schlackengrube und eine Werkstatt fällig?

(welche Baureihe wäre das?)
Über die Wutachtalbahn in EPII finde ich nicht viel – BR 75.1-3, 57, 58, 64 – allerdings sind wir ja inzwischen eh auf Freelance. Von einer m.E. grandiosen, vorbildorientierten Schwarzwaldmodellbahn derselben Epoche weiß ich zusätzlich noch von 70, 92, 75.4. Ohne das weiter auszuführen, kommen aufgrund eigener „Marken-Erfahrungen“ zunächst 57, 58, 64, 70 in Frage. Bleiben 64 und 70 für Schieben und Übergabe. Das wird evtl. auch auf etwas Freelance in Sachen Rollmaterial rauslaufen. Ich stelle mir folgende Möglichkeiten zur Auswahl vor:

Schieben/Übergabe:
- BR 98.8
- BR 91
- BR 70
- BR 94
- BR 64

Reines Rangieren innerhalb Roggen (evtl. überflüssig):
- BR 89.7
- BR 81 Ganz ehrlich, am liebsten würde ich eine einsetzen, weil das FLM Modell für mich in jeglicher Hinsicht ein absoluter Traum ist. Mir ist aber schon klar – die sind zu der Zeit nur im Norden gelaufen…

Wenn man es nur aus Betriebsgesichtspunkten nüchtern sieht, könnten auch einfach ein paar damals (1928) brandneuer 64er fast alles abdecken. Etwas Salz in der Suppe muß aber schon sein.

Tja, irgendwann müssen wir über den "Rest" der Anlage reden: der hat schließlich Auswirkungen auf die Bahnhofsgestaltung (also auf die Entscheidung 5 oder 6 Gleise) ...
Guter Punkt, schon dabei!

Eine allgemeine Frage an alle habe ich noch - was genau macht einen Ortsgüterschuppen aus - verglichen mit einem Güterschuppen?

Viele Grüße
Bernd

P.S.: Erstaunliche Anzahl an Klicks!
P.P.S: Heute früher damit wir uns nicht überschneiden ;-)

Fischkopp Offline




Beiträge: 404

21.09.2016 19:42
#63 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

Hallo Leute,
als Mitleser hätte ich da auch noch ein paar fragen und Anmerkungen.
Ich glaube, Gilpin meinte eher das Nachschieben von Zügen, die die Grenzlast der regulären Zuglokomotive überschreiten.
Mir ist zudem nicht ganz klar, warum es keinen Hausbahnsteig, aber trotzdem drei bis vier Bahnsteigkanten zu geben scheint.
Mit einer Bahnsteigkante an Gleis 1 und einer an Gleis 2 sollte der zu erwartende Verkehr doch eigentlich zu bewältigen sein.
Der Rest an Parallelgleisen steht dann eigentlich dem Güterverkehr zur Verfügung, und das sollte für die angedachten Aufgaben reichen.
Ich weiß, ich bin eine Spaßbremse, aber diese drei Stumpfgleise rechts passen bisher für mich einfach nicht zum Verkehrsumfang.
So viele Zugbildungsgleise hatte z.B. Nidda, und von dort gingen immerhin zwei Nebenbahnen ab, für die die Ng gebildet wurden.
Allerdings hatte Nidda auch insgesamt 11 Gleise und einen Verkehr, den man allein nicht mehr wuppt.
Ich würde also, um auch einmal konstruktiv zu werden, die Aufstellgleise rechts in eine Übergabegruppe für die Anschlussbahn
umwandeln. Der dortige Betrieb, das Bilden der Übergaben zu den Betrieben an der Strecke und der restliche Streckenbetrieb sollten
eigentlich ein allein machbares Maß darstellen.

Grüße,
Alex

P.S.: Wenn sich der betriebliche Zweck des Lokschuppens herauskristallisiert hat, sollten wir auch über seine Anbindung noch mal reden.

BerndK Offline



Beiträge: 204

21.09.2016 20:05
#64 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

Hallo Alex,

Ich glaube, Gilpin meinte eher das Nachschieben von Zügen, die die Grenzlast der regulären Zuglokomotive überschreiten.
danke für die Aufklärung - ich habe es mit Verschiebebahnhof durcheinander geworfen - dann ändere ich das oben entsprechend

Mir ist zudem nicht ganz klar, warum es keinen Hausbahnsteig, aber trotzdem drei bis vier Bahnsteigkanten zu geben scheint.
Nachlässigkeit meinerseits, das EG hat natürlich einen Hausbahnsteig, habe den bisher nicht eingezeichnet

Ich weiß, ich bin eine Spaßbremse,
ich bin ja froh, wenn Gilpin mal etwas entlastet wird

die Aufstellgleise rechts in eine Übergabegruppe für die Anschlussbahn umwandeln.
also die Aufstellgleise rechts über Weichen zusammenfassen und als Anschlußbahn zur Eisengießerei laufen lassen? Wie viele Gleise wären Deiner Meinung nach dafür sinnvoll?

das Bilden der Übergaben zu den Betrieben an der Strecke
was wiederum bei Deinem Ansatz z.B auf Gleis 3 oder 4 stattfinden würde, ohne vorher Wagen in Stumpfgleisen zwischen zu speichern?

Interessehalber - wie viele Gleise würdest Du in Roggen für nötig abschätzen?

Grüße
Bernd

Fischkopp Offline




Beiträge: 404

21.09.2016 21:18
#65 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

Hallo Bernd,
Bilder sagen mehr als tausend Worte, und so habe ich auch einmal eine Skizze gemacht:

http://www.pic-upload.de/view-31743128/Roggen.png.html
Die Gleise 1 und 2 sind die Personenverkehrsgleise,
Gleis 3 dient dem Ein- und Ausfahren von Güterzügen.
Auf den Gleisen 4 und 5 findet die eigentliche Zugbildung statt,
wobei mit 4a Gleise mit Zugfahrten umgangen werden.
Gleis 6 ist schließlich die Ladestraße,
Gleis 7a und b bedienen Güterschuppen, Ladestraße und Kopf-/Seitenrampe.
(Ein Kniff, den ich mir in Gettorf abgeschaut habe, der das Rangieren interessanter macht.)
Im Schuppen an Gleis 4a habe ich eine dieser neuartigen Kleinloks stationiert, für ein echtes BW bräuchte man, denke ich, noch eine
schlüssigere Begründung.

Grüße,
Alex

Silbergräber Offline



Beiträge: 530

21.09.2016 21:26
#66 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

Moin,

die Gleisanlagen für den GS sind aber nur schwer erreichbar - bitte das Prinzip der absoluten Nähe beachten.

Was die Abstellgleise angeht: damit wurden sie wieder zum besagten Vorbahnhof reduziert, für den zwei Gleise in der Tat ausreichend sind.

Bernd muss sich entscheiden für das Frachtaufkommen, denn davon hängt ab, ob er Abstellgleise benötigt oder nicht.

LG

Jörn

H0m ist ein Ponyhof!
--------------------------
Mein Planungsthread:
"Auf schmaler Spur in den Oberharz"
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=24&t=144119

Mein Wagenschnitzer-Thread:
https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=50&t=139641

Fischkopp Offline




Beiträge: 404

21.09.2016 21:34
#67 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

Moin Jörn,
da hast Du natürlich recht, aber da an GS resp. Rampe meist nur ein Wagen zur Zeit bereit gestellt wird,
sollte eine Lok mit fernsteuerbaren Kupplungen ausreichen, um Eingriffe dort zu vermeiden.

Grüße
Alex

Gilpin Online




Beiträge: 1.273

21.09.2016 23:54
#68 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

Hallo Bernd,
ich habe im Hintergrund ein wenig vorgearbeitet, und insofern haben wir uns schon wieder überschnitten...

Hallo Alle,
Eure Anmerkungen und Vorschläge haben wirklich geholfen – man wurde ja ganz blind vor lauter gucken! Ich hatte den Hausbahnsteig (auch) nicht auf der Pfanne, Danke Alex (#63); klar gehört der hier hin, und mit ihm genügen natürlich die drei Gleise für den Personenzugverkehr, also fünf insgesamt, mithin "Roggen klein".

Ich habe aber ein paar Gedanken entwickelt und anhand von "Roggen groß" umgesetzt (seufz), sie sollten indessen ohne Mühe auf "Roggen klein" übertragbar sein. Ich dachte außerdem, dass ich langsam meine Gleisskizze aufgebe und mich deutlich auf die von Dir, Bernd, eingestellten Entwürfe beziehe. Sie liegen nun unter meinen weiteren Entwürfen, sodass der Vergleich sehr einfach wird. (Ich hoffe, das ist OK so.)

Zunächst ging es mir darum, ggü. #60 den Personenverkehr vom Rangieren im Güterbereich wieder etwas mehr zu trennen. Konkret wollte ich verhindern, dass Züge von der Strecke direkt in das Gleis 6 einfahren können – einfach aus Sicherheitsgründen: immerhin stehen da häufig Wagen an den verschiedenen Ladestellen herum. Und auf diese Weise ließ sich in der Westeinfahrt die Dkw einsparen, was ja wünschenswert war und ist:



Nach wie vor nicht so recht überzeugend: die Position des Lokschuppens. Die LS-Gleise sollten in das Gleis 5 münden, aber ich habe da im Moment keine Lösung, die nicht zu unrealistischen Weichenentwicklungen führen würde...

An der Ostausfahrt habe ich das gleiche unternommen, und erneut wurde die Dkw überflüssig. Kleinere Rangierfahrten zwischen Gleis 6 und den Abstellgleisen berühren nun nicht mehr das Gleis 5 und die östliche Bahnhofsausfahrt, sind also gleichzeitig möglich. Ich habe außerdem Seiten- und Kopframpe zusammengelegt.



(M)eine Grundsatzüberlegung, aufbauend auf Bernds Ideen und Zielsetzungen: ich hatte ursprünglich "Weizen" und alle daraus entwickelten Bahnhöfe so verstanden, dass dort Züge des Personenzugverkehrs und Durchgangsgüterzüge halten bzw. einander begegnen, sich evtl. überholen. Hinzu kommen Güterzüge, die Wagengruppen aussetzen (oder aufnehmen), welche dann im nachgebildeten Industriegleis zugestellt werden oder entlang der weiteren Strecke in kleineren Bahnhöfen oder weiteren Anschlüssen zugestellt werden. Untergeordnet sind Zustellungen im internen Bereich: Seiten und Kopframpe, Holz- und Landhandel. Wenn diese nicht stimmen, stimmen womöglich meine ganzen Beiträge nicht...

Ansonsten:

- ja, mir ging es (#61) wie Alex schon richtigstellt (#64) um etwaiges Nachschieben durch Schiebelokomotiven,
- das Industriegleis könnte nach wie vor an das "Ausziehgleis" anschließen, oder eben an die (drei oder) vier "Abstellgleise" auf der anderen Seite,
- alle Begriffe meines ursprünglichen Entwurfs (siehe #44) entstammen konkreten Bahnhofsgleisplänen des Vorbildes (Buchloe; genaue Quellenangabe – u.a. Lüdemann - folgt an anderer Stelle); manches seither sind Alltagsbegriffe...

Mit freundlichem Gruß,
Gilpin

hmmueller Offline



Beiträge: 292

22.09.2016 09:05
#69 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

Zitat von Gilpin im Beitrag #68
... Konkret wollte ich verhindern, dass Züge von der Strecke direkt in das Gleis 6 einfahren können – einfach aus Sicherheitsgründen: immerhin stehen da häufig Wagen an den verschiedenen Ladestellen herum. Und auf diese Weise ließ sich in der Westeinfahrt die Dkw einsparen, was ja wünschenswert war und ist ...


Hmm. Ich halte das für falsch. Beides, sowohl die Nicht-Erreichbarkeit der Ladegleise von der Strecke her wie das Vermeiden von DKWs, steht zwar in allen Gleisplan-Lehrbüchern seit ca. 1900 in irgendeiner Form so drin - aber in der Realität hat das praktisch nie jemand so gemacht = es ist nicht vorbildgerecht, und dafür gibt es gute Gründe:

a) Zur Nicht-Erreichbarkeit der Ladegleise: Es gibt ja zwei Bewegungen, die man für den Ortsgüterverkehr machen muss: Das Abhängen und Beistellen der Wagen an einen gerade anwesenden Lokalgüterzug; und das Umstellen der Wagen während der täglichen Ladearbeiten. Beides macht man seit ~1900 nur mehr mit Loks (und nicht mehr mit Pferden und Menschen), die dafür die Wagen ausziehen müssen. Nun muss man mehrere Fälle durchspielen:
(1) Nach der reinen Lehre müsste man getrennte Aufstellgleise für ankommende und abgehende Güterwagen haben, also das Ladegleis mit zwei (und nicht wie hier nur einem, dem Gleis 5) weiteren Gleisen ausziehmäßig verknüpfen.
(2) Soll sein, dass nur ein gemeinsames Aufstellgleis (Gl.5) für ankommende und abgehende Güterwagen vorhanden ist, und der Ortsgüterzug fährt auf Gleis 4 ein. Abhängig davon, ob es eine lokale Rangierlok gibt (der einfachere Fall) oder nicht, muss man sich die Bewegungen überlegen. Angenehm ist das schon im ersten Fall (mit lokaler Rangierlok) nicht, weil sie ja raus muss, um übers Streckengleis auszuziehen (was vollkommen ok ist bei einem kleineren Bahnhof); mit der Zuglok des Ortsgüterzug wird's katastrophal.
(3) Es gibt kein Aufstellgleis, und der Ortsgüterzug fährt auf Gleis 5. Dann geht es halbwegs mit der Rangiererei, aber (*) wenn einmal der Ortsgüterzug NICHT auf Gl.5 fährt [Kreuzung mit noch einem Ortsgüterzug; Schwellentausch im Gleis; ...], wird's wieder schrecklich; und (*) wir haben überhaupt keine Aufstellgleise mehr.

Wegen dieser enormen Inflexibilität wurde in der Praxis kaum ein Bahnhof so gebaut (höchstens sehr große, wo die einzelnen Gleisgruppen wieder so groß waren, dass man innerhalb der Gruppen fleixbel war), sondern immer alle Gleise bis zu den Ladegeleisen vom Hauptausziehgleis her erreichbar gemacht, das zumindest alle potentiellen Güterzugsgleise erreichen muss; und auf fast allen kleinen und vielen mittleren Bahnhöfen ist das Hauptausziehgleis das Streckengleis (deshalb haben wir ja die Rangierhalttafel ...).

Insofern ist die vorgeschlagene Art der Gleisanordnung einfach nicht vorbildgetreu (und sicher gibt's die Handvoll Bahnhöfe, die doch so gebaut wurden; aber ich schwöre, die Fahrdienstleiter dort haben geflucht, und es gab irgendwelche topologischen oder historischen Gründe, die sowas mehr oder weniger erzwungen haben).

(b) Vermeidung von DKWs. Ernsthaft wird das erst bei Neu(!)anlagen seit den 1920er Jahren so betrieben. In vorher entstandenen Bahnhöfen - und das sind ja praktisch "alle" - hat man darauf kaum Rücksicht genommen. So viel teurer als 2 Weichen sind DKWs (wenn man Platz, Anbindung, ...) dazuzählt, offenbar auch nicht gewesen, sonst hätte man nicht in Ladegleisen und sogar selten befahrenen Anschlüssen DKWs hingelegt. An Stellen, wo die Zuggeschwindigkeiten 60 km/h nicht überschreiten (also i.d.R. überall hinter dem abzweigenden Strang der Weichen im Streckengleis, wo lange die Geschwindigkeit maximal 40 km/h war), hatte man überhaupt kein Problem mit DKWs; und sogar in den durchgehenden Streckengleisen lagen (und liegen) sie öfter ...

H.M.

Gilpin Online




Beiträge: 1.273

22.09.2016 12:03
#70 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

Hallo,

nun haben wir ein sauber begründetes Plädoyer für Roggen groß gemäß #60; Ich verstehe H.M. so, dass Gleis 4 vom Ausziehgleis zu erreichen sein sollte, was in #60 voll gewährleistet ist.

Die Zurückhaltung gegenüber den Dkws ist kein originäres Anliegen meinerseits:

Zitat von Gilpin im Beitrag #47
Vorsicht allenfalls mit dem Rausplanen der DKws, weil Du Dir Länge einhandelst und eine feine Unterscheidung zwischen Gleisen für den Durchgangsverkehr und solchen für Binnenmanöver ... aufgibst.
- sondern geht auf Bernd zurück:
Zitat von BerndK im Beitrag #45
Gern würde ich die DKW noch rausplanen ... Die DKWs, die ich bisher gesehen habe, waren nicht "rumpelfrei" bzw. ohne Fahrzeuggewackel zu durchfahren.


Tja nun, Bernd, wenn Du nun die 5- oder 6-Gleise-Entscheidung triffst, kannst Du Deiner Gattin nach erneutem Feinsttuning für den Bahnhof Vollzug melden. Und dann gilt plötzlich Dein altes Bekenntnis nicht mehr:
Zitat von BerndK im Beitrag #32
Auf der ... Strecke könnte man sicher noch mehr Anschließer verwirklichen. Aber schauen wir erst mal nach dem Bahnhof um nicht zu viele Baustellen auf einmal offen zu haben.
Da kannst Du nun getrost weiter machen.

Mit freundlichem Gruß,
Gilpin

Solwac Offline



Beiträge: 59

22.09.2016 18:38
#71 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

Gilpins Anmerkungen gehen mir schon in die richtige Richtung, aber mit den Skizzen kann ich mich nur sehr teilweise anfreunden.
Zur Größe des Bahnhofs:
Zwei Bahnsteiggleise (Hausbahnsteig und am Durchfahrgleis) reichen aus, denn mehr als eine Zugkreuzung wird kaum vorkommen - zumindest wenn keine abzweigenden Strecken existieren.
Zwei Ein- und Ausfahrgleise für Güterzüge sind schon reichlich und sprechen für einen umfangreichen Verkehr. Ein paar Ladestellen der Ortsgüteranlage werden dafür nicht reichen, aber mit einem Schotterwerk, einer Eisengießerei und anderen Anschließern könnte man die Schlagzahl ausreichend erhöhen. Andere Ideen wären ein Durchgangsverkehr mit Überholungen und Kreuzungen zur Auslastung der Gütergleise.
Die Anbindung des Ziehgleises an Gleis 5 ist ungünstig, da für jede Rangierbedienung der Gleise 3 und 4 über die Strecke ausgezogen werden muss. Auch sollte der Güterschuppen neben dem EG direkt vom Ziehgleis aus erreicht werden können, in der Skizze von Fischkopp müsste das Ausziehgleis also rechts liegen. Die Preiserleins werden die beschleunigte Bedienung des Stückguts am Schuppen zu danken wissen.
In Gilpins Skizzen sind die Aufstellgleise ungünstig angelegt. Für jede Rangierbewegung ist Gleis 5 belegt (Gleis 6 als Ladestr. wäre noch ungünstiger) und der Weg von der Sortiergruppe zu den Gleisen 3 und 4 ist sehr lang. Da hilft die günstigere Breitenentwicklung gegenüber der Parallellage nur bedingt. Anstelle der Sortiergruppe wären vielleicht nur zwei Aufstellgleise (einmal für ankommende und einmal für abgehende Wagen) besser.

Ist die Ableitung von Beilstein oder Weizen wirklich hilfreich oder werden die Wünsche nicht besser von einem Freelance-Gleisplan erfüllt?

Als Ideenlieferant möchte ich noch Kirchheim/Teck (alter Bahnhof) in den Ring werfen. Als zentraler Bahnhof an der Strecke wurde dort eifrig rangiert obwohl es von den Streckenabgängen her nur ein Zwischenbahnhof war.
Thomas Englich hat hier mal im Nachbarforum schönes Material zusammen gestellt: http://www.h0-modellbahnforum.de/t333548...nkhinweise.html

BerndK Offline



Beiträge: 204

22.09.2016 20:41
#72 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

Hallo zusammen,

@Alex
Vielen Dank für die grafische Umsetzung Deiner Ideen! Es geht halt nichts über Bilder. Super Erläuterung dazu.
Würden die mittigen Weichen zwischen 4/5 u. 5/6 oft genutzt? In einem geraden Bahnhof wären sie umzusetzen, bei mir ist gerade da der Bogen. Da ich den Bahnhof nicht schräg legen kann würde ich den gern zur optischen Auflockerung drin lassen

… eine dieser neuartigen Kleinloks…
…eine Lok mit fernsteuerbaren Kupplungen…
An einer Modell-Köf? Von einer Köf hielte mich ab, daß diese erst nach 1930 eingesetzt wurden, ist an sich zu "jung".

@Gilpin
Ich dachte außerdem, dass ich langsam meine Gleisskizze aufgebe und mich deutlich auf die von Dir, Bernd, eingestellten Entwürfe beziehe.
Finde ich gut. Ein Grund, warum ich immer mit dem PC plane, ist der Fakt, daß die im Gleisprogramm nachgeplanten Freihandentwürfe bei mir zu oft ganz anders rauskamen als auf einem idealisierten Bild, sprich nicht umsetzbar genug waren.

(M)eine Grundsatzüberlegung, aufbauend auf Bernds Ideen und Zielsetzungen… Wenn diese nicht stimmen…
wir sind in der Hinsicht auf einer Linie, alles bestens

Ich fand Deinen Entwurf ohne DKWs übrigens richtig gut begründet und wäre natürlich auch ganz froh gewesen, um die DKWs herum zu kommen. Einmal mehr vielen Dank, daß Du Dir so viel Zeit genommen hast. Ich weiß das zu schätzen!

alle Begriffe meines ursprünglichen Entwurfs (siehe #44) entstammen konkreten Bahnhofsgleisplänen des Vorbildes
vielleicht hast Du mich mißverstanden – die Begriffsstutzigkeit lag an meiner Wenigkeit, ich wollte nicht Dein Fachwissen in Frage stellen

für den Bahnhof Vollzug melden
zumindest fast

Da kannst Du nun getrost weiter machen
Ja, wenn der Bahnhof mal steht ist der dickste Brocken durch

@hm
Danke für Deine ausführliche, anschauliche Erörterung und das gedankliche Durchspielen diverser Optionen mit dem „nicht-DKW-Entwurf“ inklusive geschichtlicher bzw. betrieblicher Hintergründe. Sehr interessant zu lesen und äußerst hilfreich! Wie Gilpin bereits erwähnte, wollte ich mir die DKWs schenken. Nach Deinen einleuchtenden Ausführungen werde ich aber die DKWs wohl doch in Betracht ziehen.

@Silbergräber
Bernd muss sich entscheiden für das Frachtaufkommen, denn davon hängt ab, ob er Abstellgleise benötigt oder nicht.
Das ist meine Hausaufgabe für die nächsten Tage, um den Bahnhof ganz abschließen zu können.

@Solwac
Auch sollte der Güterschuppen neben dem EG direkt vom Ziehgleis aus erreicht werden können
das kann ich mir grad nicht vorstellen ohne Sägefahrt
Ist die Ableitung von Beilstein oder Weizen wirklich hilfreich oder werden die Wünsche nicht besser von einem Freelance-Gleisplan erfüllt?
Sind wir nicht schon Freelance?
Danke für Deine Anregungen und den informativen link! Um die Anschließer kümmere ich mich als nächstes. Schau mal auf den aktuellen Stand "Roggen groß", ich meine da sind die meisten Punkte gelöst (@Gilpin - auch die Lokschuppenanbindung):


Ich stelle "Roggen klein" aber noch mal dazu - zum einen weil ich mir nun über das Frachtaufkommen Gedanken machen muß - die Option also noch im Rennen ist - und zum anderen um zu fragen, ob ein Bahnsteig immer am Durchgangsgleis liegen sollte wie hier oder ob er auch wie oben in "Roggen groß" "abseits" liegen kann? Wenn ich bei "Roggen groß" Gleis 2 als Durchfahrgleis plane, wird Gleis 6 viel zu kurz durch die Weichenanordnung. Kann allerdings auch sein, daß ich grad den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehe ;-)


Falls noch jemandem ein vorteilhafterer Platz für den GS einfällt nur zu. Vielleicht könnte man den Landhandel auch im Westen in die Nähe der Ladestraße platzieren und den GS an stelle des Landhandels?

Ich bin ab morgen bis zum 05.10. kurz offline bzw. vermutlich ohne Internetzugang. Ich möchte mich für den durchdachten Anlagen-Zwischenstand bedanken, freut mich sehr! Meine Hausaufgaben nehme ich mit und melde mich hoffentlich mit neuem Input zurück.

Viele Grüße
Bernd

Gilpin Online




Beiträge: 1.273

22.09.2016 22:54
#73 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

Hallo Bernd,

meine Klärung bzgl. meiner Begriffe hatte keinen Bezug auf Dich, schon gar nicht auf irgendwelche

Zitat von BerndK im Beitrag #72
Begriffsstutzigkeit
von irgendwem. Ich hatte vor langer Zeit mal auf den Begriff "bunt" überrascht reagiert und reichlich snobistische Rückmeldung geerntet - ich wollte nur anzeigen, dass ich anfangs Begriffe Reichs- und Deutsche Bahn-Dokumenten entnommen habe, jedoch im Kontext der Diskussion abends (mithin nach einem vollen Arbeitstag; man beachte Deine und meine Posting-Zeiten!) weitere nicht immer so fein habe überprüfen können. Präzisere Begrifflichkeit meinerseits hätte zum Beispiel das kurze Missverständnis zu den nachgeschobenen Zügen womöglich vermieden!

Wichtig, weil substanziell ist im Moment H.M.s Beitrag - alles weitere ist in sich unschlüssig. Tja, die Dkws... ansonsten bist Du auf der Zeilgeraden!

Eine kurze Distanz kann nicht schaden, Dir nicht und mir auch nicht,
Gilpin

BerndK Offline



Beiträge: 204

05.10.2016 20:14
#74 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

Hallo zusammen,

nach meinem kurzen Exil mit fürchterlicher Internetanbindung im Folgenden nun die Ergebnisse der „Hausaufgaben“:
Überlegungen zum Güterverkehr in Roggen als Grundlage zur planerischen Weiterentwicklung des Bahnhofs.

Es handelt sich generell um Schätzwerte nach Vorbildrecherche so gut es bei mir ging. Wenn sie grob daneben liegen bitte ich um Korrektur. Eine Fehlerquelle könnte die Annahme der max. Zuladung als tatsächliche Zuladung sein. Natürlich geht sowas vor allem bei Schüttgutwagen, bei geschlossenen wohl kaum. Aber für einen ersten Wurf hoffe ich tragbar. Teilweise ergaben sich erstaunliche Erkenntnisse für mich was den Warenumsatz angeht. Wer es eilig hat: Einfach nur das fett gedruckte lesen, im Grunde ging es ja primär darum, die Anzahl abzuwickelnder Wagen einzugrenzen. Nutzlänge meint den aktuell für die Betriebsstelle vorgesehenen Bereich, auch wenn die Gesamtlänge des Gleises anders aussieht. Durchgangszüge sind noch unvollständig.







(Sehr hilfreich beim Thema Anschlußgleise war mir
http://www.h0-modellbahnforum.de/t302689...ielfaeltig.html)

Folgerungen und Fragen daraus:
- Ist die Gesamtzahl von durchschnittlich abzuwickelnden 62 Wagen pro Tag zu viel für alleinigen Betrieb? (Die Stahlwerkbedienung könnten alternativ auch nur zwei Durchgangszüge darstellen, dann hätten wir nur noch 40 Wagen)
- Reicht für dieses Güteraufkommen ein Güterzugbildungsgleis plus Güterzugeinfahrgleis oder braucht man zwei Zugbildungsgleise?
- Nach Studium des Bahnnetzes erscheint mir eine geografische Platzierung zwischen Stuttgart und Ulm bei der vorliegenden Bahnhofsidee sinniger als auf der Wutachtalbahn. Auf der schwäbischen Alb vorzugsweise, aufgrund des gewünschten Mittelgebirgsthemas. Ein oder zwei stationierte Schubloks hätten damit auch Ihre Daseinsberechtigung. Meinungen dazu? Solwacs Kirchheim/Teck ging streckentechnisch schon in die Richtung (auch wenns als Gleisplan-Anregung gedacht war)
- Ich würde eher das Basaltwerk als die Kettenfabrik auf der Anlage abbilden. An der Anzahl der Gleise letzterer erkennt man noch gut meine falschen Erwartungen an den Güterverkehr - genau deswegen hab ich das mal stehen lassen - so kann man sich irren
- Der Landhandel und die Kopframpe zeigen relativ wenig Durchsatz, sollte man diese zusammenlegen – vielleicht als Gleis 6b (Zugriff)? 1a diente dann dem GS.
- Für mich sieht es aus, als ob Ladestraße und Holzverladung getrennt angefahren werden sollten - richtig?

Viele Grüße
Bernd

Fischkopp Offline




Beiträge: 404

05.10.2016 20:42
#75 RE: Beilburg im Würtachtal antworten

Moin Bernd,
da hast Du Dir aber echt Mühe gegeben, wenns doch nur immer so wär....
Naja, also, zu Deinen Anmerkungen:
Wo kommt eigentlich das Stahlwerk her, hab ich da was nicht mitgeschnitten?
Bei solchen Sachen wäre ich immer vorsichtig, denn dann muss es da ja auch Eisenerzvorkommen gegeben haben,
was die geographische Verortung vielleicht behindern könnte.
An der Ladestraße fehlt mir ein bisschen die Hausbrandversorgung, und die Baumaterialmenge sieht für mich ein bisschen
nach Autobahnbaustelle aus (auch spannend). Außerdem gabs doch bestimmt auch Firmen, die Wagenladungen in G-Wagen an der
Ladestraße abgefertigt haben.
Die Holzladerampe würde ich auch getrennt anfahren, allerdings eine separate Kombirampe bestehen lassen.
40 - 60 Wagen am Tag ist ne Menge Holz, mir kommts sowohl für die Bahnhofsgröße als auch die Einmann-Bedienung
ein bisschen viel vor.
Das alles sagt aber einer, der nicht mal die Epoche III miterlebt hat.

Grüße
Alex

Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | ... 21
 Sprung  

 

Harz-Bahn-Forum

BAE-by-OOK

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de